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Veröffentlicht am 03.10.2019

Vielversprechend, nur das Ende passt nicht zum Rest (was aber seinen Grund hat)

Mitternacht
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Kurzmeinung: Grandiose Idee, perfekter Anfang, lässt am Ende leider nach.

Nicholas lebt in London, bis er eines Nachts auf dem Hausboot eine Person sieht, die sich dann als eine Art Geist entpuppt und ...

Kurzmeinung: Grandiose Idee, perfekter Anfang, lässt am Ende leider nach.

Nicholas lebt in London, bis er eines Nachts auf dem Hausboot eine Person sieht, die sich dann als eine Art Geist entpuppt und mit ihm ins „andere“ London wechselt. Dort trifft er auf den Findelgeist Agatha und ist plötzlich mitten in einem Abenteuer und dem Kampf gegen die drohende Dunkelheit, die beide Welten übermannen wird.

Dieses Buch lässt mich mit gemischten Gefühlen zurück. Christoph Marzi hat einen eigenen, ganz besonderen Stil, der mich jedes Mal mitnimmt. Ich war auch dieses Mal ab dem ersten Erlebnis gefesselt. Die Idee mit der zweiten Welt, die parallel zu unserer existiert und ihn die Dinge kommen, die auf unserer Welt sterben, finde ich sensationell. Die Geschichte ist in der 3. Person geschrieben und Nicholas James, ein junger Student, der nebenbei etwas jobbt, steht im Mittelpunkt. Er ist ein offener, junger Mann, lebt in den Tag und hat keine zu hohen Ansprüche an das Leben. Er war mir gleich sympathisch, wobei er auch mehr hätte hinterfragen können. Er nimmt das alles sehr leicht hin. Die Geschichte ist überraschend, hat mich zum Schmunzeln gebracht und ist auch gerne mal etwas poetisch. Zitate: „Was war das hier? Olivanders Zauberstabladen für Regenschirme?“
„Den Geruch der Sonne genießen und im Schatten lesen, all die losen Gedanken freilassen, bis sie irgendwann im hellen wolkenlosen Himmel wie Seifenblasen zerplatzen“

Durch die bildhafte Sprache kann man in die Nebelwelt eintauchen und ich war gefesselt von den Abenteuern. Die teils langen Sätze haben meinen Lesefluss nicht gestört und ich war begeistert, bis zum Ende hin alles zu schnell abgehandelt wird. Was letztendlich auch erklärt wird, denn der Autor ist schwer erkrankt. Die Bewertung fällt mir demnach recht schwer. Respekt, das die Geschichte beendet wurde, aber auch Unsicherheit, ob der Autor nicht vielleicht hätte warten sollen, bis er wieder gesund ist.

Ein faszinierendes Buch, das Luft für eine Fortsetzung lässt, wie auch der Autor verlauten lässt. Dennoch kam mir das Ende zu abrupt und ich hätte da gerne noch ein paar Erklärungen gehabt.

Veröffentlicht am 03.10.2019

Zäher Start, aber dann eine schöne Geschichte

Von A wie allein bis Z für zusammen
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Andrea stirbt und hinterlässt ihren beiden Töchtern Rose und Poppy ein Alphabet voll mit Aufgaben, das eigentlich nur eine Sache bezwecken sollen: Die beiden wieder zusammen zu bringen. Denn die beiden ...

Andrea stirbt und hinterlässt ihren beiden Töchtern Rose und Poppy ein Alphabet voll mit Aufgaben, das eigentlich nur eine Sache bezwecken sollen: Die beiden wieder zusammen zu bringen. Denn die beiden reden seit vielen Jahren nicht mehr miteinander und der Grund kommt erst im Laufe der Geschichte ans Licht.

Die Geschichte beginnt mit Andrea, als Rose und Poppy noch Kinder sind. Das hat mir gut gefallen. Ansonsten wechselt sie noch zwischen Rose, Poppy und auch Lewis bekommt seinen Platz in dem Buch. So kann man alle wichtigen Personen kennenlernen, was jedoch seine Zeit bzw. Seiten in Anspruch nimmt. Es hat also etwas gedauert, bis ich eine Beziehung aufbauen konnte. Und mir war Poppy ehrlich gesagt lieber, wobei beide Schwestern einen Knacks weghaben. Die Reise durch das ABC ist wunderschön und man erfährt durch kurze Rückblicke viele kleine Details, die die Geschichte vervollständigen. Es bleibt lange ein Geheimnis, warum die beiden keinen Kontakt mehr hatten (wobei ich relativ schnelle eine Vermutung hatte). Das Buch ist in drei Teile gegliedert und nach dem schwierigeren Start hat mich die Geschichte regelrecht gefesselt. Ich habe die Schwestern immer besser verstanden und man wächst mit den Beiden. Es gab genug Momente zum Lachen, aber auch den ein oder anderen zum Weinen. Auch das Ende hat mir gefallen.

Eine schöne Geschichte, die mir gut gefallen hat.

Veröffentlicht am 03.10.2019

Schön, aber nicht so gut wie andere Bücher

Bratapfel am Meer (Neuauflage)
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Zurück nach Juist!

Caro ist Krankenschwester auf der Intensivstation. Dort bekommt sie von einer Patientin eine Kette und den Auftrag diese nach Juist zu bringen, zurück zu ihrer großen Liebe. Das kommt ...

Zurück nach Juist!

Caro ist Krankenschwester auf der Intensivstation. Dort bekommt sie von einer Patientin eine Kette und den Auftrag diese nach Juist zu bringen, zurück zu ihrer großen Liebe. Das kommt ihr gerade recht, denn sie ist in der Trennungsphase mit Jörn, der sie hintergangen hat.

Zurück nach Juist, das hat mich gleich angesprochen. Ich habe bereits „Apfelkuchen am Meer“ und auch „Apfelträume am Meer“ die zugehörige Kurzgeschichte gelesen, da musste ich natürlich auch wieder diese Geschichte lesen. Dieses Buch spielt zum Großteil auf Juist und mir war Caro, die Hauptprotagonistin gleich sympathisch. Sie ist ein herzensguter Mensch und eher auf andere bedacht. Sie hat eine sehr einfühlsame, hilfsbereite Art. Auch die Nebencharaktere, bei denen man auf so manches bekanntes Gesicht trifft, sind wieder wundervoll beschrieben. Am besten hat mir noch die Freundschaftsgeschichte gefallen, so eine Freundin findet man nicht noch einmal. Ab Beginn ist dieses Buch wieder ein Wohlfühlbuch, wie auch die anderen Bücher von Anne Barns. Man ist mittendrin und nicht nur Beobachter von außen. Leider bleibt hier eher die Insel, das Leben im Winter und die Charaktere im Vordergrund und die Suche nach dem Besitzer der Kette rückt doch stark in den Hintergrund und wird erst gegen Ende gelüftet. Das fand ich doch sehr schade, da ich es anders erwartet habe. Dabei bleibt auch alles sehr vorhersehbar und es gab noch den ein oder anderen Moment, den ich überflüssig oder sehr vorhersehbar fand. Toll sind aber wieder die Rezepte im Buch und ganz besonders haben mir die Songtexte im Buch gefallen, die vom Duo Scheer stammen. Sie leiten das Buch und noch zwei weitere Kapitel ein und mir haben sie sehr gefallen. Sie passten perfekt zur Stimmung des Buches und sind wunderschön.

Dieses Buch ist ein Wohlfühlbuch, aber mir hat das gewisse Etwas gefehlt. Dennoch freue ich mich auf weitere Geschichte aus der Feder von Andrea Russo/Anne Barns.

Veröffentlicht am 04.09.2019

Zwei Kurzgeschichten, die erste hat mir besser gefallen

Wenn zwei sich finden, freut sich das Glück
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Kurzgeschichten zu den Reihen Puffin Island und From Manhattan with Love.

Dieses Buch enthält zwei Kurzgeschichten zu Nebencharakteren der oben erwähnten Reihen. Einmal geht es um Lily Rose, die trotz ...

Kurzgeschichten zu den Reihen Puffin Island und From Manhattan with Love.

Dieses Buch enthält zwei Kurzgeschichten zu Nebencharakteren der oben erwähnten Reihen. Einmal geht es um Lily Rose, die trotz aller Rückschläge immer noch an die große Liebe glaubt. Die andere Geschichte handelt von Matilda, einer sehr schusseligen, jungen Frau, die gerade durch einen Patzer eine interessante Begegnung macht.

Die Inhaltsangaben verraten schon viel und man weiß von Anfang an, wie die Geschichten enden. Mir persönlich hat die Geschichte zur Puffin Island – Reihe besser gefallen, da mir auch die Charaktere sympathischer waren. Zudem ist das Verhältnis der beiden Geschichten im Buch sehr ungleichmäßig. Bei der ersten Geschichte konnte ich die Entwicklung besser nachfühlen und mir haben die vielen kleinen Gespräche gefallen. In der zweiten Geschichte überschlagen sich die Ereignisse und einiges hat man ja dann doch schon beim Lesen/Hören von Schlaflos in Manhattan erfahren. Somit war es wenig Neues. Dennoch macht es Spaß nochmal in die Welten einzutauchen und ein paar Details zu erfahren.

Ich kann das Buch empfehlen, mit hat es gefallen, nochmal ein paar der bekannten Charaktere zu treffen und auch mal die Nebencharaktere auszuleuchten.

Veröffentlicht am 04.09.2019

Zwei Sichten - der Vergangheitsstrang hat mich mehr begeistern können

Der Rosengarten am Meer
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Isabel flieht aus Wien, nachdem ihr Mann sie verlassen hat. Sie hatten sich gemeinsam ein Unternehmen aufgebaut und nach der Trennung muss sie sich neu orientieren. Da kommt ihr ein Auftrag an der Ostsee ...

Isabel flieht aus Wien, nachdem ihr Mann sie verlassen hat. Sie hatten sich gemeinsam ein Unternehmen aufgebaut und nach der Trennung muss sie sich neu orientieren. Da kommt ihr ein Auftrag an der Ostsee sehr gelegen. Der Wiederaufbau eines Rosengartens wird ihr neues Ziel, um sich einen eigenen Namen in der Branche zu machen. Doch bei der Suche nach Originalunterlagen zum Aufbau stößt sie auf Geheimnisse.

Da ich schon das ein oder andere Buch der Autorin kenne, habe ich mich über ein neues Buch gefreut. Hier spielt die Geschichte im Wechsel in zwei Epochen: in der Gegenwart mit Isabel und in der Vergangenheit mit Marie. Ich muss ehrlich sagen, dass mir die Abstecher in die frühere Zeit besser gefallen haben. Sie waren runder und stimmiger. Mit Isabel hatte ich durchgängig so meine Probleme, vor allem was ihre Entscheidungen anging. Sie war mir zu sprunghaft, im Vergleich zu ihrer langen Partnerschaft und Gemütlichkeit, die sie ja vorher hatte. Marie, ihre Welt und besonders der Rosengarten haben mir sehr gefallen. Der Stil war nicht immer richtig ausgereift und ich hatte das Gefühl an manchen Stellen, dass die Autorin selbst nicht ganz wusste, in welche Richtung sie jetzt gehen soll. Zudem hätte sie den Nebencharakteren wie Sina noch mehr Leben einhauchen können, die kamen für mich auch zu kurz. Die Rosenrezepte am Schluss sind aber wie immer sehr gelungen.

Das Buch hat Potenzial, aber mich konnte der Vergangenheitsstrang mehr begeistern.