Starke Frauen! Sehr bewegend!
Wie ein Leuchten in tiefer NachtStarke Frauen
Schon als dieses Buch noch keinen deutschen Titel, geschweige denn einen Klappentext besaß, lediglich der Erscheinungsmonat fest stand, da wusste ich, dieses Buch werde ich lesen. Was natürlich ...
Starke Frauen
Schon als dieses Buch noch keinen deutschen Titel, geschweige denn einen Klappentext besaß, lediglich der Erscheinungsmonat fest stand, da wusste ich, dieses Buch werde ich lesen. Was natürlich daran liegt, dass Jojo Moyes sich damals, mit ihrem „Ein ganzes halbes Jahr“, in mein Herz geschrieben hatte. Danach folgten für mich viele weitere Highlights aus ihrer Feder. Somit habe ich also schon lange „Wie ein Leuchten in tiefer Nacht“ entgegengefiebert.
Inzwischen wusste ich auch, worum es im Groben ging. Nämlich um den Mut, den Frauen aufbringen müssen, Widerstände zu überwinden und um ihre Rechte zu kämpfen, wenn sie Ende der 30iger Jahre in den Bergen Kentuckys lebten, ähnlich wie die Hauptprotagonistin aus diesem Buch.
Die junge Alice, die ursprünglich aus England stammt, folgt aus Liebe ihrem Verlobten Bennet Van Cleve, nach Baileyville, einem kleinen Nest in Kentucky, wo sie gemeinsam mit ihm und ihrem Schwiegervater unter einem Dach lebt.
Geoffrey Van Cleve, der als mächtigster Mann gilt, macht ihr das Leben dort allerdings sehr schwer. Ihre Aufgaben, Haushalt, kochen und vor allem Kinder in die Welt setzen, haben äußerste Priorität. Rechte, Hobbys und Annehmlichkeiten sind der Frau nicht zugedacht. Auf Verständnis seitens Bennet kann sie leider auch nicht hoffen.
Dank der Initiative von Eleanor Roosevelt findet sie aber neuen Lebensmut. Die hat nämlich das WPA-Programm ins Leben gerufen. - Die Packhorse Library! Eine mobile Bücherei, wo ein paar Frauen, die abgelegenen Farmen mit Lesestoff versorgen. Immer wieder leben dort Menschen, die keine andere Möglichkeit haben anders an Bücher zu kommen, weil sie vielleicht alt und gebrechlich sind, krank oder auch keine Transportmittel besitzen. Für Alice endlich eine Aufgabe, aber vor allem eine Herzensangelegenheit Wissen und Freude zu verbreiten.
Allerdings wird dieses Programm nicht gerne gesehen und immer wieder müssen die Frauen nicht nur mit der Gewalt von Jahreszeiten rechnen, sondern auch mit viel Schlimmeren.
Durch die junge Margery O´Hare, die hier als Rebellin gilt und Alice inzwischen eine gute Freundin ist, lernen die Frauen sich zur Wehr zu setzen und ihrem Herzen zu folgen.
Diese Geschichte hat mich, ab ca. der Mitte, so fest in seinen Bann gezogen, dass ich kaum noch aufhören konnte zu lesen.
Wenn auch der Einstieg wieder einmal etwas schwächer war, (geht mir übrigens häufig so bei den Büchern von Jojo Moyes) kann ich sagen, dass dieses Buch sich entwickelt. Irgendwann ist man angekommen, im Jahre 1937, in den Weiten von Kentuckys Landschaft und vor allem in dem Schicksal, dem Margery O´Hare ausgesetzt ist. Ich habe so mitgelitten, gebangt, gehofft und ein paar Tränen vergossen.
Fazit:
Eine sehr bewegende Geschichte um Frauenrechte der 30iger Jahre, in Amerika.
Von mir eine ganz klare Leseempfehlung! Jojo Moyes kann es einfach!