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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 30.05.2022

die Gefahr lauert im engeren Umfeld

Betrug
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So hätte sich Ursula ihren Job als neue Innenministerin nicht vorgestellt und sie ist als Mitarbeiterin von diversen Hilfsorganisationen rund um die Welt nicht gerade zimperlich. Dass es gerade in der ...

So hätte sich Ursula ihren Job als neue Innenministerin nicht vorgestellt und sie ist als Mitarbeiterin von diversen Hilfsorganisationen rund um die Welt nicht gerade zimperlich. Dass es gerade in der Politik auch Intrigen gibt, war ihr bestimmt auch bewusst, aber wer so gezielt gegen sie interveniert und damit das Leben von ihr und ihrer Familie aufs Spiel setzt, war dann doch ein großer Schock.
Für mich lässt sich das Buch sehr gut lesen, da die Autorin sehr lebhaft, mitreißend und bildhaft beschreibt. Wer als potenzieller Täterin in Frage kommt, war aufgrund des Personenkreises relativ eingeschränkt und für mich keine Überraschung. Der Schluss war dann doch sehr turbulent und die Ereignisse haben sich in einem kurzen Zeitraum überschlagen. Sehr gut gefällt mir dabei, dass noch nicht alles restlos aufgeklärt und in Ordnung ist, sondern dass gewisse Themen noch in der Luft liegen und sich die Leser*innen damit beschäftigen können. Gefällt mir persönlich besser als happy End und wieder alles Bestens.

Veröffentlicht am 18.06.2021

niemand hat eine weiße Weste

Eine perfekte Ehe
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Meine Meinung zum Buch:
Das Cover wirkt so unschuldig und unscheinbar, der Titel ist natürlich ironisch gemeint – aber der Thriller hat es in sich. Kaum hat man sich als LeserIn gedanklich auf eine Intrige ...

Meine Meinung zum Buch:
Das Cover wirkt so unschuldig und unscheinbar, der Titel ist natürlich ironisch gemeint – aber der Thriller hat es in sich. Kaum hat man sich als LeserIn gedanklich auf eine Intrige eingestellt, kommt auch schon die nächste Überraschung. Das Buch ist voll mit solchen Momenten, man wird von einer verdächtigen Person zur nächsten gelockt und dadurch bleibt auch die Spannung aufrechterhalten. Die Anwältin Lizzie, gleichzeitig ehemalige Studienfreundin von Zach, versucht selbst den Überblick zu behalten und Ordnung in das Chaos zu bringen. Je weiter die Ermittlungen voranschreiten, umso mehr wird aus dem Privatleben der Freunde und Nachbarn und des Ehemannes der ermordeten Amanda ausgegraben und wirklich niemand kann eine weiße Weste aufweisen. Zeitweise fand ich schon jede und jeden verdächtig. Ein Krimi genau nach meinem Geschmack!

Veröffentlicht am 16.06.2021

die Grauzone

Die Wahrheit der Dinge
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Meine Meinung zum Buch:
Ich mag den Schreibstil des Autors sehr gerne, da er klar und strukturiert schreibt und trotzdem noch Platz für eigene Gedanken bleiben. Der zweite Roman von Markus Thiele beschäftigt ...

Meine Meinung zum Buch:
Ich mag den Schreibstil des Autors sehr gerne, da er klar und strukturiert schreibt und trotzdem noch Platz für eigene Gedanken bleiben. Der zweite Roman von Markus Thiele beschäftigt sich wieder mit einem brisanten Thema. Einerseits hat man als Richter das Recht des Staates zu vertreten, auf der anderen Seite wird es brenzlich, wenn die eigene Familie im weiteren Sinne involviert ist. Auch Frank Petersen und seine Familie stellen sich die Frage, was zählt hier mehr? Einfach so den Fall abzugeben, nur weil es nicht einfach ist, kommt für den Strafrichter allerdings auch nicht infrage. Dadurch riskiert er aber sein heiles Familienleben. Für welchen Weg er sich auch entscheidet, es bleibt immer ein zweiter Weg, den er nicht bestreiten kann. Genau diese Situation mit dem Abwägen aller Eventualitäten hat mir persönlich an diesem Roman sehr gut gefallen. Vieles ist auch Ansichtssache und da sind nie alle einer Meinung, auch in strafrechtlichen Angelegenheiten ist es nicht immer schwarz oder weiß, es gibt immer eine Grauzone.

Veröffentlicht am 17.10.2019

ein intelligenter Kriminalroman

Drei
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Meine Meinung zum Buch:
Der Roman ist sehr ausgefeilt und gut aufgebaut. Zu Beginn beschreibt der Autor die Anbahnung der Beziehung zwischen einem Mann und einer Frau, die sich scheinbar zufällig begegnen. ...

Meine Meinung zum Buch:
Der Roman ist sehr ausgefeilt und gut aufgebaut. Zu Beginn beschreibt der Autor die Anbahnung der Beziehung zwischen einem Mann und einer Frau, die sich scheinbar zufällig begegnen. Mit viel Verständnis und Geduld, aber man spürt schon, dass irgendetwas nicht stimmig ist und dann beginnt der Mann die Frau unter Druck zu setzten und als LeserIn denkt man sich: „Bitte steig aus der Geschichte aus bevor es zu spät ist!“ Durch Geschick und guten Ausreden gelingt es dem Mann allerdings immer genau solche Frauen zu finden, die emotional abhängig und bedürftig sind und für ihn ein leichtes Opfer darstellen. Auch beim zweiten Mal gelingt ihm das ganz gut und man ärgert sich als LeserIn schon sehr, dass es auch im Umfeld der Frauen niemanden gibt, der sie warnt oder zumindest die Zweifel stärkt. Spannend finde ich auch den Einblick in die Lebenswelten anderer Kulturen und vor allem wie das Bild der Frauen dargestellt wird.
Die dritte Geschichte unterscheidet sich allerdings von den anderen beiden durch eine Besonderheit, die ich hier allerdings nicht erwähnen möchte, um nicht zu viel vom Inhalt zu verraten. Der Schluss hatte wirklich einen Wow-Effekt, der mich mit einem sehr positiven Eindruck zurückblicken lässt.

Mein Fazit:
„Drei“ ist ein intelligent geschriebener, durchdachter Kriminalroman, der mit den Gefühlen der LeserInnen spielt. Ich würde mich freuen, noch weitere Romane vom Autor lesen zu dürfen.

Veröffentlicht am 17.09.2019

mit historischem Bezug

Im Wald der Wölfe (Jan-Römer-Krimi 4)
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Meine Meinung zum Buch:
Ich habe die Vorgänger-Krimis mit Jan Römer und Mütze auch gelesen, daher war ich sofort mitten drin im Geschehen, aber auch ohne Vorkenntnisse dürfte es kein Problem sein. Eigentlich ...

Meine Meinung zum Buch:
Ich habe die Vorgänger-Krimis mit Jan Römer und Mütze auch gelesen, daher war ich sofort mitten drin im Geschehen, aber auch ohne Vorkenntnisse dürfte es kein Problem sein. Eigentlich wollte Jan Römer im abgelegenen Hüttendorf im Frauenwald Urlaub machen, aber dass es kein Urlaubsroman wird, war von vorneherein klar. Als Journalist ist Jan natürlich immer auch an Geschehnissen in seinem Umfeld interessiert, vor allem, wenn er spätabends Besuch von einer aufgelösten Dame bekommt, die ihm noch zusätzlich einen Anreiz gibt, nachzuforschen. Seine Nachforschungen sind für gewöhnlich auch lästig für diejenigen, die etwas verbergen wollen und so war es schnell klar, dass Jan in das Schussfeld gelangt. Mütze und weitere Freunde kommen ihm zu Hilfe, da die Mordfälle viele Jahre zurück reichen und sofort auch ein historischer Bezug erkennbar wird. Der Bezug in die Vergangenheit war sehr realistisch dargestellt und hätte tatsächlich vor vielen Jahren so stattgefunden haben können. Wer hat etwas zu verbergen und warum müssen auch jetzt noch Leute sterben, damit die Wahrheit nicht an die Öffentlichkeit gelangt? Jan und seine Freunde sind plötzlich in höchster Gefahr und vor allem zum Schluss geht es sehr brutal zu. Für meinen Geschmack hätte der Schluss etwas ruhiger und weniger blutrünstig ausfallen können, dann hätte mir dieser Teil noch besser gefallen.

Mein Fazit:
Das war nicht mein erster Krimi mit Jan Römer als Journalist und bestimmt auch nicht mein letzter!