Im Kopf des Mörders
Schonungslos offenIch habe von der Autorin bisher nur ihren Märchenroman "Zauberschön" gelesen und war nun gespannt auf ihre andere, ihre dunkle Seite und dunkel wird es tatsächlich in ihrem aktuellen Krimi.
Das das Schreiben ...
Ich habe von der Autorin bisher nur ihren Märchenroman "Zauberschön" gelesen und war nun gespannt auf ihre andere, ihre dunkle Seite und dunkel wird es tatsächlich in ihrem aktuellen Krimi.
Das das Schreiben langweiliger Berichte ebenfalls zum Alltag einer Kriminalkommissarin gehört, lernt der Leser bereits auf den ersten Seiten. Die Langeweile währt allerdings nicht lange, denn schon gibt es einen Mordfall. Ein junger Mann wird erdrosselt auf einem Grillplatz entdeckt. Vom Täter fehlt jede Spur, die Familie zeigt sich wenig kooperativ und entscheidende Hinweise gibt es keine. Die Suche nach dem Täter verläuft äusserst zäh, als eine junge Frau verschwindet und kurz darauf die Leiche einer weiteren gefunden wird.
Die Autorin schickt ihre Ermittlerin auf eine nervenaufreibende Tätersuche, sie lässt ihren psychopathischen Täter tief in das Privatleben der Kommissarin eingreifen. Gerade bei der Beschreibung des Mörders und seiner Handlungen, wurde mir wieder einmal bewusst, wie dunkel und extrem gerade weibliche Autoren oft ihre Täterfiguren anlegen, es geht hierbei nicht um das reine Blutvergießen, sondern eher um Manipulation, Psychospielchen, Kontrolle und Sadismus. Der Kontrast dazu dann die sympatischen Ermittlerfiguren, mit ihrem speziellen Umgang miteinander. Da stimmt die Balance einfach.
Selbst wenn die Ermittlungen auf der Stelle treten schafft es die Autorin die Spannung aufrecht zu erhalten. Wenn man einmal in der Geschichte drin ist, kann man das Buch kaum zur Seite legen. Die Story ist nachvollziehbar, die Ermittlungsarbeit gut dargestellt. Der Gemütszustand und die Intension des Täters ist gut ausgearbeitet. Das Buch ist definitiv ein Krimi der etwas härteren Gangart, das sollte man sich vor der Lektüre bewusst machen.