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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 24.11.2019

Der neue 'Kalte Krieg' fordert die Geheimdienste heraus - - Spannender Spionagethriller

Der russische Spion
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*Gabriel Allon wird auch in seinem 18. Einsatz nicht müde*
Ich bin mit den Bänden 16 und 17 in diese Agentenreihe eingestiegen und entwickle mich zum Fan. In diesen beiden Bänden ging es um die Gefahr ...

*Gabriel Allon wird auch in seinem 18. Einsatz nicht müde*
Ich bin mit den Bänden 16 und 17 in diese Agentenreihe eingestiegen und entwickle mich zum Fan. In diesen beiden Bänden ging es um die Gefahr durch islamistischen Terror.
Hier in dieser Geschichte schickt der Autor den israelischen Geheimdienst, mit ihrem legendären Direktor/Agenten Gabriel Allon, und den britischen Auslandsgeheimdienst MI6 in eine heikle Mission. Sie suchen einen Doppelagenten, der für die Russen spioniert. Die Geschichte hat einen historisch interessanten Hintergrund. Sie orientiert sich an Kim Philbys Leben und Arbeiten, ergänzt mit einer fiktiven Geschichte. Das hat mir sehr gut gefallen. Herr Silva packt die Romanhandlung sehr geschickt in die aktuelle Weltpolitik und daher könnten für manche Leser die Grenzen fließend sein. Statt neuester Technik, nutzen die Agenten diesmal tote Briefkästen, klassische Beschattungen und verschiedene Identitäten. Spionage nach der alten Schule.

Was mir nicht gefallen hat, war die Anmerkung des Verfassers am Ende des Buches. Er macht darin deutlich, dass es sich um einen Unterhaltungsroman handelt und es auch so gelesen werden soll. Da bin ich ganz bei ihm. Einige Absätze später macht er seine persönliche Haltung gegenüber Russland und ihrem Präsidenten deutlich. Das fand ich unpassend und gerade nach so einer emotionalen Romanhandlung, schon fasst meinungsbildend. Dafür ziehe ich einen Punkt von der Bewertung ab.

Veröffentlicht am 20.11.2019

Sigi Siebert ist ein Original – mir hat die Geschichte gut gefallen

Tod einer Bikerin
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*Ein pensionierter Hauptkommissar schnüffelt auf eigene Gefahr *

„Tod einer Bikerin“ ist der 5. Band, in dem Sigi Siebert ermittelt. Wobei – ermittelt - der falsche Ausdruck ist, er schnüffelt, weil ...

*Ein pensionierter Hauptkommissar schnüffelt auf eigene Gefahr *

„Tod einer Bikerin“ ist der 5. Band, in dem Sigi Siebert ermittelt. Wobei – ermittelt - der falsche Ausdruck ist, er schnüffelt, weil er nicht mehr im aktiven Polizeidienst steht. Ich kenne die Vorgängerbände nicht und weiß auch nicht so genau warum er vorzeitig in den Ruhestand gehen musste.

Es beginnt mit einem feucht fröhlichen Kneipenabend mit seinen ehemaligen Kollegen. Zu später Stunde kommen sie auf die Arbeit zu sprechen und sein Nachfolger klagt über einen ungelösten Fall. Eine Frau wurde in ihrer Wohnung erschossen und der Lebensgefährte liegt betrunken im Nebenzimmer. Er wird verdächtigt, aber man kann ihm nichts nachweisen. Ein Motiv erkennt keiner.

Sigi ist richtig angefixt und im Gespräch mit seiner Frau kommt heraus, dass beide den Verdächtigen aus der Schulzeit kennen. Man kann ja mal unverbindlich bei dem ehemaligen Schulkameraden vorbeischauen.....

Der Autor erzählt die Geschichte rückblickend aus Sigis Ich-Perspektive. Das hat mir gut gefallen, weil ich dadurch dem 'alten Schnüffler' ganz nah war. Ich bin mit ihm durch die Essener Straßen geradelt und konnte mir die Schauplätze gut vorstellen.

Ich finde, das ist ein gelungener Regionalkrimi, der mir den Pott etwas näher gebracht hat. Es ist keine rasant spannende Story, sondern eher eine knifflige Geschichte mit einem liebenswerten Sigi Siebert.

Veröffentlicht am 17.11.2019

Ein Provinzkrimi, der alle denkbaren Klischees über das bayerische Hinterland bedient

Bülent Rambichler und der störrische Karpfen
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Im fiktiven fränkischen Strunzheim wird die Leiche vom zweiten Bürgermeister gefunden. Nackt bis auf die Trachtensocken steckt er in einem Fischweiher. Um die Todesumstände zu klären, muss Bülent Rambichler ...

Im fiktiven fränkischen Strunzheim wird die Leiche vom zweiten Bürgermeister gefunden. Nackt bis auf die Trachtensocken steckt er in einem Fischweiher. Um die Todesumstände zu klären, muss Bülent Rambichler wieder in seine alte Heimat. Die Ermittlungen verlaufen schwierig, weil erstmal alle Indizien auf Erkan Rambichler, seinen eigenen Vater, hindeuten.
Die Autorin bringt nach und nach weitere Verdächtige ins Spiel und mit der Auflösung hat sie auch noch etwas Tragik in die Geschichte gepackt.

Für mich war es eine sehr unterhaltsame Geschichte. Ich mag unkonventionellen Humor und dass hier sämtliche Klischees über die fränkisch Eingeborenen bedient wurden, fand ich witzig.
Einige Szenen und Dialoge sind überhaupt nicht politisch korrekt und gerade deshalb sehr erfrischend. Ich kann mir aber gut vorstellen, dass der häufig verwendete Dialekt für manche schwer verständlich ist.

Ich werde die Reihe weiter im Auge behalten und wünsche mir, dass der Büli in weiteren Fällen etwas mehr kriminalistisches Können zeigt. Bei diesem Fall hatte er einiges an unkonventioneller Hilfe.

Ein Extralob verdient das Cover. Es hat einen hohen Wiedererkennungswert und man sieht auf den ersten Blick, dass der Humor im Vordergrund steht.

Veröffentlicht am 15.11.2019

Gute Unterhaltung für Leser, die Lust auf kranke Geschichten haben

Totenfrau
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*Sehr eigenwillig und dennoch reizvoll*
Nachdem ich Bernhard Aichners neuestes Buch „Der Fund“ gelesen habe, war ich neugierig auf weitere Geschichten von ihm. Ich mag seinen mobid eigenwilligen Stil ...

*Sehr eigenwillig und dennoch reizvoll*
Nachdem ich Bernhard Aichners neuestes Buch „Der Fund“ gelesen habe, war ich neugierig auf weitere Geschichten von ihm. Ich mag seinen mobid eigenwilligen Stil und seine ungewöhnlichen Dialoge.

Totenfrau ist Band 1 der Trilogie über die Bestatterin Brünhilde Blum.

Blum wurde als Kleinkind adoptiert und ihr Vater Hagen hat sie von klein auf zur Arbeit an den Toten gezwungen. Jahre später lernt sie den Polizisten Mark kennen und lieben und gründet mit ihm eine Familie. Das Glück scheint perfekt. Eines Tages wird ihr Mann Opfer eines Verkehrsunfalls und stirbt noch am Unglücksort. Kurz darauf entdeckt Blum eine Spur, die sie in tiefe Abgründe führt. Die Dinge verselbständigen sich und einige Leichen pflastern ihren Weg.

Die Geschichte ist zwar unglaubwürdig und total überzogen, aber trotzdem reizvoll. Wer Freude an einer richtig kranken Story hat, kann hier getrost zugreifen.

Ich denke, ich werde mir zeitnah Band 2 „Totenhaus“ besorgen.

Veröffentlicht am 14.11.2019

Man erkennt sofort, dass die Geschichte aus der Feder von Iny Lorentz stammt

Die Wanderapothekerin
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Da ich die „Wanderhure“-Reihe sehr gerne mag, war ich jetzt neugierig auf die „Wanderapothekerin“. Worum geht es:
Die Brüder Schneid gehen jedes Jahr mit ihr den Arzneien des Apothekers auf Wanderschaft. ...

Da ich die „Wanderhure“-Reihe sehr gerne mag, war ich jetzt neugierig auf die „Wanderapothekerin“. Worum geht es:
Die Brüder Schneid gehen jedes Jahr mit ihr den Arzneien des Apothekers auf Wanderschaft. Sie verkaufen die Heilmittel auf Märkten und in den Dörfern. Wegen eines Familiengeheimnisses geraten die Brüder in einen tödlichen Streit.

Da ihr Vater als verschollen gilt, nimmt die 17-jährige Klara allen Mut zusammen und macht sich selber mit dem Reff auf Wanderschaft. Sie besteht einige Abenteuer und findet sogar den Mann ihres Lebens.

Mir hat die Geschichte recht gut gefallen und Anne Moll hat gewohnt gut gelesen. Für mich hätten die Arzneimittel etwas mehr betont werden dürfen, weil ich mich generell für Naturheilkunde interessiere.