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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 25.11.2019

Düster und spannend

Die Scharfrichter
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Tim Rackley ist US Marhsal in Los Angeles. Seine Welt gerät aus den Fugen, als seine kleine Tochter Ginny brutal misshandelt und ermordet aufgefunden wird. Er bekommt durch seine Kollgen die Chance sich ...

Tim Rackley ist US Marhsal in Los Angeles. Seine Welt gerät aus den Fugen, als seine kleine Tochter Ginny brutal misshandelt und ermordet aufgefunden wird. Er bekommt durch seine Kollgen die Chance sich an ihm zu rächen, vertraut jedoch auf das Rechtssystem. Durch einen Formfehler wird der Mörder jedoch freigesprochen und Tim bekommt in seiner schlechten geistigen Verfassung ein weiteres düsteres Angebot von der "Kommission". Er soll Mitglied werden und helfen, L.A. von derartigen Formfehlern der Rechtssprechung zu säubern.


Gregg Hurwitz kannte ich schon aus der Orphan-Reihe und mochte seinen actionreichen Erzählstil sehr. Auch im Auftakt der Tim Rackley-Reihe konnte er mich damit überzeugen. Der Plot ist spannend, die Charaktere sind gut beschrieben und wirken lebhaft. Tims Zwiespalt, seine Wut und Trauer sind nachvollziehbar und spürbar geschildert.

Die Kapitel enden größtenteils mit einem Cliffhanger, sodass sich das Buch schnell und flüssig lesen lässt. Der Spannungsbogen wird stets nachgespannt. Und wie von Gregg Hurwitz nicht anders gewöhnt, überzeugt er auch hier durch detailliert geschildertes Fachwissen, Brutalität und Action.

Ein spannender Auftakt für die neue Reihe!

Veröffentlicht am 18.11.2019

Authentischer, ruhiger Krimi

Wisting und der Tag der Vermissten
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William Wisting lässt ein Fall nicht los: Das Verschwinden von Katharina Haugen 24 Jahre zuvor. Zu ihrem Todestag kramt er die alten Fallakten heraus und hofft, aus Ungereimtheiten die Lösung ...

William Wisting lässt ein Fall nicht los: Das Verschwinden von Katharina Haugen 24 Jahre zuvor. Zu ihrem Todestag kramt er die alten Fallakten heraus und hofft, aus Ungereimtheiten die Lösung zu finden. Außerdem trifft er sich jedes Jahr mit Katharinas Ehemann, Martin Haugen, trinkt mit ihm Kaffee und spricht über den Fall. Dieses Jahr ist jedoch alles anders, weil Martin am Todestag nicht zuhause und auch nicht zu erreichen ist. Außerdem taucht Ermittler Adrian Stiller auf, der aus anderen Gründen auf Martin Haugen gestoßen ist.

Jørn Lier Horst hat einen sehr ruhigen und ausgeglichenen Schreibstil, durch den sich die Kapitel schnell und flüssig lesen lassen. Über William erfahren wir nicht nur, wie er zu dem ungelösten Fall und seiner Freundschaft zu Martin steht, sondern auch viel über sein Privatleben. Darin spielen vor allem Tochter Line und Enkelin Amalia eine große Rolle.

Der Cold Case ist spannend, die Ermittlungvorgehensweisen wirken authentisch und sind schlüssig dargestellt. Auch wenn die Auflösung nicht völlig unvorhersehbar war, ist der Weg dorthin spannend zu lesen.

Veröffentlicht am 31.07.2019

Gelungener Psychothriller!

Silent Victim
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Emmas und Alex' Ehe läuft bestens: Sie sind beide beruflich erfolgreich, wohnen in einem großen Haus und haben einen Sohn, der sie mit Glück erfüllt. Als Alex einen besseren Job angeboten wird und ein ...

Emmas und Alex' Ehe läuft bestens: Sie sind beide beruflich erfolgreich, wohnen in einem großen Haus und haben einen Sohn, der sie mit Glück erfüllt. Als Alex einen besseren Job angeboten wird und ein Umzug bevorsteht, muss Emma noch eine Kleinigkeit erledigen: Auf dem Grundstück ist die Leiche ihres ehemaligen Lehrers Luke verbuddelt, die sie vor dem Hausverkauf beseitigen muss. Doch da das vermeintliche Grab leer ist, muss sie ihrem Mann von den damaligen Geschehnisse berichten.

Caroline Mitchell hat mit "Silent Victim" einen packenden Psychothriller geschaffen. Es wird aus verschiedenen Perspektiven, in der Gegenwart und der Vergangenheit erzählt. Natürlich lässt Emmas Ausgangssituation vermuten, dass mit ihr etwas nicht stimmt, oder sie sich falsch erinnert. Doch mit jedem Kapitel steigen die Zweifel, ob es tatsächlich Emma ist, die anderen etwas vormacht. Nahezu jede Figur gerät früher oder später ins Fadenkreuz der Verdächtigungen.
Der Schreibstil ist flüssig, die Kapitel haben eine gute Länge und die Perspektiven- und Zeitwechsel lassen Spannung aufkommen.
Einzig die Figuren blieben für mich ein wenig konturenlos, was wohl an der Mischung aus Plot und Darstellung liegt. Jedoch ändert die fehlende Bindung oder die genaue Vorstellungskraft einzelner Figuren nichts an dem brillianten Finale.

Veröffentlicht am 28.04.2019

Aus Feindschaft wird Leidenschaft

My Dearest Enemy
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Daisy kann ihr Glück kaum fassen, als sie die Praxis des Hausarztes in ihrer Heimatstadt übernehmen soll. Was sich zu dem Zeitpunkt der Zusage nicht ahnt, ist, dass sie sich diesen Job mit Lucas teilen ...

Daisy kann ihr Glück kaum fassen, als sie die Praxis des Hausarztes in ihrer Heimatstadt übernehmen soll. Was sich zu dem Zeitpunkt der Zusage nicht ahnt, ist, dass sie sich diesen Job mit Lucas teilen soll. Die beiden sind als Nachbarskinder miteinander aufgewachsen und führten einen regelrechten Kleinkrieg, der aus stetigem Wettstreit bestand.
Nun, elf Jahre später, besteht dieser Kampf für Daisy noch immer, denn für sie ist klar: Nur einer kann Dr. McCormicks Praxis übernehmen. Und das würde sie sein!

Der Einstieg in den Roman gelingt schnell, der Schreibstil ist locker-leicht und lässt den Leser durch die Kapitel treiben.
Die "Kriegshandlungen" und das gebieterische Verhalten, das Daisy an den Tag legt, hat mich an einigen Stellen genervt, ist jedoch durch die von der Autorin eingebauten Witze und die Reaktionen von Lucas' jedoch auch unterhaltsam.
Der Autorin gelingt es, eine immer weiter aufbauende Spannung und Leidenschaft zwischen Lucas und Daisy zu entwickeln, sodass der erste Kuss nur so herbeigesehnt wird.
Obwohl die Handlung nicht überraschend, sondern hervorsehbar ist, hat mich der Roman gut unterhalten und für schöne Lesestunden gesorgt!

Veröffentlicht am 13.04.2019

Wieder ein gelungener Pia Korittki-Krimi

Ostseeangst
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Becca macht mit einer jugendlichen Wohngruppe eine Kanu-Tour, bei der sie selbst in eine lebensgefährliche Situation gerät. Als sie kurz darauf endlich in der Jugendherberge ankommen, ist sie erleichtert, ...

Becca macht mit einer jugendlichen Wohngruppe eine Kanu-Tour, bei der sie selbst in eine lebensgefährliche Situation gerät. Als sie kurz darauf endlich in der Jugendherberge ankommen, ist sie erleichtert, dass sich alle erholen können. Die Jugendlichen finden jedoch eine abgetrennte, verkohlte Hand. Auf einem Grundstück in der Nähe wird ein abgetrennter Unterarm gefunden. Der ist jedoch von einer anderen Leiche.
Pia Korittki ist noch immer schwer von der Trauer um ihren Freund Lars eingenommen, merkt jedoch selbst, dass ihr die Einsamkeit nicht immer gut tut. Daher setzt sie alles daran, wieder fest im Ermittlungsteam arbeiten zu können und rauszufinden, um wessen Leichen es handelt und wer deren Mörder ist. Teilen muss sie sich die Ermittlungsarbeit mit dem LKA.

Eva Almstädt kann auch mit Pias 14. Fall wieder begeistern. Der Schreibstil ist angenehm flüssig, bindet den Leser von der ersten Seite an in die Geschehnisse ein, lässt ihn Spekulationen und Vermutungen aufstellen, die im weiteren Verlauf des Öfteren verworfen werden müssen.
Auch wenn einige Erzählstränge leider im Nichts verlaufen und nicht die Präsenz bekommen, wie nach den ersten Seiten erwartet, lösen sich alle anderen Erzählstränge in einem brisanten Finale in einer plausiblen Erklärung auf und finden zueinander.

.Wie auch die anderen bereits gelesenen Bücher der Reihe, habe ich "Ostseeangst" mit seinen kurzen und nicht selten spannend endenden Kapiteln geradezu verschlungen und kann es jedem Fan der Reihe - und allen anderen Krimiliebhabern - empfehlen!

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