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Veröffentlicht am 11.12.2019

Hat jemand wirklich das perfekte Geheimnis und eine weiße Weste?

Das perfekte Geheimnis
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Sieben Freunde treffen sich zu einem Abendessen, darunter drei Paare. Auf einmal ergibt sich aufgrund der Trennung eines Freundes die Frage, ob sie alle wirklich keine Geheimnisse voreinander haben. Und ...

Sieben Freunde treffen sich zu einem Abendessen, darunter drei Paare. Auf einmal ergibt sich aufgrund der Trennung eines Freundes die Frage, ob sie alle wirklich keine Geheimnisse voreinander haben. Und so gilt die Regel: Alle Smartphones kommen auf den Tisch, alles was an diesem Abend eingeht wird vorgelesen bzw. beantwortet. Was zu Beginn noch ein harmloser Spaß war entwickelt sich zu den unterschiedlichsten Entdeckungen, die wohl verheimlicht werden sollten…

Bei diesem Hörspiel handelt es sich um das Original-Hörspiel zum Film, d. h. man hört die Schauspieler in den entsprechenden Szenen, von Volker Hanisch als Erzähler begleitet. Durch seine Schilderungen und Beschreibungen der entsprechenden Szenen bzw. Lokalitäten kann man die ganze Geschichte durchaus gut begreifen.

Nachdem ich den Film ja schon gesehen habe und auch schon andere Filmhörspiele kenne, wusste ich was mich hier erwartet. Folglich hab ich mich auf die unterhaltsamen Stunden damit gefreut, um so auch den Film noch einmal Revue passieren lassen zu können. Wer den Film nicht kennt, für den könnte es ein bisschen schwer sein, da ja verschiedene Personen immer wieder auch teilweise durcheinander reden. Meiner Ansicht nach ist es aber machbar.

Inhaltlich wie sprachlich ist das Hörspiel gut zu verstehen, sicher kommen immer mal wieder spezifische Begriffe vor, aber jetzt keine Wörter, die absolutes Neuland sind. Volker Hanisch hat mir als Erzähler gut gefallen, er hat eine angenehme Stimme und beschreibt wunderbar die Situationen, die man da so hört.

Die Geschichte selbst habe ich als sehr unterhaltsam, spannend und auch lustig empfunden. Es ist interessant zu hören, wer welche Geheimnisse hat bzw. wie diese eher zufällig aufgedeckt werden. Natürlich wird hier auch mit vielen Klischees gespielt, für mich hat das aber zur Geschichte grundsätzlich gepasst. Natürlich zeigt es auch, wie hier immer noch ein Klischeedenken herrscht, was wir wohl alle auch ändern sollten.

Für mich war das Hörspiel sehr unterhaltsam, lustig und spannend zugleich. Natürlich ist es ungewohnt, wenn man den Film (noch) nicht kennt, meiner Ansicht nach aber nicht unmöglich die Geschichte zu verstehen. Von mir gibt es 5 von 5 Sternen und eine Empfehlung.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 29.11.2019

Denn Liebe findet sich auf vielen Wegen.⁣

Liebe lieber analog
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Dieses Buch ist ein sehr amüsanter und vielfältiger Ratgeber, wenn man sich offline in der Welt des Datings versuchen möchte. Nicht immer muss es nämlich online sein, wo wir heutzutage eh schon viel zu ...

Dieses Buch ist ein sehr amüsanter und vielfältiger Ratgeber, wenn man sich offline in der Welt des Datings versuchen möchte. Nicht immer muss es nämlich online sein, wo wir heutzutage eh schon viel zu viel Zeit verbringen. So kann man den Partner fürs Leben ja auch beim erste-Hilfe-Kurs finden, auf einer Zugfahrt treffen oder gar in der Oper kennenlernen.⁣

Ich lese ja immer wieder gerne Bücher, die mich inhaltlich bereichern, wenngleich nicht unbedingt jeder Lese- bzw. Lebensbereich für mich entsprechend relevant ist. Dementsprechend hatte ich eine gewisse Erwartungshaltung an die Dating-Ideen in diesem Handbuch.⁣

Der Schreibstil hat mir unheimlich gut gefallen. Das Buch liest sich sehr angenehm, eine locker-leichte Art ist es, wie es geschrieben ist, natürlich auch mal spezifische Begriffe, aber für mich keine großartigen Fremdwörter oder Fachbegriffe. Alles wirklich sehr angenehm zu lesen, gut verständlich, wirklich sogar so, dass man regelrecht im Lesefluß ist.⁣

Die Tipps sind grundsätzlich in verschiedene Kapitel wie Reisen, Hobbys, das pralle Leben, Schräges, Feste oder auch Klassiker eingeteilt. Entsprechend findet man hier die verschiedensten Vorschläge, sei es der Eintritt in einen Verein, der Besuch von Kursen verschiedenster Art (egal ob man eine Sprache oder Aktzeichnen lernen möchte), ein Skikurs oder über Freunde jemanden zu finden. Auch gibt es je Kapitel immer wieder Interviews mit den verschiedensten Personen, die darüber berichten, wie sie jemanden kennengelernt haben. Das bringt durchaus Abwechslung rein und ist toll zu lesen, für Singles sicher auch motivierend und Mut machend.⁣

Was sicher auch ein guter Aspekt für die Glaubwürdigkeit des Buches und der Tipps ist, ist die Tatsache, dass die Autorin Anne Dreesbach diese auch durchaus selbst getestet hat. Natürlich muss man sehen, dass man in einer Großstadt andere Möglichkeiten hat als auf dem Land, das finde ich aber nicht wirklich „schlimm“. Manche der Tipps hätte man auch ein bisschen zusammenfassen können bzw. erscheinen mir ein wenig auseinandergezogen (Sport als grundsätzlichen Tipp hätte man nicht unbedingt in mehrere Tipps ausweiten müssen, wobei es hier dann eben speziell wird.). Das ist aber vielleicht nur Ansichtssache und ist für mich auch der wirklich absolut einzige klitzekleine Kritikpunkt.⁣

Die 99 Offline-Dating-Ideen sind meiner Ansicht nach wirklich gelungen, die Autorin schreibt diese Tipps sehr verständlich, unterhaltsam und angenehm. Geschrieben ist es so, dass es zwar ein Ratgeber ist, der aber nicht bierernst geschrieben ist, sondern auch humorvoll und eben „echt“, nicht lebensfremd. Grundsätzlich macht sie Mut, gibt einen gewissen Anstoß, damit man vielleicht einmal etwas macht, was man bislang noch nie gemacht hat – und so vielleicht den passenden Partner findet. Für mich ein wirklich tolles Buch, das ich wirklich empfehlen kann und dem ich 5 von 5 Sternen gebe, die es nämlich definitiv verdient.⁣

Veröffentlicht am 27.11.2019

Wenn der Grund für Angstzustände eigentlich nicht auffindbar ist.

Neujahr
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Mit seiner Familie ist Henning über die Weihnachtstage nach Lanzarote verreist. Er wollte von zuhause weg und ist nun auf der Insel mit dem Fahrrad unterwegs, möchte den Steilaufstieg nach Fermés bezwingen. ...

Mit seiner Familie ist Henning über die Weihnachtstage nach Lanzarote verreist. Er wollte von zuhause weg und ist nun auf der Insel mit dem Fahrrad unterwegs, möchte den Steilaufstieg nach Fermés bezwingen. Dabei kommen ihm, der in seiner Rolle als Ehemann und Familienvater unzufrieden ist, auf einmal Erinnerungen, die lange in ihm geschlummert haben.

Von „Neujahr“ hatte ich immer mal wieder etwas gehört, habe es bislang aber nicht gelesen oder gehört. Nun bin ich in der Bücherei über das Hörbuch gestolpert, habe es ausgeliehen und direkt angehört.

Gesprochen bzw. gelesen wird dieses Hörbuch von Florian Lukas. Ihn habe ich vor allem durch eine Rolle im Tatortreiniger „kennengelernt“ („Angehörige“) und schon da hat mir seine angenehme Art sehr gut gefallen. Auch beim Hörbuch ist mir das aufgefallen, er hat eine wirklich angenehme Stimme, die gut zur Geschichte passt, er betont an der richtigen Stelle, bringt Bewegung hinein, es passt einfach. Ihm zuzuhören war echt toll.

Von der Geschichte her wusste ich nicht genau was mich wirklich erwartet, so dass ich echt gespannt war, was sich hier für Erinnerungen an einen vorherigen Besuch von Henning auf der Insel auftun. Man merkt, wie unzufrieden er generell mit der Situation ist, was auch beim Radfahren gut umgesetzt wurde, vor allem anhand der Schilderungen, wie er fährt, was er dabei tut, etc.

Als die Geschichte dann so richtig in die Tiefe geht, ist mir fast der Atem weggeblieben. Ich hatte dann schon eine kleine Ahnung, aber Schilderungen können doch durchaus heftig sein, wenn man sein Kopfkino entsprechend dazu sieht, welches man ja nicht ausschalten kann. Es sind dramatische Situationen und man entwickelt selbst fast eine Wut, die sich später in einer gewissen Weise aber wieder gelegt hat. Es kommt eben auf die Sichtweise und genauere Erläuterungen an.

Dennoch war es für mich eine echt heftige Geschichte, ein krasses Drama, das sehr spannend und tiefgründig war, das aber auch aufgezeigt hat, dass manche Situationen besser aufgearbeitet werden sollten und man diese nicht einfach abtun darf.

Mir hat die Geschichte von „Neujahr“ gefallen, sie hat mich aber auch absolut sprachlos gemacht teilweise. Sehr spannend, gut verständlich, alles gut beschrieben. Von mir gibt es 5 von 5 Sternen und eine Empfehlung.

Veröffentlicht am 26.11.2019

Individueller geht Kleidung kaum.

Alles Jersey – Basics nähen
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Dieses praktische Nähbuch enthält die verschiedensten Nähprojekte aus dem Bereich „Oberteile, Hosen & Röcke“, so findet man z.B. ein Kleid mit V-Ausschnitt, ein Shirt mit umgeschlagenen Ärmeln oder auch ...

Dieses praktische Nähbuch enthält die verschiedensten Nähprojekte aus dem Bereich „Oberteile, Hosen & Röcke“, so findet man z.B. ein Kleid mit V-Ausschnitt, ein Shirt mit umgeschlagenen Ärmeln oder auch ein tolles Top mit feinen Trägern. Das Buch enthält zwei Schnittmusterbögen.

Etwas selbst zu nähen ist immer wieder eine schöne Angelegenheit – und vor allem anschließend sehr individuell, denn dieses Kleidungsstück hat mit hoher Wahrscheinlichkeit sonst niemand. Insofern finde ich es immer wieder spannend und freue mich auf solche Inspirationen, wie es diese in diesem Buch zuhauf gab.

Das Buch ist so gestaltet, dass man vorn und hinten im Buch direkt jeweils einen Schnittmusterbogen findet. Wer näht, der kennt sich damit meistens auch schon ein bisschen aus – und ich würde Grundnähschritte und -kenntnisse für dieses Buch schon voraussetzen. Direkt zu Beginn erläutert die Autorin dann, welches Werkzeug (von der Schere bis zur Nähnadel und dem Nähgarn) man dafür verwendet und gibt tolle Tipps, bevor eine kurze Stoffkunde folgt. Weiterhin wird erläutert, was man wie vorbereitet und wie man zuschneidet, die Schnittmuster gut überträgt, welche Zugaben nötig sind, danach geht’s an die Größenauswahl. Hier wird erläutert, wie man messen sollte, damit man die richtige Größe zuschneidet und natürlich näht. Nach einer kurzen Einführung ins Nähen von Jersey werden noch wichtig Nähtechniken erläutert, beispielsweise das annähen eines Bündchens, das Einfassen mit Jerseystreifen, oder auch das Nähen eines V-Ausschnitts. Diese Anleitungen sind wunderbar bebildert, so dass man die einzelnen Schritte perfekt ansehen und selbst nähen kann.

Danach geht es dann direkt zu den einzelnen Nähprojekten, die jeweils mit einem großen und weiteren kleinen Bildern abgebildet sind. Außerdem eine Übersicht über das benötigte Material, den Zuschnitt (aus welchem Material, welcher Schnittbogen) und mit einem Hinweis bezüglich der Nahtzugaben etc. Eingeteilt sind die verschiedenen Nähvorlagen auch in drei Schwierigkeitsgrade, die man immer oben rechts am Rand sehen kann.

Vom T-Shirt mit Rundhalsausschnitt über die Shorts mit Gummibund bis hin zum T-Shirt mit Rüschen oder auch dem Oversize-Pullover mit Bündchen kann man hier wirklich verschiedenste Projekte angehen. Die einzelnen Anleitungen sind ebenso wieder ausführlich beschrieben und toll bebildert, so dass man quasi fast nichts falschmachen kann. Ganz hinten im Buch findet man dann noch ein Glossar mit wichtigen Begriffen, die gut und verständlich erläutert sind.

Mir hat das Buch gut gefallen, die Auswahl an Projekten ist wirklich gut, ebenso sind die Ausführungen der einzelnen Nähschritte wirklich gelungen. Schön finde ich auch, dass die Schnittbögen die Größen 34 bis 44 möglich machen, so dass hier ein breites Spektrum angeboten wird. Auch die Einführung ins Thema, die verschiedensten Angaben habe ich als echt hilfreich empfunden, denn wer Jersey kennt, der weiß, wie dieser Stoff „zicken“ kann. Meiner Ansicht nach findet jeder Nähbegeisterte in diesem Buch wirklich individuelle Kleidungsstücke, bzw. macht das selbst nähen diese dann wirklich individuell.

„Alles Jersey“ ist ein wirklich tolles Nähbuch, schöne, verständliche Anleitungen, tolle Nähideen und alles wirklich gut bebildert. Von mir gibt es dafür eine Empfehlung und 5 von 5 Sternen.

Veröffentlicht am 20.11.2019

Inselbriefträgerin auf Groix.

Die 48 Briefkästen meines Vaters
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Von ihrer Patin erfährt Chiara eines Tages, dass ihr vor ihrer Geburt verstorbener Vater wohl gar nicht ihr Vater sei, sondern ein bretonischer Matrose ihr Vater ist. So macht sich Chiara aus Italien auf ...

Von ihrer Patin erfährt Chiara eines Tages, dass ihr vor ihrer Geburt verstorbener Vater wohl gar nicht ihr Vater sei, sondern ein bretonischer Matrose ihr Vater ist. So macht sich Chiara aus Italien auf den Weg auf die französische Insel Groix um dort nach ihren Wurzeln zu suchen. Durch Zufall wird sie die Krankheitsvertretung für eine Inselpostbotin, so hat sie immerhin die Möglichkeit ihrem bis dato unbekannten Vater über den Weg zu laufen.

Von Lorraine Fouchet habe ich schon „Ein geschenkter Anfang“ gelesen, was mir sehr gut gefallen hat. Von daher habe ich mich auf diese Lektüre doch sehr gefreut, da ich eine gewisse Erwartung daran hatte, die dann auch definitiv erfüllt wurde.

Der Schreibstil des Buches hat mir gut gefallen, es ist verständlich und schön geschrieben, generell eine locker-leichte Lektüre, die keine großartigen Fremdwörter oder Fachbegriffe mit sich bringt. Von der Wortwahl her dann aber immer wieder schön ausgesucht, etwas das für mich französische Literatur beschreibt. Denn es ist eine Art von locker-leicht, die man aber nicht so einfach dahin liest, sondern die gar poetisch daher kommt und ein wenig Zeit verlangt. Zeit zum Genießen, zum Verstehen.

Inhaltlich hat mir die Geschichte gut gefallen. Eine abwechslungsreiche Geschichte, bei der immer mal wieder zwischen den Zeiten abgewechselt wird. So wird von der Zeit vor der Geburt von Chiara erzählt, dann wieder von der aktuellen Zeit. Ebenso wird zusätzlich zu einer anderen Person erzählt, von der man aber erst immer wieder etwas erfährt, die Geschichte hier ist erstmal nicht so klar wie die von Chiara, aber sie macht definitiv neugierig, Lust auf mehr. Diese abwechslungsreiche Art hat mir gefallen, hat das Buch noch spannender gemacht. Überhaupt war die Geschichte sehr packend, durchaus emotional, immer wieder aber auch lustig. Es war angenehm zu lesen, welche Begegnungen Chiara macht, welche Erkenntnisse sie daraus für sich zieht.

Mir hat dieses Buch unheimlich gut gefallen. Es war eine wirklich tolle, schöne und unterhaltsame Lektüre, die einerseits spannend, ebenso aber emotional und voller Hoffnung war. Ich mag die Art und Weise von Lorraine Fouchet sehr, sie gibt Denkanstöße mit auf den Weg, ohne dass sie diese großartig offensichtlich schreibt. Für mich wieder mal ein toller Ausflug in die Welt der französischen Literatur, welcher sich sehr gelohnt hat. Von mir gibt es 5 von 5 Sternen und eine Empfehlung.