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Veröffentlicht am 05.12.2019

Gelungenes Finale

Perfect Gentlemen - Präsidenten sind zum Küssen da
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Das Finale der Perfect Gentlemen Reihe der Autorinnen Shayla Black und Lexi Blake lässt keine Fragen offen.
Zack Hayes ist Präsident der Vereinigten Staaten. Sein ganzes Leben lang wurde er auf diese Rolle ...

Das Finale der Perfect Gentlemen Reihe der Autorinnen Shayla Black und Lexi Blake lässt keine Fragen offen.
Zack Hayes ist Präsident der Vereinigten Staaten. Sein ganzes Leben lang wurde er auf diese Rolle vorbereitet. Doch er steht auch im Zentrum einer gefährlichen Verschwörung, die nicht nur sein Land, sondern auch ihn und die Menschen, die er liebt, bedroht. Als er versucht, die Hintermänner zu entlarven, gerät auch seine Pressesprecherin Elizabeth Matthews ins Visier der Ermittlungen. Als sich die Verdachtsmomente gegen sie verdichten, muss sich Zack entscheiden. Stellt er sich vor die einzige Frau, die ihm jemals etwas bedeutet hat, oder entscheidet er sich für sein Land und gegen sein persönliches Glück?

Das Buch bildet den Abschluss der fünfteiligen Reihe. Es kann aber in jedem Fall auch unabhängig gelesen werden, da es im Laufe der Handlung jede Menge Erklärungen zur Vergangenheit gibt, die das Verständnis erleichtern. Das ist auch unbedingt erforderlich, denn man muss beim Lesen schon sehr aufpassen, dass man bei den Verschwörungen und Intrigen nicht den Anschluss verliert. Dadurch bleibt es aber auch bis zum Schluss sehr spannend. Die Autorinnen haben einige überraschende Wendungen eingebaut, die keine Langeweile aufkommen lassen.
Die Perfect Gentlemen müssen erneut zusammenkommen, um die Verräter zu entlarven. Dabei wird wieder deutlich, wie eng diese Freundschaft ist. Zack steht als Präsident im Fokus. Gerade als er anfängt, erstmals wieder an sich zu denken, wird seine Liebe zu Elizabeth in Frage gestellt. Seine Unsicherheit und seine Emotionen wirken authentisch. Eine starke Rolle spielen die Frauen der Gentlemen, ohne die sie garantiert aufgeschmissen wären. Das sorgt für viele amüsante und witzige Szenen und Schlagabtausche.
Der dichte Erzählstil liest sich gut. Das Buch ist spannend, emotional, romantisch und unterhaltsam. Ich kann es sehr gern weiterempfehlen.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 03.12.2019

Magische Weihnachten

Weihnachtswunder von Manhattan
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Der Zauber der Weihnacht mit dieser Geschichte auf jeden Fall lebendig.
Die siebzehnjährige Cathy hasst alles, was mit Weihnachten in Verbindung steht. Die Weihnachtslieder, der Weihnachtsschmuck und die ...

Der Zauber der Weihnacht mit dieser Geschichte auf jeden Fall lebendig.
Die siebzehnjährige Cathy hasst alles, was mit Weihnachten in Verbindung steht. Die Weihnachtslieder, der Weihnachtsschmuck und die Geschenke, die sie sich alle nicht leisten kann. Als eines Tages der gutaussehende Nick vor ihr steht und ihr erklärt, dass er der Sohn des Weihnachtsmannes sei, ist sie entsprechend „begeistert“. Sie erklärt ihn für völlig verrückt und versucht, ihm aus dem Weg zu gehen. Aber Nick taucht hartnäckig immer wieder auf und plötzlich erlebt Cathy in seiner Anwesenheit Dinge, die sie an ihrer abweisenden Haltung gegenüber Weihnachten zweifeln lassen.

Fast könnte man Cathy mit Ebenezer Scrooge aus der Weihnachtsgeschichte von Charles Dickens vergleichen. Sie wirkt verbittert und hat den Glauben an die Magie der Weihnacht verloren. Man kann es ihr nicht verübeln, denn sie hat mit ihren jungen Jahren bereits viel mitgemacht und eine schwere Verantwortung zu tragen. Schritt für Schritt gelingt es Nick, ihre aufgebauten Mauern zum Bröckeln zu bringen. Es ist richtig süß, wie er sich um Cathy bemüht. Er ist immer freundlich und geduldig, aber er hat auch eigene Interessen, warum er Cathy überzeugen muss.
Diese Geschichte ist einfach magisch. Man kann sich beim Lesen einfach von dem fantasievollen Weihnachtszauber mitreißen lassen. Die Entwicklung von Cathys Beziehung zu ihrer Familie und zu Nick wirkt trotz aller Fantasy authentisch und nachvollziehbar. Lana Rotaru beschreibt die Emotionen und Gefühle ihrer Figuren so, dass man mit ihnen mitfühlen kann. Der Schreibstil fesselt bis zum zauberhaften und hoffnungsvollen Ende.
Wer sich von der Magie der Weihnacht verzaubern lassen will, ist mit diesem Buch genau richtig beraten. Von mir gibt es sehr gern eine Leseempfehlung!

Veröffentlicht am 30.11.2019

Unterhaltsam und spannend

Eine unerschrockene Lady
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Christi Caldwell ist eine spannende historische Romanze gelungen, deren Protagonisten eher abseits der feinen Gesellschaft agieren.
Die Geschichte spielt in London im Jahr 1825. Der berüchtigte Hell & ...

Christi Caldwell ist eine spannende historische Romanze gelungen, deren Protagonisten eher abseits der feinen Gesellschaft agieren.
Die Geschichte spielt in London im Jahr 1825. Der berüchtigte Hell & Sin Club der ebenso berüchtigten Black Familie steht in Flammen. Der Black Clan, allen voran der düstere Adair Thorne, verdächtigt sofort die Killoran Familie, die den Konkurrenzclub Devil´s Den betreibt. Er will Rache, aber durch eine Vereinbarung zwischen den Familien muss er sich zurückhalten. Die scharfzüngige Cleopatra Killoran, die Königin des Devil´s Den und rechte Hand ihres Bruders, begibt sich freiwillig in die Obhut der Blacks, um die früher getroffene Vereinbarung zu erfüllen. Und auch wenn sich beide überhaupt nicht über den Weg trauen, fühlen sie doch die gegenseitige Anziehung.

In diesem Buch sind die Figuren keine Mitglieder der höheren Gesellschaft, sondern gehören eher zum Adel der Londoner Unterwelt. Durch eine langjährige Fehde sind beide Familien verfeindet und nur ein fragiler Waffenstillstand hält den Frieden.
Cleopatra ist eine starke Frau, die gelernt hat, wie man in der Unterwelt überlebt. Sie hat trotzdem ihre moralischen Standards und Ehrgefühl. Daher gerät sie auch immer wieder mit Adair aneinander, der ihr beides abspricht. Die Streitereien und Wortgefechte der beiden sind sehr unterhaltsam. Die Funken sprühen und die Chemie zwischen Cleo und Adair ist nicht zu übersehen.
Etwas verwirrend sind die Erklärungen zur Vergangenheit der beiden Familien, aber sie sind auch notwendig, um die Zusammenhänge zu verstehen. Wenn man die vorangegangene Hell & Sin Reihe der Autorin nicht kennt, wird es sonst etwas schwierig.
Der Schreibstil von Christi Caldwell liest sich sehr gut. Mich konnte die Geschichte bis zum Ende fesseln, da es immer spannend bleibt. Der Fokus liegt auf den Protagonisten, während die Nebenfiguren etwas in den Hintergrund treten.
Eine spannende und unterhaltsame historische Romanze, die ich sehr gern weiterempfehlen kann!

Veröffentlicht am 29.11.2019

Cold Case

Wisting und der Tag der Vermissten
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„Wisting und der Tag der Vermissten“ ist der erste Teil einer Reihe des Autors Jorn Lier Horst.
Jedes Jahr am Jahrestag des Verschwindens von Katharina Haugen trifft sich Kommissar Wisting mit dem Ehemann ...

„Wisting und der Tag der Vermissten“ ist der erste Teil einer Reihe des Autors Jorn Lier Horst.
Jedes Jahr am Jahrestag des Verschwindens von Katharina Haugen trifft sich Kommissar Wisting mit dem Ehemann der Verschwundenen, Martin Haugen. Dies geht nun schon seit 24 Jahren so. Jedes Mal greift er erneut zu den Fallakten, in der Hoffnung, dort etwas Neues zu finden und den Fall endlich aufzuklären. Doch dieses Jahr erscheint Martin nicht zu ihrem Treffen. Er scheint spurlos verschwunden zu sein. Zum gleichen Zeitpunkt trifft der Sonderermittler Adrian Stiller ein. Er ermittelt gegen Martin Haugen als Hauptverdächtigen in einem anderen Vermisstenfall. Und Wisting soll ihm dabei helfen.

Dieser Krimi überzeugt eher auf die leise und unaufgeregte Art. Wisting ist verwitwet, hat zwei erwachsene Kinder und ist sogar schon Großvater. Seine Tochter Line ist Journalistin und genauso clever, wie ihr Vater. Man darf nicht den Fehler machen, ihn zu unterschätzen. Durch seine Erfahrung ist er ein ausgezeichneter Ermittler, der auf seine Art Adrian Stiller weit überlegen ist. Ich finde ihn sehr sympathisch und überzeugend. Seine Hartnäckigkeit in diesem Fall ist bewundernswert. Erfreulicherweise ist er keiner dieser gebrochenen Polizisten, die einen riesigen Packen psychischen Ballast mit sich herumschleppen.
Der Fokus liegt hier nicht auf vordergründiger Action und Gewalt, sondern allein auf dem Spiel der Charaktere. Trotz der lang zurückliegenden Verbrechen gibt es keine Rückblenden und keinen Wissensvorsprung des Lesers. Das fehlt aber auch nicht. Man muss sich dem langsamen Tempo anpassen und Schritt für Schritt die Puzzleteilchen aufdecken und miträtseln. Der Autor hält die Spannungskurve bis zur Auflösung oben, obwohl sich gegen Ende schon etwas erahnen lässt.
Dieser Krimi hebt sich durch seine ruhige und doch fesselnde Art von vielen anderen ab. Wer diesen Ansatz mag, dem würde ich dieses Buch auf jeden Fall empfehlen.

Veröffentlicht am 27.11.2019

Blick in den Abgrund

Der Mensch ist böse
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Nichts ist grausamer als die Realität. Das zeigt auch das Buch von Julian Hannes eindrucksvoll.
Anhand von dreizehn wahren Kriminalgeschichten zeigt der Autor, dass das Böse nicht abstrakt, sondern meist ...

Nichts ist grausamer als die Realität. Das zeigt auch das Buch von Julian Hannes eindrucksvoll.
Anhand von dreizehn wahren Kriminalgeschichten zeigt der Autor, dass das Böse nicht abstrakt, sondern meist in unmittelbarer Nachbarschaft existiert. Der Fokus liegt nicht unbedingt auf der Tat an sich, sondern Julian Hannes versucht, die Motive der Täter und das Vorgehen der Ermittler zu hinterfragen.
Alle vorgestellten Fälle sind aktuell zum größten Teil noch nicht aufgeklärt. Das macht sie umso beklemmender. Die Bandbreite der Fälle reicht von historischen Verbrechen bis zum bekanntesten aktuellen Fall in Deutschland.
Der Autor hat definitiv sehr gut recherchiert. Die Fälle werden von unterschiedlichen Seiten beleuchtet. Auch wenn Julian Hannes seine persönliche Meinung mit einfließen lässt, gibt es keine pauschalen Verurteilungen irgendeiner Seite. Der Leser kann sich sein eigenes Urteil bilden, was oft gar nicht so einfach ist. Denn wie die Fälle zeigen, gibt es nicht unbedingt immer nur schwarz und weiß, sondern jede Menge Grautöne. Auch wenn der Autor natürlich seine eigene Position hat, geht er trotzdem mit allen Beteiligten respektvoll und sensibel um. Dass hier niemand reißerisch in eine Ecke gedrängt wird, finde ich sehr positiv.
Zu Wort kommt als Experte auch der Kriminal- und Geheimdienstanalyst Mark T. Hofmann, der zu jedem vorgestellten Kriminalfall in einem Interview seine professionelle Meinung erläutert. Außerdem werden viele oft falsch verwendete Begriffe, wie z. B. Psychopath oder Stalking, exakter erläutert.
Der Schreibstil liest sich sehr gut. Die Fälle sind übersichtlich und verständlich aufbereitet und trotzdem fesselnd geschildert. True Crime ist immer ein schwieriges Thema, bei dem viel schief gehen kann. In diesem Buch wurde es sehr gut umgesetzt, obwohl keine wirklich neuen Erkenntnisse geliefert werden.
Ein gelungenes und spannendes Buch, das ich gern weiterempfehlen kann!