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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 08.12.2019

Naja ...

Das Puppenkind: Kommissar Rohleffs erster Fall
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Format: E-Book
Seitenzahl der Print-Ausgabe: 302 Seiten
Verlag: dotbooks Verlag (2. September 2014)

Naja …

Inhalt:
Vor einem Kaufhaus steht ein Kinderwagen, darin ein Säugling. Doch das Kind ist tot, ...

Format: E-Book
Seitenzahl der Print-Ausgabe: 302 Seiten
Verlag: dotbooks Verlag (2. September 2014)

Naja …

Inhalt:
Vor einem Kaufhaus steht ein Kinderwagen, darin ein Säugling. Doch das Kind ist tot, wurde allerdings zurechtgemacht, sodass es wie eine Puppe wirkt. Bald darauf verschwindet ein weiteres Kind und befindet sich damit in höchster Lebensgefahr …

Meine Meinung:
Die Story hörte sich im ersten Moment ganz spannend an und das wäre sie eigentlich auch. Ja, wenn nicht so viel drumherum erzählt werden würde. Das Privatleben der Ermittler nimmt für meinen Geschmack einen viel zu großen Raum ein. Dadurch kommen die Ermittlungen nicht recht vom Fleck.

Sehr unwahrscheinlich, dass alle involvierten Personen sich mit dem Kinderkriegen beschäftigen, indem sie entweder schwanger sind, es nicht werden können oder es ungewollt werden.

Noch viel mehr haben mich aber die Protagonisten gestört, von denen mir nicht einer auch nur ein bisschen sympathisch war. Die blaffen sich die ganze Zeit gegenseitig an. Wer solche Kollegen hat, braucht echt keine Feinde mehr.

Die Erzählung ist ein bisschen holprig. Manche aufeinanderfolgende Sätze passen nicht wirklich zusammen. Ich vermute, hier wurde im Nachhinein etwas raus gekürzt, ohne die Kanten anschließend zu glätten.

Fazit:
Leidlich spannender Krimi mit unsypathischen Figuren, ein bisschen holprig und langatmig erzählt.

★★★☆☆

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 30.11.2019

Ganz unterhaltsam

Scarlett Taylor
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Inhalt:
Scarlett Schneiders Leben ändert sich dramatisch, als sie eine E-Mail von ihrer Tante Elvira bekommt. Darin heißt es, dass Elvira seit einer Woche verschwunden ist und Scarlett deren Kunden übernehmen ...



Inhalt:
Scarlett Schneiders Leben ändert sich dramatisch, als sie eine E-Mail von ihrer Tante Elvira bekommt. Darin heißt es, dass Elvira seit einer Woche verschwunden ist und Scarlett deren Kunden übernehmen soll. Schnell muss Scarlett feststellen, dass ihre Tante gar nicht wie gedacht ein Reisebüro hat, sondern Menschen bei paranormalen Vorkommnissen hilft.

Meine Meinung:
Auf den ersten Blick ist dieser Roman ganz unterhaltsam. Man darf aber nur oberflächlich lesen und die Story nicht groß hinterfragen. Mir persönlich war sie etwas zu seicht; vor allem auf die klischeehafte Liebesgeschichte hätte ich verzichten können. Aber es gibt auch viele spannende Szenen, besonders wenn die übernatürlichen Wesen ihren Auftritt haben. Da kann man schon mal den Atem anhalten und mit den Protagonisten mitzittern.

Am nervigsten fand ich, dass Scarlett von anderen immer wieder angegiftet wird, ohne dass ihr ein Grund dafür genannt wird. Oder dass ihr Informationen vorenthalten werden und sie auf später vertröstet wird. Zwar erfährt man am Ende, warum das so ist, aber da war bei mir das Kind schon in den Brunnen gefallen und ich hatte bereits ein wenig die Lust verloren.

Leider fehlt auch ein ordentliches Korrektorat. Die Anhäufung von Rechtschreib- und Grammatikfehlern schmälerte mein Lesevergnügen.

Dies ist der Auftakt einer Reihe um Scarlett Taylor. Das Ende lässt noch einige Fragen offen, die hoffentlich in den Folgebänden beantwortet werden.

★★★☆☆

Veröffentlicht am 19.10.2019

Etwas nervige Protagonisten

Was ist mit uns
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Gebundene Ausgabe: 416 Seiten
Verlag: Arctis (20. September 2019)
ISBN-13: 978-3038800309
empfohlenes Alter: 14 - 17 Jahre
Originaltitel: What If It’s Us
Übersetzung: Hanna Fliedner und Christel Kröning
Preis: ...

Gebundene Ausgabe: 416 Seiten
Verlag: Arctis (20. September 2019)
ISBN-13: 978-3038800309
empfohlenes Alter: 14 - 17 Jahre
Originaltitel: What If It’s Us
Übersetzung: Hanna Fliedner und Christel Kröning
Preis: 16,99 €
auch als E-Book erhältlich

Etwas nervige Protagonisten

Inhalt:
Als der 16-jährige Arthur einen süßen Jungen vor dem Postamt sieht, ist es sofort um ihn geschehen. Doch bevor sich mehr ergeben kann, werden die beiden durch eine Menschenansammlung getrennt. Doch Arthur lässt nicht locker, bis er den namenlosen Jungen gefunden hat und mit ihm seine erste große Liebe erlebt.

Meine Meinung:
Die vorherigen Bücher der beiden Autoren fand ich klasse. Deshalb habe ich das auch von dieser Gemeinschaftsarbeit erwartet. Leider wurde ich aber etwas enttäuscht.

Der Schreibstil ist sehr jugendlich locker, aber auf die Anhäufung von Fäkalausdrücken hätte ich gerne verzichten können. Die einzelnen Kapitel sind wechselweise aus Arthurs und Bens Ich-Perspektive geschrieben.


Nach einem sehr schönen Anfang zieht sich die Handlung elend in die Länge. Die Geschichte von Arthur und Ben ist eine Geschichte von Aufs und Abs, von Hins und Hers. Das hat mich ziemlich genervt. Statt den anderen mal zu Wort kommen zu lassen, wird die beleidigte Leberwurst gespielt und alles, was gerade noch so toll und wichtig war, ist plötzlich nichts mehr wert. Das ist nicht nur zwischen Arthur und Ben so, sondern auch zwischen ihnen und ihren sämtlichen Freunden. Eigentlich wirken beide über weite Strecken nicht sonderlich sympathisch.

Die Gefühle der beiden kamen mir fast etwas zu kurz. Die Erzählung empfand ich als zu emotionslos. Da ging es mehr darum - typisch amerikanisch -, ob man einen gemeinsam verbrachten Abend, an dem man sich gegenseitig angeschmachtet hat, nun als Date bezeichnen kann oder nicht und ob der andere nun ein fester Freund ist oder nicht. Oberflächlichkeiten, die doch eigentlich überhaupt nicht wichtig sind. Und wenn ich noch ein Mal mehr das Wort „süß“ hätte lesen müssten, hätte ich das Buch vielleicht doch noch abgebrochen. Die gefühlten 100 Male haben mir wirklich gereicht.

★★★☆☆

Veröffentlicht am 15.10.2019

Sehr anstrengend

Der Untergang der Könige
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Gebundene Ausgabe: 863 Seiten
Verlag: Klett-Cotta (21. September 2019)
ISBN-13: 978-3608963410
Originaltitel: The Ruin of Kings
Übersetzung: Urban Hofstetter und Michael Pfingstl
Preis: 25,00 €
auch als ...

Gebundene Ausgabe: 863 Seiten
Verlag: Klett-Cotta (21. September 2019)
ISBN-13: 978-3608963410
Originaltitel: The Ruin of Kings
Übersetzung: Urban Hofstetter und Michael Pfingstl
Preis: 25,00 €
auch als E-Book und als Hörbuch erhältlich

Sehr anstrengend

„Der Untergang der Könige“ ist der 1. Band eines mehrbändigen Fantasy-Epos. Das Buch ist nicht nur aufgrund seines Gewichts und seiner Dicke anstrengend zu lesen, sondern vor allem wegen seines Inhalts.

Die ersten ca. 750 Seiten werden aus zwei wechselnden Perspektiven erzählt. Der junge Kihrin sitzt im Kerker und wird von der Gestaltwandlerin Klaue bewacht. Sie zwingt ihn seltsamerweise dazu, ihr seine Geschichte zu erzählen, obwohl sie sie bereits kennt, da sie seine Gedanken lesen kann. Kihrin beginnt mit seiner Erzählung an dem Punkt, wo er versklavt wurde. Das ist Klaue nicht genug, und so erzählt sie selbst aus der Zeit davor. Abwechselnd werden die Handlungsstränge weitergesponnen, bis beide in der Gegenwart angekommen sind. Beide Geschichten werden später von Thurvishar D’Lorus transkribiert und mit einer Vielzahl von Fußnoten versehen. Das mag ich persönlich gar nicht, weil es den Lesefluss doch erheblich stört.

Der Sinn dieser Zweiteilung der Geschichte hat sich mir leider nicht erschlossen. Eine einzige chronologische Erzählung hätte ich hier besser gefunden.

Die phantastische Welt, die Jenn Lyons sich ausgedacht hat, bietet nichts wirklich Neues. Es gibt Dämonen und Drachen, Adlige und Sklaven, Zauberer und Götter und so etwas wie Elfen, nur heißen sie hier anders. Das Setting mutet eher mittelalterlich an - man fährt in Kutschen oder reitet auf Pferden -, dazu passt die manchmal etwas zu lockere, neuzeitliche Sprache nicht. Auch der Anflug von Humor, der sich zuweilen irgendwo versteckt, erschien mir unpassend. Denn witzig ist die Geschichte überhaupt nicht. Sie ist geheimnisvoll und grausam, durchzogen von Intrigen. Und ziemlich kompliziert.

Stellenweise hatte ich den Eindruck, jeder liegt mit jedem im Clinch und nichts ist, wie es scheint. Dies mag auch daran liegen, dass man nie genau wissen konnte, wer sich hinter einer Figur gerade verbirgt, denn viele können ihre Gestalt verändern bzw. ihre Seelen schlüpfen in den Körper eines anderen. Weiter behaupten manche, irgendjemand sei ihr Sohn, obwohl es nicht stimmt, oder ein Vater verleugnet sein Kind. Man bekommt es so mit einer riesigen Anzahl von Namen zu tun, die zu weit weniger Charakteren gehören und die man zuweilen schwer auseinanderhalten kann. Erschwerend kommt hinzu, dass viele davon praktisch keine Rolle spielen, weil sie längst tot sind. Andererseits kann man bei den Toten nie wissen, ob sie wirklich tot sind. Man muss hier echt mit allem rechnen.

Im Anhang befindet sich ein Stammbaum der verschiedenen Adelshäuser, aus dem man die Verflechtungen der einzelnen Personen ersehen kann. Dieser ist mit Vorsicht zu genießen, da viele Verbindungen, die hier aufgezeigt sind, erst im Lauf der Geschichte ans Tageslicht kommen und man gespoilert wird, wenn man zu früh auf den Stammbaum schaut.

Das ebenfalls hinten angehängte Glossar mit verschiedenen Begriffen und Personen kann dagegen relativ problemlos während der Lektüre herangezogen werden. Die Aussprachehinweise fand ich eher verzichtbar, denn die Regeln, die Jenn Lyons sich ausgedacht hat, sind so kompliziert, dass man besser einfach liest, wie es einem in den Sinn kommt.

★★★☆☆

Veröffentlicht am 08.10.2019

Ziemlich skurril

Neun Fremde
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Gebundene Ausgabe: 528 Seiten
Verlag: Diana Verlag (26. August 2019)
ISBN-13: 978-3453292345
Originaltitel: Nine Perfect Strangers
Übersetzung: Dietlind Falk
Preis: 20,00 €
auch als E-Book und als Hörbuch ...

Gebundene Ausgabe: 528 Seiten
Verlag: Diana Verlag (26. August 2019)
ISBN-13: 978-3453292345
Originaltitel: Nine Perfect Strangers
Übersetzung: Dietlind Falk
Preis: 20,00 €
auch als E-Book und als Hörbuch erhältlich

Ziemlich skurril

Inhalt:
Neun Menschen haben zehn Tage Auszeit in einem Wellness-Resort gebucht. Statt abzunehmen und sich zu entspannen, erleben sie den übelsten Trip ihres Lebens - und doch nimmt jeder auch etwas Gutes mit.

Meine Meinung:
Erst vor wenigen Wochen habe ich „Tausend kleine Lügen“ von Liane Moriarty gelesen und war davon begeistert. „Neun Fremde“ hat das leider nicht geschafft. Der Schreibstil ist toll und lässt die Seiten nur so dahinfliegen, aber die Handlung war mir zu abstrus.

In der ersten Hälfte werden die beteiligten Personen vorgestellt. Dies geschieht ziemlich trocken und mit vielen Wiederholungen. Hierbei spielt die Unzufriedenheit mit dem Körper eine große Rolle. Einige Protagonisten verlieren sich in Schuldgefühlen, eine Frau hadert mit den Wechseljahresbeschwerden. Es handelt sich um eine dreiköpfige Familie, ein Ehepaar und vier Einzelpersonen, also streng genommen nicht um neun Fremde. Sie alle werden aber zunächst als Einzelindividuen betrachtet. Auch aufgrund der ungewöhnlichen Vorgehensweise der Leiterin des Wellness-Resorts findet kaum eine Interaktion zwischen den Einzelnen statt, was ich schade fand, denn genau das ist doch das Interessante, wenn fremde Personen aufeinandertreffen.

Erst als die Sache eskaliert und die Teilnehmer des Retreats ihr Innerstes nach außen kehren, werden Beziehungen untereinander geknüpft. Man arbeitet zusammen, baut ein Stück weit Vertrauen auf und unterstützt sich gegenseitig. Nach und nach treten wohlgehütete Geheimnisse zutage, die ihren Trägern das Leben schwermachen. Dies ist nun der eigentlich sehr interessante Teil der Geschichte, doch das Geschehen ist so bizarr, dass ich die Lektüre nicht recht genießen konnte.

★★★☆☆