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Veröffentlicht am 03.01.2017

Der Spermasöldner muss im Gummianzug unter die eiskalte Dusche...

Hera
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Der Spermasöldner muss im Gummianzug unter die eiskalte Dusche... (aus verschiedenen Szenen im Buch zusammen gesetzt, NICHT meiner Phantasie entsprungen!) Hera arbeitet tagsüber als Rechtsanwältin und ...

Der Spermasöldner muss im Gummianzug unter die eiskalte Dusche... (aus verschiedenen Szenen im Buch zusammen gesetzt, NICHT meiner Phantasie entsprungen!) Hera arbeitet tagsüber als Rechtsanwältin und nachts als Domina in einem S/M-Studio. In diesem Buch gibt sie einen Einblick in ihre Tätigkeiten - jedoch während sie für elf Tage einen Mann besucht.

Nachdem ich bereits ein Buch mit Schilderungen einer Domina gelesen habe war ich bei diesem Buch auch sehr gespannt was im Buch so erzählt bzw. geschildert wird, jedoch ist dieses Buch ganz anders... Im Buch ist "Hera" (man weiß nicht, ob sie wirklich so heißt oder nur so genannt wird...) zu Besuch bei einem Mann auf dessen Anwesen, das (s. Leseprobe) prächtiger, skurriler und verrückter nicht sein könnte. Wobei der reiche Herr auch nicht "ganz normal" zu sein scheint, seine Räumlichkeiten sind von den verschiedensten Stilrichtungen geprägt etc., Prunk und Protz lassen grüßen...

Und genau darum geht es im Buch auch sehr viel - um den werten Herren, der ja offensichtlich sehr reich (und wohl doch schon ein wenig älter) ist, sämtliche Ansichten die er hat und das Gespräch mit Hera sucht - ja, das Gespräch, wohl nicht unbedingt "Anwendungen"... So werden im Buch die elf Tage die sie dort verlebt geschildert, es werden Weltansichten der beiden Herrschaften geschildert und so kund getan, gelegentlich fragt Mann die Domina auch nach den verschiedensten beruflichen Dingen aus, tut dies aber nicht dauerhaft. Zwischendurch spaziert man durch den Park des Anwesens, spielt mit den Hunden, lässt sich von Haushälterin Adele gut bekochen, ja.

Ich muss ganz ehrlich sagen, dass ich mir das anders vorgestellt habe, irgendwie kommt mir im Buch sehr viel unglaubwürdig und unheimlich protzig rüber, manches davon kann man sich absolut nicht vorstellen, einfach weil es zu absurd ist. (Klar, im Keller hat man allein einen Raum zum Käse lagern, einen anderen Raum arabisch ausgestattet, ... . Nein, das war nicht das, was ich mir hier erwartet hatte zu lesen, entsprechend bin ich enttäuscht. Schilderungen vom beruflichen Alltag (gerne eben als Rechtsanwältin und als Domina) hätten mich viel mehr interessiert, auch wenn immer wieder solche Schilderungen im Buch auftauchen. Alles in allem hat es mich nicht umgehauen. Zumal der Sprachstil so gehoben sein möchte, wo er es dann eben einfach wegen sexueller Schilderungen wieder eher äußerst umgangssprachlich ist... ("Spermasöldner" etc. - ich hab grad keine Beispiele parat und nicht nochmal Lust etwas herauszusuchen).

Ich kann diesem Buch lediglich 2 von 5 Sternen geben und leider keine Empfehlung aussprechen.

Veröffentlicht am 03.01.2017

Für ganz langweilige Nächte.

Für alle Tage, die noch kommen
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Melissa ist 25 Jahre alt als sie von einem Anwalt ein Buch ihrer Mutter erhält. Ihre Mutter starb als Melissa acht Jahre alt war, was Melissa nie so wirklich verarbeitet hat. Sie ist zutiefst verunsichert, ...

Melissa ist 25 Jahre alt als sie von einem Anwalt ein Buch ihrer Mutter erhält. Ihre Mutter starb als Melissa acht Jahre alt war, was Melissa nie so wirklich verarbeitet hat. Sie ist zutiefst verunsichert, egal was im Leben sie angeht. So lehnt sie den Heiratsantrag ihres Freundes Sam ab, der entsprechend gekränkt ist. Aber auch im Leben ihres Vaters läuft nicht alles rund. Nun also bekommt Melissa ein Buch, in dem die Mutter ihr versucht manchen Ratschlag, manches Rezept mit auf den Lebensweg zu geben.

Ach ja, die Geschichte klang fast schon zu gut um wahr zu sein, ich mag solche Bücher mit Tiefgang, die einem ein bißchen was mit auf den (Lebens-)Weg geben, bei denen man vielleicht das ein oder andere Tränchen die Wange runterrollen spürt. Nun ja, so schön, so gut. Leider kam es dann aber irgendwie anders.

Denn die Geschichte plätscherte so vor sich hin, es kam nicht so, wie ich es mir ausgemalt hatte, wie ich das von anderen, ggf. ähnlichen Büchern her kenne. Aber mal langsam.
Vom Schreibstil her war das Buch gut zu lesen, es gibt Bücher, die sind schöner formuliert, das fand ich hier soweit in Ordnung, keine schwere Sprache, nichts großartig verschachtelt, es hat mich aber auch nicht umgehauen. (Ich erwarte keine Poesie, aber manches hätte man einfach noch schöner verpacken können, finde ich.)

Das Buch wechselt auch immer ein wenig die Zeiten, so schreibt mal die Mutter 1994, dann wechselt man zur Tochter in der Jetzt-Zeit, dann zum Vater. Gelegentlich kamen dann wieder alte Szenen hinzu oder ganz und gar andere Situationen, nun ja. Für mich brachte das nicht die emotionale Spannung, die es hätte bringen können. Es zeigt eine Melissa, die sich absolut nicht entscheiden kann, die so schrecklich unentschlossen und verunsichert ist, was sicher mit dem frühen Tod der Mutter zusammen hängen mag, aber wohl auch generell so ihre Eigenschaft sein soll. Dann ist da ja noch der Vater, der auch immer noch trauert, was ja auch auf eine gewisse Art und Weise verständlich (und für mich, die ich in dieser Situation nicht war/bin sicher nicht so nachvollziehbar ist, wie für jemanden, der das schon durchgemacht hat) ist.

Es finden sich immer mal wieder Rezepte der Mutter, so dass die Tochter damit quasi an ihre Kindheit erinnert wird - und sich vielleicht auch selbst mal wieder öfter ans Kochen und Backen traut. Das fand ich ganz nett gemacht, wobei es mich auch nicht komplett überzeugt hat.

Ich habe mir hier ein warmherzigeres Buch mit angenehmen "Ratschlägen" erhofft, ein Buch mit Tiefgang, das einen auch gerne mal berührt. Auf dem Buchumschlag liest man noch die Aussage "Für alle Mütter und Töchter. Und für die Liebe." - für mich hat das einfach nicht so ganz gepasst. Ab der Hälfte etwa hatte ich mehr das Gefühl, dass ich mich durchs Buch "quäle", als dass es mir großartig Spaß macht das Buch zu lesen... Lustige Momente gibt es im Buch auch leider eher selten, natürlich soll es ein eher emotional-bewegendes Buch sein, aber da darf der Humor manchmal auch nicht zu kurz kommen, finde ich.

Alles in allem bin ich von diesem Buch eher enttäuscht, ich hatte mir einfach mehr davon erwartet. Entsprechend vergebe ich hier 2 von 5 Sternen und spreche keine Empfehlung aus.

Veröffentlicht am 03.01.2017

Charlotte Roche's Schoßgebete in männlich... "Arschwasser".

Fleckenteufel
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Thorsten ist sechzehn Jahre alt, als er im Jahr 1977 mit auf eine Familienfreizeit der evangelischen Gemeinde mit nach Scharbeutz an die Ostsee fahren darf. Er ist ein Spätzünder, dennoch hält ihn der ...

Thorsten ist sechzehn Jahre alt, als er im Jahr 1977 mit auf eine Familienfreizeit der evangelischen Gemeinde mit nach Scharbeutz an die Ostsee fahren darf. Er ist ein Spätzünder, dennoch hält ihn der Geschlechtstrieb schon mächtig auf Trab. Die Ferienfreizeit ist der ideale Ort um unter Gleichaltrigen endlich mal rund um die Uhr zu sein, wobei es bei ihm einen hormonellen Dauerstress verursacht. Wenn dann nicht noch zusätzlich die Probleme mit dem Essen wären - Luke zwo dicht...

Hui. Gleich zu Beginn hab ich echt überlegt, was das so im Buch soll - diese überaus komische, meiner Ansicht nach kindliche Phase, in der sich zwar der Protagonist in gewisser Wiese noch befindet, aber die auch so dermaßen intensiv beschrieben ist. Ja, er hat Probleme mit der Verdauung, müsste mal auf Toilette, aber im Gemeindehaus, das geht ja nicht so wirklich, weil "Fremd scheißen" (um es mal so umgangssprachlich? zu nennen) kann er ja nicht... nun ja. Es geht leider immer wieder so weiter, neben diesem wohl für Männer so interessantem Thema kommt es auch immer wieder zu sexuellen Vorstellungen wie es wohl mit welchen Mädels wäre bzw. mit Andreas, der ja wohl eine "große Rute" hat, die sich immer in der engen Wrangler-Jeans abzeichnet... entsprechend werden auch hier Spielchen erzählt, die mit einem anderen Freund vorher schon erfolgt sind. Nun ja.

Irgendwann hab ich hier echt keine Lust mehr gehabt, meine Gedanken während des Lesens waren wirklich nur noch "Himmel, wie bin ich zu diesem Buch gekommen" bzw. "das ist doch Schoßgebete in männlicher Form"... Ich habe durchaus kein Problem mit Schilderungen, die für andere vielleicht unangenehm, ja eklig sein mögen. (Siehe: Rechtsmedizin-Bücher, Benecke-Schilderungen etc.) Aber hier hatte ich wirklich die Schnauze gestrichen voll. Ich wurde hier nicht wirklich gut unterhalten, ständig geht es um irgendwelche Phantasien oder körperliche Probleme/Gelüste etc. Zwischendurch, wenn mal etwas von der Familienfreizeit erzählt wird, hat man das Gefühl, es könnte doch alles wieder besser werden, aber das wurde es für mich leider nicht.

Das Buch war vielleicht nicht ganz so grottig, wie ich es vielleicht rüber gebracht habe, aber mich hat dieser Stil einfach nicht überzeugen können. Vom Schreib- und Sprachstil her war alles nachvollziehbar, hier kann ich nichts bemängeln.

Von mir gibt es hier 2 von 5 Sternen sowie natürlich keine Empfehlung.

Veröffentlicht am 02.01.2017

Gabs auch mal unzensiert...

Ein Traum von einem Schiff
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Christoph Maria Herbst erhält eine Anfrage vom "Traumschiff" - der bekannten ZDF-Fernsehreihe. Er schreibt nun einen Roman über die Reise mit dem legendären Fernsehschiff - und nimmt sich nicht wirklich ...

Christoph Maria Herbst erhält eine Anfrage vom "Traumschiff" - der bekannten ZDF-Fernsehreihe. Er schreibt nun einen Roman über die Reise mit dem legendären Fernsehschiff - und nimmt sich nicht wirklich zurück, was seine Meinung über Kollegen und Kolleginnen angeht.

Ich war ja wirklich sehr zwiegespalten - generell erst mal, weil im Buch einige Stellen (jedoch weniger als vermutet...) geschwärzt waren. Das heißt ja doch was, so dass er hier über einige wohl wirklich "her gezogen" ist... nun ja...

Generell vom Stil her ist es mal richtig toll und mal wieder eher lahm geschrieben - als er beispielsweise vom Schiff schreibt (anfangs), benutzt er wunderbare Umschreibungen für das Schiff, quasi Worte, die sehr doppeldeutig sind - aber echt genial geschreiben. Später dann zieht es sich eher hin, manches wirkt für mich beschönigend beschrieben bzw. auch sehr übertrieben.

So wirklich stellt er keine Schauspielerkollegen des Films vor, ich habe mir anschließend allerdings einen kleinen Trailer angesehen - so sind beispielsweise Anja und Gerit Kling mit an Bord, außerdem Harald Schmidt (er wird von ihm erwähnt), jedoch spricht er öfter mal von einer Christiane, die wohl "auseinander gegangen ist" (breit wie hoch) und zahlreiche Piercings hat. Wer das sein soll - ich weiß es nicht.

Zum Teil fand ich die Wortwahl recht interessant, man merkt auch, dass er hinter Stromberg steckt, denn er wählt Worte aus, die man im normalen, täglichen Sprachgebrauch nicht verwendet. (Klar, jetzt finde ich die Stelle im Text leider nicht mehr...) Insgesamt hatte ich mir ein unterhaltsameres, witzigeres Buch vorgestellt, ich wurde zwar gut unterhalten, es hätte jedoch noch besser sein können, ich bin hier schon ein wenig enttäuscht.

Wobei ich einfach generell sagen muss: Christoph Maria Herbst ist einfach eher ein "Männertyp" - fast jeder Mann, den ich so kenne, findet "Stromberg" absolut toll. Ich bin da nicht so der Fan davon - vielleicht auch, weil ich Herbst schon live erlebt habe? Ich habe ihn zweimal bei Lesungen von Tommy Jaud-Büchern erlebt, er macht dies sehr toll, als er allerdings von der Bühne ging, fing er draußen an zu meckern - blöderweise war das Mikrofon noch eingeschaltet. Tja... ich bin mir inzwischen ziemlich sicher, dass dies keine "Show" war, sondern echt war...

Ich habe mir vom Buch mehr erwartet - mehr an lustigen Infos über das Traumschiff, mehr witzige Infos, ja. Leider wurde ich da eher enttäuscht, wohingegen es mich überrascht hat, dass doch gar nicht soviel im Buch zensiert werden musste...

Hier kann ich lediglich 2 von 5 Sternen vergeben, bleibe jedoch dermaßen unentschlossen.

Veröffentlicht am 06.12.2016

"Weiß jemand wo Genezareth ist?" "Bei Gelsenkirchen?"

Echt easy, Frau Freitag!
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Im Buch schildert die Lehrerin Frau Freitag den durchaus kuriosen Schulalltag mit ihren Schützlingen.

Ja, ich war durchaus gespannt auf dieses Buch. Eigentlich hab ich ja gedacht es handelt sich um "Chill ...

Im Buch schildert die Lehrerin Frau Freitag den durchaus kuriosen Schulalltag mit ihren Schützlingen.

Ja, ich war durchaus gespannt auf dieses Buch. Eigentlich hab ich ja gedacht es handelt sich um "Chill mal, Frau Freitag", ich hab einfach nicht registriert, dass es das dritte Buch dieser Reihe ist. Als ich mir das Buch dann zum Lesen aber aus dem Regal geholt hab, hab ich es beim Titel festgestellt. Aber gut, meiner Ansicht nach ist die Reihe nicht unbedingt aufeinander aufbauend, so dass man die Bücher auch unabhängig voneinander lesen kann. Gesagt, getan. Vom Schreibstil her lässt sich das Buch gut lesen, keine großartigen Fremdwörter, keine schwierige Wortwahl, alles gut nachvollziehbar. Eher der Jugendslang ist immer wieder "interessant", aber auch die vermeintlich fehlenden Buchstaben, die falsche Ansprache, etc., da hat es mir echt so ein bißel den Atem geraubt... "Lebt Ihr Mutter noch?" - oder "Das mit die Adjektive?" - es geht hier um eine siebte bzw. achte Klasse einer Gesamtschule... da sollte man so etwas doch auch schon können? Oder wünsche ich mir das bloß?

Manche geschilderten Begebenheiten fand ich schon recht krass, andere dagegen irgendwie nicht sonderlich erwähnenswert, nun ja, war eben so mein Eindruck. Generell war es mal wieder interessant über den Lehrerberuf zu lesen, der ja soooooo anstrengend ist. (Wegen der Vorbereitung, etc.) Ja, mag sein, dass der Job anstrengend ist, aber andere Berufe sind das verdammt nochmal auch... dieses Jammern auf hohem Niveau fand ich einfach ein bißchen ätzend... zumal Frau Freitag im Buch dann auch zugibt, dass es in ihrer gesamten Wohnung nach Rauch riecht - entsprechende Schülerunterlagen, die sie bei sich zuhause hatte, tun das dann entsprechend eben auch. Finde ich ehrlich gesagt nicht so schön... Ggf. kann man ja zumindest im womöglich vorhandenen Arbeitszimmer mal nicht rauchen? Oder während der Korrektur nicht rauchen? Nun ja...
Man hört auch oft raus, wie es Frau Freitag egal ist, was wie an der Schule bzw. mit ihren Schülern passiert. Natürlich steht ihr das in gewissem Maß auch zu, vor allem wenn man sich für manche Schüler schon ordentlich rein kniet, aber für mich klingt das eben teilweise einfach so nach "scheiß egal".

Was ich immerhin so ganz nett fand ist die Tatsache, dass die vier Buchabschnitte in kleinere Geschichten unterteilt sind. So kann man immer mal schnell nur eben eine Geschichte lesen und ist nicht gezwungen das komplette Buch zu lesen. (Ich hab das Buch aber dennoch komplett gelesen.)

Manche Geschichten sind lustig, andere machen einfach fassungslos, nicht jede Geschichte hat mich so wirklich begeistert.
Alles in allem war es mal ein interessanter Einblick, den ich aber nicht so ganz ernst nehme, ein wenig zwiegespalten bin ich hinsichtlich der Bewertung - ich bin zwischen 2 und 3 Sternen hin- und hergerissen, generell würde ich hier 2 Sterne geben.
Entsprechend lege ich mich mal auf 2 von 5 Sternen sowie ein unentschlossen hinsichtlich der Empfehlung fest.