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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 23.12.2019

Teilweise witzig, sexy und dann wieder flach mit vielen losen Enden

Flirting with Fire (Saving Chicago 1)
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Das Cover und der Titel geben einen Hinweis auf den Beruf von Mauro. Feuerwehrmann. Und ein sehr attraktiver noch dazu. Madison ist seit der Unterstufe in ihn verknallt. Doch er hat sie damals nicht einmal ...

Das Cover und der Titel geben einen Hinweis auf den Beruf von Mauro. Feuerwehrmann. Und ein sehr attraktiver noch dazu. Madison ist seit der Unterstufe in ihn verknallt. Doch er hat sie damals nicht einmal bemerkt. Ist den beiden eine zweite Chance bestimmt?

Die Geschichte an und für sich ist interessant. Der Schreibstil von Piper Rayne leicht lesbar, teilweise witzig, sexy und flüssig geschrieben. Es gibt neben dem Hauptstang auch ein paar Nebenstränge, doch die bleiben am Ende leider so gut wie allesamt offen.

Beide Protagonisten sind sympathische Figuren, bei denen man durchaus eine leichte Entwicklung feststellen kann. Ihre Handlungen sind – meistens – nachvollziehbar und plausibel. Ein bisschen Gefühlschaos darf durchaus sein und wird dieses auch zu meiner Zufriedenheit aufgelöst. Dennoch fehlt mir die Abrundung zum Ende der Geschichte. Der Hauptstrang ist geklärt, aber die Nebenstränge hängen, wie gesagt, in der Luft.

Für Lesespass zwischendurch ganz geeignet, leider könnte ich mir hier mehr Tiefe vorstellen.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 14.11.2019

Gute Idee mit flacher Ausführung

Alle müssen mit
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Die Idee dieses Buches hat mir sofort gefallen, steckt doch viel Potential in jeder einzelnen Familiengeschichte. Und noch viel mehr, weiß diese Familiengeschichte von Krieg, Flucht, Vertreibung, Liebe, ...

Die Idee dieses Buches hat mir sofort gefallen, steckt doch viel Potential in jeder einzelnen Familiengeschichte. Und noch viel mehr, weiß diese Familiengeschichte von Krieg, Flucht, Vertreibung, Liebe, Trauer, Unsicherheit und Angst zu berichten. Leider war die Umsetzung dann eher zäh als spannend oder witzig.

Nur an wenigen Stellen konnte ich über die Protagonisten, ihre Handlungen oder Missgeschicke schmunzeln. Umgebungsbeschreibung ist hier hintergründig angesetzt. Die einzelnen Figuren erfahren im Laufe der Geschichte sehr wohl eine nachvollziehbare Entwicklung zum Positiven. Doch mehrere Etappen der Reise hätte man durchaus kommentarlos streichen können und wäre zum selben Ergebnis gekommen.

Für mich leider nur ein mittelmäßiges Buch.

Veröffentlicht am 13.08.2019

Nicht so begeistert wie von den vorhergehenden

Grießnockerlaffäre
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Dies ist der vierte Streich von Rita Falk in dem sie Franz Eberhofer selbst zum Hauptverdächtigen im Mordfall Barschl macht. Bei dem Ermordeten handelt es sich nicht nur um den Vorgesetzen von Franz, sondern ...

Dies ist der vierte Streich von Rita Falk in dem sie Franz Eberhofer selbst zum Hauptverdächtigen im Mordfall Barschl macht. Bei dem Ermordeten handelt es sich nicht nur um den Vorgesetzen von Franz, sondern noch dazu war Franz der Letzte mit dem Barschl zu tun hatte und die Mordwaffe ist zu allem Überfluss der Hirschfänger vom Franz. Sieht dieses mal nicht gut aus für ihn. Doch in seiner gewohnten Eberhofer Manier nimmt er auch hier die Ermittlungen auf und gräbt sich immer tiefer in das Privatleben von Barschl und seiner Frau.

Zuhause hat Franz Eberhofer in diesem Band auch wieder keine Ruhe. Oma Eberhofer hat plötzlich Herrenbesuch vom Paul. Der ist dem Vater von Franz ein Dorn im Auge. Er würde ihn am Liebesten vor die Türe setzen. Leider steht Oma Eberhofer völlig hinter Paul und lässt ihn sogar bei sich am Hof wohnen. Wo kommt dieser Paul her, wer ist er, was macht er, was will er? Fragen die sich im Laufe der Geschichte noch klären und zu einer interessanten Offenbarung führen.

„Grießnockerlaffäre“ ist im typischen bayrischen Sprachwitz verfasst. Die Ermittlungsmethoden von Franz sind genauso ausgefallen wie in den vorigen Fällen. Da die Bücher von Rita Falk allesamt in sich abgeschlossen sind, werden bei Vorkommnissen in früheren Büchern die Zusammenhänge erklärt, sodass man nicht der Reihe nach lesen muss.

Für mich war dieser Band nicht so prickelnd wie die übrigen. Leicht und locker zu lesen, aber irgendwie hat mir das grundsätzlich Neue gefehlt. Ist aber meine persönliche Meinung und bei einer Reihe mit denselben Protagonisten muss sich ja zwangsläufig das Agieren der Personen wie gewohnt weitersetzen. Doch ich hatte das Gefühl hier etwas Wiedergekautes zu lesen. Der Fall ist neu, die Idee nicht schlecht, der Weg zum Ziel unkonventionell.

Veröffentlicht am 31.07.2019

Möglicherweise für Einsteiger ein erster Einblick

Gehorche, Sklavin! Erotischer SM-Roman
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Als Katrin entführt und nach Mauretanien in ein Nobelbordell verschleppt wird, bemerkt sie dort ihre Neigung zur sexuellen Unterwürfigkeit. Verstört, dass so ein traumatisches Erlebnis wie ihre Entführung ...

Als Katrin entführt und nach Mauretanien in ein Nobelbordell verschleppt wird, bemerkt sie dort ihre Neigung zur sexuellen Unterwürfigkeit. Verstört, dass so ein traumatisches Erlebnis wie ihre Entführung auch andere Gefühle als Wut, Angst, Verzweiflung oder auch Hass auslösen könnte, benötigt sie einige Zeit um zu ihren Empfindungen stehen zu können.

Dann lernt sie Corinne kennen und diese vermittelt Katrin, dass diese ihre Neigung mit vielen anderen Menschen teilt und sich dafür nicht verurteilen muss. Corinne führt Katrin ein Stück weit in die Welt der Dominanz und Unterwerfung ein.

In „Gehorche, Sklavin“ erzählt Corinne du Pre zuerst die Entführung von Katrin und ihre Erlebnisse bis zum Zeitpunkt des Kennenlernens zwischen Katrin und Corinne. Danach wechselt die Erzählperspektive zu Corinne. Auch wird ein Teil als Tagebuchauszug von Katrin wiedergegeben.

Die Sprache ist gefühlvoll, die Idee der Geschichte originell. Trotzdem wurde ich leider weder mit den Protagonisten noch mit ihrer Darstellung warm. Corinne hat Erfahrung und möchte Katrin Hilfestellung geben, das merkt der Leser, doch die Person Corinne bleibt ebenso flach wie Katrin. Die Geschichte selbst konnte mich nicht so gefangen nehmen, wie ich es mir aus der Kurzbeschreibung erwartet hatte.

Fazit: Für Neueinsteiger in das Thema Dominanz und Unterwerfung kann das Buch durchaus einen ersten Einblick geben.

Veröffentlicht am 03.07.2019

Auf gleicher Ebene dahinplätschernd

Das Licht der Toskana
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Im Laufe der Geschichte begleiten wir nicht nur die Schriftstellerin Kit Raine, sondern auch Susan, Julia und Camille so zirka ein Jahr lang. Susan, Julia und Camille sind drei amerikanische Seniorinnen, ...

Im Laufe der Geschichte begleiten wir nicht nur die Schriftstellerin Kit Raine, sondern auch Susan, Julia und Camille so zirka ein Jahr lang. Susan, Julia und Camille sind drei amerikanische Seniorinnen, die sich lieber ihren Alterssitz in die Toskana verlegen wollen, als in eine Residenz für Rentner zu gehen. Zumindest begeben sie sich auf die Reise in die Toskana um hier die Villa Assunta für ein Jahr zu mieten. Ob sie länger hier bleiben werden, lassen sie sich vorerst offen. Kit Raine ist ihre Nachbarin.

„Das Licht der Toskana“ vermittelt uns schöne Bilder der Toskana. Abschnittweise hätte die Geschichte vielleicht etwas weniger davon vertragen um dafür die Protagonistinnen mehr in den Vordergrund zu rücken. Leider hat Frances Mayes hier auch keine durchschnittlichen Frauen gezeichnet. Ihrem Lebensstil nach müssen alle drei sehr wohlhabend sein. Sie können reisen, Kurse belegen und einkaufen wonach ihnen der Sinn steht. Dies lässt die Geschichte allerdings unrealistisch wirken. Ebenso finde ich bedauerlicherweise keinen Spannungsbogen. Die Handlungen laufen beinahe auf einer Ebene ab.

Ein Stolperstein für mich waren auch die relativ vielen italienischen Wörter, die nicht übersetzt werden. Die Grundidee der Geschichte gefällt mir, auch die Landschaftsbeschreibungen und eigentlich die Lebensläufe der Frauen. Würde mehr Spannung, mehr Realität, mehr Alltag, mehr Probleme vorkommen, würden sich die Figuren vielleicht auch entwickeln. So ist mein Eindruck der eines, träge fließenden Baches.

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