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Veröffentlicht am 05.01.2020

Starke Charaktere und eine interessante Welt

Neon Birds
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Im Jahr 2101 verwandelt ein außer Kontrolle geratener technischer Virus die Menschen in hyperfunktionale Cyborgs, die dem Willen der künstlichen Intelligenz KAMI gehorchen. Sie werden in Sperrzonen eingepfercht ...

Im Jahr 2101 verwandelt ein außer Kontrolle geratener technischer Virus die Menschen in hyperfunktionale Cyborgs, die dem Willen der künstlichen Intelligenz KAMI gehorchen. Sie werden in Sperrzonen eingepfercht und von Supersoldaten, die als Helden gefeiert werden, bekämpft. Doch die Mauern beginnen zu bröckeln, Sekten beten KAMI als Maschinengott an. Der Kampf zwischen Mensch und Technologie wogt hin und her und währenddessen versuchen vier junge Erwachsene, den Untergang ihrer Zivilisation zu verhindern...

Als erstes möchte ich auf das Cover des Buches eingehen. Es besteht aus den Farben Pink, Lila, Blau und Schwarz mit Highlights in Weiß. Eigentlich ist darauf nicht viel zu erkennen, dafür aber Platz für Spekulationen, was es darstellen könnte. Herausstechend natürlich in Weiß der Titel des Buches, der groß in der oberen Hälfte zu sehen ist, sowie der Name der Autorin. Ebenfalls im oberen Drittel zu sehen ist der Sternenhimmel mit vielen Sternen, die regelrecht zu funkeln scheinen. In der Mitte, in Lila gehalten, sieht man etwas, das aussieht wie Hochhäuser, in denen die Lichter brennen. In der unteren Hälfte, in Pink, könnten es flache Gebäude sein. Allerdings ist nicht ganz klar, ob es wirklich Gebäude sind, oder ob es nicht vielleicht auch das Innere eines Computers darstellen könnte, mit Datenautobahnen. Das würde ebenfalls sehr gut passen. Mir gefällt das Cover gut und ich finde es sehr zur Geschichte passt.

Toll finde ich auch die im Buch befindlichen Illustrationen. So kann man sehen, ob die eigene Vorstellung sich mit der der Autorin deckt und man hat einfach auch ein Bild vom Charakter vor Augen. Und ich bin ja nach wie vor der Ansicht, dass es viel mehr illustrierte Bücher geben sollte. Illustrationen werten einfach enorm auf. Mir gefallen sie wirklich gut. Vorallem die von Andra und Luke am Tisch mit Gerta sind mir noch sehr gut im Gedächtnis geblieben.

Für mich ist „Neon Birds“ das erste Buch, das ich von der Autorin lese. Es ist der erste Teil einer Trilogie, die im Bastei Lübbe Verlag erscheint. Der zweite Band erscheint im März diesen Jahres, der finale Band folgt dann im Juli 2020. Das finde ich sehr gut, denn so ist das zuvor gelesene noch frisch und im Kopf abrufbar. Bei diesem Buch finde ich das auch wichtig, da die Geschichte doch recht komplex ist und es sonst schwierig wird, wieder in die Geschichte zu finden.

Mir hat der Schreibstil der Autorin sehr gut gefallen. Trotz all der hoch technologischen Dinge, die im Buch auftauchen, hatte ich keinen Moment das Gefühl, dass ich etwas nicht verstehe oder die Autorin es im Buch nicht so erklärt, dass ich es verstehen kann. Außerdem hat sie es sehr gut geschafft, dass ich mir die Welt, die sie im Jahre 2101 beschreibt, vorstellen kann. Ihr Schreibstil ist sehr gut und flüssig zu lesen. Für mich hat sie genau das richtige Gefühl dafür gehabt, wo in der Geschichte es einer ausführlicheren Erklärung bedarf und wo nicht. So hatte ich auch nie das Gefühl, dass es Längen gab oder dass mir etwas gefehlt hat, was in diesem Moment essentiell gewesen wäre.

In der Geschichte wechseln sich die Perspektiven in den jeweiligen Kapiteln ab. Das hat mir gut gefallen, weil ich finde, dass man dann immer nochmal einen besseren Einblick in die Gedanken des jeweiligen Charakters bekommt. Und das ist bei den vier wichtigsten Charakteren doch von Vorteil. Ihre Charaktere hat sie gut ausgearbeitet, hat jedem von ihnen Tiefe verliehen und sie hat mich auf jeden einzelnen neugierig gemacht. Jeder trägt sein Päckchen mit sich und nur ganz langsam wird hier und da ein Stück der Geschichte des Jeweiligen vervollständigt.

Das Buch endet an jedem der vier Charaktere mit einem Cliffhanger, was natürlich auch viermal so fies ist. Denn man möchte überall wissen, wie es jetzt weiter geht. Mich hat die Autorin auf jeden Fall total neugierig gemacht auf den zweiten Band, den ich sehr gerne lesen möchte.

Ich vergebe 5 Sterne, da es für mich nichts zu kritisieren gibt und spreche eine klare Leseempfehlung aus für jeden, den Technologie nicht abschreckt und der starke Charaktere mag. Denn für mich hat diese Geschichte davon nicht nur einen.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 28.12.2019

Nicht vergleichbar mit Teil 1, aber keinesfalls weniger gut

Die Greifenreiterin 2
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Rayna und Hyron kehren zu den Himmelsschwertern zurück, um Ti´ha die versprochene Hilfe zukommen zu lassen. Sie schaffen es, die Anführer davon zu überzeugen, dass es wichtig für ganz Teharis ist, dass ...

Rayna und Hyron kehren zu den Himmelsschwertern zurück, um Ti´ha die versprochene Hilfe zukommen zu lassen. Sie schaffen es, die Anführer davon zu überzeugen, dass es wichtig für ganz Teharis ist, dass Zemzee aufgehalten wird. Doch schon bald müssen sie feststellen, dass Zemzee Dinge in der Hinterhand hält, mit denen sie nicht gerechnet haben. Nun kann nur noch da Volk der Tenga helfen, die sich eigentlich aus allem heraushalten.

Zunächst möchte ich auch hier auf das Cover eingehen. Dieser zweite Band ist in der Hauptfarbe blau. In der Mitte des Buches ist wieder als Scherenschnitt ganz in Schwarz Rayna auf ihrer Ferril zu sehen. Dieses Mal allerdings im Flug. Im Hintergrund wieder die beeindruckende Landschaft von Teharis und oben und seitlich ranken sich Äste, Blätter und ich würde fast behaupten, es sind Kirschblüten zu sehen. Mir gefällt das Cover wieder sehr gut und es ist passend zu dem des ersten Bandes. Dieses hier gefällt mir sogar noch einen Ticken besser.

Bei „Die Greifenreiterin – Hoffnung“ handelt es sich um den zweiten Band einer Reihe, die insgesamt vier Teile umfassen wird. Der dritte Band erscheint am 26.02.2020, so dass nicht mehr allzu lange gewartet werden muss.

Wie in jedem Buch von der Autorin konnte mich auch beim zweiten Teil der Greifenreiterin der Schreibstil wieder absolut begeistern und mitreißen. Er ist sehr gut und flüssig zu lesen und Sabine schafft es auch hier wieder einmal, dass ich sogar High Fantasy mag. Das ist nämlich normalerweise nicht meine Welt. Wenn sie etwas beschreibt, sei es eine Gegend, etwas magisches, oder auch das Aussehen einer Person, erscheint bei mir ein Bild davon. Das ist es, was einen richtig guten Schreibstil ausmacht. Ich muss mir das Gelesene einfach vorstellen können und das kann ich.

Ihre Charaktere sind immer etwas ganz besonderes. Rayna hat einen ich würde sagen manchmal ganz schön anstrengenden Charakter. Und trotzdem mag ich sie. Auch wenn ich manchmal ein wenig mit den Augen rolle. Aber das macht nichts, denn sie ist, wie sie ist. Hyron ist da ein wundervoller Gegenpart, den die Autorin geschaffen hat und der Rayna einfach toll ergänzt. In diesem zweiten Band lernen wir ein paar neue Charaktere kennen, die jeder für sich wieder etwas haben, was sie interessant macht, so dass man mehr wissen möchte, mehr lesen möchte, neugierig wird.

Für mich war dieser zweite Band irgendwie ganz anders als der erste. Er ist ruhiger, beim ersten Teil war sehr viel mehr Action, weil einfach die Nordländer mehr im Vordergrund waren. Diese rücken hier in den Hintergrund, auch wenn sie immer irgendwie präsent sind. Die Autorin hat in diesem Band Rayna und Hyron mehr Platz gegeben, was mir gut gefallen hat, denn die Beiden haben das auch gebraucht, um glaubhaft zueinander finden zu können. Denn wenn in einem Buch die Charaktere die großen Gefühle spielen, die sich eigentlich gar nicht haben entwickeln können, weil immer nur Action war und keine Zeit, ist das einfach nicht glaubwürdig. Und außerdem konnte ich hier mehr über die Völker von Teharis erfahren, über deren Vergangenheit und außerdem die Landschaft kennenlernen.

Wie schon der erste Teil der Reihe endet auch dieser wieder mit einem Cliffhanger. Noch fieser als der erste! Ich vergebe 5 Sterne und bin schon mega gespannt, wie es weiter gehen wird.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 09.12.2019

Glaubst du an die Magie der Träume?

Strange the Dreamer - Ein Traum von Liebe
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Mystisch, voller Wunder, voller Schönheit – so sieht sie aus, die Stadt aus Lazlos Träumen. Doch die Verborgene Stadt hütet ein düsteres Geheimnis, dem Lazlo und seine Mitreisenden auf den Grund gehen ...

Mystisch, voller Wunder, voller Schönheit – so sieht sie aus, die Stadt aus Lazlos Träumen. Doch die Verborgene Stadt hütet ein düsteres Geheimnis, dem Lazlo und seine Mitreisenden auf den Grund gehen sollen. Welche Rolle spielt Sarai, das Mädchen, das Lazlo immer wieder in seinen Träumen begegnet. Nacht für Nacht treffen sie sich und es knüpft sich ein zartes Band zwischen den beiden. Doch hat das, was zwischen den beiden entsteht, überhaupt eine Chance?

Auch hier möchte ich zunächst kurz auf das Cover eingehen. Der Hintergrund ist ganz in Gold gehalten und alle anderen Elemente darauf sind Blau. Zu sehen ist erneut eine Motte, dieses Mal jedoch nicht auf dem Kopf. Weiterhin der Name der Autorin sowie der Titel des Buches. Auch dieses Cover gefällt mit gut und es passt sehr gut zum ersten Teil.

Bei „Strange the Dreamer – Ein Traum von Liebe“ handelt es sich um den zweiten Teil einer Reihe, die im englischen Original nur aus zwei Bänden besteht, im deutschen wurde sie leider in vier Bände aufgeteilt. Der dritte Band wird Ende Juni 2020 erscheinen, der finale Band dann bereits Ende August 2020. Es ist zwingend notwendig, den ersten Band vorher zu lesen, da diese nicht in sich abgeschlossen sind, sondern eine zusammenhängende Geschichte ergeben.

Mich hat auch in diesem zweiten Teil der Schreibstil der Autorin total begeistert. Sie schafft es, mich vollkommen mitzureißen und wieder bin ich ein paar Mal staunend und sprachlos vor dem Buch gesessen und konnte kaum glauben, was ich da gelesen habe.

Sie hat all ihren Charakteren durch die jeweilige eigene Geschichte, die sie mitbekommen haben, schon im ersten Teil Tiefe verliehen und diese in diesem Band noch verstärkt. Wieder hat sie mich absolut in ihre Welt mitgenommen, die sie erschaffen hat. Jeden Augenblick habe ich vor allem mit Sarai und Lazlo erlebt. Was zwischen den beiden entsteht ist so einzigartig, so wundervoll. Und Lazlo ist jemand so Besonderes, dass ich keine Worte dafür finde.

Auch in diesem Teil gibt es wieder die ein oder andere Wendung, mit der ich überhaupt nicht gerechnet hätte, die aber dann im Nachhinein so viel erklärt. Die Autorin schafft es wirklich immer wieder, mich zu überraschen. Ich bin wieder durch die Seiten geflogen und die Zeit bis der nächste Band erscheint ist fast unerträglich lang. Am liebsten würde ich sofort weiter lesen und möchte wissen, wie es weiter geht. Wie wird die Geschichte sich noch entwickeln, wie werden die einzelnen Charaktere agieren und reagieren? Welchen Geheimnissen kommen wir noch auf die Spur?

Es gibt für mich an diesem Buch überhaupt nichts zu kritisieren (abgesehen von der blöden Teilung, aber dafür kann die Autorin ja nichts und deshalb ist es für mich auch absolut keinen Abzug wert). Daher spreche ich eine klare Leseempfehlung für jeden aus, der gerne liest und der sich auf die Magie der Träume einlassen kann.

Von mir gibt es volle fünf von fünf Sternen und ich freue mich schon riesig auf den nächsten Band.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 03.12.2019

Gibt es überhaupt noch Hoffnung?

Dark Palace – Die letzte Tür tötet
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Wer überlebt, und wem kannst du trauen?

Englands magischer Adel schreckt vor keiner Brutalität zurück. Luke wurde unschuldig verurteilt und ist der Gefangene eines besonders grausamen Lords. Währenddessen ...

Wer überlebt, und wem kannst du trauen?

Englands magischer Adel schreckt vor keiner Brutalität zurück. Luke wurde unschuldig verurteilt und ist der Gefangene eines besonders grausamen Lords. Währenddessen versucht seine Schwester Abi verzweifelt, ihn zu befreien. Wird sie es schaffen, bevor sein Wille endgültig gebrochen ist?

Zunächst möchte ich auf das Cover eingehen. Es passt sehr gut zu dem des ersten Teils. Zu sehen sind jeweils Teile eines weiblichen und eines männlichen Gesichtes, jedoch sind beide getrennt. Es dominieren die Farben Schwarz, Pink und Blau und sehr auffällig ist das jeweilige Auge der Personen, welches zu sehen ist. Das der Frau ist strahlend blau, das des Mannes zwischen lila und pink. Mir gefällt das Cover sehr gut.

Bei „Dark Palace – Die letzte Tür tötet“ handelt es sich um den zweiten Teil einer Trilogie. Der dritte Teil ist ebenfalls bereits erschienen. Es ist zwingend notwendig, den ersten Teil vorher zu lesen, da sonst der Geschichte keine Folge geleistet werden kann. Ein Einstieg bei Band 2 ist nicht empfehlenswert, da die Geschichten nicht abgeschlossen sind.

Der Schreibstil der Autorin hat mir bereits im ersten Band sehr gut gefallen und so ist es auch hier gewesen. Er ist flüssig zu lesen, ich konnte mir vieles bildlich vorstellen und vorallem habe ich gefühlt, was die Charaktere fühlen.

Allerdings ist es mir, nachdem es schon über ein Jahr her ist, dass der erste Band erschienen ist und so viele verschiedene Charaktere darin vorkommen, sehr schwer gefallen, wieder in die Geschichte zu finden. Es gibt keine Zusammenfassung, keine Rückblende auf die Geschehnisse des ersten Bandes und das hat es mir nicht leicht gemacht. Es dauerte eine ganze Weile, bis ich wieder in der Materie drin war sozusagen.

Die Charaktere haben von ihr ja bereits im ersten Band Tiefe verliehen bekommen, da jeder seine ganz eigene Geschichte mitbringt. Das ist auch im zweiten Band so, dass die alten wie die neuen Personen nicht oberflächlich beschrieben werden. Und so manch einer hat wirkliche Überraschungen im Gepäck, mit denen ich so nicht gerechnet hatte.

Nach wie vor hat mich die Idee total fasziniert und auch, wie die Welt aufgebaut ist, die die Autorin uns beschreibt. Dass die Gewöhnlichen da so lange schon zusehen, ist mir einfach unbegreiflich.

Und immer und immer wieder bin ich einfach nur geschockt gewesen vom Fortgang der Geschichte. Ich bin sprachlos vor dem Buch gesessen und wusste im ersten Moment nicht, wie ich jetzt verarbeiten sollte, was ich gerade gelesen habe. Die Autorin hat es wirklich drauf, so unerwartete Dinge geschehen zu lassen, dass ich mehr als einmal richtig baff war. Außerdem beschönigt sie nichts, sie beschreibt Szenen, die oft so grausam sind, dass man, würde man einen Film schauen, das Gefühl hat, gleich wegschauen zu müssen.

Auch der zweite Teil dieser Trilogie ist für mich sehr düster, sie fängt die hoffnungslose Stimmung unendlich gut ein und ich wollte nicht aufhören zu lesen. Für mich eine definitive Leseempfehlung für jede Fan dieser Reihe und auch die, die es noch werden wollen. Es gibt von mir trotz des holprigen Einstieges, weil der erste Band schon so lange her war, fünf von fünf Sternen. Ich freue mich schon riesig auf den dritten Teil.

Veröffentlicht am 07.11.2019

Auf in eine neue faszinierende Welt

Die Greifenreiterin 1
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Schon bei ihrer ersten Mission als vollwertige Reiterin fällt Rayna mit ihrem Greifen Ferril in die Hände der Nanjok, einem unbarmherzigen Volk des Nordens. Was dieses so weit im Süden zu schaffen hat, ...

Schon bei ihrer ersten Mission als vollwertige Reiterin fällt Rayna mit ihrem Greifen Ferril in die Hände der Nanjok, einem unbarmherzigen Volk des Nordens. Was dieses so weit im Süden zu schaffen hat, weiß Rayna nicht, genauso wenig wie Hyron, der ebenfalls gefangen gehalten wird – wenn auch nicht durch Ketten. All ihr Denken ist auf Flucht ausgerichtet, doch die beiden ahnen dabei nicht einmal, dass ihr Treffen und ihr gemeinsamer Kampf erst der Anfang von etwas viel Größerem ist...

Zunächst möchte ich auf das Cover eingehen. Es dominiert dort die Farbe Grün in den verschiedensten Tönen, hinzu kommt noch weiß. Im Hintergrund zu sehen sind Berge, im oberen Drittel sieht man die Blätter der Bäume, dazu eher feine Äste. Im Vordergrund sind Felsen zu sehen und im Scherenschnitt Rayna und daneben Ferril. Das Cover gefällt mir wirklich gut und es ist sehr passend, wie ich finde.

Bei „Die Greifenreiterin – Gefangenschaft“ handelt es sich um den ersten Band einer Reihe, die insgesamt vier Bände umfassen wird. Der nächste Teil erscheint bereits am 27. November 2019, also schon sehr bald.

ES handelt sich bei Sabine Schulter um eine Autorin, die es immer wieder schafft, mich mit ihren Büchern – die ich alle gelesen habe – zu begeistern. Dazu braucht es oft nur wenige Seiten. Ihr Schreibstil lässt mich immer wieder tief in die Geschichte eintauchen, die sie erzählt, lässt die Welt, die sie beschreibt, regelrecht vor meinen Augen erblühen. So auch bei diesem Buch. Ich konnte mir so gut vorstellen, wie es beim Himmelsvolk aussieht und auch bei den Zea stand ich mit Rayna staunend auf der Lichtung und habe alles, wa die Autorin beschrieben hat, mit ebenso großen Augen betrachtet.

Sie hat wieder einmal ihren Charakteren viel Tiefe verliehen, was ich an ihren Büchern immer sehr schätze. Allen voran natürlich Rayna, ihre Faszination für alles, was sie so gesehen hat, hat mich regelrecht mitgerissen. Ich habe in mir gespürt, was Rayna gespürt hat. So hat Sabine Schulter es auch geschafft, dass ich schon bei Kapitel 1 eine Gänsehaut hatte.

Auch Hyron finde ich als Charakter sehr gelungen und mir gefällt, wie er und Rayna miteinander umgehen. Die zwischenmenschlichen Beziehungen sind, wie in jedem ihrer Bücher, auch in diesem wieder wundervoll ausgearbeitet und beschrieben. Und dann die so zerbrechlich wirkende Sattela – hält sie vielleicht auch noch die ein oder andere Überraschung bereit?

Total neugierig bin ich allerdings auch auf Zemzee geworden. Was ist mit ihm? Was verbirgt er? Welches Geheimnis umrankt ihn? Und natürlich möchte ich noch viel mehr über die anderen Völker erfahren. Die Shealif, die Tenga...

Die Autorin schafft es, auch wenn anfangs nicht dauernd Action ist, sondern die Geschichte sich eher langsam aufbaut, dass ich keine Sekunde das Gefühl hatte, dass es sich hier in die Lange zog. Sie hat damit wieder einmal zarte Bande zwischen mir als Leser und ihrem Buch geknüpft. Und bevor man sich versieht, ist an wieder einmal in ihrer Welt mit all den Worten gefangen und kann einfach nicht mehr aufhören zu lesen. Wie gut, dass ich das nach – ich hoffe ich habe mich nicht verzählt – 22 Büchern der Autorin schon kenne.

Mir hat der erste Band der Greifen sehr gut gefallen, ich bin absolut fasziniert von Ferril, habe noch viele offene Fragen und freue mich sehr, dass ich an dieser Stelle bald weiterlesen kann. Von mir gibt es 5 Sterne und eine klare Leseempfehlung für jeden, der Fantasy mag und natürlich auch für jeden Fan von Sabines Büchern. Mich konnte sie wieder voll begeistern.