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Veröffentlicht am 30.12.2019

Eine Frau gibt sich hin, um den Ärmsten Würde zu schenken

Was war. Was ist. Was zählt.
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Die Schweizerin Lotti Latrous findet in den Tunesier Aziz die Liebe ihres Lebens. Seine Arbeit für einen großen Lebensmittelkonzern führt ihn ins Ausland. Die Familie lebt in Saudi-Arabien, Nigeria und ...

Die Schweizerin Lotti Latrous findet in den Tunesier Aziz die Liebe ihres Lebens. Seine Arbeit für einen großen Lebensmittelkonzern führt ihn ins Ausland. Die Familie lebt in Saudi-Arabien, Nigeria und Ägypten, und anschließend an der Elfenbeinküste. Ihnen fehlt es an nichts. Sie haben ein wunderschönes Zuhause und mehrere Bedienstete. Und doch ist Lotti Latrous nicht glücklich. Das luxuriöse Leben langweilt sie.

Eines Tages lernt sie die Arbeit im Mutter-Teresa Krankenhaus kennen. Schnell spürt sie, dass sie in der Unterstützung der Ärmsten ihre Berufung gefunden hat. Zusammen mit ihrem Mann baut sie im Elendsviertel Adjouffou ein Zentrum für die armen Slumbewohner. Ein Schwerpunkt ihrer Arbeit liegt in der Begleitung der Sterbenden. Sie bemüht sich nach Kräften die letzten Lebenstage dieser zumeist Aids-Kranken Menschen so gut wie möglich zu gestalten. Egal wer vor ihrer Tür steht, sie gibt alles hin, um zu helfen. Ungeliebte, verachtete Menschen finden in ihrem Zentrum ein Leben in Würde.

Als die Familie wegen der Arbeit ihres Mannes erneut umziehen muss, sehnt sich Lotti Latrous zurück an die Elfenbeinküste. Schließlich trifft sie eine bittere Entscheidung, sie muss zurück zu ihrer Berufung. Ihre Familie lässt sie ziehen, denn sie sehen wie wichtig ihr diese Arbeit ist. So oft sie kann, reist sie zurück zu ihrer Familie, doch bis zum Schluss leidet sie unter Gewissensbisse, wenn sie nicht bei ihrer Familie sein kann.

Durch ihre Arbeit werden unzählige Leben gerettet. Manche dieser Wunder sind im Bildteil dieses Buchs dokumentiert. Da gibt es die unterernährten Zwillinge, die liebevoll hochgepäppelt wurden, und denen jetzt als Jugendliche nichts mehr von ihrer Unterernährung in der Kindheit anzusehen ist. Da gibt es die Frau im Rollstuhl, die sich so sehr freut, dass sie Mutter sein darf. Und da gibt es das wunderhübsche junge Mädchen, dass zwar sterben muss, die sich aber in ihren letzten Lebenswochen geliebt und umsorgt fühlt.

Das Leben von Lotti Latrous ist sehr beeindruckend. Nach und nach lernt der Leser diese starke Persönlichkeit kennen. Wie sie selbst ihrer Enkeltochter zustimmt, ist sie ein bisschen verrückt. Das heißt, sie ist bereit für das zu kämpfen, was ihr wichtig ist. Sie setzt alles ein, um ihre Ziele zu erreichen, und dabei sind ihr auch ungewöhnliche Wege recht.

Die Autorin nimmt den Leser mit an viele Krankenbetten. Sie erzählt, wie sie Sterbende tröstet. Sie schreibt auch von Enttäuschungen, wenn sie zum Beispiel von wichtigen Mitarbeitern betrogen wird. Schwere und hoffnungsvolle Zeiten wechseln sich ab. Auch wenn es immer Arme geben wird, ihre Arbeit erfüllt sie, und sie freut sich über jedes Hoffnungszeichen, dass sie setzen kann.

„Unser Schmuck hier in den Slums ist das wunderschöne Leuchten in den Augen einer Mutter, deren Kind wir retten durften; ist die Banane, die Papaya oder die Orange, die uns als Dank mit einem ‚merci beaucoup‘ übergeben wird; ist die herzliche Umarmung ehemaliger Patienten, wenn wir uns zufällig über den Weg laufen, ist die Freundschaft, die entsteht, die Nähe, die sie zulassen. Weil sie erkannt haben, wie wichtig sie uns sind. Und all das ist mit nichts aufzuwiegen, nicht mit allem Gold der Welt.“

Fazit: Ein bewegendes Buch über den Einsatz einer starken Frau unter den Ärmsten Afrikas. Sie schenkt den Sterbenden einen würdevollen Tod, und rettet durch ihren Einsatz unzählige Leben. Sehr empfehlenswert!

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Veröffentlicht am 30.12.2019

Liebe überwindet Glaubensdifferenzen

Tanz mit mir, Aurelia
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In England herrschen in der Mitte des 17. Jahrhunderts die strenggläubigen Puritaner. Der König wurde hingerichtet und Oliver Cromwell regiert. Die Puritaner verbieten Theateraufführungen, Tanzveranstaltungen ...

In England herrschen in der Mitte des 17. Jahrhunderts die strenggläubigen Puritaner. Der König wurde hingerichtet und Oliver Cromwell regiert. Die Puritaner verbieten Theateraufführungen, Tanzveranstaltungen und sogar das Weihnachtsfest.

Es ist eine arme Zeit. Ein junger Mann namens John verdient sich mit Wassertragen einen zusätzlichen Lohn. Die wenigsten Haushalte haben damals eine Wasserleitung oder einen Brunnen, darum wird Wasser von einer öffentlichen Stelle ins Haus gebracht.

Im Haus eines Kunden wird John von der jungen Dame des Hauses bezahlt, der hübschen Aurelia. Zwischen den beiden so unterschiedlichen Menschen springt ein Funken über. Sie sehnen sich beide danach Zeit miteinander zu verbringen. Doch Aurelias Leben scheint vorherbestimmt, sie soll standesgemäß heiraten.

Aurelias Familie gehört der anglikanischen Kirche an. Sie hatten den König unterstützt und leiden nun unter dem Herrschaftswechsel. Der Vater bekommt keine Aufträge mehr. Aurelia vermisst die fröhlichen Theateraufführungen und andere Festlichkeiten, die unter den Puritanern verboten sind. Und nun ist es bald Weihnachten, doch auch Weihnachten darf nicht gefeiert werden.

Diese gefühlvolle Erzählung ist perfekt für gemütliche Winterabenden. Das Cover mit den leuchtenden weißen Elementen fällt ins Auge. Vor jedem Kapitel findet sich eine Zeichnung, wenn John erzählt ist eine geöffnete Bibel zu sehen, bei Aurelia ein Zopf.

Diese historische Erzählung ist interessant und authentisch geschrieben. Beim Lesen wird diese längst vergangene Zeit lebendig, von den Speisen bis hin zur Gestaltung des Alltags und der Lebensweise in den unterschiedlichen Ständen. Die Begegnungen zwischen Aurelia und John sind gefühlvoll beschrieben. Ein zartes, zurückhaltendes Band der Liebe verbindet diese beiden jungen Menschen.

Ein Höhepunkt dieses Buchs sind die Gespräche über den Glauben, die Themen behandeln, die auch heute aktuell sind. John diskutiert beispielsweise mit seinem Onkel über ein gerechtes Leben und mit Aurelia über Gottesbildnisse und das Feiern von Festen.

Fazit: Zwei junge Menschen lernen sich im 17. Jahrhundert kennen und schätzen. Trotz Standesunterschiede und unterschiedlichen religiösen Überzeugungen, versuchen sie den Standpunkt des anderen zu verstehen. Gefühlvoll geschrieben, ist dieses Buch eine entspannende Lektüre für gemütliche Winterstunden.

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Veröffentlicht am 19.12.2019

Ein traumhaftes Buch über ein traumhaftes Auto

Porsche. Der Bildband mit über 150 brillanten Aufnahmen. Frühe Design-Klassiker, 911er, 356er, Carrera, Turbo, Boxter, Macan, Cayenne u.v.m.
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Dieser wunderschöne Bildband besticht mit seiner hochwertigen Ausführung. Es enthält sehr viele großformatige Bilder, die sich jeweils über eine Doppelseite erstrecken. Aber der Porsche-Liebhaber bekommt ...

Dieser wunderschöne Bildband besticht mit seiner hochwertigen Ausführung. Es enthält sehr viele großformatige Bilder, die sich jeweils über eine Doppelseite erstrecken. Aber der Porsche-Liebhaber bekommt mit diesem Buch nicht nur beeindruckende Bilder, er erfährt hier auch viel Wissenswertes über seine Lieblingsmarke.

Es wird von den Anfängen berichtet, und da darf das Lebensbild von Ferdinand Porsche natürlich nicht fehlen. Den ersten Rennen ist ein ganzes Kapitel gewidmet, ebenso wie dem Porsche-Museum. Persönlich wird der Autor, wenn er von seinem „Nacht im Museum“ berichtet.

In den meisten Kapiteln geht es um die verschiedenen Modelle. Neben beeindruckenden Bilder, erfährt der Leser viel Interessantes über die Entwicklung dieser Reihen. Aber auch technische Fakten fehlen nicht. Selbst Porschekenner werden in den unterhaltsam geschriebenen Texten einiges lernen, dass sie noch nicht gewusst haben.

Seiten mit schwarzem Hintergrund wechseln sich mit weißen Seiten ab. Beides ist gelungen und kommt der Präsentation der Autos zugute.

Fazit: Vor allem in der Einleitung und dem Kapitel über das Museum spürt der Leser die Leidenschaft des Autors für diese besonderen Autos. Ob als Geschenk oder um sich selbst eine Freude zu machen, dieses wertvolle Buch wird sicher für viele entspannte und verträumte Stunden sorgen.

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Veröffentlicht am 18.12.2019

Selbstgemacht = Günstig + Gesund

Rachs Rezepte für jeden Tag
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Dieses Buch des Spitzenkochs Christian Rach enthält sehr viele alltagstaugliche Rezepte, die leicht nachgekocht werden können.

Als erstes fällt bei diesem Kochbuch die hochwertige Gestaltung auf. Jede ...

Dieses Buch des Spitzenkochs Christian Rach enthält sehr viele alltagstaugliche Rezepte, die leicht nachgekocht werden können.

Als erstes fällt bei diesem Kochbuch die hochwertige Gestaltung auf. Jede Doppelseite zeigt auf der einen Seite das beschriebene Gericht, auf der anderen Seite findet sich eine ausführliche Anleitung. Dabei entsteht oft eine ganze Mahlzeit, zum Beispiel, „Ofendorade mit Kartoffeln, Salat und Zitronen-Kräuter-Vinaigrette“, oder „Bratwurst mit Rotkohl, Steckrüben und Kreuzkümmel.“ Besonders gut gelungen ist bei jedem Rezept die Schritt-für-Schritt Anleitung, denn eins der schwersten Herausforderungen beim Kochen ist, dass alles gleichzeitig fertig ist. Hier wird jeder Schritt von allen Bestandteilen der Mahlzeit in der richtigen Reihenfolge erklärt. Das ist gerade für Anfänger sehr hilfreich.

Die Rezepte sind für vier Personen gerechnet. Angaben zur Zubereitungszeit und Nährwertangaben werden jeweils angegeben. Manchen Rezepten gehen ein paar persönliche Gedanken des Autors voraus. Das Buch enthält Rezepte für Salate, Suppen, Gemüse, Ofengerichte, Nudeln, Reis, Fisch, Geflügel, Fleisch und Süßspeisen. Dabei gibt es nicht nur deutsche Gerichte, sondern eine weltweite Auswahl. Ob Hummus, Chickenwings oder Falafel – die Auswahl der Rezepte gleicht einer Weltreise. Kräuter sorgen für den guten Geschmack, und auch Gemüse spielt eine große Rolle.

Das Register am Buchende hat gleich mehrere Vorteile. Neben einer Auflistung aller Rezepte, werden vegetarische Rezepte besonders gekennzeichnet. Außerdem findet man unter wichtigen Zutaten, wie Eier, Hackfleisch oder Kartoffeln, noch einmal die passenden Rezepte.

Fazit: Gerade Kochanfänger werden viel Freude an diesem Buch haben. Christian Rachs Kochbuch überzeugt vor allem mit ausführlichen Anleitungen und einer großen Auswahl an Rezepten.

Veröffentlicht am 12.12.2019

Physikalische Zaubereien

Physik ist, wenn's knallt
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Wenn eine Journalistin und ein Physiker gemeinsam ein Buch verfassen, ist das Ergebnis ein gut lesbares, unterhaltsames Buch, in dem physikalische Phänomene erklärt werden.

Einige kennen sicher schon ...

Wenn eine Journalistin und ein Physiker gemeinsam ein Buch verfassen, ist das Ergebnis ein gut lesbares, unterhaltsames Buch, in dem physikalische Phänomene erklärt werden.

Einige kennen sicher schon Marcus Weber von den Physikanten. Das ist eine Gruppe, die mit großen Erfolg Physik-Shows aufführt. Dieses Buch enthält einige der besten Experimente, die Zuhause nachgemacht werden können.

Jedes Kapitel beginnt mit einer Szene, die von einer Familienmutter erzählt wird. Ob am Abendbrottisch, im Schwimmbad oder bei einer Familienfeier, dem Familienvater fällt immer ein passendes Experiment ein. Die Mutter ist zwar nicht immer so begeistert, denn sie befürchtet ein Chaos, aber die Kinder lassen sich schnell von den Experimenten begeistern.

Nach dieser kurzen Erzählung folgen einige Experimente zum Nachmachen, Es wird genau erklärt, was benötigt wird. Meistens sind es Alltagsgegenstände. Anschließend werden die physikalischen Vorgänge erklärt. Die Erklärungen sind eher etwas für Jugendliche oder Erwachsene, denn sie setzen in den meisten Fällen einige Grundkenntnisse voraus.

Dieses Buch ist faszinierend, und bietet sicher für jeden etwas Interessantes. Manche Experimente sind kompliziert und aufwendig, wie das Herstellen eines Hovercrafts. Andere lassen sich sehr schnell vorbereiten, und eignen sich gut für Partys und andere Zusammenkünfte, oder einfach für den Familienalltag. Sehr schön ist, dass es zu jedem Experiment vielen Varianten gibt. Aber auch die beschriebenen Vorgänge und Situationen sind wunderbar abwechslungsreich. So bekommt der Leser beispielsweise Tipps, wie er bei Spielen größere Chancen hat zu gewinnen, aber auch wie er über Wackelpudding laufen oder Papier-Raketen abfeuern kann.

Fazit: Ein Buch, an dem experimentierfreudige Leser lange Freude haben werden. Sehr zu empfehlen für alle, die sich für physikalische Phänomen im Alltag interessieren, und auch gut geeignet für Physiklehrer, die auf einfache Weise ihren Unterricht aufpeppen wollen.