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Veröffentlicht am 21.01.2020

Mysteriöse Tote im Salzburger Land

Siebenteilige Reihe um den Salzburger Kommissar Konstantin Manner / Manner sieht rot
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Kommissar Manner und sein Team stehen vor einem Rätsel - 2 Tote aus einer Behinderten Einrichtung im deutsch-österreichischen Grenzgebiet. Ausserdem sind Betreuer verschwunden, die direkt im Zusammenhang ...

Kommissar Manner und sein Team stehen vor einem Rätsel - 2 Tote aus einer Behinderten Einrichtung im deutsch-österreichischen Grenzgebiet. Ausserdem sind Betreuer verschwunden, die direkt im Zusammenhang mit den Toten stehen. In der Einrichtung stehen die Bewohner und Betreuer unter Schock. Und dan soll Manner den Fall an das LKA abgeben und das geht im total gegen den Strich. Durch seine Hartnäckigkeit und die seines Teams koomt er langsam aber sicher hinter das Geheimnis dieser Tat. Der zweite Tote hatte keine Organe mehr, alle entfernt. Doch es bedarf noch einiger Alleingänge, natürlich mit Unterstützung seines Teams, das Manner in die Nähe des Verbrechers kommt. Doch da ist noch mehr, das ihn beschäftigt und ihn die tat mit ganzem Herzen zu verfolgen.

Mick Saunter hat mit Kommissar Manner eine Figur erschaffen, die Hartnäckigkeit und Geistesblitze in sich vereinigt. Ich mag diese Kommissare, die ein Menge Menschlichkeit und auch manchmal Schwäche und Gefühle zeige. Tolles Buch und spannende Handlung. Lohnenswert und absolut lesenswert!

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Veröffentlicht am 16.01.2020

Irrungen und Wirrungen

Blutblume
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Im Prolog wird ein Mann gefoltert und anschliessend die Wohnung mit ihm abgefackelt. Der Tod ihres Vaters ist Sara und ihrer Familie sehr nah gegangen. Die Polizei ist von einem Selbstmord ausgegangen, ...

Im Prolog wird ein Mann gefoltert und anschliessend die Wohnung mit ihm abgefackelt. Der Tod ihres Vaters ist Sara und ihrer Familie sehr nah gegangen. Die Polizei ist von einem Selbstmord ausgegangen, den keiner verstanden hat. Die Freunde ihres Vaters kümmern sich rührend um Sara und ihre Familie. Doch Sara hat beschlossen nach Stockholm zu gehen und dort zu arbeiten und zu leben. Sie beginnt in einem Cafe und dort trifft sie auf die wunderschöne Bella, die sie mit in die PR Agentur nimmte in der sie arbeitet. Langsam aber sicher entwickelt sich ein enges freundschaftliches Verhältnis zwischen Sara und Bella. Ausserdem lernt sie Micke kennen und verliebt sich in ihn. Durch Bella lernt Sara das gesellschaftliche Leben in Stockholm kennen und sie zieht mit Bella zusammen in ihre Wohnung. Auf einem ihrer Besuche findet Sara im Arbeitszimmer ihres Vaters eine ganze Menge an Heftern verschiedenen Inhalts. Sie nimmt diese mit und liest sich in die Sammlung ihres Vaters ein. in diesen Ordnern werden Ereignis in der Politik Schwedesn beleuchtet. In der Zwischenzeit geschehen Dinge im Umfeld Sara´s die sie an ihrer eigenen Wahrnehmung verzweifeln lassen. Es taucht z.B. eien Photo von ihr auf Instagram auf das jemand von ihr gemacht haben muss, außerdem verschwindet ihre alte Wohnung, da das Haus abgerissen wurde. Diese Erfahrungen lassen sie das Vertrauen an den Menschen in ihrer Umgebung verlieren und sie weiss nicht mehr, wem sie vertrauen kann. Sie wird immer wieder an eine Vergewaltigung in ihrer Jugend erinnert und selbst der Tod des Vaters wird immer fragwürdiger. Die Fragezeichen in Sara werden immer größer und sie fragt sich immer wieder, ob es nur an ihr liegt das sie nicht mehr zwischen Realität und Traum unterscheiden kann. Aber es werden noch viele weitere Fragezeichen auftauchen bis Licht am Ende des Tunnels auftaucht. Ich habe einige Zeit gebraucht bis ich mich in dem Thriller zurecht gefunden habe, aber dann konnte ich das Buchkaum noch aus den Händen legen. Der Autorin gelingt es immer wieder neue spannende Handlungsstränge aufzubauen und durch den Einschub von gesammelten Fakten, in den Ordnern des Vaters, die Story in meherer spannende Wendungen zu führen. Es gibt viele spannende ANsätze, die ich in diesem Buch verfolgt habe, aber dennoch blieb die Spannung bis zum Ende erhalten. Toller Thriller, sehr empfehlenswert.

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Veröffentlicht am 11.03.2026

Odessa, ich kann dich nicht vergessen

Zugwind
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Mira Zehmann, ihr Mann Andryi und ihre Tochter Rosa, sind nach Deutschland übersiedelt, um einen Neuanfang zu starten. Mira und ihr Mann sind beide Ärzte und leben nun in der Stadt N. Mira ist in einer ...

Mira Zehmann, ihr Mann Andryi und ihre Tochter Rosa, sind nach Deutschland übersiedelt, um einen Neuanfang zu starten. Mira und ihr Mann sind beide Ärzte und leben nun in der Stadt N. Mira ist in einer Praxis Hausärztin, ihr Mann arbeitet am Krankenhaus. Allerdings schreibt Mira auch Gedichte und diese Fertigkeit ist ihr abhandengekommen und sie möchte sie wiederfinden. Sie stammen beide aus Odessa und nach dem Beginn des Krieges spürt Mira eine Zugwind in sich, den sie nicht deuten kann. Sie fährt ab und zu nach Odessa, um sich an ihr altes Leben zu erinnern und die Stadt und ihre Besonderheiten in sich aufzunehmen. Die Stadt in der ihre Großeltern leben und ihre Vergangenheit.
„Zugwind“ von Iryna Fingerova ist ein Roman, der von einer Frau handelt, die in Deutschland lebt und arbeitet, aber immer noch durch ihren Glauben und ihre Freunde und Verwandten sich in ihre Heimatstadt Odessa zurückgezogen fühlt. Die Autorin schreibt beeindruckend ihre Situation als Hausärztin in der Stadt N, in der auch viel Freundinnen von ihr leben und auch sehr viele Ukrainerinnen und Ukrainer, die sie sehr häufig aufsuchen, da sie sie an ihre Heimat erinnert. Die Patientinnen haben manchmal nur Symptome, die sie behandeln muss, und zwar Heimatverlust durch den Krieg. Es sind Einzelschicksale, die sie beschreibt, die entwurzelt wurden und sie fühlt sich manchmal genauso. Sie spürt dann am ganzen Körper einen Zugwind, der sie an ihre Heimat erinnert und sie auch immer wieder in die alte Heimat zurückzieht. Sie ist nicht unglücklich in Deutschland, aber manchmal fühlt sie sich nicht ganz komplett. Das sind dann die Zeiten, in denen sie sich auf den Weg macht. Auch eine Liebschaft könnte den Zugwind stoppen. Sie ist zufrieden und unzufrieden zugleich. Als sie das Schreiben von Gedichten wieder findet, fühlt sie das der Zugwind abnimmt. Es ist eine eindrucksvolle Beschreibung, die die Autorin hier vornimmt und man kann mit ihr fühlen, wie ihre Sehnsucht immer wieder aufflackert.
Das Buch ist für mich eine sehr eindrucksvolle Beschreibung einerseits der Situation von Flüchtlingen, über die die Autorin schreibt und ein Leben in einem fremden Land mit Wurzeln in einem anderen. Solche Gedankengänge helfen sich immer wieder zu erden, wie es auch die Autorin immer wieder tut.

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Veröffentlicht am 15.02.2026

Ein vertragloser Dämon

Ein Cookie für den Dämon
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Tief dringt Robin Page in die Welt der Dämonen ein, als sie im Keller ihres Onkels einen schwarzen Kreis entdeckt, in dem ein Dämon gefangen gehalten wird. Da sie sehr neugierig ist, nimmt sie mit dem ...

Tief dringt Robin Page in die Welt der Dämonen ein, als sie im Keller ihres Onkels einen schwarzen Kreis entdeckt, in dem ein Dämon gefangen gehalten wird. Da sie sehr neugierig ist, nimmt sie mit dem Dämon Kontakt auf und füttert ihn mit Cookies. Sie weiß nicht, dass er die braucht, um sein Leben zu erhalten. Nach und nach ´freundet’ sie sich mit dem Dämon an. Als sie ein Gespräch ihres Onkels mit einem Kontraktor belauscht, muss sie eine Entscheidung treffen und diese wird ihr weiters Leben grundsätzlich beeinflussen.
Der Fantasy Roman „Ein Cookie für den Dämon“ von Annette Marie hat ein sehr interessantes Cover. Es handelt sich um eine Zusammenstellung von wichtigen Bestandteilen dieser Story, wie die angebissenen Cookie die Bücher, die von Dämonen handeln uvm. Die Story ist sehr interessant, da es um die Freundschaft eines jungen Mädchens und einer Dämons geht. Dieser Dämon wir d als sehr böse angesehen, doch schafft es Robin mit viel Vertrauen ihn als ihren Partner zu bekommen, der sie vor weiteren Dämonen und anderen Feinde beschützt. Das ist eigentlich sehr ungewöhnlich, doch hier ist es der Clou. Wie ein Mädchen, das völlig unbedarft ist, sich voller Vertrauen an den Dämon bindet. Die Cookies waren ein passender Einstieg, denn Liebe oder wie hier Freundschaft geht auch über den Magen. Die Schreibweise der Autorin ist sehr bildhaft und lässt diese Fantasy Story, wie im Flug vergehen, auch wenn immer mal wieder Begriffe genannt werden, die mir so gar nichts sagen. Das macht nicht viel, denn sie passen ganz gut in diese Welt und wer es schafft sich in diese Welt zu begeben, wird auch damit gut zurechtkommen. Auch das Ende der Story fügt sich gut in diese Erzählung ein und natürlich gibt es am Ende einen Cliffhanger, denn die Geschichte ist noch lange nicht auserzählt.
Es ist irgendwie nicht mein Genre, aber ich habe mich trotzdem gut unterhalten und den Ausflug in die Fantasywelt nicht bereut. Schon allein die locker flockige Schreibweise hat es mir angetan. Für Fantasy Freunde sicher eine gute Idee, dieses Buch zu lesen.

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Veröffentlicht am 30.01.2026

Rivalinnen am Berg

Eigerduell
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Arielle von Känel ist als Bergsteigerin in aller Munde und beherrscht das Spiel mit den sozialen Medien, und auch die öffentlichen sind voll von Nachrichten über ihre Fähigkeiten im Berg. Ihre Konkurrentin ...

Arielle von Känel ist als Bergsteigerin in aller Munde und beherrscht das Spiel mit den sozialen Medien, und auch die öffentlichen sind voll von Nachrichten über ihre Fähigkeiten im Berg. Ihre Konkurrentin ist Victoria Adler, die noch eine Bergspitze vor Ari in den Medien ist. Sie hält den Geschwindigkeitsrekord in der Eiger Nordwand und den möchte ihr Ari abnehmen. In diese Rivalität stürzt Ari am Niesen ab. Die Ermittlerin Megan Jäger muss klären, ob es sich um Mord handelt. Die Spuren weisen darauf hin und so ermittelt sie im Umkreis der beiden Sportlerinnen, bis eine zweite Tote aufgefunden wird. Die Fragen werden immer mehr, doch Megan hat viele Insider Informationen, die ihr helfen sollen, die Fälle aufzuklären.
Der Krimi „Eigerduell“ von Irene Mürner erzählt von dem Abenteuer Bergsteigen und den Animositäten zwischen Bergsteigerinnen. Schon das Cover ist beeindruckend mit dem Blick auf die Eiger Nordwand und einem Hotel im Vordergrund. Das erscheint sehr bedrohlich und ist doch eine große Herausforderung, um die es in diesem Roman geht. Die Autorin wählt eine sehr erzählende Sprache für diesen Krimi, denn es geht auch um die Schönheit der Berge und auch die Anstrengungen, die Sportler und Sportlerinnen unternehmen müssen, um den Herausforderungen zu begegnen. Die Hauptcharaktere in diesem Krimi sind Frauen, die Bergsteigerinnen Arielle und Victoria und die Kommissarin Megan Jäger, eine Frau, die in Kenia geboren wurde und nun in der Schweiz lebt. Im Hintergrund der starken Frauen sind Männer oder auch Familien, die ihnen den Rücken stärken, aber auch schon mal für Probleme zuständig sind. Es sind auch tragische Begebenheiten, die sich in diese Begeisterung einmischen, vergangene Freundschaften und das Ende von Beziehungen. Aber das positive kann die Kommissarin Megan verkünden, denn Familie ist das Wichtigste. Das erlebt sie bei ihrem Onkel und ihrer Tante hautnah. Die Story ist nachvollziehbar und authentisch und auch die Spannung ist wohldosiert und schließt mit einem ausgewogenen Spannungsbogen ab. Einige Twitches sind eingebaut, um die Spannung hochzuhalten, die allerdings auch erst nach einer recht langen Einführung beginnt.
Ich mag diese Art von Krimis, die sich langsam bis zum Ende entwickeln und auch regionale Elemente beinhalten. Hier sind es Informationen um den Klettersport, die mich ansprechen. Das lässt auch die ausführliche Erklärung in den Hintergrund treten. Ein gutes Exemplar für einen regionalen Krimi.

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