„Der goldene Kompass“ und seine beiden Nachfolger haben mich als Jugendliche sehr fasziniert und diese Faszination ist durch die HBO-Serie „His Dark Materials“ noch einmal genährt worden, denn die Geschichte ...
„Der goldene Kompass“ und seine beiden Nachfolger haben mich als Jugendliche sehr fasziniert und diese Faszination ist durch die HBO-Serie „His Dark Materials“ noch einmal genährt worden, denn die Geschichte dahinter war für seine damalige Zeit schon sehr besonders und innovativ.
Der Anlass der Serie hat es wirklich sehr passend gemacht, sich nun einmal die Graphic Novel zum ersten Teil anzusehen und obwohl ich mich in diesem Genre noch nie wirklich heimisch gefühlt habe, da ich einfach mehr Text als Bilder brauche, muss ich gestehen, dass definitiv ein Prachtwerk entstanden ist, das die Geschichte überzeugend in ein anderes Mediumform transferiert hat.
Ich muss jedoch gestehen, als jemand, der immer unendlich viele Fragen hat, gibt mir die Graphic Novel im Vergleich deutlich weniger, da der Inhalt schon sehr knapp dargestellt wird. Ich hätte nur nach dieser Lektüre definitiv etwas Schwierigkeiten gehabt. Die Graphic Novel ist an vielen Stellen sehr bemüht, lehrreiche Passagen einzuführen, aber das hat dennoch nicht die Macht, wie es das Buch hat.
Gerade aber für Menschen, die mehr über Bilder statt über Worte denken, sollte diese Umsetzung aber wirklich genial sein, da die visuelle Umsetzung fantastisch ist. Es ist auch großartig, wie farbliche Abschnitte gewählt wurden, so dass man sogar fast Kapitel erkennt. Diese Graphic Novel ist definitiv durchdacht und hat deswegen das Lob von Philip Pullman definitiv verdient.
Fazit: Die Graphic Novel zu „Der goldene Kompass“ ist definitiv ein Kunstwerk, auch wenn es inhaltlich natürlich nicht die Tiefe des Romans abbilden kann, aber so spricht man auch noch einmal eine ganz andere Zielgruppe an und das ist lobenswert.
Jennifer Bright und die „Pure Grace Academy“ habe ich zuletzt sehr oft in Social Media gesehen. Mir kam der Name der Autorin auch sehr bekannt vor, aber richtig Klick machen wollte es nicht. Also habe ...
Jennifer Bright und die „Pure Grace Academy“ habe ich zuletzt sehr oft in Social Media gesehen. Mir kam der Name der Autorin auch sehr bekannt vor, aber richtig Klick machen wollte es nicht. Also habe ich mal genauer recherchiert und dann war da auf einmal doch wieder eine Verbindung. Ich habe vor fünf Jahren von ihr schon „Everything I Had“ gelesen. Aber da ich einen sehr zwiegespaltenen Eindruck von dem Buch gewonnen habe, habe ich die Autorin dann leider nicht weiterverfolgt. Aber jetzt hat sie sich wieder aufgedrängt und da habe ich Band 1, „The Final Bow“ doch gerne mal näher angeschaut.
Ich habe dem Geschehen durch ein Hörbuch gefolgt. Ich habe da so einige Stimmen zu hören bekommen, vor allem Hannah Schepmann und Kai Hochhäusler in den zentralen Rollen als Aurélie und Lucian. Ich fand es toll, dass den verschiedenen anderen Rollen, die eine eigene Perspektive bekommen, bzw. einmal den Schlagzeilen so eine Bedeutung eingeräumt wurde, sodass wir dann auch noch drei weitere beteiligte Stimmen haben. So habe ich Hörbücher am liebsten. Ich fand auch die Stimmauswahl gelungen und bin dem Geschehen gerne gefolgt.
Ich hatte zu Brights anderem Buch geurteilt, dass sie Trauma schreiben kann, aber ansonsten mir zu oft oberflächlich war. Jetzt kann man „The Final Bow“ kaum mit „Everything I Had” vergleichen, weil wir in ihrem neuen Buch einen hohen Suspense-Anteil haben, weil Aurélie herausfinden will, wer ihre Mutter getötet hat, denn an einen Selbstmord möchte sie nicht glauben. Es sind also sehr unterschiedliche Ausgangsgeschichten, bei denen auch verschieden gearbeitet werden muss. Ich bleibe dann hier zunächst bei dem Suspense-Anteil, weil der für mich im Zusammenhang mit der Autorin neu ist. Ich fand ihn alles in allem gelungen. Da habe ich schon Thriller gelesen, bei denen alles früher klar war. Bright hat es in meinen Augen geschickt hinbekommen, Zwischenergebnisse zu liefern, aber dorthin mit vielen falschen Fährten zu arbeiten. Mir war zwar oft klar, dass es falsche Fährten sein müssen, weil noch so viel Laufzeit vor mir war, aber ich fand es trotzdem geschickt, dass sich die richtige Lösung nicht sofort aufgedrängt hat. Die Autorin hat auch nicht mit naheliegenden Ideen gearbeitet. Manches war echt außergewöhnlich und da lobe ich mir den Mut, zumal es keinesfalls unlogisch war. Auch wenn ich eine gewisse Ahnung hatte für die Endlösung, so hat Bright auch da wieder geschafft, dass sie es eigentlich zuvor für mich ad acta gelegt hatte. Also geschickt war die Autorin allemal. Das war durchgängig spannend gestaltet.
Kommen wir jetzt zu dem anderen Anteil und das ist Trauerbewältigung, Akademiealltag mit Ballettunterricht und Liebesgeschichte. Der Akademiealltag kam rüber und ich fand auch, da kann ich die Ballett-Reihe von Anna Savas gut als Vergleich hinzuziehen, dass dem Sport hier viel Bedeutung zukam. Gleichzeitig waren Aurélie und Lucian jetzt beides keine Charaktere, die für Ballett brennen, weil sie damit zu viele Schattenseiten verbinden und trotzdem kam die Konkurrenz untereinander und andere Faktoren gut rüber. Die anderen beiden Aspekte hängen dann für mich eng zusammen. Die Liebesgeschichte war mir nämlich leider zu dominant. Aurélie und Lucian und der Suspense-Anteil, das passte schon okay, aber mit anderen Baustellen war es mir zu viel. Mir ging es auch zu schnell. Die beiden waren Freunde bei der letzten Begegnung und schwupps ist es Anziehung hoch tausend. Das war mir zu übertrieben. Zudem haben wir am Anfang Lucians Perspektive sehr selten, sodass ich auch zu ihm nur schleppend eine Beziehung aufbauen konnte. Letztlich gab es dann auch zu viele intime Szenen, die für mich eine emotionale Anziehung überschattet haben. Da habe ich meine Kritik an Bright dann wiedererkennen können.
Fazit: „Pure Grace Academy – The Final Bow” hat zum Glück mehr Licht- als Schattenseiten, aber bei Jennifer Bright fühle ich die Liebesgeschichte einfach nicht so. Aber die Thematik mitsamt Setting und dann Suspense-Anteil, das war gut, überzeugend und spannend gestaltet. Ich werde Band 2 hier bestimmt auch lesen.
Ich bin wahrlich noch keine Ali Hazelwood-Expertin und habe noch wenig gelesen, aber ich bin mir natürlich bewusst, welcher Hype rund um ihre Bücher existiert. Angesichts von riesiger Auswahl ist es dann ...
Ich bin wahrlich noch keine Ali Hazelwood-Expertin und habe noch wenig gelesen, aber ich bin mir natürlich bewusst, welcher Hype rund um ihre Bücher existiert. Angesichts von riesiger Auswahl ist es dann immer gut, einen doppelten Grund zu haben, um endlich zuzugreifen. Und so ging es jetzt mit „Die theoretische Unwahrscheinlichkeit von Liebe“, die es diesen Sommer nämlich mit einer Adaption als Film zu Prime Video schafft.
Schon bei meinen ersten Hazelwood-Büchern fand ich gut, dass sie einen so wissenschaftlichen Bezug haben. Es sind zwar vor allem die Naturwissenschaften, die nicht mein Steckenpferd sind, aber trotzdem findet man das im Romance-Genre wenig und so ist es einfach anders und neu. Ich habe dieses Werk als Hörbuch gehabt und wurde durch die Stimme von Viola Müller begleitet. Sie hat ja auch etwas sehr Zartes, woran ich mich immer wieder neu gewöhnen muss, gerade wenn die von ihr gesprochene Figur auch mehr Stärke ausstrahlen sollte. Aber das ist dann einfach Gewöhnungssache, denn irgendwann entscheiden vor allem die Taten, wie man eine Figur einschätzt und da hat OIive von Müller genug Raum erhalten.
Ich fand es hier super, dass der wissenschaftliche Kontext sich sehr vertraut anfühlte. Ich glaube, dass es allgemeingültig ist, dass die Krebsforschung als Grundlage sicherlich clever war. Es ist ein Thema, dem jeder mal begegnet und auch wenn die Autorin sehr viel eingebaut hat, was man nicht verstehen konnte, so war das Anliegen von Olive, warum sie zu Bauchspeicheldrüsenkrebs forscht, sehr emotional und hat man immer den Antrieb verstanden. Ich finde es bei diesem Themenbereich aber auch wichtig, dass sich Hazelwood nicht zurückhält, sondern dann muss es auch tatsächlich wie eine Fremdsprache rüberkommen und das ist gelungen. Für mich persönlich war es dann noch zusätzlich vertraut, weil es ums Promotionsstudium ging. Es ist weit von meinem eigenen Studiengang entfernt und trotzdem waren da viele Parallelen zu erkennen und ich habe mich doch echt in vielem wiederentdeckt und wenn es anders war, dann fühlt es sich dennoch sehr vertraut an. Ich habe mich also richtig dabei erwischt, Olive vor allem auf wissenschaftlicher Basis richtig anzufeuern.
Aber mehr als Wissenschaftssprech ist dieses Buch natürlich eine Liebesgeschichte. Hazelwood arbeitet ja gerne mit Age Gap und das haben wir auch hier, weil Olive und Adam nicht nur unterschiedlich alt, sondern auch beruflich an sehr verschiedenen Punkten sind. Wir haben also ein Missverhältnis und trotzdem war es durchgängig schön, dass es nicht durchkam. Auch wenn immer wieder beschrieben wurde, wie Adam mit anderen Studierenden umging, aber die beiden hatten immer etwas von Augenhöhe und Respekt, was auch durch die allererste Begegnung unterstrichen wurde. Ansonsten war aber die allererste Szene der Gegenwart schon echt eine Hausnummer. Ich war versucht, nochmal zurückzugehen, weil ich nicht glauben konnte, dass es so losgeht. Aber so hat man direkt ein Ausrufezeichen, was neugierig macht. Clever! Fake Dating ist als Trope auch immer beliebt und ich fand es auch gut, wie lange es Hazelwood durchgezogen hat, ohne dass etwas größeres passiert wäre. Ich find es immer schade, wenn Tropes nur für die Vermarktung genutzt werden, aber dann nur ganz kurz eine Rolle spielen. Hier haben wir wirklich ausgiebig diesen Trope ausgearbeitet. Es gab auch sehr lustige Szenen und bin schon gespannt, ob dieser Ton in der Adaption rüberkommt.
Ich hätte gerne manches Mal Adams Perspektive gehabt, um besser verstehen zu können, warum bei ihm der Unterschied, wie er mit anderen umgeht, so gravierend unterschiedlich ist. Generell hätte ich ihn gerne besser kennenlernt, aber da Hazelwood nur Olives Perspektive nutzt, ist es ihr zumindest gelungen, dass viel von seinem wahren Wesen rauskam, wie er mit Olive umgegangen ist. Man hat die unterschiedliche Erfahrung auch gemerkt, weil Olive öfters naiver und spontaner rüberkam, aber es passte immer ideal zusammen. Ich mochte auch, wie mit ihren Erfahrungen umgegangen wurde, das war respektvoll. Ich fand auch die Themenauswahl, warum es zwischen Olive und Adam nochmal schwierig wird, sehr gelungen, weil sie in das Wissenschaftsfeld in jedem Fall passt, gerade in den MINT-Fächern.
Fazit: „Die theoretische Unwahrscheinlichkeit von Liebe“ hat mir sehr gut gefallen, weil Fake Dating lange ausgespielt wird, weil trotz Altersunterschied immer Respekt zu vernehmen war, weil die wissenschaftliche Thematik konsequent durchgezogen wurde und weil auch Humor nicht zu kurz kam. Es war zwar keine restloses Ausrufezeichen, aber bei dem Buch freue ich mich echt schon auf die Adaption.
One Pot ist kein neues Konzept. Es gibt auch Foodketten, die sich darauf spezialisiert haben und trotzdem ist es ein Prinzip, der sich bei mir privat im Kochen nicht wirklich durchgesetzt hat, außer es ...
One Pot ist kein neues Konzept. Es gibt auch Foodketten, die sich darauf spezialisiert haben und trotzdem ist es ein Prinzip, der sich bei mir privat im Kochen nicht wirklich durchgesetzt hat, außer es sind einfache Pfannengerichte, weil dann auch alles früh zusammenkommt. Ansetzen setze ich aber eher auf viele Töpfe/Pfannen. Dementsprechend war ich bei dem Kochbuch, das sich komplett dem Thema widmet, durchaus neugierig. Schon der Blick ins Buch hat mir verraten, dass One Pot sehr breit gedacht wird und das hat mich erst recht gereizt.
Das Kochbuch ist thematisch klar gegliedert. Wir haben zunächst Basiswissen, wobei es auch um Tricks geht, um selbstständig aus Resten ein One Pot-Gericht kochen zu können. Da wird dann darauf hingewiesen, was man wie beachten muss, welches Gemüse länger braucht, wie es sich für Nudeln, Reis etc. unterscheidet. Ich koche selten ohne Rezept, weil ich das immer gerne im Rücken weiß, aber gerade für intuitive Köche wird da sicherlich einiges interessantes dabei gewesen sein. Danach sind die Rezepte dann in fünf Sektoren sortiert. Zunächst kommen die Rezepte, die Nudeln als Basis haben, dann folgen die mit Reis und Körner, dann wird nochmal zwischen Gemüse/Kartoffeln und Fleisch/Fisch unterschieden und auch die Süßmäuler (wie ich) kommen voll auf ihre Kosten. Stilistisch haben wir die typische Struktur für Dr. Oetker Bücher. Ein klares Rezeptdesign, was dann immer von einem Bild des Gerichts begleitet wird. Clean ist hier die Maßgabe und das ist mir genau recht.
Es gibt wirklich viel Rezepte zu entdecken und für mich persönlich wichtig, dass auch viele vegetarische Rezepte dabei sind. Manche Kochbücher sind da schon kleine Fallen, weil der Titel gar nicht sofort an Fleischrezepte denken lässt und dann hat man doch viel zu viel davon im Angebot. Das ist hier deutlich ausgewogener, auch jenseits von Gemüse und Fleisch/Fisch. In den Rezepten sind auch viele vegane Zutaten verwendet, was mir nicht wichtig ist, aber wenn man erfahren ist, kann man ja problemlos ersetzen, wie man es am liebsten hat. Ich war bei manchen Anleitungen etwas skeptisch, muss ich gestehen, weil mir die Art des Rezepts vertraut war, ich es aber noch nie als One Pot-Konzept umgesetzt habe. Bei manchen Sachen wird One Pot auch sehr frei gedacht, was okay ist, normaler Standard ist es deswegen dennoch nicht.
Ich habe einige Rezepte auch schon nachgekocht. Da wäre im Bereich Nudeln beispielsweise „Schinkennudeln mit Erbsen“. Ein gern gesehener Klassiker, aber wie gesagt bei mir eher separat hergestellt. Hier habe ich es aber im Topf alles auf einmal ausprobiert. Man muss schon beistehen, denn die zugegebene Flüssigkeit zieht aufgrund der ganzen Zutaten dann auch ein und dann muss man echt aufpassen, dass unten nichts anbrennt. Das sind dann so die Fallen, die One Pot bereit hält, aber da macht Übung den Meister. Letztlich hat das Rezept aber funktioniert und es ist auch sehr cremig gelungen. Auch die „Brokkoli-Pasta“ habe ich aus dem Bereich nachgeguckt. Hier muss man auch mit dem Anbrennen aufpassen und den Brokkoli wirklich klein schneiden, aber wieder ein schnelles Gericht, das auch mehr als nur Nudeln mit Tomatensauce beinhaltet. Ein kleines Highlight war dann für mich das Rezept „Ofen-Ravioli“. Auch hier wieder große Skepsis, weil die Ravioli aus dem Kühlregal einfach auf das Gemüse gelegt wird, ein bisschen stückige Tomaten und Béchamel-Sauce drum herum und sie sind tatsächlich wunderbar gar geworden. Mit den Zucchini unten drunter war das auch eine tolle Kombination. Das wird hier sicherlich öfters gekocht.
Im Bereich Gemüse habe ich „Gerösteter Blumenkohl mit Süßkartoffelstampf“ ausprobiert. Das war eine Kombination, die ich so noch nicht hatte, aber auch ein Rezept, dass ich intuitiv nie als One Pot interpretiert hätte, weil es zunächst dem Konzept Ofengemüse entspricht. Aber egal, die Kombination war wirklich lecker und auch die Erdnüsse als Topping eine feine Idee, die Raffinesse reinbringt. Ein weiterer Geheimtipp ist dann die „Quesadilla mit Baked Beans“. Ich habe da schon immer mal wieder Varianten gemacht, mal im Waffeleisen oder schnöde alles rein und dann ab in die Pfanne. Aber die Falttechnik war hier sehr clever und so entstehen auch mehr Platz, um es in der Pfanne parallel zu braten. Es ist auch ein extrem schneller Rezept und das ist ja oft auch ein wichtiges Argument. „Smashed Potatoes“ ist seit einigen Jahren ein Trendrezept und auch ich habe es schon in einigen Varianten ausprobiert. Hier bietet das Buch eine Alternative mit Ziegenkäse an und da bin ich doch immer dabei. Smashed Potatoes mit Schinkenwürfel ist Standard, aber der Ziegenkäse hat es toll aufgepeppt.
Aus dem Bereich Fleisch/Fisch will ich noch die „Kartoffel-Hack-Pizza“ aufgreifen. Hier müssen die Kartoffeln zwar kurz vorgekocht werden, aber danach kommt alles zusammen in den Ofen. Auch hier wieder ein super einfach nachzumachendes Rezept, das sicherlich auch für Kinder super ist und das auch nicht langweilig daherkommt. Im Bereich Süß habe ich noch einige Rezepte, die ich ausprobieren möchte, weil da echt viel ist, was ich so in der Richtung noch nie gegessen habe. Aber man soll ja nicht so viel süß essen, deswegen kann ich hier nur „Milchreisauflauf mit Früchten“ anbieten. Das habe ich für mich abgewandelt und es klassisch mit Kirschen gemacht. Im Rezept selbst stand getrocknetes Obst, wie Aprikosen oder Cranberrys. Das war auch eins dieser Rezepte, wo ich skeptisch war und hier auch erstmals zurecht. Der Milchreis wollte zwar gar werden, aber die angegebene Menge Flüssigkeit wollte nicht aufgesogen werden. So war es sehr flüssig und das konnte kaum der Sinn der Sache sein. Hier habe ich dann Mondamin eingebunden und es war schnell im Griff. Das war aber das einzige Rezept, was nicht ideal funktioniert hat.
Fazit: „One Pot“ von Dr. Oetker hat mir wirklich sehr gut gefallen. Das Konzept macht zwar manchmal skeptisch und man muss mehr beachten, gerade im Nudelbereich, aber es gab viele tolle Rezepte, eine breite Mischung und auch meistens mit absoluter Gelinggarantie. Da werden doch einige Rezepte in den gewöhnlichen Gebrauch wandern.
Ich habe von Kim Nina Ocker die „One of Six“-Reihe gelesen und auch in Romance hatte ich von ihr mal reingelesen. Meine Wahrnehmung war da immer sehr ambivalent und angesichts des Angebots des Markts gehen ...
Ich habe von Kim Nina Ocker die „One of Six“-Reihe gelesen und auch in Romance hatte ich von ihr mal reingelesen. Meine Wahrnehmung war da immer sehr ambivalent und angesichts des Angebots des Markts gehen manche dann auch einfach verloren. Als ich dann aber über die Reveal Week von Lyx die Ankündigung von Ocker für ihre erste Fantasy-Reihe mitbekommen habe, da hat sie mich so angesteckt, gerade weil die erste Vision so schnell geschrieben war von „Maskes by Nightfall“, da hat mich der Auftakt einfach nicht mehr losgelassen und jetzt konnte ich endlich reinlesen.
Da bald der zweite Teil von „Silver Elite“ nach Dani Francis erscheint, worauf ich auch schon sehr hinfiebere, muss ich schon sagen, dass sich gewisse Parallelen ergeben haben, wobei man auch ohnehin betonen muss, wie hart es ist, ein Genre neu zu erfinden. Aber so Themen wie harte Ausbildung, entweder der Ausbilder oder ein Mitstreiter als Love Interest, das gibt es schon öfters zu lesen und trotzdem muss ich sagen, dass Ocker mich wahnsinnig schnell am Haken hatte. Denn auch wenn sich vieles vertraut anfühlte, so gab es immer Aspekte, die wieder neu waren und vor allem die mich unbedingt weiterlesen lassen wollte. Die Seitenzahl ist echt nicht gering und trotzdem bin ich hindurchgerast, weil ich immer nur wieder wissen wollte, was jetzt als Nächstes passiert. Was ich aber gleich als Kritikpunkt erwähnen möchte. Ocker erzählt den ersten Band extrem eng. Das ist mir im Fantasy-Bereich zuletzt öfters aufgefallen, birgt aber das Risiko, dass die weiteren Bände sich ganz anders lesen lassen, weil die Welt auf einmal geöffnet wird.
Hier wissen wir wirklich extrem wenig. Es gibt einen Bruch, für dort wird ausgebildet. Dazu wissen wir, dass es Erben gibt, die magische Fähigkeiten gibt, ob nun Elementarmagie, aber auch andere Aspekte sind möglich. Es ist aber kein Muss für die Ausbildung. Wie so meistens gibt es verschiedene Schichten in der Gesellschaft, aber das war es dann auch schon wieder. Jetzt haben wir nur die Perspektive von Protagonistin Elodie, das heißt, wir sind auf jeden Fall auf eine Art beschränkt und erkunden mit ihr live vieles. Trotzdem war auch ersichtlich, dass Elodie vieles auch als absurd abgetan und nicht näher hinterfragt hat. Die Welt der „Last Shadows“-Reihe ist nämlich voll von Mythen und Sagen, aber Elodie gibt sich mit einem ganz kleinen Rahmen zufrieden, dementsprechend ist sie nicht die neugierige Figur, die man gerne schon mal hat, um mit ihr alles entdecken zu können. So stellen sich für mich nach dem Auftakt extrem viele Fragen. Ich will Ocker nicht unterstellen, die nicht noch in den Folgebänden (offenbar sind gleich vier geplant) zu beantworten, aber ein bisschen mehr Antworten wären nicht schlecht gewesen. Das war dann nämlich so meine Reise mit dem ersten Band. Erst war ich richtig drin und ich wollte immer mehr und gerade im letzten Drittel schaltete sich mehr die Logik ein und die Erkenntnis, dass ich aber wahrlich nicht alles bekommen habe, woran ich zwischendurch gedacht habe.
Abseits des großen Kontextes muss ich aber echt sagen, dass der erzählerische Sog extrem stark von der Autorin war. Anfangs hat die Mysteriösität gezogen, weil wir so wenig wussten. Wer sind die ganzen Gestalten in der Auslese. Wer sind die Guten, wer die Schlechten? Zudem gab es extrem viele extrem brutale Szenen. Ich mochte das überraschend gerne, weil es den Eindruck erweckte, dass ständig alles passieren kann und dass der Preis für alles sehr hoch ist. In diese brutale Welt passte dann auch, dass Elodie genau recht zwischen erfahren, mutig und hingebungsvoll schwankte. Ihr hat vieles gefehlt, um sie sofort als geeignet für eine Schattensoldatin zu empfinden, aber sie hat Verstand. Sie hat nicht immer die richtigen Schlüsse gezogen, aber sie war keinesfalls kopflos und deswegen mochte ich sie alles in allem gerne. Gerade wenn man wirklich jede einzelne Szene mit einer Figur verbringt, kann es doch schnell passieren, dass es irgendwann zu viel ist, aber es hielt sich bei Elodie echt zurück.
Mir hat auch sehr gefallen, dass die Liebesgeschichte zwar ein präsenter Teil war, aber keinen abrupten Aufbau hatte. Stattdessen war das Hin und Her anfangs frei von intimeren Gedanken. Es hat sich so immer mehr aufbauen können und das hat der Chemie gut getan. Jax gibt auch ein ähnlich ambivalentes Bild wie Elodie ab. Einerseits ist er manchmal einfach süß und unterstützend, dann wiederum spielt er regelrecht mit seiner Macht, weil er jeden Moment alles sein kann. Weil wir ihm nicht in den Kopf gucken können, bleibt er ein ungeschriebeneres Blatt, aber das macht ganz klar neugierig. Auch die zwischengeschalteten Lyrik-Passagen, Handbücher-Auszüge oder Schriftwechsel geben uns einen Blick in die Zukunft. Hier schafft es Ocker als auch, über den Cliffhanger hinaus Neugier zu erzeugen. Generell ist der Handlungsaufbau vorbildlich. Ja, es hätte hinten noch mehr World Building geben dürfen, aber ansonsten ist die Mischung aus ruhigen und aufregenden Szenen genau richtig.
Fazit: „Masked by Nightfall“ ist eine neue Möglichkeit, mich der Autorin Kim Nina Ocker zu nähern und ich finde, dass ihr dieser Fantasy-Ausflug gut steht. Wobei Fantasy schränken wir etwas ein, weil viel World Building war noch nicht drin, aber die Mischung aus Spannung, Action und Ruhigem, die saß ideal. Interessante Figuren und einige Hoffnungen für die Fortsetzungen runden das deutlich positiv überwiegende Bild ab.