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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 04.02.2020

Viel Sex ohne Tiefgang

King's Legacy - Nur mit dir
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Roman King‘s Legacy – Nur mit dir von Amy Baxter erscheint am 31.01.2020 im Bastei Lübbe Verlag, eBook 273 Seiten

Als großer Fan der Autorin, vor allem ihrer San Francisco Ink. Reihe und dem ersten Teil ...

Roman King‘s Legacy – Nur mit dir von Amy Baxter erscheint am 31.01.2020 im Bastei Lübbe Verlag, eBook 273 Seiten

Als großer Fan der Autorin, vor allem ihrer San Francisco Ink. Reihe und dem ersten Teil der King‘s Legacy Serie, war ich sehr gespannt auf die Geschichte von Chloe und Logan. Chloe hatte ich noch vom ersten Teil als toughe direkte Persönlichkeit in Erinnerung. Das hatte mir imponiert. Leider verwandelt sie sich in ihrer eigenen Geschichte innerhalb kurzer Zeit in eine unreife Sexgespielin um dadurch über ihren Schmerz hinweg zu kommen.

Der Schreibstil ist gewohnt locker und modern. Doch geht es dieses Mal um sehr viel Sex. Die häufigen Sexszenen zwischen Chloe und Kaden, den sie im Fitnessstudio kennen lernt, sind anfangs noch ausgefallen, später empfand ich sie nur noch als roh und vulgär. Auch Logan lässt nichts anbrennen. Doch meiner Meinung nach tut er dieses immerhin stilvoller als Chloe. Es ist ein ständiges Hin und Her zwischen den Protagonisten, wobei Logan deutlich erwachsener rüber kommt und weiß, was er will. Ich bin froh, dass wenigstens Hope und Sawyer den Überblick in dem ganzen Gefühlschaos behalten und für das nötige „Kopf waschen“ gesorgt haben. Zum Ende häufen sich sehr viele „Zufälle“, so dass wieder alles in geregelte Bahnen kommt. Dadurch wirkt die Story sehr aufgebauscht und unglaubwürdig.

Fazit: Von diesem Teil bin ich enttäuscht. Chloe hat durch Charakterlosigkeit geglänzt und suchte Ablenkung in Form von Sex. Ich hoffe wirklich, dass Sawyer im dritten Teil die Kurve bekommt und das Niveau wieder steigt.

Ganz herzlich danke ich dem Verlag und der Lesejury für die Zurverfügungstellung des Rezensionsexemplars.

  • Einzelne Kategorien
  • Gefühl
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 26.11.2019

Gerechtigkeit oder Rache?

The Black Coats - ... denn wir vergeben keine Schuld
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Thriller The Black Coats von Colleen Oaks erschienen am 21.08.2019 im Gulliver Verlag, geb. Ausgabe 393 Seiten

Thea hat ihre Cousine durch einen brutalen und ungeklärten Mord verloren. Sie leidet sehr ...

Thriller The Black Coats von Colleen Oaks erschienen am 21.08.2019 im Gulliver Verlag, geb. Ausgabe 393 Seiten

Thea hat ihre Cousine durch einen brutalen und ungeklärten Mord verloren. Sie leidet sehr darunter. Durch die Black Coats erhält sie die Gelegenheit, sich zu rächen. Doch ist der Weg der Selbstrichtung wirklich der richtige?

Ein halbes Jahr nach dem Mord an ihrer Cousine ist vergangen, doch Thea hat nicht wieder richtig ins Leben zurückgefunden. Auch ihre große Leidenschaft fürs Laufen ist verloren gegangen. Sie ist zu einer Außenseiterin geworden. Damit ist sie die ideale Kandidatin für die Black Coats, die sich zielsicher junge Mädchen mit einem einschneidenden Erlebnis und besonderen Eigenschaften heraussuchen. Dieser Geheimbund von Frauen hat es sich zur Aufgabe gemacht, gewalttätigen Männern einen ordentlichen Denkzettel zu verpassen. Doch das Lager ist in zwei Hälften gespalten und Thea kommt dahinter, dass es nicht bei „einfachen“ Vergeltungsaktionen bleibt.

Die Leseprobe und das Cover hatten meine Neugier geweckt. Durch den fließenden Schreibstil und die kurzen Kapitel war ich schnell in der Geschichte gefangen. Der Plot ist unterteilt in zwei Teile. Die Story nimmt schnell Fahrt auf und gewinnt durch die spezielle Atmosphäre an Spannung. Interessant war mit anzusehen, wie leicht die Mädchen sich rekrutieren und beeinflussen lassen. Thea hat mir als Charakter gefallen, ihre Trauer wurde gut und nachvollziehbar beschrieben. Ebenso haben mich ihre Teamkolleginnen, jede einzigartig, überzeugt. Doch leider war der Showdown derart überspitzt und fantasymäßig, dass meine Anfangseuphorie trotz des guten Epilogs stark gelitten hat.

Fazit: Von der Grundidee her sehr gut – die Kombination von Selbstjustiz nach Gewalt an Frauen. Doch hier wäre weniger Einfallsreichtum mehr gewesen und so kann ich nur drei Sterne vergeben.

Veröffentlicht am 20.11.2019

Lee Miller - talentiert und diffizil

Die Zeit des Lichts
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Roman Die Zeit des Lichts von Whitney Scharer erschienen am 26.10.2019 im Klett-Cotta Verlag, geb. Ausgabe 392 Seiten

Das Cover und die enorme Werbung für diesen Roman haben mein Interesse geweckt. Irrigerweise ...

Roman Die Zeit des Lichts von Whitney Scharer erschienen am 26.10.2019 im Klett-Cotta Verlag, geb. Ausgabe 392 Seiten

Das Cover und die enorme Werbung für diesen Roman haben mein Interesse geweckt. Irrigerweise war ich davon ausgegangen, dass es sich um eine Biographie handelt. Das Nachwort der Autorin erklärt jedoch, dass es sich hier um historische Fiktion handelt, um „Lee als die komplizierte Frau zu schildern, die sie war“. Dementsprechend wurden meine recht hohen Erwartungen enttäuscht.

Unterschiedliche Zeitstränge wechseln sich ab. Lees Leben ab 1929 in Paris wird kontinuierlich erzählt. Weiterhin gibt es kurze Eindrücke aus den Kriegsjahren 1940 bis 1945. Der Prolog stammt aus dem Jahr 1966, der Epilog von 1974. Sicherlich wird hier ein sehr zutreffendes Portrait von Lee Miller aufgezeigt. Die Autorin beschränkt sich mit ihrer Erzählung jedoch überwiegend auf die Liebesbeziehung zu Man Ray. Lee und Man waren zwei sehr extreme Charakter – dies wurde sehr gut und deutlich herausgearbeitet.

Interessant war der Einblick in die Fotografie und mit welchem Eifer Lee Miller sich beruflich weiter entwickelt hat. Sie hat zusammen mit Man Ray die Solarisation entdeckt und umgesetzt.

Fazit: Dieser Roman ist wieder ein gutes Beispiel dafür, dass der Klappentext missverständlich gedeutet werden kann. Statt der Aufzeichnung des überaus beeindruckenden Lebens von Lee Miller wurde hier die kurze Liebesbeziehung zu Man Ray in den Vordergrund gestellt und sehr detailliert beschrieben. Leider wurden zahlreiche weitere interessante Fakten ausgelassen. Diese habe ich stattdessen während der Lektüre bei Wikipedia nachgelesen, um einiges besser verstehen zu können. Wer keine Biographie erwartet, sondern ein Fan von dramatischen Liebesgeschichten ist, wird mit diesem Roman gut bedient.

Ganz herzlich danke ich dem Verlag und LovelyBooks für die Zurverfügungstellung des Rezensionsexemplars.

Veröffentlicht am 22.08.2019

Krankhafte Lügen

ATME!
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Thriller Atme! von Judith Merchant erscheint am 22.08.2019 im KiWi Verlag, eBook 291 Seiten

Der Klappentext und der Hinweis auf ein raffiniertes psychologisches Vexierspiel voller doppelter Böden und ...

Thriller Atme! von Judith Merchant erscheint am 22.08.2019 im KiWi Verlag, eBook 291 Seiten

Der Klappentext und der Hinweis auf ein raffiniertes psychologisches Vexierspiel voller doppelter Böden und verblüffender Wendungen hatten meine Neugier geweckt. Leider fiel es mir sehr schwer, in das Buch hineinzufinden. Ich habe lange gebraucht, um mich auf den Inhalt einlassen zu können. Der Plot besticht durch sehr viel Fließtext und wenig wörtliche Rede, wovon ich generell kein Freund bin. Der Schreibstil ist einfach, die Sätze teils sehr kurz. Die Kapitel ebenfalls und ohne Überschrift oder Nummerierung. Es gibt einige Rückblenden, wie Ben und Nile sich kennengelernt haben bzw. über ihr jetziges Zusammenleben.

Protagonistin Nile ist ein sehr farbloser Charakter und hat einen Job als spanische Übersetzerin, weil er ihrer Meinung nach langweilig sowie anspruchslos ist. Gerade das mag sie daran. Nach Bens Verschwinden verliert sich Nile in ausschweifenden Gedanken und spinnt allerhand Szenarien zusammen, was mit Ben geschehen sein kann. Mitunter empfand ich ihr Verhalten regelrecht hysterisch und überzogen. Generell wurde ich mit ihr nicht richtig warm.

Zunächst hatte ich irgendwie die Idee, dass Niles Liaison mit Ben nur Fiktion ist, weil es zu viele Ungereimtheiten gab, die ich nicht nachvollziehen konnte. Doch ich wurde – zum Glück – eines besseren belehrt. Die Story entwickelt sich – leider sehr spät – wahrlich zum Thriller und hat viele Twists zu bieten, so dass man als Leser sehr konzentriert lesen muss, um alles zu verfolgen und nichts zu verpassen.

Fazit: Leider braucht die Handlung lange, um in Fahrt zu kommen. Das erste Drittel besteht aus Niles verwirrten Gedankengängen und wirkt sehr zäh. Nachdem die Geschichte endlich Form annimmt und der Leser ahnt, worauf das Ganze hinausläuft, kommen die ersehnte Spannung sowie viele Überraschungen auf und man rätselt fieberhaft mit. Bis zum Schluss tappt man im Dunkeln, was wirklich mit Ben geschah. Des Rätsels Lösung ist sehr perfide und düster. Dennoch hätte ich mir eine etwas andere Umsetzung gewünscht, um von Anfang an mehr Spannung zu erzeugen.

Mein ganz herzlicher Dank geht an den KiWi Verlag und NetGalley für die Zurverfügungstellung des Rezensionsexemplars.

Veröffentlicht am 30.07.2019

Liv allein im Leuchtturm

Show me the Stars
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Roman Show me the stars von Kira Mohn erschienen am 23.07.2019 im Rowohlt Verlag, geb. Ausgabe 413 Seiten

Zunächst einmal: Das Cover ist wirklich sensationell! Es fängt perfekt die tosenden Wellen auf ...

Roman Show me the stars von Kira Mohn erschienen am 23.07.2019 im Rowohlt Verlag, geb. Ausgabe 413 Seiten

Zunächst einmal: Das Cover ist wirklich sensationell! Es fängt perfekt die tosenden Wellen auf der irischen Insel ein und umspült einen Teil des Titels. Der farblich in 3D abgesetzte Schriftzug „Stars“ ist ein optischer Hingucker.

Liv hat ein sehr schwieriges Verhältnis zu ihrer Mutter, keine Freunde und bereits seit ihrer Jugend große Angst vor der Dunkelheit. Die Gründe des verpatzten Interviews sind einem als aufmerksamer Leser schnell klar, doch Liv braucht bis fast zum Ende, um dahinter zu kommen. Überhaupt ist Liv trotz ihrer 22 Jahre sehr naiv und wirkt wie ein verliebter Teenie, sobald Kjer auf der Bildfläche erscheint. Sie ist sich dessen zwar bewusst, dennoch empfand ich ihre Art und Gedanken als sehr anstrengend ebenso unreif. Gerne hätte ich sie zwischendurch mal ordentlich angeschubst, um ein wenig Schwung in die Story zu bringen.

Kjer wird sehr mysteriös und wortkarg dargestellt. Der typische irische Einsiedler mit Herzensbrechergarantie, geheimnisumwoben und großem musischen Talent, wovon natürlich jede Frau träumt. Er lässt seit ein paar Jahren keinen mehr an sich heran. Mich eingeschlossen.

Sehr gut gefallen haben mir die Beschreibungen der irischen Landschaft und des Leuchtturms inklusive seiner Einrichtung. Ich hatte alles bildlich vor Augen und in mir erwachte die Sehnsucht, auch ein paar Tage jenseits aller Zivilisation zu verbringen, um im Einklang mit der Natur zu leben.

Der Roman ist angenehm leicht zu lesen, Liv erzählt komplett aus ihrer Sicht. Die Protagonisten konnten mich jedoch überhaupt nicht überzeugen. Mir hat hier gänzlich das Knistern zwischen den Beiden gefehlt. Liv ist von Anfang an Feuer und Flamme für Kjer. Dieser zeigt indessen erst spät Interesse, was den Plot unnütz in die Länge zieht, zumal der Schluss wiederum zügig über die Bühne geht. Lediglich Airin, die im Laufe der Zeit Liv eine sehr gute Freundin wird, hatte aus meiner Sicht Charakter und Tiefe. Ihr ist in Band 3 auch eine eigene Geschichte gewidmet

Fazit: Der Roman wird derzeit stark beworben und ich hatte mir viel davon versprochen. Doch leider wurde ich ziemlich enttäuscht. Die hier gezeichnete Liebesgeschichte birgt keine Neuigkeiten, ist sehr vorhersehbar und die Protagonisten wirken oberflächlich. Dennoch möchte ich die beiden Folgebände lesen, da mich die Geschichten von Seanna und Airin interessieren und ich die irische Insel ins Herz geschlossen habe.

Ganz herzlich danke ich dem Verlag und Vorablesen für die Zurverfügungstellung des Rezensionsexemplars.