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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 14.03.2020

Eine gewisse Distanz bleibt

Die Frauen von Richmond Castle
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Blue wächst in den 20er Jahren wohlbehütet in einer reichen Familie in England auf. Ihr Traum ist es, Schriftstellerin zu werden.
Als sie Delphine rettet, die vor ihrem gewalttätigen Ehemann flüchtet, ...

Blue wächst in den 20er Jahren wohlbehütet in einer reichen Familie in England auf. Ihr Traum ist es, Schriftstellerin zu werden.
Als sie Delphine rettet, die vor ihrem gewalttätigen Ehemann flüchtet, findet sie in ihr trotz aller Unterschiede eine Freundin.

Tracy Rees kann leider mit ihrem neuen Roman "Die Frauen von Richmond Castle" nicht ganz an die Qualität ihrer bisherigen Romane anknüpfen. Ihre Charaktere erscheinen mir hier einfach zu rund, irgendwie glattgeschliffen. Ein wenig mehr Eigenarten hätten hier gut getan. Der nächste Kritikpunkt ist die Sprache. Angepaßt an die Zeit - sehr gerne. Aber hier wirkt es für mich einfach nur "gestelzt". Man muß sich erst daran gewöhnen. Diese beiden Umstände haben es mir schwer gemacht, mich in das Buch hineinversetzen zu können. Positiv aufgefallen ist mir die Idee, die hinter der Handlung steckt. Hier wird deutlich, wie die Frauen in dieser Zeit zum Teil leben mußten. Dies ist gut umgesetzt und nachvollziehbar beschrieben. Man erfährt hier viel über das Leben in den glorreichen 20er Jahren. Hier wird Tracy Rees sehr bildhaft, so daß man sich von den Lebensumständen ein genaues Bild machen kann.
Das Buch ist gute Unterhaltung, man muß sich nur erst an den Stil gewöhnen!

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Veröffentlicht am 09.02.2020

Kein Vergleich zu Kluftinger

Draussen
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Die Geschwister Cayenne und Joshua leben innerhalb einer Gruppe mitten im Wald. Der Anführer der Gruppe drillt sie auf das Überleben im Wald und stete Kampfbereitschaft, denn sie alle wären in Gefahr. ...

Die Geschwister Cayenne und Joshua leben innerhalb einer Gruppe mitten im Wald. Der Anführer der Gruppe drillt sie auf das Überleben im Wald und stete Kampfbereitschaft, denn sie alle wären in Gefahr. Cayenne beginnt, dieses Leben zu hinterfragen, bis sie um ihr Leben kämpfen muß.

Mit "Draussen" hat das Autorenduo sich weit von ihrem humorigen Kluftinger entfernt. Und ich hoffe, sie kehren zu ihm zurück. Ich hatte noch nie von Prepper gehört, konnte damit gar nichts anfangen. Das war mein größtes Problem- ich konnte mich nicht in die Personen versetzen, hatte für ihre Handlungen kein Verständnis. Dazu blieben die Charaktere für mich ohne Bezug, sie wurden mir auch im Laufe der Geschichte nicht näher gebracht. Die Handlung ist spannend, das ist keine Frage. Man will wissen, was Cayenne noch alles widerfährt und wie sich die Handlungsstränge zum Schluß zusammenfügen. Denn so lange muß man sich schon gedulden. Was man wissen muß: Dieses Buch ist sehr brutal. Schon zu Beginn war ich bei der Vorstellung entsetzt, als Cayenne ein Kaninchen streichelt und ihm dann nahtlos das Genick bricht. An der Stelle mußte ich das Buch schon einmal zur Seite legen. Und diese Brutalität (die sich noch steigert) zieht sich durch das gesamte Buch.
Ich würde das Buch für hartgesottene Dystopie-Fans empfehlen. Wer, wie ich, Kluftinger mag, wird hier nicht wirklich glücklich.

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Veröffentlicht am 07.09.2019

Schwach

Jagd auf die Bestie (Ein Hunter-und-Garcia-Thriller 10)
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Robert Hunter, Profiler beim LAPD, folgt Lucien Folter. Dieser ist aus der Sicherheitsverwahrung geflohen. Er liebt Gewalt und ist dabei hochintelligent. Und Folter lockt Hunter - wird er in die Falle ...

Robert Hunter, Profiler beim LAPD, folgt Lucien Folter. Dieser ist aus der Sicherheitsverwahrung geflohen. Er liebt Gewalt und ist dabei hochintelligent. Und Folter lockt Hunter - wird er in die Falle tappen?

Bisher hat mich Chris Carter immer überzeugt. Wie gesagt - bisher. Diesmal leider nicht. Zwar ist der Schreibstil wie gewohnt flüssig und gut lesbar, der Fall jedoch wenig überzeugend. Die Helden tapseln so durch die Handlung, zu viel wird dem Zufall überlassen. Insgesamt wirkt das Buch ziemlich ideenlos. Was sich schon im Namen des gewalttätigen Killers widerspiegelt - Folter. Wie originell. Irgendwie habe ich den Eindruck, Chris Carter fiel hier nicht mehr viel ein. Kein Wunder - es ist der 10. Band. Vielleicht nutzt sich die Serie auch langsam ab.

Veröffentlicht am 29.07.2019

Ich hatte mehr erwartet

Johannisfeuer
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Perez entdeckt auf einer Wanderung nahe der Küstenstadt Banyuls eine Frau, die mehr tot als lebendig ist. Es stellt sich heraus, daß sie schon seit Jahren als vermißt gilt. Kurz darauf wird in der Umgebung ...

Perez entdeckt auf einer Wanderung nahe der Küstenstadt Banyuls eine Frau, die mehr tot als lebendig ist. Es stellt sich heraus, daß sie schon seit Jahren als vermißt gilt. Kurz darauf wird in der Umgebung von Montpellier ein totes Mädchen aufgefunden. Perez glaubt nicht an Zufall. Er sucht nach einer Verbindung zwischen den beiden Frauen und entdeckt eine dubiose Glaubensgemeinschaft.


"Johannisfeuer" von Yann Sola ist bereits der vierte Band der Serie um den Hobbydetektiv Perez. Der Inhalt versprach eine spannende Handlung. Leider kann das Buch nicht mit der Versprechung mithalten. Die Handlung dümpelt langsam vor sich hin und es steht vielmehr die Region im Vordergrund. Diese ist jedoch perfekt dargestellt. Man fühlt sich direkt nach Südfrankreich versetzt und bekommt einen guten Eindruck der Region mit seiner Landschaft und den Bewohnern. Und natürlich dem Essen - nicht zu vergessen. Die Charaktere sind eher gemütlich. Vor allem Perez ist eher der behäbige Typ, der zwar sein Ziel verfolgt, dabei aber nichts überstürzt. Er und sein "geerbter" Hund Happy sind ein unschlagbares Team und die beiden bereiten Spaß.

Dieser Krimi ist für den Urlaub ideal. Es kommt Ferienstimmung auf und man kann sehr gut während des Lesens entspannen!

Veröffentlicht am 30.06.2019

Vorkenntnisse erwünscht

Schneewittchensarg
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Während der Eröffnung einer Kunstausstellung erleben die Besucher eine böse Überraschung. Das Kunstobjekt, welches ein Skelett im Brautkleid, liegend in einem Glassarg zeigt, wurde verändert. Im Sarg enthalten ...

Während der Eröffnung einer Kunstausstellung erleben die Besucher eine böse Überraschung. Das Kunstobjekt, welches ein Skelett im Brautkleid, liegend in einem Glassarg zeigt, wurde verändert. Im Sarg enthalten sind nun die Knochen und das Brautkleid der Braut eines Glashüttenbesitzers, die vor 50 Jahren an ihrem Hochzeitstag verschwand. Ingrid Nyström und Sting Forss ermitteln wieder....

Dies war mein erstes Buch rund um dieses Ermittlerteam. Und dies habe ich leider deutlich gemerkt. Die Nebenhandlung baut extrem stark auf den Vorgängerbänden auf und da fehlte mir zu viel Hintergrundwissen, um hier gut folgen zu können. Der Kriminalfall selbst hatte mich auch nicht wirklich gepackt, er war zwar interessant, aber an Spannung hat es gefehlt.