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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 03.01.2017

Schöne Geschichte

Im Hause Longbourn
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Ich muss gestehen, dass ich nicht gerade der größte Fan von Jane Austen bin und mit "Stolz und Vorurteil" nie besonders warm geworden bin. Dementsprechend skeptisch war ich auch zunächst bei "Im Hause ...

Ich muss gestehen, dass ich nicht gerade der größte Fan von Jane Austen bin und mit "Stolz und Vorurteil" nie besonders warm geworden bin. Dementsprechend skeptisch war ich auch zunächst bei "Im Hause Longbourn", was jedoch nicht nötig war, denn trotz aller Vergleiche konnte mich das Buch durchaus unterhalten.

Jo Baker hat hier zwar nicht das Rad neu erfunden, allerdings durchaus eine interessante Geschichte erschaffen, die bis auf kleinere Schwächen ganz nett ist. Ich hätte mir zwar gewünscht, dass die Geschichte etwas flüssiger und nicht so langatmig ist, allerdings kann man über die zwischenzeitlichen Längen gut hinwegsehen.

Die Geschichte ist dabei schnell erzählt: Während es in "Stolz und Vorurteil" meist nur um die stellenweise doch sehr ungesunde Liebesgeschichte zwischen Elizabeth und Mr. Darcy geht, geht es in "Im Hause Longbourn" um die Bediensteten, allen voran um das Dienstmädchen Sarah, das mit ihrem Leben unzufrieden ist und gerne mehr daraus machen möchte. Mehr könnte dabei auch zwischen ihr und dem neuen Butler James entstehen, doch dieser hat ein großes Geheimnis, sodass auch diese Geschichte nicht ohne große Dramen auskommen kann.

Dabei sind die Figuren allesamt sehr interessant und vor allem von der Autorin gut gezeichnet, aber nicht immer zwingend sympathisch. Dennoch habe ich die Geschichte rund um Sarah und James gerne gelesen, sodass ich "Im Hause Longbourn" tatsächlich besser als "Stolz und Vorurteil" finde.

Das Cover ist nicht nur schön anzusehen, sondern passt auch sonst sehr gut zur Geschichte. Auch die restliche Buchgestaltung ist mehr als gelungen, denn bei jedem Kapitelanfang gibt es ein Zitat aus "Stolz und Vorurteil". Die Kurzbeschreibung ist ebenfalls gelungen, sodass ich dem Buch trotz Skepsis gerne eine Chance gegeben habe.

Kurz gesagt: "Im Hause Longbourn" ist eine interessante und oftmals dramatische Geschichte, die stets mit "Stolz und Vorurteil" verknüpft ist und mich gut unterhalten konnte. Somit ist diese Geschichte besonders für Fans von Jane Austen ein absolutes Muss.

Veröffentlicht am 29.12.2016

Spannende Geschichte

Belgravia
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"Komm, schau doch endlich mal Downtown Abbey." Ich kann gar nicht sagen, wie oft ich diesen Satz bereits gehört habe und obwohl mich die Serie sehr anspricht, habe ich diese immer noch nicht gesehen. Umso ...

"Komm, schau doch endlich mal Downtown Abbey." Ich kann gar nicht sagen, wie oft ich diesen Satz bereits gehört habe und obwohl mich die Serie sehr anspricht, habe ich diese immer noch nicht gesehen. Umso gespannter war ich auf die Geschichte "Belgravia", die aus der Feder des Autors von "Downtown Abbey" stammt, sodass ich dem Buch sehr gerne eine Chance gegeben habe und ich muss sagen, dass meine Erwartungen übertroffen wurden.

Julian Fellowes besitzt einen sehr angenehmen Schreibstil, der sich zwar nicht ganz so flott liest, aber dennoch durchaus unterhaltsam und spannend ist. Die Figuren sind gut gezeichnet, man lernt sie ausreichend kennen und auch alles rund um die Schlacht von Waterloo wurde bestens recherchiert, sodass man hier einen interessanten, historischen Roman erhält.

Wer Geschichten rund um den Adel mag und auch gerne Bücher zu alten Familiengeheimnissen liest, der wird hier bestens aufgehoben sein, denn hier geht es um einen prächtigen Ball, der einen Tag vor der Schlacht von Waterloo sttfindet und dabei darf der Adel, allen voran die Gastgeberin, die Herzogin von Richmond, nicht fehlen. Neben dem geschichtlichen Hintergrund erhält der Leser auch einen interessanten Blick in den Adel und erlebt dabei auch das ein oder andere Geheimnis, welches selbst Jahre später noch streng geheimgehalten werden soll.

Das Cover ist schön anzusehen und passt perfekt in das neunzehnte Jahrhundert und den Figuren der Geschichte, sodass die Covergestaltung rundum gelungen ist. Auch die Kurzbeschreibung hat mich direkt angesprochen, sodass ich sehr gerne mehr erfahren wollte.

Kurz gesagt: "Belgravia" ist eine interessante und spannende Geschichte über den Adel im 19. Jahrhundert, die mit interessanten Figuren und Familiengeheimnissen überzeugen kann. Für alle Fans von "Downtown Abbey" und Geschichten über den Adel bestens geeignet!

Veröffentlicht am 22.12.2016

Auf der Suche nach sich selbst

Glückssterne
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Geschichten, die in Schottland spielen, haben es mir schon immer sehr angetan, da ich die Landschaften und auch die Mentalität dort sehr mag, von daher war ich sehr gespannt auf Claudia Winters neuesten ...

Geschichten, die in Schottland spielen, haben es mir schon immer sehr angetan, da ich die Landschaften und auch die Mentalität dort sehr mag, von daher war ich sehr gespannt auf Claudia Winters neuesten Roman "Glückssterne" und ich muss sagen, dass ich nicht enttäuscht wurde.

Claudia Winter besitzt einen sehr angenehmen Schreibstil, der sich leicht und locker lesen lässt und dafür sorgt, dass man sich als Leser direkt wohlfühlt. Die Figuren sind gut gezeichnet, man lernt sie ausreichend kennen und auch die Dialoge sind gelungen. Die Autorin beschreibt Landschaften und Figuren so detailverliebt, sodass man sie nicht nur gut kennen lernt, sondern sich auch vieles bildlich vorstellen kann.

Die Geschichte ist schnell erzählt: Justus und Josefine arbeiten nicht nur gemeinsam in einer Anwaltskanzlei, sondern sind auch miteinander verlobt. Für Josefine und Justus gelten im Leben klare Regeln, sodass sie auch ihre Hochzeit bereits bis ins kleinste Detail geplant hat. Diese scheint jedoch noch zu platzen, denn Josefines Cousine hat sich mit dem Familienring nach Schottland abgesetzt, was einer Katastrophe gleicht, denn Josefine besteht darauf, nur mit diesem Ring zu heiraten, da er Ehepaaren Glück bringen soll. Also folgt sie ihrer Cousine und möchte so schnell wie möglich den Ring zurück haben, um Justus heiraten zu können. Doch manchmal hat das Schicksal ganz andere Pläne mit einem und auch Josefine muss einiges überdenken...

Ich muss gestehen, dass Josefine und ich es am Anfang nicht leicht miteinander hatten, denn sie wirkte mir zunächst ein wenig zu distanziert, sodass ich nicht einschätzen konnte, ob ich sie nun mag oder eher nicht. Dies hat sich jedoch im Laufe der Geschichte geändert und ich mochte sie richtig gern, denn obwohl sie am Anfang eher kühl wirkte, ist sie eine herzensgute und interessante Frau, deren Suche nach dem Ring und sich selbst ich gerne verfolgt habe. Ihren Verlobten Justus mochte ich dagegen so gar nicht, denn dieser wirkt dauerhaft unterkühlt und steif, sodass er nicht zwingend eine Person ist, bei der man sich wohlfühlt. Umso schöner fand ich es, dass auch Josefine im Laufe der Geschichte immer mehr an der Beziehung gezweifelt hat.

Das Cover ist sehr schön anzusehen und sorgt direkt für eine Wohlfühlstimmung, die auch im Buch stets präsent ist. Auch die Kurzbeschreibung hat mich vom ersten Moment angesprochen, sodass ich das Buch bereits vor dem Erscheinungstag herbeigesehnt habe.

Kurz gesagt: "Glückssterne" ist eine wunderbare und emotionale Geschichte, die die Suche nach sich selbst und einen Umbruch bestens schildert und dazu noch mit einem angenehmen Schreibstil und interessanten Figuren bestückt ist. Ich habe das Buch wahnsinnig gern gelesen und freue mich bereits auf das nächste Werk von Claudia Winter.

Veröffentlicht am 21.12.2016

Gutes Buch, allerdings mit Schwächen

Das Frostmädchen
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"Das Frostmädchen" von Stefanie Lasthaus gehört wohl derzeit zu den Büchern, an dem sich die Geister schneiden: Einige lieben dieses Buch, andere können der Geschichte nichts abgewinnen, von daher war ...

"Das Frostmädchen" von Stefanie Lasthaus gehört wohl derzeit zu den Büchern, an dem sich die Geister schneiden: Einige lieben dieses Buch, andere können der Geschichte nichts abgewinnen, von daher war ich besonders gespannt darauf, wie ich die Geschichte letztendlich finden werde. Ich muss zwar sagen, dass die Geschichte auch für mich nicht der größte Kracher war, ich allerdings insgesamt trotz kleinerer Schwächen nicht enttäuscht wurde.

Ich muss zwar zugeben, dass es mir anfangs sehr schwer fiel in die Geschichte hineinzukommen, allerdings hat sich dieses Problem nach etwa dreißig Seiten aufgelöst. Dennoch liest sich "Das Frostmädchen" stellenweise doch recht holprig und besitzt die ein oder andere Länge, allerdings ist die Geschichte alles andere als schlecht. Die Figuren sind zum Großteil gut ausgearbeitet, die Dialoge sind in Ordnung und ich mochte die winterliche Atmosphäre hier sehr, sodass ich über die ein oder andere Schwäche im Schreibstil hinwegschauen kann.

Die Geschichte ist dabei schnell erzählt: Die 20-jährige Neve hat einen handgreiflichen Streit mit ihrem Freund Gideon und kann diesen nicht mehr ertragen, sodass sie direkt nach draußen flieht. Dabei verirrt sie sich jedoch und wird zu ihrem Glück mitten im Wald von Lauri gefunden, der sich direkt um sie kümmert. Obwohl Neve an sich sehr sympathisch ist, muss Lauri allerdings schnell erkennen, dass Neve anders als andere Frauen in ihrem Alter ist und scheinbar ungeahnte Kräfte besitzt, die auch vor anderen nicht unentdeckt bleiben...

Obwohl "Das Frostmädchen" manchmal ein wenig langatmig und holprig ist, muss man dennoch sagen, dass man mit Neve und auch Lauri hier interessante und sympathische Figuren erhält, die mir zwar nicht zwingend ans Herz gewachsen sind, deren Geschichte ich aber dennoch gerne verfolgt habe. Die Fantasyelemente sind glaubwürdig in die Geschichte eingebaut worden, sodass Fantasy-Fans hier definitiv ihren Spaß haben werden. Natürlich darf auch hier eine Liebesgeschichte nicht fehlen, allerdings empfand ich diese ein wenig als schwach, weil sie mir zu plötzlich kam und nicht immer authentisch war. Dennoch ist die Geschichte insgesamt alles andere als schlecht.

Das Cover ist für mich ein absoluter Hingucker und passend zur Geschichte, sodass ich mir das Buch im Regal immer wieder gerne anschaue. Auch die Kurzbeschreibung ist gelungen, sodass ich der Geschichte trotz so mancher Skepsis gerne eine Chance gegeben habe.

Kurz gesagt: Obwohl "Das Frostmädchen" hier und da gewisse Schwächen mit sich bringt, hat mir die Geschichte dennoch gut gefallen, sodass ich das Buch als eine schöne Wintergeschichte empfunden habe. Somit kann ich nur jedem empfehlen, das Buch trotz mancher Skepsis zu lesen, denn so schlecht, wie viele sagen, ist die Geschichte längst nicht.

Veröffentlicht am 21.12.2016

Schöne Geschichten

Tage wie diese
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"Tage wie diese" habe ich bereits vor einigen Jahren gelesen, als das Buch noch frisch erschienen war. Da ich mal wieder Lust auf die drei Geschichten hatte, habe ich sie aus dem Regal gefischt und das ...

"Tage wie diese" habe ich bereits vor einigen Jahren gelesen, als das Buch noch frisch erschienen war. Da ich mal wieder Lust auf die drei Geschichten hatte, habe ich sie aus dem Regal gefischt und das Buch relativ zügig ausgelesen. Interessant war dabei für mich, ob ich die Geschichten noch genauso gut finden würde, wie schon vor vier bis fünf Jahren und ich muss sagen, dass mir "Tage wie diese" auch heute noch gefällt.

Hier erlebt man gleich drei Geschichten, die jeweils aus der Feder von Maureen Johnson, John Green und Lauren Myracle stammen. Das Buch beginnt mit "Der Jubilee-Express" von Mauren Johnson, geht weiter mit "Ein cheer unglaubliches Weihnachtswunder" von John Green und endet mit "Der Schutzheilige der Schweine" von der doch in Deutschland leider noch recht unbekannten Lauren Myracle.

Alle drei Geschichten sind an sich eigenständig, allerdings stellt man immer wieder fest, dass die drei Geschichten auch sehr gut zusammenpassen und sich stellenweise auch ergänzen. Obwohl mich John Green in "Tage wie diese" wieder einmal am meisten überzeugen konnte, haben mich auch die anderen beiden Autorinnen gut unterhalten. Alle Geschichten lesen sich leicht und flüssig, sind mal romantisch, mal humorvoll, aber stets passend zur Weihnachtszeit, sodass es für mich ein absolutes Weihnachtsbuch ist.

Das Cover ist schlicht, aber durchaus schön anzusehen. Hier mag ich besonders die Farbgestaltung und die vielen Sterne, die das Highlight des Covers sind. Die Kurzbeschreibung ist ebenfalls gelungen und hat mich bereits vor etlichen Jahren neugierig gemacht, sodass ich "Tage wie diese" gerne ein zweites Mal gelesen habe.

Kurz gesagt: "Tage wie diese" umfasst insgesamt drei unterhaltsame und schöne Geschichten, die perfekt in die Weihnachtszeit passen und mich mit interessanten Figuren und tollen Ideen begeistern konnte. Ich kann dieses Buch somit nur empfehlen und hoffe, dass besonders Lauren Myracle in Deutschland ein wenig bekannter wird.