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Veröffentlicht am 16.03.2020

Konnte mich nicht ganz überzeugen

Nach Mattias
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Mattias ist weg. Fort für immer. Doch er hinterlässt etwas im Leben seiner Mitmenschen, etwas, das zu etwas Großem werden kann und alle verbindet, ihnen Mut und Hoffnung schenkt und alles zusammenhält.

Dieses ...

Mattias ist weg. Fort für immer. Doch er hinterlässt etwas im Leben seiner Mitmenschen, etwas, das zu etwas Großem werden kann und alle verbindet, ihnen Mut und Hoffnung schenkt und alles zusammenhält.

Dieses Buch erzählt die Geschichte einiger Menschen die entweder direkt oder indirekt durch Mattias Leben und Ableben beeinflusst werden. Dabei laufen alle Fäden bei ihm zusammen und so kann trotz eines so tragischen Schicksals, wie das von Mattias, doch noch etwas Schönes entstehen.

Die Abwechslung der Erzählung der einzelnen Schicksale hat mehr Dynamik und Spannung in die Geschichte gebracht und sie für mich weniger öde erscheinen lassen. Trotz einiger tiefsinniger und elementarer Moment, empfand ich es meistens ziemlich fad und langweilig. Das erste Drittel des Buches gefiel mir kaum und ich wäre beim Lesen beinahe vor Langeweile eingeschlafen. Danach wurde es etwas besser und ich hatte den Eindruck, dass mehr Leben und Farbe in die Handlungen kamen, dass es mehr Inhalt, mehr Hintergrund hatte und nicht alles irgendwie ahnungslos in der Luft schwebte, wie zuvor.

Die Diversität der Charaktere hat überhaupt erst Spannung in die Handlungen gebracht und mein Interesse geweckt, wenn auch recht spät. Der Schreibstil ist nicht sehr aufregend, lässt sich aber einigermaßen gut lesen. Sticht für mich nur nicht hervor oder hat irgendwelche nennenswerten Merkmale. Ein schlichtes Schreibstil eben.

Fazit: Trotz tiefgründiger Momente und interessanter Charaktere war es für mich größtenteils langweilig und fad.

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Veröffentlicht am 22.02.2020

Ungewöhnliches Motiv

Eisige Dornen (Ein Nathalie-Svensson-Krimi 4)
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Nathalie Svensson und das Team der OFA werden mit prominenten Fällen konfrontiert, die sich ähneln. Alle Opfer wurden mit einer blauen Rose auf der Brust aufgefunden, als wären sie friedlich eingeschlafen. ...

Nathalie Svensson und das Team der OFA werden mit prominenten Fällen konfrontiert, die sich ähneln. Alle Opfer wurden mit einer blauen Rose auf der Brust aufgefunden, als wären sie friedlich eingeschlafen. Schnell wird klar, dass sie nicht die letzten Opfer bleiben und noch weitere folgen. Fieberhaft versuchen sie einen Zusammenhang zwischen den Opfern herzustellen, um den Täter schnellstmöglich zu entlarven. Währenddessen kommen sich Nathalie und Johan näher und setzen vieles aufs Spiel...

Nach dem Vorgängerband (Teil 3) erwartete ich den Nachfolger mit Freude und Spannung und fand ihn lesenswert, wenn auch nicht sehr gut. Aber eins nach dem anderen. Der Aufhänger der Geschichte mit den prominenten Fällen hat mir nicht so zugesagt, da ich ihnen eher weniger abgewinnen kann. Die Inszenierung mit der Rose brachte frischen Wind in die augenscheinlich wie Selbstmord wirkenden Tode und konnte mein Interesse dann doch wecken. Der Wechsel der Protagonisten und deren Perspektiven bringen eine eigene Dynamik und Spannung in die Geschichte. Vor allem bei den Kapiteln aus Sicht des Täters habe ich mit Freude gerätselt und überlegt wer es sein könnte. Auch das Motiv blieb zuerst im Dunkeln und konnte mich ziemlich überraschen.

Die Protagonisten, die schon vorher bekannt waren, haben für mich nicht so gut harmonisiert. Im Vergleich zum Vorgänger fehlte mir das Gemeinschaftsgefühl der Gruppe und die Aufrichtigkeit zwischen den Personen. Das fiel mir besonders auf, weil die gesamte Gruppe in kleinen Grüppchen ermittelt und jeder irgendwie was Eigenes macht, aber di gemeinsame Ermittlung fehlte. Durch die sprunghaften Wechsel der Orte und Personen ging einiges an Hochspannung verloren und es war schwierig das Gesamtbild im Auge zu behalten.

Kleine Wendungen peppen die Handlungen etwas auf und bringen Abwechslung rein, aber wirklich fesselnd wird es erst ganz zum Schluss, als sowohl Täter als auch Tatmotiv endlich schlüssig sind und für eine große Überraschung bei mir führten. Die Intention hat eher weniger mit einem kaltblütigen Mord zu tun, als es anfangs den Anschein macht. Dadurch wurden moralische Fragen zu einem ganz bestimmten Thema eröffnet, das in der Gesellschaft viel diskutiert wird und wohl Ansichtssache ist. Da hätte man durchaus mehr rausmachen können und das tiefer aufgreifen, was leider ausblieb. Insofern ist dieser Kriminalfall definitiv anders, als zuerst angenommen und die Hintergründe der Taten sind ungewöhnlich, fragwürdig und auf jeden Fall diskussionswürdig.

Fazit: Eine schleppende Geschichte, in der mir die Sympathie zu den Protagonisten fehlte. Das Ende ist jedoch sehr gut gelungen und die Motive des Täters sehr interessant dargestellt.

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Veröffentlicht am 09.02.2020

Leider enttäuschend

Scheintod
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Saras Leben wurde aus der Bahn geworfen, nachdem sie einige geliebte Menschen in ihrem Umfeld verloren hat. Mühsam kämpft sie sich wieder ins Leben und trifft unverhofft auf neue Freunde und findet Verbündete ...

Saras Leben wurde aus der Bahn geworfen, nachdem sie einige geliebte Menschen in ihrem Umfeld verloren hat. Mühsam kämpft sie sich wieder ins Leben und trifft unverhofft auf neue Freunde und findet Verbündete in ihrem neuen Job. Doch trotz aller positiven Entwicklungen lässt die Vergangenheit Sara nicht los und auch die geheimnisvolle Organisation BSV macht ihr Leben zur Hölle...

Nach dem fulminanten und ungemein aufregenden Ende des ersten Bandes war ich mehr als heiß auf den Folgeband, da so viele Ungewissheiten vorhanden waren und ich endlich mehr erfahren wollte, vor allem wer hinter BSV steht und was genau sie von Sara wollen. Leider wurde ich diesbezüglich sehr enttäuscht.

Schon von Anfang an konnten mich weder die Handlung noch die Figuren packen.Irgendwie plätscherte die Situation so vor sich her ohne Sinn und Verstand. Wo mich Bellas warmherzige und offene Art in Saras Leben noch begeistern konnte, empfand ich die neuen Charaktere eher als fad und wenig interessant, wenngleich es da einige erfreuliche Überraschungen gab. Sara war auch wie im ersten Band für mich nicht greifbar und nachvollziehbar in ihren Handlungen. Sie lässt sich leicht in die Opferrolle drängen und kapituliert beinahe. So ist es für die Gegenseite ein Leichtes sie genau dort zu haben, wo sie sie haben wollen. Auch reagiert sie manchmal zu schwach auf schreckliche Ereignisse, so als hätte sie schon längst resigniert. Wirkte auf mich nicht glaubwürdig.

Zu BSV erfährt man leider kaum etwas Neues, worauf ich mich am meisten gefreut hatte. Sie stellen Sarah nach und machen eindeutig Psychoterror um etwas von ihr zu erhalten von dem Sara selbst nichts weiß. Also das klingt für mich nicht nach einem guten roten Faden. Da fehlte es mir eindeutig an Tiefgründigkeit und Hintergrundinformationen. Dann geschehen auch noch weitere unglückliche Dinge, die sich summieren und mir zu übertrieben erschienen. Das hätte man auch kürzen können, um es glaubwürdiger und dramatischer zu machen.So verliert es aufgrund der hohen Quantität an Schrecken und wirkte auf mich eher überzogen und überladen.

Fazit: Ein Buch welches größtenteils langatmig und fad war. Erst gegen Ende kam etwas Spannung auf, wenngleich kaum HIntergrundinformationen geliefert wurden und man als Leser*in genauso ahnungslos ist wie am Ende des ersten Bandes. Schade, hatte mir dahingehend wesentlich mehr erhofft.

Veröffentlicht am 13.01.2020

Insgesamt nicht so überzeugend wie die anderen Ausgaben

stern Crime - Wahre Verbrechen
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Diese Zeitschrift beschreibt sehr ausführlich unglaubliche True Crime Fälle aus der ganzen Welt, die häufig ein ganz anderes Täterprofil einnehmen, als man zuerst vermutete. Die zahlreichen Abbildungen ...

Diese Zeitschrift beschreibt sehr ausführlich unglaubliche True Crime Fälle aus der ganzen Welt, die häufig ein ganz anderes Täterprofil einnehmen, als man zuerst vermutete. Die zahlreichen Abbildungen und Fotos, die die Stimmung auf einmalige Art und Weise einfangen, sind farbig passend gewählt, häufig in dunklen Tönen und düster. Wenngleich ich einige Geschichten (Spaniengeschichte) unglaublich und unfassbar fand, konnten mich die meisten Geschichten leider nicht überzeugen oder besonders fesseln. Auf die Atmosphäre ist farblich perfekt eingefangen worden. Der Grauen und der Wahnsinn kommen durch die Bildgestaltung hervorragend zur Geltung. Der Reiz in vielen Geschichten liegt auch in der Ungewissheit, da oftmals jemand öffentlich als schuldig bezeichnet und verurteilt wird, obwohl diese Person als Täter*in unwahrscheinlich ist. Das bedeutet der Schuldige/die Schuldige treibt(e) frei immer noch sein/ihr Unwesen. Gruselfaktor garantiert!

Daraus und aus der Ausführlichkeit und Detailverliebtheit lässt sich erkennen, dass die Reporter und Journalisten sich über einen längeren Zeitraum mit den Fällen befasst haben und viele Materialien gesammelt haben um so nah wie möglich an die wahren Ereignisse zu kommen.

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Veröffentlicht am 15.12.2019

Familiendrama hoch zwei

Todesfalle
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Seit jenem schicksalhaften Tag, an dem Jazzie ihre Mutter tot aufgefunden und den Täter erkannt hat, ist nichts mehr wie es war. Jazzie bangt um ihr Leben und das ihrer Lieben. In einer speziellen Einrichtung ...

Seit jenem schicksalhaften Tag, an dem Jazzie ihre Mutter tot aufgefunden und den Täter erkannt hat, ist nichts mehr wie es war. Jazzie bangt um ihr Leben und das ihrer Lieben. In einer speziellen Einrichtung für traumatisierte Kinder trifft sie auf Taylor, eine Therapeutin, die selbst Schlimmes erlebt hat und so einige tiefgreifende Geheimnisse verbirgt. Zu ihr fasst sie Vertrauen und möchte mit ihr über ihre Erlebnisse sprechen, als der Täter Wind von Jazzies Wissen bekommt und Jagd auf sie macht...

Der Anfang des Buches ist hochdramatisch und grauenvoll geschildert und bescherte mir eine Gänsehaut. Anfangs ist nicht klar, wer der Täter ist und welche Intentionen hinter der Tat stecken. Im Gegensatz zu anderen Thrillern wird der Leser jedoch schnell aufgeklärt und so ist der Täter ziemlich früh in der Geschichte bekannt, was der Spannung allerdings keinen Abbruch tut.

Die verschiedenen Perspektiven bringen eine gewisse Dynamik und erhöhte Komplexität in die Geschichte. Außerdem können so einzelne Charaktere in ihren Handlungen besser verstanden werden. Es wird besonderer Wert auf die einzelnen Protagonisten gelegt, indem sie umfassend beschrieben werden und die Beziehungen zwischen ihnen ausführlich ausgebaut sind. Was einerseits ganz unterhaltsam war,was andererseits für mich ziemlich anstrengend. Jede Person hat gefühlt Tausende von Problemen oder irgendwelche traumatischen Erfahrungen, die sie mit sich herumschleppen. Dazu gefiel mir das stetige Misstrauen und die zahlreichen Unterstellungen und Vorurteile gar nicht. Insgesamt wirkt die Gruppe, die eine immense Rolle in dem Buch spielt, als eingeschworene Truppe, die sich gegenseitig beschützt. Manchmal wird das meiner Meinung nach aber übertrieben. Vermutlich erklärt sich dieses Verhalten durch die früheren Erfahrungen, was einerseits nachvollziehbar ist/war, andererseits genervt hat.

Die eigentlichen Thriller-Elemente gehen in den von Familiendramen gespickten Handlungsstränge oftmals unter und verstecken sich dazwischen. Selbst der Thriller ist ein gut getarntes und grausames Familiendrama. Nur brutaler, rasanter und nervenaufreibender gestaltet.

Fazit: Trotz der geringen Quantität der Thriller-Elemente konnten mich die persönlichen Charakterentwicklungen sehr gut unterhalten und überzeugen. Nur wäre hier weniger mehr gewesen. Deswegen vergebe ich gute 3 Sterne.

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