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Veröffentlicht am 14.06.2020

Leider eher enttäuschend

City of Girls
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Worum geht’s?
Im New York der vierziger Jahre lernt die junge Vivian das Großstadtleben bei ihrer Tante kennen. Als Mädchen vom Lande war sie schon zu Schulzeiten eher eine Rebellin, und als sie schließlich ...

Worum geht’s?
Im New York der vierziger Jahre lernt die junge Vivian das Großstadtleben bei ihrer Tante kennen. Als Mädchen vom Lande war sie schon zu Schulzeiten eher eine Rebellin, und als sie schließlich von einer angesehenen Universität fliegt, entscheiden sich ihre Eltern dazu, sie für einige Zeit nach New York zu schicken. Dort schnuppert sie das erste Mal den Duft der Freiheit und lässt sich von der Lebendigkeit der Metropole mitreißen – Was eine Menge Alkohol, Partys und Männer mit einschließt.


Meine Meinung
Vom Cover und von der Leseprobe ausgehend hatte ich mir leider ein wenig mehr versprochen, als ich schlussendlich tatsächlich bekommen habe.

Der Schreibstil ist überwiegend angenehm zu lesen, trotzdem gibt es immer mal wieder Stellen, an denen sich alles ein wenig zieht. Die Idee, die Protagonistin in Form eines Briefes aus ihrem Leben erzählen zu lassen finde ich zunächst einmal ziemlich kreativ, in diesem Ausmaß und mit dieser Masse an detailreichen Beschreibungen ihres Intimlebens war mir das dann jedoch schon ein wenig zu viel des Guten.

Mit der Protagonistin selber konnte ich mich ehrlich gesagt nicht identifizieren. Sie geht insgesamt einfach sehr naiv an das Leben heran und hat in meinen Augen während der gesamten Geschichte keine wirkliche Entwicklung durchgemacht. Darüber hinaus ist ihr New Yorker Leben wirklich ein wenig exzessiv und diese Beschreibungen im Brief einer knapp neunzigjährigen Frau an eine Siebzigjährige wirken auf mich nicht gerade authentisch.

Was ich außerdem ein wenig anstrengend fand, war die Distanziertheit mit der so manche Ereignisse geschildert wurden. So konnte ich einfach nicht wirklich in die Geschichte eintauchen und auch keine emotionale Bindung zur Protagonistin Vivian aufbauen, was das Lesen irgendwann wirklich anstrengend gemacht hat.


Fazit
Von City of Girls hatte ich eine deutlich mitreißendere Storyline erwartet. Die Protagonisten konnten mich leider nicht so wirklich berühren und haben mich stattdessen zeitweise sogar eher gelangweilt. Die große Begeisterung für dieses Buch kann ich daher leider nicht teilen.

Von mir gibt es daher nur zwei Bücherstapel

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Veröffentlicht am 03.01.2026

Leider ein Abbruch für mich

We Will Give You Hell
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Worum geht’s?
Schon ihr ganzes Leben lang ist Hellea wütend. Nicht nur ihr Umfeld, sondern auch sie selbst leidet unter den ständigen Anfällen, die sie immer weniger kontrollieren kann. Als sie dann den ...

Worum geht’s?
Schon ihr ganzes Leben lang ist Hellea wütend. Nicht nur ihr Umfeld, sondern auch sie selbst leidet unter den ständigen Anfällen, die sie immer weniger kontrollieren kann. Als sie dann den bestandenen Schulabschluss mit ihren Freunden bei einer gemeinsamen Wanderung durch Schweden feiern will, kommt es zum Eklat – und sie trifft auf eine Gruppe geheimnisvoller Frauen, in deren Gemeinschaft sie mehr über sich selbst lernt, als irgendwo sonst.


Meine Meinung
Auch wenn ich nur ungerne meine Lebenszeit verschwende, kann ich es eigentlich überhaupt nicht leiden, Bücher zu lesen, die mir absolut nicht zusagen und sie dann doch abzubrechen. In diesem Fall habe ich es aber mehrfach versucht, bin dabei jedoch nie bis zum Ende durchgekommen.

Bereits der Beginn hat mir Schwierigkeiten bereitet, da mir der Schreibstil irgendwie sehr sperrig vorkam und ich keine der Figuren besonders sympathisch fand.

Insbesondere Hellea kam mir eher anstrengend vor, da ich ihre zahlreichen Anfälle zwar ohne Frage nervig fand, sie aber ehrlich gesagt gar nicht so sehr als Wut wahrgenommen habe. Die Situationen und die Beschreibung von Helleas Gefühlen dabei kamen mir häufig fast schon absurd vor, was für mich einfach kein guter Start war.

Auch die Nebenfiguren, insbesondere ihre Freunde fand ich sehr seltsam, da ich ihre Handlungen teilweise einfach absolut nicht nachvollziehen konnte. Ich hatte insbesondere während der Wanderung einfach das Gefühl, irgendetwas verpasst zu haben, denn egal wie sehr mich jemand auch nervt, ihn oder sie einfach im Wald zurückzulassen wäre in keiner Situation eine Option für mich. Die Hinführung zu dieser Entwicklung kam mir daher sehr seltsam und nur wenig authentisch vor, was dann auch das anfangs noch recht interessante Zusammenleben im Wald für mich leider nicht mehr herausreißen konnte.

Die Geschichte als Urban Fantasy zu kategorisieren, hat bei mir dann auf jeden Fall irreführende Erwartungen geweckt, da ich so beim Vorblättern auch wirklich enttäuscht vom Ende war. Die Auflösung habe ich zwar lediglich überflogen, so richtig gut gelöst fand ich die aber ehrlich gesagt auch nicht. Obwohl die Themen dieses Buches definitiv wichtig sind und ich grundsätzlich Potenzial in der Handlung gesehen habe, bin ich daher im Nachhinein leider wirklich enttäuscht.


Fazit
Für mich war dieses Buch leider ein absoluter Fehlgriff, auch wenn die Grundidee spannend klang und mir eine solche Geschichte eigentlich hätte gefallen können. Die Charakterisierung der Figuren, ihr Verhalten und auch die Auflösung haben mich eher gelangweilt als mein Interesse zu wecken, weshalb ich dann schlussendlich schweren Herzens aufgegeben habe.

Dafür gibt es einen Bücherstapel von mir.

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Veröffentlicht am 27.01.2024

Leider eine ziemliche Enttäuschung

Endstation Berlin
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Worum geht’s?
Nach der Trennung von ihrem alkoholkranken Mann soll der Job in Berlin ein Neuanfang für Kriminalhauptkommissarin Helene Eberle werden. In Berlin kann sie jedoch noch nicht einmal wirklich ...

Worum geht’s?
Nach der Trennung von ihrem alkoholkranken Mann soll der Job in Berlin ein Neuanfang für Kriminalhauptkommissarin Helene Eberle werden. In Berlin kann sie jedoch noch nicht einmal wirklich ankommen, als schon der erste Mord ihre Aufmerksamkeit fordert – und der soll nicht der einzige Fall bleiben, der Berlin in Atem hält.


Meine Meinung
Eigentlich war ich bisher ja immer ein bisschen stolz darauf, dass ich Bücher auch dann zu Ende lese, wenn sie mir eigentlich nicht liegen. Bei diesem hier muss ich aber leider zugeben, dass diese Serie ein Ende hat, denn auch wenn ich es mehrfach versucht habe, konnte ich mich nach fast sechzig Prozent einfach nicht weiter dazu zwingen, weiterzulesen.

Meine Probleme fingen leider schon recht früh in der Geschichte an, auch wenn ich den Beginn eigentlich noch ziemlich vielversprechend fand. Die Mischung aus Verbrechen, die man direkt miterlebt, den eigentlichen Ermittlungen und den privaten Einblicken in das Leben der Protagonistin hatte in meinen Augen eine ganze Menge Potenzial, die Begeisterung und der Lesespaß haben sich bei mir dann aber leider einfach nicht eingestellt.

Der Schreibstil klang für mich irgendwie sehr hölzern und gestellt, was auf Dauer anstrengend zu lesen war. Dass ich das Präteritum in Gesprächen sehr befremdlich klingend finde ist zwar sicherlich mein persönliches Problem, so wie sich die Figuren ausgedrückt haben hatte ich aber wenig Lust, weiterzulesen.

Auch die Handlung konnte mich leider nicht überzeugen, auch wenn die Fälle sicherlich eine Menge Spannungspotenzial hatten. Die Zeit- und Ortsangaben über jedem Kapitel waren für die Orientierung hilfreich, denn die zahlreichen Sprünge zwischen Figuren und Ereignissen waren insbesondere durch die wirklich kurzen Kapitel verhältnismäßig hektisch. Mir persönlich war das irgendwann einfach etwas zu viel, vor allem weil es so unglaublich viele Vorausdeutungen gab, die mir die Spannung genommen haben und bei den kaum nennenswerten Kapitellängen nicht hätten sein müssen.

Anstrengend zu lesen fand ich auch, wie viel besser als alle ihrer Kollegen Protagonistin Helene war. Egal, ob es um ihre Kollegen, die eigene Behörde oder irgendeine andere ging, ständig waren alle anderen Figuren unfähig, lustlos und verpeilt, wodurch die Protagonistin den Tag mit ihrer Genialität retten musste und auch eigenmächtige Entscheidungen natürlich mit vollem Erfolg erzwingen kann. Mich konnte das insgesamt einfach nicht zum weiterlesen motivieren, weshalb ich das Buch und die Figuren hinter mir lasse und mich anderen Lektüren zuwende.


Fazit
Auch wenn ich mich wirklich mehrfach bemüht habe, war diese Geschichte einfach nichts für mich. Ich konnte weder mit dem Schreibstil, noch mit den Figuren oder der Handlung etwas anfangen und musste mich lange durch das Buch quälen, bis ich irgendwann aufgegeben und es tatsächlich abgebrochen habe.

Dafür kann ich leider eigentlich keinen Bücherstapel vergeben (und muss es für die Bewertung trotzdem tun).

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Veröffentlicht am 25.08.2021

Mehr Leseprobe als alles andere

Das Verhör
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Meine Meinung
Ehrlich gesagt stelle ich mir immer noch die Frage, was überhaupt Sinn und Zweck dieser Geschichte sein soll. Als Geschichte kann man die paar Seiten dabei noch nicht mal wirklich bezeichnen, ...

Meine Meinung
Ehrlich gesagt stelle ich mir immer noch die Frage, was überhaupt Sinn und Zweck dieser Geschichte sein soll. Als Geschichte kann man die paar Seiten dabei noch nicht mal wirklich bezeichnen, denn eigentlich gibt es weder eine vernünftige Charaktervorstellung, noch einen wirklichen Spannungsbogen.

Was ich persönlich extrem kurios fand, war die Tatsache, dass man nicht einmal den Namen der hier ermittelnden Polizistin erfährt. Die wirklich knapp abgearbeitete Handlung wirkt auf mich ehrlich gesagt ein wenig lieblos dahin geklatscht, und insbesondere das Ende des ohnehin schon kurzen Textes hat auf mich einen sehr hektischen Eindruck gemacht.

Mit dieser Kurzgeschichte könnte man mich eher nicht davon überzeugen, mehr Bücher dieses Autors lesen zu wollen, denn selbst für eine Kurzgeschichte kam mir die Umsetzung hier eher minderwertig vor.


Fazit
Als Prolog zu einer eigenen Geschichte hätte sich das Werk hier sicherlich besser gemacht, denn ehrlich gesagt konnte ich mit diesen wenigen Seiten kaum etwas anfangen. Immerhin habe ich mich beim Lesen nicht gelangweilt, das war aber ehrlich gesagt auch schon so ziemlich alles.

Von mir gibt es dafür einen Bücherstapel.

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Veröffentlicht am 11.02.2020

Ein Porträt der dunkelsten menschlichen Abgründe

Die Fesseln des Bösen
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Worum geht’s?
Um Gewalt. Hauptsächlich um Gewalt.

In Paris werden die Leichen zweier Stripperinnen gefunden, beide sind grausam entstellt und mit ihrer eigenen Unterwäsche gefesselt. Commandant Stéphane ...

Worum geht’s?
Um Gewalt. Hauptsächlich um Gewalt.

In Paris werden die Leichen zweier Stripperinnen gefunden, beide sind grausam entstellt und mit ihrer eigenen Unterwäsche gefesselt. Commandant Stéphane Corso und sein Team nehmen die Ermittlungen auf und stoßen schon bald auf einen vielversprechenden Hauptverdächtigen – Den Maler Sobiesky, der mit beiden Opfern ein Verhältnis hatte. Der kann jedoch wasserfeste Alibis für die beiden Tatzeitpunkte vorweisen und scheint somit als Tatverdächtiger auszuscheiden. Corso sieht sich mit einem äußerst verzwickten Fall konfrontiert, dessen Abgründe nach ihm selbst zu greifen scheinen.


Meine Meinung
Was ich zunächst einmal positiv fand, war die angenehme Stimme des Sprechers. Seine Betonungen waren passend gewählt und wirkten nicht seltsam oder künstlich, was beim Zuhören sehr gestört hätte.

Überhaupt nicht gefallen hat mir dann leider die Geschichte. Die Einstiegsszene ruft noch immer Verwirrung bei mir hervor, und auch die darauf folgende Handlung lässt mich zeitweise einfach nur mit dem Kopf schütteln.

Der Hauptteil des Plots lebt von der überdimensionalen Grausamkeit, mit der nicht nur die Morde, sondern auch so ziemlich alle anderen Gewalttaten – und davon gibt es einige in dieser Geschichte – begangen werden. Auf so viel Blut und so viele Verletzungen bin ich noch nie in einem Thriller gestoßen, und davon sind ja nicht nur die Opfer, sondern teilweise auch die Ermittler und die Tatverdächtigen betroffen. Dass zumindest Corso grundsätzliche alle Angriffe auf sein Leben mehr oder weniger unbeschadet übersteht oder zumindest danach grundsätzlich noch einsatzbereit ist, erschien mir jedenfalls nur wenig glaubhaft.

Gerade in Bezug auf die Ermittler muss ich ebenfalls sagen, dass die Mehrheit von ihnen sehr überzogen dargestellt wurde. Corso ist ein äußerst brutaler Mensch, der auch im Dienst kaum ein Maß kennt und Verdächtige nicht gerade mit Samthandschuhen anfasst. Er schießt und prügelt sich so durchs Leben, wird aber nie dafür zur Rechenschaft gezogen. Im Endeffekt wird dieses Verhalten mit seiner Abstammung erklärt, was zur Zusammenführung der Handlungsstränge zwar irgendwo nicht ganz unkreativ gemacht wurde, mir aber kaum plausibel erscheint.

Mit einer Länge von etwas über zehn Stunden kamen für mich besonders im Bereich der Gerichtsverhandlung ein paar Längen auf, die im Kontrast zu der überzogenen Brutalität in den Kapiteln zuvor standen. Ich hätte auf viele Details gut und gerne verzichten können und werde in nächster Zeit erst mal auf etwas freundlichere Genres zurückgreifen.


Fazit
Für schwache Nerven ist diese Geschichte auf jeden Fall nichts.

Die äußerst detaillierten Beschreibungen der abartigsten Grausamkeiten formen Bilder im Kopf, die die wenigsten Menschen tatsächlich haben möchten. Fesselnd ist diese Geschichte im wahrsten Sinne des Wortes – Wenn auch eher vor Abscheu und Erschaudern, aber trotzdem wollte ich wissen, wie sich der Fall am Ende auflösen würde.

Wer es blutig mag, dem wird dieses Hörbuch sicherlich gefallen. Mein Fall war das aber leider überhaupt nicht.

Von mir gibt es noch einen Bücherstapel für die gute Arbeit des Sprechers


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  • Sprecher
  • Spannung
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