Platzhalter für Profilbild

Waschbaerin

Lesejury Profi
offline

Waschbaerin ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit Waschbaerin über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 29.06.2021

Heute bejubelt und morgen ausgepfiffen

Iassine Shaka
0

Das Buch "Iassine Shaka König von Afrika" ist ein Jugendroman und gehört ganz sicher zu der überschaubarer Menge von Romanen dieses Genres, das auch Jungs und junge Männer begeistern wird. Man sagt diesen ...

Das Buch "Iassine Shaka König von Afrika" ist ein Jugendroman und gehört ganz sicher zu der überschaubarer Menge von Romanen dieses Genres, das auch Jungs und junge Männer begeistern wird. Man sagt diesen ja nach, zu den Lesemuffel zu gehören. Doch meiner Meinung nach ist diese Leseunlust zum großen Teil auch dem fehlenden männlichen Lesestoff geschultert, denn die meisten Jugendromane zielen auf Mädchen als Leser. Mit diesem Roman hat Mann also die große Chance.

Das Thema, um das sich in diesem Buch alles dreht ist Fußball. Iassine Shaka, das 20jähriges Ausnahmetalent aus Afrika, steht in seinem jungen Leben bereits ganz oben und sein Name ist ein Begriff in der Welt des Fußballs. Er spielt in Paris bei einem sehr bekannten Verein. Doch es kommt zu Schwierigkeiten zwischen ihm, dem Trainer, einigen Spielern und vor allem seinen Fans, den Zuschauern.

In diesem Teil des Romans zeigt es sich, wie schwierig es für einen jungen Menschen ist, ganz allein auf sich gestellt und ohne die eigene Familie in der Nähe, in dieser schnelllebigen Fußball-Welt zu bestehen, in der es nur um Erfolg geht. Heute wird man bejubelt und wie ein "Gott" gefeiert doch bereits morgen ertönen Pfiffe, sobald das Fußballfeld betreten wird. Die Bewunderer von gestern sind die Kritiker von heute und gäben morgen am liebsten den Todesstoß.

Genau so ergeht es Iassine. Seine ehemaligen Förderer geben ihm keinen neuen Vertrag. Kein Wunder, so wie er sich gibt. Mir kommst spontan das Wort Überheblichkeit in den Sinn. Der Umgang mit ihm ist schwierig. Letztlich wird er nach Katar vermittelt. Obwohl er weiß, dass er als Spieler in dieser unbedeutenden Mannschaft keine Zukunftschancen hat, nimmt er das Angebot an. Zu sehr lockt das Geld.

Vom Autor wurde dieser Umschwung in Iassins Leben und der Veränderung seiner Einstellung zum Sport sehr gut beschrieben. Wer würde nicht den Verlockungen von zig Millionen Dollars erliegen? Von diesen Summen, dem Luxus seiner Wohnung die ihm zur Verfügung gestellt wird und dem nun Erreichten hätte er früher nie zu träumen gewagt - doch jetzt da er all dies hat, fühlt sich das Leben schal an. Es ist als sei er in einer Sackgasse gelandet, in der es nicht weiter geht. Verletzungen mit Aus-Zeiten sind da nicht eingeplant. Nur noch mit Alkohol ist der Alltag für ihn zu ertragen. Er bekommt viel Geld, viel zu viel Geld fürs Nichtstun. Doch im innersten weiß er, das Einzige was ihn glücklich macht ist Fußball spielen. Nicht an diesem Nobelort für einen privaten Club eines Prinzen sondern für den Kontinent, in dem er geboren wurde und in dem seine Wurzeln sind: Afrika.

Im Grunde ist dieses in der Zukunft spielende Buch der Entwicklungsroman eines jungen Afrikaners. So könnte es tatsächlich einem jungen Menschen ergehen, wenn er über viel Talent verfügt und zur rechten Zeit am rechten Ort ist und dort auch den richtigen Menschen begegnet, die ihn fördern. Doch wie ergeht es einem jungen Menschen in dieser Scheinwelt?

Dieser Jugendroman hat so ziemlich alles, was Heranwachsende von einem Buch erwarten. Eine spannende Geschichte, dazu ein Protagonist der die Träume lebt, die viele Jugendliche haben, aber aus den unterschiedlichsten Gründen nicht leben können. Dazu ist Iassin ein junger Mann in den man sich ohne große Mühe hinein versetzen kann, mit dem man mit leiden und mit fiebern kann.

Für mich als Nicht-Fußball-Fan hatte der Roman bei den Spielbeschreibungen einige Längen. Doch was sich für mich etwas zog, wird jugendliche Fußballfans vollauf begeistern und in den Bann ziehen.

Mein Fazit: Ich denke, dieses Buch verlangt nach einer Fortsetzung.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 03.12.2020

Aus Sicht von Ada: "Meine Familie, wo seid ihr gewesen, als ich euch brauchte?"

Ada, wo bist du?
0

"Ada, wo bist du?" von Melanie Kleinloh ist ein sehr emotionales Buch. Wer bereits schon mal Bücher des fontis Verlages gelesen hat der weiß, dass einen keinen dieser Allerweltsromane erwartet. Dieses ...

"Ada, wo bist du?" von Melanie Kleinloh ist ein sehr emotionales Buch. Wer bereits schon mal Bücher des fontis Verlages gelesen hat der weiß, dass einen keinen dieser Allerweltsromane erwartet. Dieses Buch hat auch sehr viel Gottesbezug.

Das Buch wird vom Ende her erzählt, als sich Ada mit dem Fahrrad auf den Weg zu einer Verabredung mit ihrer Tochter und ihrem Enkel macht. Gegenwart und Vergangenheit fließen ineinander. Das Heute wäre nichts ohne das Gestern.

Im Mittelpunkt stehen Ada und Johan die sich bei einer christlichen Jugendfreizeit kennenlernen. Von der Autorin sehr schön beschrieben, wie sie sich Zeit lassen und die Liebe zwischen ihnen langsam aber stetig wachsen kann. Haben sie von Anfang an gewusst, dass es die Lieben fürs Leben ist? Man könnte es fast glauben, wie beharrlich sie sind. Ada im Schwarzwald beheimatet und Johan in Berlin.

Der Weg führt beide nach Afrika in ein fremdes und auch aufregendes Leben. Das Glück lebt mitten unter ihnen und scheint vollkommen, als nacheinander drei Kinder zur Welt kommen. Doch wo Glück ist, gibt es auch Kummer. Ihr kleiner Sohn ist ein schwaches Kind, das viel Zuneigung und Fürsorge braucht. Trotzdem liegt er eines morgens tot in seinem Bettchen. Plötzlicher Kindstod.

Das Glück ist aufgebraucht. Gerade jetzt brauchten die beiden Mädchen ihre Mutter, doch sie ist nicht erreichbar. Lebt in ihrer tiefen Trauer. "Ada, wo bist du?" könnte man erstmals fragen.

Zurück in Deutschland leben sie ein ganz normales Familienleben. Vater, Mutter und zwei Kinder. Der Tod des Sohnes scheint überwunden. Doch etwas läuft nicht richtig. Haben sie zu wenig über ihre Gefühle, ihre Trauer gesprochen? Das die jüngste Tochter im Leben keinen richtigen Halt findet, mit Drogen in Kontakt kommt, bleibt lange unbemerkt. Sie strebt aus dieser Familie. Nur weg.

"Ada, wo bist du?", könnten Johan und ihre Kinder fragen, als in frühen Jahren bei Ada Alzheimer diagnostiziert wird und sie langsam aber stetig in ihrer eigenen Welt versinkt, immer weniger für ihre Familie erreichbar ist. Endlich ist sie wieder glücklich. Alles Belastende ist abgefallen. Sie ist frei.

Unglücklich und sehr oft ungehalten ist Johan, an dem nun alles hängt. Sein Beruf als Architekt und das Leben mit Ada, die er kaum mehr alleine zu Hause lassen kann.

"Ada, wo bist du?" fragt Johan, als er von der Arbeit nach Hause kommt und feststellt, seine Frau ist weg. Die sofort eingeleitete Suchaktion bleibt erfolglos. Es sind die kleinen, unglücklichen Zufälle des Lebens, dass sie nicht schnell genug gefunden wird.

Es ist, als hätte es dieses Verschwinden Adas bedurft, damit sich Johan der Liebe, die so schwierig geworden war, zu seiner Frau wieder bewusst wird.

Es ist ein sehr berührendes Buch. Wie ist es, wenn der Ehepartner oder die Mutter zwar physisch anwesend ist, sich jedoch als Person endlos weit entfernt hat, nicht mehr erreichbar ist?

Die Handlung des Buches und wie es der Autorin gelingt die einzelnen Situationen einzufangen ist auf jeden Fall fünf Sterne wert. Allerdings erinnert mich der Schreibstil der Autorin stellenweise an einen Schulaufsatz. Doch das ist nur eine Kleinigkeit als Makel.

Es ist ein lesenswertes Buch. Zeigt es doch, wie nah das große Glück und das tiefe Leid im Leben beieinander liegen.

"Ada, wo bist du?". Aus Adas Sicht könnte es auch heißen: "Meine Familie wo seid ihr gewesen, als ich mich verlor?".

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 21.02.2020

Tradition und Moderne stehen sich gegenseitig im Wege

Indian Cowboy
0

"Indian Cowboy - Der rote Mustang" ist der dritte Band einer Reihe, der im heutigen US-Amerika spielt. Im Mittelpunkt steht auch hier Ryen, ein junger Lakota, der die Tradition seines Stammes in sich trägt, ...

"Indian Cowboy - Der rote Mustang" ist der dritte Band einer Reihe, der im heutigen US-Amerika spielt. Im Mittelpunkt steht auch hier Ryen, ein junger Lakota, der die Tradition seines Stammes in sich trägt, aber in einer modernen Welt lebt. Längst hat er begriffen, dass es auch im Reservat Veränderungen geben muss, will man den Nachkommen ein eigenständiges Leben und eine bessere Zukunft gestalten. Bisher konnte er seine Familie mit seinem Geld, dass er in der weißen Welt verdiente unterstützen. Doch dieses Leben hat ihn innerlich zerrissen. Für die Stammesangehörigen ist er ein Weißer geworden, jedoch für die Weißen ist er eine Rothaut. Ryan muss sich entscheiden, wie es in seinem Leben weitergehen soll.
Seine Ausbildung bei der Air-Force (1. Band), verbunden mit seinem indianischen Talent, ist sein Kapital, auf dem er eine Zukunft aufbauen kann. Das weiß er inzwischen. Er kann nicht nur gut reiten, nein, er ist auch ein genialer Autofahrer und so führt ihn sein Weg - natürlich hat auch da wieder Ryan's gutmütiger Freund Baxter seine Hände im Spiel - in einen Rennstall. Alte Mustangs werden aufgemöbelt und die Rennen finden nicht auf ausgebauten Strecken statt, sondern im freien Land. Schon bald ist der unbekannte Indianer der Star unter den Fahrern und bringt dem Rennstallbesitzer viel Geld ein. Da sind Missgunst und Neid der anderen Fahrer vorprogrammiert. Doch damit nicht genug, gibt es auch noch dunkle Geschäfte. Dass es dadurch zu einem schweren Unfall kommt, bei dem Ryan gefährlich verletzt wird, nehmen die Beteiligten billigend in Kauf. Das ist der Inhalt des Buches in Kurzfassung, ohne zu viel zu verraten.

Jedoch, der Roman ist wesentlich mehr. Die Autorin hat gute Recherche über indianische Kultur, speziell des Stammes der Lakota betrieben und dies immer wieder in die Handlung des Romans eingebunden. Das Buch ist also nicht nur Unterhaltung, sondern ganz nebenbei erfährt man mehr über diesen Indianerstamm. Hintergründe zu seinen Sitten, seinen Bräuchen und seiner Rieten. Ich möchte nur ein Beispiel anführen: Die ursprüngliche Gewinnung des Gesteins zur Herstellung bestimmter Pfeifen war mir bisher völlig unbekannt. Ich fand es faszinierend, darüber zu lesen. Die Bräuche wurden von Generation zu Generation weitergegeben und haben einen tieferen Sinn. Ob dies allen heutigen Indianern in ihren Reservaten noch bekannt ist, sei mal dahingestellt. Wie überall gibt es auch dort Gebildete und Ungebildete, Stammesälteste die an Hergebrachtem festhalten wollen und solche wie Ryan, die mit der Zeit gehen und den Fortschritt wollen. Ryan's Ziel ist es, die Farm umzugestalten um Gäste aufzunehmen die Geld einbringen, damit die Familie nicht mehr nur von der Hand in den Mund leben muss. Moderne und Tradition stehen sich da gegenseitig im Wege.
Für den Inhalt dieses Romans gebe ich auf jeden Fall volle fünf Sternchen. Das ist der Autorin Brita Rose Billert wirklich sehr gut gelungen. Leser, die sich für die indianische Kultur interessieren, werden von Anfang an gefesselt sein, von diesem Roman. Sprachlich sollte noch etwas aufpoliert werden. Deshalb mache ich einen Abzug von einem Sternchen.


  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 22.10.2019

Entscheidungen, die keine endgültigen Entscheidungen sind

Drei Leben mit dir
0

In dem Buch "3 Leben mit Dir" von Kerstin Böhm stehen die drei Freunde Rebecca, Jonas und Marc im Mittelpunkt dieses Romans.
Es beginnt mit der Beerdigung von Jonas, der mit Rebecca auf einer Reise durch ...

In dem Buch "3 Leben mit Dir" von Kerstin Böhm stehen die drei Freunde Rebecca, Jonas und Marc im Mittelpunkt dieses Romans.
Es beginnt mit der Beerdigung von Jonas, der mit Rebecca auf einer Reise durch Südamerika getötet wurde, als er Rebeccas Armband einem Diebe entreißen wollte. Jonas Mutter macht Rebecca für den Tod ihres Sohnes verantwortlich und beim Lesen ging mir durch den Kopf, "welche ein Albtraum!" Nicht genug damit, dass Rebecca alleine zurück bleibt, sie muss auch noch mit den Vorwürfen ihrer "Schwiegermutter" in Zukunft leben und wohl immer Zweifel haben, ob sie nicht doch eine Schuld trifft.
Doch dann das 2. Buch.
Es gibt die Möglichkeit, an einer bestimmten Stelle des Lebens die Ereignisse zu ändern, eine andere Entscheidung zu fällen und somit im Leben einen anderen Weg einschlagen. Wer wünscht sich das nicht? Wie oft trifft oder traf man eine Entscheidung, die man am liebsten wieder rückgängig machen würde. Doch im wahren Leben ist das nicht möglich. Jedoch, das ist das Besondere eines Romans. Dort kann man die Ereignisse beliebig steuern.
Rebecca, Jonas und Marc sind auch hier beste Schulfreunde, doch Rebecca, sehr wankelmütig und ansonsten überhaupt nicht entscheidungsfreudig, verliebt und entscheidet sich für Marc, dem man eine erfolgreiche Karriere vorhersagt. Er weiß was er will, wirkt wie ein fester Untergrund, auf dem man sein Haus bauen kann, damit es auch im Sturm fest steht. Jonas wirkt dagegen etwas leichtlebig, ohne konkrete Pläne für die Zukunft. Auch er geht seinen Weg, doch anders. Obwohl er sehr intelligent ist, wirkt er unstet macht mal dies und dann will er das. Am Ende veröffentlicht er, schreibt über die Kunstszene. Und Rebecca verfolgt seine Veröffentlichungen, träumt von ihm und nimmt wieder Kontakt auf, gerät irgendwann (wieder) in seinen Bann.
Ganz klar, so wie beide Männer - Jonas und Marc - beschrieben werden, ist in diesem Roman das Leben an Jonas Seite ein reizvolles Abenteuer, nichts Vorhersehbares, romantisch und viel aufregender als das Leben an der Seite von Marc.
Auch die übrigen Personen dieses Buches sind klar dargestellt, dass man sich jeden einzelnen konkret vor seinem inneren Auge sehen kann. Die Mutter von Rebecca, ihr verstorbener Vater, den sie noch immer so vermisst, als auch Jonas wohlhabenden Eltern, seine überkandidelte Mutter, die für ihren Sohn immer das Außergewöhnliche wollte.
Wer dieses Buch liest, sollte auch Interesse an der Musikszene haben, denn immer wieder spielen bestimmte Musikstücke eine große Rolle. Rebecca und Jonas - irgendwie sind sie sich sehr ähnlich.
Es ist ein Frauenbuch, das sich gut und flüssig lesen lässt. So richtig was für einen verregneten Sonntag auf der Couch, wenn man Lust auf Romantik hat.

Veröffentlicht am 01.09.2019

Eine junge Frau aus dem Pariser Banlieue trifft auf drei Nonnen im Kloster

Eine himmlische Katastrophe
0

"Eine himmliche Katastrophe" von Thomas Montasser ist ein liebenswertes Taschenbuch von gerade mal 177 Seiten, das sich wunderbar in einer Handtasche verstauen lässt um in Bus oder Bahn auf dem Weg zur ...

"Eine himmliche Katastrophe" von Thomas Montasser ist ein liebenswertes Taschenbuch von gerade mal 177 Seiten, das sich wunderbar in einer Handtasche verstauen lässt um in Bus oder Bahn auf dem Weg zur Arbeit gelesen zu werden. Mit solcher Lektüre lässt sich der Tag wunderbar und mit einem Lächeln auf den Lippen beginnen.

Wir begegnen in diesem Unterhaltungsrom 3 älteren Nonnen in einem abgelegenen Kloster in Burgund. MIt den Finanzen ist es recht schlecht bestellt und die geldlichen Sorgen begleiten die drei gottesfürchtigen Frauen durch ihren Tag. Das Ende der Klostergemeinschaft scheint greifbar nah.

Doch dann kommt Louise aus dem Pariser Banlieue, mit Tatoos und Piercing! Nicht freiwillig reist sie in diesen abgelegenen Teil Frankreichs, sondern als eine Art Strafe. Das Gericht hat es ihr auferlegt. Alkohol, Drogen, schlechter Einfluss von Freunden - zu all dem soll sie Distanz gewinnen und ihr Leben neu überdenken.

Dass es bei dem Aufeinandertreffen von Lou und den drei ältlichen Nonnen (eine ist ihre Tante) zu Konflikten kommt, versteht sich von selbst. Erst die Musik wird zum Bindeglied und Lou muss erkennen, dass Nonnen auch ganz weltlich denken. Was es mit "Ein göttlicher Harem" auf sich hat, kann der Leser - wahrscheinlich werden es eher Leserinnen sein - in diesem Büchlein miterleben.

Obwohl es sich um einen locker und leicht zu lesenden Unterhaltungsroman handelt, verwendete der Autor eine ansprechende und gut gewählte Sprache. Ganz nebenbei erfahren wir auch noch dies und das über Land und Leute in Frankreich.

Wie oben schon bemerkt, es ist ein liebenswertes Taschenbuch in kleinem Format, das man ganz bequem im Rucksack oder der Handtasche transportieren kann. Vielleicht inspiriert es auch den ein oder anderen Leser, auf einem Ferientripp diesen Teil Frankreichs zu besuchen und vielleicht den Wein und den Käse zu kosten.