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Annafrieda

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 25.03.2025

Kratzt an der Oberfläche

Mut beginnt im Herzen
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Die Autorin nimmt uns hier mit auf die Reise einer Frau, die selbstfürsorglich das Zepter der Heilung ihrer Angststörung selbst in die Hand nimmt. Es werden gehbare Wege aufgezeigt und ihr gelingt es ziemlich ...

Die Autorin nimmt uns hier mit auf die Reise einer Frau, die selbstfürsorglich das Zepter der Heilung ihrer Angststörung selbst in die Hand nimmt. Es werden gehbare Wege aufgezeigt und ihr gelingt es ziemlich schnell umzudenken und ihr Leben in den Griff zu bekommen.

Angststörungen - ein weitreichendes Thema, das m. E. in diesem Buch nur an der Oberfläche kratzt. Ich könnte mir vorstellen, dass es bei Betroffenen die Hoffnung schüren könnte, dass deren Behandlung gar nicht so schwer ist, man muss nur den Anfang machen (was im Prinzip ja auch stimmt). Dem ist nicht so. Der Kampf mit den inneren Dämonen ist m. M. nach hier nicht ansatzweise erkennbar. Die Hürden der Therapieplatzsuche, die Problematik der Medikamentengabe, das Unverständnis vieler Mitmenschen, die Hilflosigkeit der Angehörigen und das eigene Öffnen anderen gegenüber kommen hier viel zu kurz.
Da ich mich als Betroffener an jeden Strohhalm klammere, hat das Buch meine Erwartungen nicht erfüllen können.

Der Eindruck entstand, weil das Genre des Buches nicht klar definiert ist. Darf ich es als helfenden Ratgeber interpretieren oder als fiktive Geschichte? Vielleicht ist genau das der Punkt. Das Thema ist einfach zu breit gefächert. Es hätte auf dem Klappentext deutlicher dargestellt werden können, wie sie gemeint ist.

Dennoch kann es Mut machen, erste Schritte in die richtige Richtung zu gehen. Der Schreibstil ist sehr angenehm, die Autorin hat wichtige Punkte angesprochen und es liest sich leicht.
Doch da ist und bleibt die Diskrepanz, wie man das Buch einstufen kann.

Das Cover ist sehr gelungen und ansprechend. Die Farbgebung ist toll.

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Veröffentlicht am 20.08.2020

Stadtpflanze findet Landei

Nur noch ein bisschen Glück
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Stella erbt auf dem Land das Haus ihrer Großmutter, das sich schnell als Ruine herausstellt. Darum möchte sie es schnell verkaufen und es gibt gleich zwei Kandidaten, die es haben möchten. Der eine ist ...

Stella erbt auf dem Land das Haus ihrer Großmutter, das sich schnell als Ruine herausstellt. Darum möchte sie es schnell verkaufen und es gibt gleich zwei Kandidaten, die es haben möchten. Der eine ist der Bauer Thor, Vater zweier halbwüchsiger Kinder, Witwer seit fünf Jahren. Der andere, Eric, ein Großgrundbesitzer und ein Ekel vor dem Herrn. Wer macht das Rennen?

Zumindest gefühlsmäßig kann Thor bei Stella punkten. Schnell stellt sich heraus, dass sie sich zueinander hingezogen fühlen. Und schon geht es los, mit Sex, Sex und immer wieder Sex. Das war mir einfach zu viel des Guten. Eine Szene, häufig wiederholt, nur mit anderen Worten, passt in dieser Häufigkeit einfach nicht in einen Roman, in dem die Autorin etwas mitzuteilen hat. Denn hier werden auch gesellschaftliche Themen angesprochen, was mir sehr gefallen hat. Das Zusammenwachsen einer gestörten Beziehung und die Aufarbeitung alter Wunden haben ihren Platz gefunden.

Doch leider sind auch einige Erzählstränge im Laufe der Geschichte auf der Strecke geblieben, andere im Eiltempo abgearbeitet worden. Hier wäre meines Erachtens weniger mehr gewesen. Es muss am Ende nicht alles ein Ende finden, es darf auch was offen bleiben, wenn es plausibel ist.

Die Charaktere fand ich an sich stimmig, an einigen Stellen etwas überzeichnet. Der eine oder andere war mir etwas näher, aber das ist natürlich Geschmackssache.

Ich finde, dass Simona Ahrnstedt einen schönen Schreibstil hat. Dennoch habe ich hier keinen durchgehenden roten Faden gefunden. Zuviel angerissen, zuviel gewollt

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Veröffentlicht am 13.05.2020

ein netter Plot - aber die Geschichte zieht sich

Der Klang des Herzens
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Erst einmal: Ich hätte niemals gedacht, dass ich für eines von Jojo Moyes' Büchern jemals drei Sterne vergeben werde, aber das ist hier leider der Fall.

Isabel hat ihr Leben ihrer Geige und der Musik ...

Erst einmal: Ich hätte niemals gedacht, dass ich für eines von Jojo Moyes' Büchern jemals drei Sterne vergeben werde, aber das ist hier leider der Fall.

Isabel hat ihr Leben ihrer Geige und der Musik gewidmet. Sie lebt in ihrer eigenen Welt, ihr Mann und ihre zwei Kinder Thierry und Kitty, leben quasi ein eigenes Leben, versorgt von einer Nanny. Plötzlich stirbt ihr Mann und Isabel steht unverhofft vor den Anforderungen des realen Lebens, das ihr fremd ist. Die hinterlassenen Schulden ihres Mannes zwingen sie, das Haus zu verkaufen und ihr sorgenfreies Leben hinter sich zu lassen. Sie und die Kinder ziehen in einen kleinen Ort auf dem Lande in das "Spanische Haus", das ihr Großonkel ihr vererbt hat. Es liegt wunderschon im Wald am See, doch innen gleicht es eher einer Ruine. Isabel ist "weltfremd" und lässt einfach alles geschehen, was andere vorschlagen. Es gibt noch weitere Interessenten für das Haus, doch das scheint Isabe nicht zu merken. Auch ihren Kindern, die ihre Hilfe in ihrer Trauer um ihren Vater dringend benötigen, kann sie keine Stütze sein. Es ist eher so, als wäre Kitty die treibende Kraft, die alles am laufen hält. Es dauert lange, bis Isabel endlich versteht, was wirkliche Leben bereit hält.

Die Story ist ganz charmant - eine Mutter, die ihr Leben und das ihrer Kinder in den Griff kriegen muss, eine schöne Umgebung, nette Charaktere und eine Prise "es liegt Liebe in der Luft". Dennoch habe ich hier kaum Zugang zu den Figuren bekommen, sie blieben mir ziemlich fremd. Vielleicht war es am ehesten Kitty, die mit ihrer patenten Art die Geschichte trug. Die ganze Geschichte zog sich hin und ich fand es müßig, Isabel dabei zuzusehen, wie sie weltfremd an der Realität vorbei marschierte und andere ihr Leben bestimmten. Und auch, dass sie die Not ihrer Kinder nicht erkannte, die - beide jeder auf ihre eigene Art und Weise - mit der ganzen Situation nicht klar kamen. Viele Phasen hätte man kürzer halten können, ich denke, das hätte dem Buch gut getan. Und zum Ende hin löste sich alles viel zu schnell auf und für mich blieben Fragen offen.

Hervorzuheben ist der (gewohnt) tolle Schreibstil der Autorin. Es fehlte mir hier einfach das letzte Quäntchen Stoff, aus dem Herzensgeschichten gewebt sind. Daher diesmal leider nur drei Sterne.

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Veröffentlicht am 26.02.2020

Hält nicht, was der Klappentext verspricht

Diabolic – Fatales Vergehen
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Drei sechzehnjährige Mädchen - Shiloh, Kathrina und Ruth - werden beim nächtlichen Baden im See von einem Vergewaltiger überrascht, sie entkommen nur knapp. 15 Jahre später sind alle wieder in ihrer Heimatstadt ...

Drei sechzehnjährige Mädchen - Shiloh, Kathrina und Ruth - werden beim nächtlichen Baden im See von einem Vergewaltiger überrascht, sie entkommen nur knapp. 15 Jahre später sind alle wieder in ihrer Heimatstadt und müssen schockiert feststellen, dass während der Zeit ihrer Abwesenheit 3 junge Frauen verschwunden sind. Hat das was mit ihrem Erlebnis von damals zu tun?

Der Anfang war richtg toll und versprach viel Spannung. Auch die Vorstellung der heutigen Shiloh hat mir gefallen. Und dann kam so allmählich ein Einbruch der Geschichte für mich. Vielleicht lag es dran, dass sich die drei Geschichten der Frauen aufgrund der ähnlichen Liebesgeschichten doch stark ähnelten. Die ständigen erotischen Wiederholungen langweilten mich auf Dauer und ich finde, man hätte das kürzer fassen müssen. Und der Mittelteil zog sich und das letzte Drittel verlor sich in z. T. unwichtigen Kleinigkeiten. Vielleicht merkt man daran doch, dass hier mehr als ein Autor gewirkt haben. Das Ende kam dann rasant daher, der Täter blieb mir fremd bzw. fehlten mir mehr Hintergrundinformationen zu seinen Motiven. Auch fehlten mir wichtige Verknüpfungen der drei Frauen, vielleicht wäre mehr Spanung aufgekommen, hätte man die Geschichten nicht jede einzelne für sich erzählt. Shiloh war plötzlich gänzlich von der Bildfäche verschwunden, und dabei war gerade sie für mich der interessanteste Charakter. Mir fehlte hier die konsuquente Linie, irgendwie waren es drei einzelne Geschichten, die zusammen gefügt werden mussten. Für mich war es kein Thriller, viel Spannung kam nicht wirklich auf, alles zog sich in die Länge. Der als mit "Spannung hoch drei!" angekündigte Thriller konnte diesen Anspruch leider nicht erfüllen. Etwas gestrafft wäre sicher besser gewesen. Einige Charaktere erschienen mir nicht rund genug. Schade, ich hatte mir deutlich mehr vom Inhalt versprochen.
Der Schreibstil des Autoren hat mir meistens gut gefallen, lediglich im letzten Drittel tat ich mich mit dem auschweifenden Stil etwas schwer.
Ich vergebe 3 Sterne, da mich der Inhalt als Ganzes nicht wirklich überzeugt hat.

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Veröffentlicht am 08.11.2019

Das Buch hat meine Erwartungen nicht erfüllt

We Will Fall
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Ich muss sagen, dass mir die Rezension zu diesem Buch schwer gefallen ist, da es mich zwiegespalten zurück gelassen hat. Einerseits ist es flott geschrieben und das Lesen macht Spaß. Andererseits hatte ...

Ich muss sagen, dass mir die Rezension zu diesem Buch schwer gefallen ist, da es mich zwiegespalten zurück gelassen hat. Einerseits ist es flott geschrieben und das Lesen macht Spaß. Andererseits hatte ich immer mehr das Gefühl, das alles schon mal gelesen zu haben. Das ist auch nicht so weit hergeholt, denn der Inhalt spiegelt die Geschichte von Tristan und Isolde wider, übertragen in die heutige Zeit.

Tristan bestreitet Schachspiele und spielt seinem Cousin Marcus mit den Gewinnen viel Geld ein. Er ist ein kluger, ruhiger Junge, der gefallen möchte. Er musste seinen Vater verlassen und lebt nun bei seiner Tante in Brooklyn. Eines Tages zieht Izzy mit ihrer Familie von Manhattan nach Brooklyn und der Neuanfang ist nicht einfach für sie und es belastet sie zusätzlich, dass sich ihr Zwillingsbruder plötzlich verändert und zurückzieht. Doch dann lernt sie Tristan kennen und beide verlieben sich ineinander. Aber auch Marcus hat ein Auge auf Izzy geworfen und er ist es gewohnt zu kriegen, was er will. Alle in der Gang tanzen nach seiner Pfeife. Brianna, die total in Marcus verliebt ist, ist ihrer neuen Freundin Izzy gegenüben nicht ehrlich. Alle verstricken sich in Lügen und Intrigen.

"We will fall" ist ein Jugendbuch, das viele Probleme der heutigen Jugend aufzeigt. Hierarchie, Machtspiele, Kriminalität, Rassismus und Gewalt spielen eine große Rolle. das hat mir gefallen und passt gut. Die Charaktere blieben leider ziemlich seicht, mir hat hier und da die Tiefe gefehlt und somit auch die Emotionen der Protagonisten. Die Geschichte hat sich zum Schluss hin in eine Richtung entwickelt, die ich nicht mehr nachvollziehen kann. Zu viele Fragen bleiben offen. Natürlich kann eine Geschichte tragisch ausgehen, doch hier erscheint mir alles zu dick aufgetragen. Die Auflösung hat mir einfach nicht richtig gefallen und die Emotionen, die zum Schluss hin ausgelöst werden sollte, hätte ich mir schon früher gewünscht.

Die strikte Anlehnung an Tristan und Isolde hat mir am Ende das Lesen ein bisschen schwer gemacht. Einem Vergleich mit diesem großen Klassiker kann die Geschichte nicht stand halten. Vielleicht wäre es besser gewesen, ihn überhaut nicht erst einzugehen.

Schade, denn der Schreibstil als solcher hat mir gut gefallen.