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Steffi58

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 11.03.2020

Das magische Wort Danke

Dankbarkeiten
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Ein Danke öffnet Türen – wer das erst einmal verinnerlicht hat, ist den halben Weg schon gegangen. Buchcover zeigt genau das.
„Dankbarkeiten“ ist ein Buch mit einem nicht alltäglichen Thema , dem wir ...

Ein Danke öffnet Türen – wer das erst einmal verinnerlicht hat, ist den halben Weg schon gegangen. Buchcover zeigt genau das.
„Dankbarkeiten“ ist ein Buch mit einem nicht alltäglichen Thema , dem wir gerne aus dem Weg gehen.
Michka, die Protagonistin , liebt ihr selbstbestimmtes Leben . Aber schockiert muss sie feststellen, dass sie immer mehr Angstzustände hat und kaum noch alleine in ihrer Wohnung leben kann. Plötzlich verliert sie wichtige Dinge ; Erinnerungen , die Sprache. das ist nahezu unerträglich für sie.
Gut dass da noch Marie ist , eine junge Frau , die sich oft um Michka gekümmert hat. Sie bringt sie dazu , in ein Seniorenheim umzuziehen, was der alten Frau sichtbar schwer fällt . Nun bestimmt nicht mehr sie selbst ihr Leben , sondern die Regeln im Heim.
Und da ist da noch die Suche nach einem Ehepaar, welches eine große Rolle in Michkas Leben gespielt hat. Nach erfolglosen eigenen Versuchen , gibt Marie eine Suchanzeige auf…
Auch In Logopäden Jérôme, der im Heim arbeitet, findet Michka eine ihr zugeneigte Person, der ihr hilft , sich neu zu orientieren.
Die Autorin Delphine de Vigan hat einen einfühlsamen, eindringlichen und klaren Schreibstil. Exakt wählt sie die richtigen Worte und Sätze . Ihre Erzählweise erscheint so plastisch, dass man direkt mit in der Handlung zu sein scheint.
Ein tief berührender Roman , der noch lange im Herzen nachwirkt und nachdenklich macht. Da wir uns alle irgendwann mit dem Altern auseinandersetzten müssen , kann ich dieses Buch nur empfehlen, auch für ein besseres Verständnis für alte Menschen und unseren Umgang mit ihnen.

Veröffentlicht am 29.02.2020

Ein wichtiges Buch

Tagesschau & Co. – Wie Sender und Redaktionen Nachrichten machen
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Im Zeitalter der Fake News stellt dieses Buch ein absolutes Muss dar – für Kinder , aber auch für mich als Oma.
Schon die Leseprobe war sehr interessant und informativ.
Den ganzen Tag über passieren ...

Im Zeitalter der Fake News stellt dieses Buch ein absolutes Muss dar – für Kinder , aber auch für mich als Oma.
Schon die Leseprobe war sehr interessant und informativ.
Den ganzen Tag über passieren überall auf der Welt Abertausende von interessanten Dingen – und nur ganz wenige davon finden ihren Weg in Nachrichtensendungen oder -berichte. Wer wählt sie aus? Wie werden sie bearbeitet? Stimmt eigentlich immer alles, was die Nachrichtensprecher sagen? Und was passiert, wenn es Pannen im Studio gibt?
Diese Fragen werden auf kindgerechte, nicht kindische !Art und Weise beantwortet. Dabei verwendet die Autorin die verschiedensten Gestaltungsmittel ; z.B.: Illustrationen, Fotos und Infokästen . Dabei werden lustige Details nicht ausgespart . Zusätzlich gibt es Praktisches – es werden Vorschläge gemacht , was die Kinder selbst im Alltag ausprobieren könnten oder es gibt "Rätsel" zu lösen .
Das Cover passt perfekt in seiner Farbgebung zum Inhalt. Besonders hervorheben möchte ich noch die hochwertige Qualität des Sachbuches. Da geht beim häufigen Blättern und lesen nicht so schnell was kaputt.
Auch den oben Fake News wird sich gewidmet. vervollständigt wird das Ganze durch interessante Interviews Ingo Zamperoni ,Marietta Slomka(die ich für ihre zielstrebige Art ,Fragen zu stellen, liebe und Jennifer Sieglar aus der Kinder-Nachrichtensendung logo!.
Ich bin sehr beeindruckt : Das Buch scheint so gestaltet , dass Kinder unterschiedlichsten Alters damit umgehen können. Für Zehnjährige auf alle Fälle sehr geeignet. Auch Erwachsene können hier noch etwas lernen.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 26.02.2020

Ein ungleiches Paar …

Rote Kreuze
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… diese neuen Nachbarn : gegensätzlicher könnten die beiden nicht sein!
Das Coverbild hat etwas Verlagstypisches – schön , dass der Verlag es sich zur Aufgabe gemacht hat, auch hochwertige Bücher von eher ...

… diese neuen Nachbarn : gegensätzlicher könnten die beiden nicht sein!
Das Coverbild hat etwas Verlagstypisches – schön , dass der Verlag es sich zur Aufgabe gemacht hat, auch hochwertige Bücher von eher unbekannten Autoren und Autorinnen herauszugeben, zumal diese auch oft von hohem aktuellen Wert sind.
Zur Geschichte passt das Coverbild hervorragend; zumal die roten Kreuze ganz unterschiedlich interpretiert werden können. Sie dienen einerseits zur Orientierung der Protagonistin im Alltag – denn sie leidet an Alzheimer – und andererseits weisen sie in die sowjetische Geschichte unter Stalin.
Dem Autor ist es gelungen ein ungleiches Paar – der junge Alexander und seine alten Nachbarin Tatjana -mit gegensätzliche Charakteren auf eine spannende Reise in die Vergangenheit zu schicken.
Der Beginn dieser ungewöhnlichen Beziehung ist etwas holprig; Alexander fühlt sich unwohl und genötigt, der alten Frau zuzuhören: " Alte Leute neigen dazu , ihr eigenes Unglück überzubewerten." denkt er zunächst. Denn auch er selbst hat gerade erst einen schweren Schicksalsschlag erlitten. Aber Tatjana weiß , dass sie ihre Lebensgeschichte aufgrund ihrer Erkrankung bald nicht mehr erzählen werden kann. Dabei steht das gesundheitsbedingte Vergessen der alten Frau metaphorisch für das Vergessen eines schrecklichen Kapitels der russischen Geschichte.
Anfangs hört Sascha ihr nur widerwillig zu , aber schon bald versteht er, dass es wichtig ist, sich immer wieder zu erinnern und nachzudenken .
Ich finde, dass es dem Autor gut gelungen, Distanz zu wahren bei der Schilderung der Schicksale und dennoch schonungslos und ohne Verharmlosung zu erzählen. Die Auseinandersetzung mit dem Gelesenen überlässt er uns selbst.
"Der Staat tut alles, damit die Menschen die Grausamkeiten des Sowjetregimes vergessen ,und unsere Aufgabe ist es ,das nicht zuzulassen.“ Dieser Satz , der das Interview mit Sasha Filipenko am Ende des Buches einleitet, zeigt , dass der Autor seine gesellschaftliche Aufgabe sehr ernst nimmt.
Rote Kreuze ist ein sehr wichtiges Buch – ein lesenswertes Buch gegen das Vergessen.

Veröffentlicht am 31.01.2020

Ganz lebendig

Ausgestorben - Das Buch der verschwundenen Tiere
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Dieses Buch ist mir durch seine interessante äußere Erscheinung sofort aufgefallen. Das Cover erschien mir sehr liebevoll gestaltet.
Und als ich es jetzt zum Lesen bekam, konnte ich es nicht aus der ...

Dieses Buch ist mir durch seine interessante äußere Erscheinung sofort aufgefallen. Das Cover erschien mir sehr liebevoll gestaltet.
Und als ich es jetzt zum Lesen bekam, konnte ich es nicht aus der Hand legen – auch , weil die Haptik so toll ist. Nicht nur die erhabenen Bildteile sind außergewöhnlich, sondern besonders ist auch der eigentlich Griff. Das Buch ist nicht so rutschig , wie andere , die dann ob ihrer Größe den Kindern schon mal aus der Hand fallen.
„Ausgestorben - Das Buch der verschwundenen Tiere" mit den Illustrationen von Nikola Kucharska ist ein Buch für Kinder und Erwachsene. Ich bin ganz begeistern von den Bildern, die schon von den Kleinen mit großen Augen betrachtet werden.
Durch die realitätsnahen Bilder können schon die sich gut mit der Welt der ausgestorbenen Tiere auseinandersetzen und merken schon schnell , dass es nicht nur „Dinos“ gibt , die unsere Aufmerksamkeit haben sollten.
Auch als Nachschlagewerk eignet sich das Buch sehr gut , weil es gut gegliedert ist.
Auch ich als Oma habe durch das Buch viel Neues erfahren.

Mein Fazit : "Ausgestorben" ist DAS Buch für spannende Nachmittage mit den Enkelkindern, denn es ist eine gelungene Mischung aus Bildern und Informationen , bei dem es sogar einen „Wimmelbuch-Effekt „ gibt.

Veröffentlicht am 11.11.2019

Mord am Bassin d’Arcachon

Winteraustern
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An das Bassin d’Arcachon habe ich bisher nur gute Erinnerungen – aus dem Urlaub. Mörder sind mir da nicht begegnet, aber Austernzüchter wohl.
Es ist nicht das erste Mal, dass ich mit Luc Verlain in Berührung ...

An das Bassin d’Arcachon habe ich bisher nur gute Erinnerungen – aus dem Urlaub. Mörder sind mir da nicht begegnet, aber Austernzüchter wohl.
Es ist nicht das erste Mal, dass ich mit Luc Verlain in Berührung komme. Ich habe schon den Krimi „Château Mort“ : Luc Verlains zweiten Fall gelesen und war angetan von der sehr bildreichen und detaillierten Schreibweise des Autors und der Thematik eingebettet die Hitze des Sommers in den Weinbergen.Nun also Winterzeit und Austern.
Zum Inhalt:
Es ist Winterzeit am Bassin d’Arcachon; Hochsaison für die Austernzüchter. Allerdings gönnt nicht Jeder denen ihren Gewinn- Austerndiebe agieren mit immer drastischeren Methoden. Luc Verlain trifft sich mit seinem Vater, einem ehemaligen Austernzüchter, um dessen einstige Wirkungsstätte zu besichtigen. Dabei stoßen sie auf einen zusammengeschlagenen Mann und die übel zugerichteten Leichen zweier junger Männer, deren Identität sie zunächst nicht kennen. Da setzen Luc Verlains Ermittlungen an. Immer tiefer dringen Luc und seine Partnerin Anouk in ein Milieu von Missgunst, Neid und viel Geld ein.
Der Krimi ist ebenso stimmungsvoll erzählt , wie gewohnt: mit detaillierten Beschreibungen von Sprache, Landschaft, den Menschen und ihren Tätigkeiten der am Atlantik gelegene Region Aquitaine. Auch die Charaktere sind wie immer sehr differenziert und liebevoll gezeichnet.