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Veröffentlicht am 16.05.2020

Lieber Poseidon, ist Leona nun die Halbschwester von Percy Jackson? :D

Blut des Ozeans
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Blut des Ozeans von M.J. Lightner

Es gibt Tage, da fühlt man sich fehl am Platz. Fehl am Platz unter den Menschen, fehl am Platz auf dieser Welt, fehl am Platz in seiner Familie. Nicht richtig. Nicht ...

Blut des Ozeans von M.J. Lightner

Es gibt Tage, da fühlt man sich fehl am Platz. Fehl am Platz unter den Menschen, fehl am Platz auf dieser Welt, fehl am Platz in seiner Familie. Nicht richtig. Nicht passend. Weil man anders ist, und die Leute automatisch Angst haben, vor allem, was andersartig ist. Sie scheinen sich unwohl zu fühlen, und lassen diese Angst an den andersartigen Menschen aus….. als Nichtakzeptanz.

Manchmal ist es schwierig, sich auf jemanden einzulassen, jemand der sagt, er sei ein Freund. Doch wenn wir diesen nicht selbst als Freund wahrnehmen und annehmen, dann bleibt dieser uns seltsam fremd, obwohl er doch vielleicht wirklich nur unser bestes will. Auch bei mehreren Personen. Wenn diese dann auch noch schweigen, und nicht miteinander kommunizieren, entstehen oft Missverständnisse, allein aufgrund dessen, dass Dinge nicht ausgesprochen, oder eben verheimlicht werden.

Das Einlassen auf jemanden ist noch schwieriger, wenn man von Menschen immerzu enttäuscht wurde. Es ist schwierig, wenn andere einen immerzu abgelehnt haben. Man weiß nicht, ob jemand der freundlich zu einem ist, es ernst meint. Man weiß nicht ob er etwas damit bezweckt, und man hinterfragt jede Freundlichkeit. Und manchmal, wenn man jemanden akzeptiert wie er ist, dann schleicht sich das Gefühl ein, dass er es doch ernst meinen könnte. Und genau dieses Ernsthafte, das möchte man dann auf keinen Fall verlieren. Was einen manchmal so sehr ängstigt, dass man doch wieder Distanz hält. Es ist schwierig zu erklären, warum ich dies schreibe, aber so ein wenig, hat es auch mit dieser Geschichte zu tun. Doch worum geht es sonst noch?

Die Geschichte, die das Buch erzählt:

Wo fange ich am besten an, ohne zu viel zu verraten? Da gibt es eine alte Prophezeiung, ausgesprochen von Kassandra, dem Orakel, Dienerin des Apollon im Tempel von Delphi. Diese Prophezeiung beinhaltet Halbgötter, die geboren werden, und verschiedene Dinge tun. Sie sind die Kinder von 12 Göttern, und eines dieser Kinder, soll gegen die Götter des Olymp aufbegehren, um diese zu stürzen, und die Macht zu übernehmen. Die restlichen Halbgötter sind dazu da, dieses Szenario zu verhindern, und den abtrünnigen Halbgott aufzuhalten. Dies erstmal im Großen und Ganzen.

Unsere Hauptprotagonistin ist Leona, 17, die als normales Mädchen in Sunnyvale lebt, auf die Highschool geht, und sich da mehr schlecht als recht durchschlägt. Sie ist ein Bücherwurm, und wird von nicht allen akzeptiert, ist ein wenig sonderbar, und fühlt sich zum Meer hingezogen. Wir ahnen es: Ziemlich bald kommt heraus, dass sie die Tochter von Poseidon ist, die von anderen 5 Halbgöttern gesucht und gefunden wurde. Denn nur mit der gemeinsamen Kraft der Halbgötter können sie dem abtrünnigen Halbgott entgegentreten. Und so wird Leonas „Mana“ erweckt, ihre göttliche Kraft, und sie begibt sich zusammen mit den anderen Halbgöttern auf eine Reise quer durch die USA, um die restlichen Halbgötter zu finden, und den Abtrünnigen aufzuhalten. Wer auch immer von ihnen dieser sein mag. Doch so einfach ist das nicht, denn Leona wird von Visionen heimgesucht, und von Alpträumen geplagt. Haben diese mit ihrer Aufgabe zu tun? Sollen sie ihr helfen? Ist sie in Gefahr? Oder gar alle? Schaffen sie am Ende, die dunkle Macht des Abtrünnigen aufzuhalten? Und dann sind da ja noch diese Zombies, Skiás genannt. Zombies weil…… ach…. Was es mit denen auf sich hat, lest mal selbst. Sie sind auf jeden Fall hinter den Halbgöttern her.

Das Cover:

hat tatsächlich mit einer Szenerie aus dem Buch zu tun, und stellt so ziemlich genau etwas Wichtiges im Buch da. Was genau, müsst ihr selbst herausfinden. Aber es ist etwas mehr, als einfach nur das Aussehen eines griechischen Tempels, das Meer, und Poseidons Dreizack, dessen Tochter Leona ja ist. Ein wenig komplexer ist das Ganze schon.

Fazit und Gedanken zum Buch:

Hier zeigen die Halbgötter, dass sie mehr sind, als nur die Kinder ihrer Göttereltern. Mir gefällt, dass die Halbgötter hier nicht als „Übermenschen“ dargestellt werden, was ja auch Blödsinn wäre, sind sie doch überhaupt nur zur Hälfte Mensch, aber das will ich damit gar nicht sagen. Sie mögen zwar alle äußerlich schön und „göttlich“ aussehen, doch sind alle menschlich im Sinne davon, dass sie ihre Probleme haben, alle ein wenig als Sonderling abgestempelt werden, und von der Gesellschaft, oder den Menschen um sich herum nicht so ganz akzeptiert werden. Kurz gesagt, sie sind irgendwie „Freaks“. Aber aus der Sicht eines Freaks und Sonderlings, ist das natürlich nichts Schlimmes. Das Buch sagt auch aus, dass wir als Individuum immer auch individuell sind. Die Halbgötter haben zwar die Fähigkeiten ihrer Eltern, aber sie SIND nicht ihre Eltern, sondern eigenständige Individuen, was recht schön ausgearbeitet ist. Denn wirklich jeder der 12 Halbgötter ist anders, sowohl charakterlich, als auch von seinen Fähigkeiten. Alle tun sich gegenseitig gut, wahrscheinlich, weil sie das erste Mal im Leben sie selbst sein dürfen, und sich nicht verstellen müssen, oder ihre Fähigkeiten vor der Welt verstecken. Das gibt ein Gemeinschaftsgefühl, das gibt Sicherheit untereinander.

Doch das Buch erinnert auch an die vielen Menschen auf der Welt, die einzigartig sind, und ihre Einzigartigkeit mit niemandem teilen können, keine Freundschaften finden, und allein damit klarkommen müssen. Niemand finden, der so besonders ist wie sie. Und die wegen ihrer Besonderheiten einfach nur von der Welt, und den Menschen, die das nicht verstehen, niedergemacht werden, und daran zerbrechen, oder rachsüchtig werden. Das Buch zeigt auf, welche Formen von Alleinsein es gibt. Man kann unter seiner Familie leben, und allein sein, aber auch Menschen vermissen, die man vorher gar nicht gut kannte, die aber zum Lebensmittelpunkt werden, und ohne die man nicht mehr bestehen kann. Alleinsein in der Form, dass wir ausgegrenzt werden, und niemand haben, der an unserer Seite steht. Und selbst in Gruppen, in denen wir Geborgenheit finden, können wir ab und an allein sein. Wer immer allein ist, verbittert mit der Zeit.

Die Halbgötter sind anders. Und alles was anders ist, wird von uns Menschen nicht so gut akzeptiert. So hat jeder Halbgott seine Geschichte im Buch, und die ist meist tragisch, traurig, oder einfach nur so, dass man denkt, wie unfair das Leben und das Schicksal doch ist. Doch auch der Umstand, dass alle einen göttlichen Elternteil haben, der nicht direkt bei ihnen ist, zeugt davon, dass sie alle aus mehr oder weniger Familien kommen, die nicht ganz so sind, wie wir uns perfekte Familien vorstellen. Alleinerziehende Mütter, Kinder von Affären…. All das ist das, was uns griechische Götter in ihren Geschichten schon immer hinterlassen haben, wenn man es so sehen will. Und auch hier ist es nicht viel anders. Und auch wenn die Götter ihre Kinder lieben, so ist eines eben gewiss………… sie sind nicht da, um ihre Kinder aufwachsen zu sehen. Diese Einsamkeit, und Verwirrtheit der Kinder gipfelt darin, dass sie sich im Team der Halbgötter als Gruppe sehen, und diese Gruppe als ihre Familie ansehen, was ja lustiger Weise auch im gewissen Maße stimmt, wenn wir die Familienverhältnisse der Götter anschauen (jaja, irgendwie ein bisschen strange, was da so im alten Griechenland abging :D). Und genau das ist es, was mir am Buch so sehr gefällt.

Das Verhältnis der Protagonisten untereinander ist wohl der schönste Umstand, und gibt einem das schöne Gefühl von Zugehörigkeit mit. In einer Welt, in der die Halbgötterkinder sich meist NICHT zugehörig fühlen. Eben wegen ihrer Andersartigkeit. Das Problem der eigentlichen Distanz zu den Göttern, fällt mir hier im Buch auf. Ähnlich, wie beim guten Percy Jackson. Die Götter, die Kinder haben, die aber nur quasi eins von vielen sind, und nicht mit ihren Eltern leben können, da diese ja Götter sind. Irgendwie hat mich das schon immer traurig gemacht, obwohl dieses Schicksal ja auch irgendwie klar ist. Doch zeigt es auch, wie die Götter gelebt haben, und wie wild sie in ihren Handlungen waren. Das macht sie zwar nicht gerade sympathischer, aber auch interessanter. Und hey. Immerhin wäre Leona damit als Tochter des Poseidon irgendwie die Schwester von Percy Jackson, dieser dann quasi irgendwie in weiblich :D

Doch da ist diese Dunkelheit, die die Götter vernichten will. Wegen dieser müssen alle Halbgötter zusammenfinden, um stark genug gegen die Dunkelheit, einen Abtrünnigen, zu sein. Zombiewesen werden erweckt, die den Halbgöttern auf die Spur kommen, und sie heimlich jagen und vernichten sollen. Und wofür das Ganze? Da ist natürlich mal wieder jemand, der die Götter stürzen will, um die absolute Macht über den Olymp zu bekommen. Jaja. Größenwahn mal wieder. Oder doch etwas Anderes? Neid? Missgunst? Frust? Wut? Oder RACHE? Doch wofür, und warum? Erfahrt es :)

Das Buch hat seine Momente. Gefühle, Kämpfe, Geschichten, Emotionen, und einfach nur Szenerien, die wirklich schön und tragisch beschrieben sind. Manchmal fühlt man sogar durch das Buch hindurch die Melancholie der griechischen Tragödien, und der Mythologie, die auftauchen, und einen kapitelweise in einen Bann ziehen. Wer Göttergeschichten mag, wird Ähnlichkeiten zu anderen finden. Wer noch keine gelesen hat, kann gerne hier bei dieser beginnen. Doch alles in allem hat die Geschichte Potenzial, und gerne würde ich in Zukunft weitere Bücher und Geschichten von der Autorin entdecken und lesen können. Das einzige, was mich ein wenig gestört hat, das war, dass alles aus der Sicht von Leona erzählt wurde. Das ist vielleicht für die Geschichte nötig, denn sie ist die Hauptprotagonistin. Aber gerne hätte ich auch mal einen Gedankenstrang der anderen Halbgötter erfahren. Das ist vielleicht für die Geschichte nicht ungemein wichtig, mir sind in Büchern aber Charaktere immer sehr wichtig. Und denen muss ich mich nahe fühlen, um mit ihnen die Abenteuer bestehen zu können. Ansonsten hat mir die Geschichte sehr gut gefallen. Auch die Verwicklungen in die griechische Mythologie, und dass wir einiges darüber lernen können. Leona war mir kurz fremd. Vielleicht lag es daran, dass sie ihrer Gruppe, die es eigentlich alle gut mit ihr gemeint haben, seltsam distanziert gegenüber war, und so mir irgendwie auch. So ist die eigentliche Hauptfigur des Buches nicht meine Lieblingsfigur geworden, sondern jemand aus dem Kreis ihrer Halbgötterfreunde.

Das Ganze ist im Grunde genommen wie eine große Fahrt von Jugendlichen, und bei dieser sind wir dabei. Diese Suche der Halbgötter nacheinander ist ein Bestandteil der Geschichte. Positiv war die Fahrt an sich, weil sie mal wieder Träumereien geweckt hat, einfach in ein Auto zu steigen, und mit Freunden Abenteuer zu erleben. Was momentan so nicht möglich ist. Mir gefällt diese Szenerie des Herumreisens quer durch die Staaten, dem Übernachten in irgendwelchen alten Häusern oder Hotels, und der damit verbundenen…. Ja, irgendwie…. Freiheit? Und vor allem die Szenerie des Zusammenwachsens als Gruppe und Team……. Und eventuell mehr. Gehört Leona also dazu oder nicht? Gibt es auch hier Akzeptanz? Selbst dort wo Leona eigentlich dazugehört fühlt sie sich ausgegrenzt und nicht zugehörig, wie eine Fremde unter eigentlichen Bekannten, weil selbst in diesem Kreis noch besonders. Doch Misstrauen führt dazu Geheimnisse zu haben, nicht mit den anderen darüber reden zu wollen. Eben WEIL man ihnen nicht vertraut, und denkt, sie wollen vielleicht nichts mit einem zu tun haben, weil man so anders ist. Dabei machen sie sich vielleicht nur Sorgen? Doch Leona ist in allem erstmal alleine, obwohl sie nicht alleine ist. Sie sucht sich ihre eigene Einsamkeit aus, obwohl sie es nicht müsste. Und das birgt Gefahren. Nicht nur für Leona, sondern für das gesamte Team. Sie sind alle zusammen, und doch fühlt sich Leona allein, da ist ein Gefühl der Einsamkeit, und dies unter Gleichgesinnten. Also kämpft sie auf ihre Art um die Akzeptanz der anderen. Sich auf jemanden einzulassen, und ihm zu Vertrauen, ist schwierig. Nicht mal unbedingt immer in der Liebe, auch bei Freundschaften. Der Mensch, alle Individuen, brauchen Vertrauen. Doch was ist, wenn wir einfach so mit Menschen in ein Abenteuer geworfen werden, die wir vorher nicht kennen, ihnen aber auf einmal vertrauen müssen, weil sie die einzigen sind, die für das Fortschreiten unserer eigenen Lebensgeschichte wichtig sind? Aber es ist nicht nur eine Frage nach dem Vertrauen gegenüber einer neuen Gemeinschaft von Menschen, die alle nur eine Sache verbindet, nämlich, dass sie alle Halbgötter sind. Es ist auch eine Suche nach sich selbst, und die Frage nach dem, wer man eigentlich wirklich ist, und dass man nicht derjenige ist, der man glaubte, sein ganzes Leben lang zu sein.

Es gibt viel zu lernen über die griechischen Götter, genauer gesagt die wichtigsten Götter im alten Griechenland. Anspielungen auf diese, und auf die griechische Mythologie, sind sehr schön in der Geschichte verwoben. Die Idee, dass sich zum Beispiel in der Augenfarbe der Halbgötter erkennen lässt, von welchem Gott sie abstammen, fand ich sehr toll. Oder auch das fröhliche Symboleraten, welches Symbol zu welchem Gott gehört. Aber auch andere Gottesanspielungen und Vermischungen in Namen der Charaktere sind sehr gut gelungen.

Und das hat mir besonders Spaß bereitet. Es ist tatsächlich so, wie in den alten Mythen um die Götter, in den alten Legenden, in denen diese auf die Erde kamen, um die Menschen zu verführen. Meist mit etwas, das für diese unwiderstehlich war. Und so kamen dann auch damals die Halbgötter auf die Welt. Aphrodite verführt einen Modedesigner, der wahrscheinlich von ihrer Schönheit umgehauen wurde. Und Zeus verführt eine sehr religiöse Frau. Der Gott aller Götter, eine Frau, die an den einen Gott glaubt. Welch Ironie. Artemis die Göttin des Waldes hat sich einen Mann auf einer Farm ausgesucht. Demeter, die Göttin der Natur und Ernte und des Lebens einen Landschaftsgärtner. Und die gute Athene hat sich einen Menschen mit viel Wissen geangelt, der heute ein Museum leitet. Und das ein oder andere Mal ist mir vielleicht auch ein Pegasus begegnet :D

Und somit erhält das Buch 4,5 Sterne für die wundervolle Geschichte, die einen tief eintauchen lässt in die griechische Mythologie……… oder eben auch in den Ozean….hoffentlich ganz ohne Blut :)

Und weil Augen und ihre Farben hier eine besondere Bedeutung haben, und Leona ja quasi die Augen eines Ozeans hat, in ihrer Farbe, heute mein, für mich zumindest passendes, Rezensionslied:

„I've been watching you……..for some time.
Can't stop staring……………….at those oceans eyes.
Burning cities……………………..and napalm skies.
Fifteen flares inside……………those ocean eyes………..Your ocean eyes.“

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Veröffentlicht am 03.03.2020

Willkommen im tiefsten Mittelalter des 21. Jahrhunderts

Und es wurde finster
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Und es wurde finster – Ein Donau Krimi von Alexander Lorenz Golling

Wenn ich diesmal beim Buch einen Einleitungstext schreibe, müsste ich ein wenig über Fanatismus schreiben. Ein wenig über Religionen, ...

Und es wurde finster – Ein Donau Krimi von Alexander Lorenz Golling

Wenn ich diesmal beim Buch einen Einleitungstext schreibe, müsste ich ein wenig über Fanatismus schreiben. Ein wenig über Religionen, Kirche……… Fanatismus im Allgemeinen. Ich müsste zugeben, dass jeder Mensch, der fanatisch ist, nicht den Sinn und Zweck einer Religion sieht. Denn der Sinn und Zweck einer jeden Religion sollte nicht sein, besonders rückständig und mittelalterlich zu sein und zu leben, sondern Menschen zu helfen und tolerant zu sein. Wer allerdings fanatisch ist, ist nicht tolerant. Besonders in Religionen nicht. Man sieht die anderen nicht als seinesgleichen. Und ja. Ich muss das leider auch auf die Christen erweitern. Nicht alle! Um Gottes Willen. Ich verurteile niemanden. Doch strenges Festhalten an Regeln, die Jahrhunderte alt sind. Frömmigkeit. Jeden verurteilen der anders ist…………. Das ist für mich nicht christlich. Viele fragen sich nun wahrscheinlich, warum ich das alles erzähle. Ich habe hier ja einen Thriller vor mir liegen. Und der ist ja gar nicht religiös. Und doch muss ich es am Anfang gleich erwähnt haben, denn dies ist das, was mir nach dem Lesen der Lektüre im Gedächtnis geblieben ist. Doch alles nacheinander. Vielleicht sollte ich erstmal erzählen worum es im Buch eigentlich geht, damit ihr ein wenig mehr von der Geschichte erfahrt.

Die Geschichte des Buches:

Die Geschichte ist schnell erzählt, und darf auch nicht zu viel ihres Geheimnisses verraten. Denn die Spannung ist schon da, und sollte bis zuletzt auch bleiben. Ein Mord geschieht. Doch es ist kein einfacher Mord einer Person. Es geht um ein kleines Dorf, Moosbach, und um einen Bauernhof, Finsterholz genannt, auf dem eine Familie lebt. Zu Anfang erfahren wir nur, dass die gesamte Familie getötet wurde, bis eine Person. Ein junges Mädchen, nämlich die 14jährige Amelie. Sie ist Zeugin der Morde, kann sich aber problematischer Weise nicht dazu äußern, weil sie nicht spricht, und an Trisomie 21 leidet. Die Opfer des Mordes sind Amelies Mutter, der Verlobte genau dieser, die Großmutter Amelies und eine Magd, die auf dem Hof ausgeholfen hat. Ein Helfer, der auf dem Hof gearbeitet hat, ist spurlos verschwunden und nicht mehr im Haus. Und der Großvater von Amelie eh seit einem halben Jahr verschwunden. Hinzukommt, dass alle Leichen nicht einfach getötet wurden, sondern in irgendeiner Weise grausam verstümmelt wurden. Eine Geschichte also, wie sie zu jeder Zeit der Historie spielen könnte. Denn ja. Wer ganz genau hinsieht, und sich öfter gerne mal mit Kriminalfällen der Geschichte beschäftigt, der wird nicht umhinkommen, das Ganze mit einem gewissen Mordfall in Hinterkaifeck zu vergleichen, der ja tatsächlich und real stattgefunden hat, und der bis heute ungelöst ist. Dessen Geschehen allerdings vor rund 100 Jahren stattfand. Und selbst wenn man diesen Mordfall nicht kennt, und davon noch nie etwas gehört hat, so kann man sich ungefähr vorstellen, dass an dieser Stelle nicht die ganze Geschichte erzählt ist. Denn eine ermordete Familie….. ein Hilfsarbeiter der weg ist…… da ist doch irgendwas merkwürdig? Doch keine Angst. So einfach ist das nicht, und der Schein in Thrillern trügt ja gerne mal :). Ein Kommissar muss also her. Und so beginnt mit diesem Buch der erste Fall für Hauptkommissar Brauner aus Ingolstadt, und seine Crew. Befragungen der Nachbarn sind an der Tagesordnung. Und nach und nach decken die Beamten eine Schicht der Fäulnis, nach der anderen auf, die im Dorf umhergeht. Denn die ermordete Familie war nicht bei allen beliebt. Und überhaupt……. Sind viele in diesem Dorf streng religiös und gläubig. Doch was hat das Eine mit dem anderen zu tun? Das ist die Lösung des Rätsels, welches ihr selber herausfinden müsst.

Das Cover:

Das Cover spiegelt sehr gut die Einsamkeit des Bauernhofs Finsterholz wider. Bei Nacht und Nebel findet der Mord statt, aber man hat auch während des Lesens einfach die Atmosphäre der Dunkelheit immer dabei, die ist zugegen. Und auch wenn der Roman im Heute spielt, so hat man teilweise wirklich das Gefühl, sich im dunkelsten und finsteren Mittelalter zu befinden, ganz allein wegen einiger Aussagen, und weil man sich wohl in seinem modernen Gehirn nicht vorstellen kann, dass einige Dinge heute immer noch passieren. Gerade in unserer aufgeklärten Zeit. Wir lernen also. Religiöser Fanatismus und Angst………. Diese beiden Dinge bedeuten Stillstand und verhindern irgendwie die Weiterentwicklung in die Moderne. Und damit wird die Finsternis wohl nicht weichen, und da bleiben.

Fazit:

Ich musste diesmal nach der Lektüre erstmal durchatmen und nachdenken, in welchem Jahrhundert ich mich eigentlich befinde. Denn eigentlich dachte ich bis heute, ich würde im 21. Jahrhundert leben. Und der Roman spielt ja auch tatsächlich im Jahr 2016, kein Ding. Aber was alles passiert ist, die Atmosphäre. Alles mutet sehr düster an, man fühlt sich fast wie in alte Zeiten versetzt. Aber auch nur die auf dem Land, in den kleinen gottesgläubigen Gemeinden. Denn zwischendrin, wenn Brauner in Ingolstadt auftaucht, haben wir das Gegenbild der Moderne, unserer Zeit. Brauner ist ein alleinerziehender Vater, der mit seiner Tochter zusammenlebt. Diese Passagen haben einen dann ab und an „gerettet“, um nicht ganz in der Finsternis der ländlichen Vorkommnisse zu versinken.

Dazu kommt noch die Scheinheiligkeit. Unter dem Vorhang des Christentums sagt man, man sei ein frommer Christ, und geht jeden Sonntag in die Kirche. Doch steht jemand vor einem, der Hilfe benötigt, dann will man mit diesem nichts zu tun haben, ihn nicht in seinem Haus haben, ihm nichts zu essen geben. Es sei denn, es bringt einem einen Eigennutz. Auch hier gilt das nicht für alle. Aber für manche :) Und da ich auch gar keine Diskussion über Religionen anfachen will, weil ich weiß, was für ein sensibles und schwieriges Thema es ist, fange ich dann wohl mal an, zu erklären, warum ich das alles schreibe, obwohl ich doch nur eine Buchrezi schreiben soll. Nun ja. Aber eines ist gewiss. Über kurz oder lang MUSS man sich mal darüber unterhalten, dass jeder Fanatismus krankhaft ist, einige Regeln veraltet, und Mitmenschlichkeit doch ein Gebot von Gott, oder zumindest Jesus war. Lieber heute als morgen. Aber ich fürchte, solche unangenehmen Dinge will die Welt eher vor sich herschieben. Die Geschichte des Buches beschreibt diese Thematik hintergründig. Und trotzdem sieht man, dass es mich ziemlich gefangen, und mitgenommen hat, so dass meine Gedanken nicht zur Ruhe kommen. Dabei gibt es doch im Buch etwas viel Schlimmeres zu verdauen, woran man zu knabbern hat. Nämlich einen richtig grausamen Mordfall. Wer sich gerne mal Dokus anschaut, und dort zufällig mal über eine stolpert, die den Titel „der Mordfall Hinterkaifeck“, oder ähnlich, hat, der sollte sie sich ansehen. Aber nur, wenn er grausame Taten ertragen kann. Warum ich das erwähne? Nun ja. Der vorliegende Roman hat ein paar Parallelen und Ähnlichkeiten zu diesem Mordfall, selbst wenn es logischer Weise eine vollkommen neue Geschichte ist, der vor 100 Jahren passiert ist, und tatsächlich nie gelöst wurde. Für die, die nicht schauen wollen, eine ganz kleine Zusammenfassung, um das Ganze besser zu verstehen. Auch hier wurde in einem Einödhof eine ganze Familie in einer Nacht ermordet und damit ausgelöscht. In einer ähnlichen Konstellation, wie in unserem Buch. Alles erinnert daran, ist aber nie genau gleich, deswegen nur ähnlich. Der damalige Täter wurde nie gefunden. Und wie immer in solchen Fällen, gab es mehrere Verdächtige. Doch ich kann euch beruhigen. Selbst wenn man den wahren Täter nie gefunden hat. Dieses Buch hat ein Ende, und einen Mörder. Wer das ist, findet ihr am besten selbst heraus.

Es gibt Gerüchte, Gerede und Flüstereien im Ort. Aber auch Verschwiegenheit, und Angst. Jeder hat Dreck am Stecken mit seiner eigenen Geschichte. Nicht hinschauen. Alle verschließen die Augen davor, was sich vor ihren Augen abspielt. Wahre Christlichkeit, und Menschenliebe ist das ja nicht wirklich. Und trotzdem sind doch viele im Buch tief religiös? Man taucht unweigerlich in die tiefsten Tiefen der menschlichen Abgründe ab. Von denen man sich immer denkt, dass es sie hoffentlich in echt nicht gibt, und dann leider immer wieder erfahren muss, dass es anscheinend Menschen gibt, die zu allem fähig sind. Wer mit Grausamkeiten in aller Art, die Menschen anderen antun können, also nicht klarkommt, dem sei gesagt, dass sie hier durchaus vorkommen. Aber nichts Anderes sind, als ein Spiegelbild der Gesellschaft. Denn all diese Dinge passieren leider auch in der Wirklichkeit.

Ich war nicht nur in einem menschlichen Abgrund gefangen, nein, viel mehr bin ich reihenweise nacheinander in mehrere menschliche Abgründe eingetaucht, die alle von den Menschen im Buch ausgingen. Vielleicht kam ich deshalb auch manchmal schwer damit klar. Jeder verschweigt etwas, obwohl er etwas weiß, was, wenn er damit rausrücken würde, allerdings etwas ins Rollen bringen würde, und das will man nicht. Um eigene Geheimnisse zu verschleiern, die ebenso faul und verdorben sind.

Jaja. Und das ist gar nicht böse gemeint, aber…… Das Buch hinterlässt einen fahlen Beigeschmack, gerade wenn man eine Frau ist. Was nicht bedeuten soll, dass Männer den Roman nicht auch lesen können, oh nein. Es ist nur einfach so, dass, meiner Meinung nach, Frauen in erzkonservativen Gesellschaften immer mehr gegen Vorwürfe wehren müssen, und manchmal mehr ertragen müssen. Aber wenn ich nun ausholen würde, dann würde ich zu viel verraten.

Fanatismus behindert die Weiterentwicklung, wer fanatisch ist, bleibt rückständig, weil er möchte, dass sich nichts ändert. Die Scheinheiligkeit der gläubigen Dorfbewohner, die eben doch nur auf ihr eigenes Wohl aus sind, gibt es manchmal leider immer noch. Sie sind abergläubig, damit ein wenig hinterständig, und unter dem Deckmantel des Schweigens verbirgt sich dann Grausames, was in einem Mord gipfelt.

Die Figuren scheinen manchmal ein wenig blass, und nicht ganz so tiefgehend, wie ich es mir gewünscht hätte, was ja aber natürlich auch daran liegt, dass ich es hier mit einem Thriller zu tun habe, und man deswegen psychologisch nicht zu viel auf die Opfer eingehen kann. Wäre ja auch nicht Sinn der Sache. Schnell wäre man gefangen in den Grausamkeiten, denen liebgewonnene Charaktere ausgesetzt sind. Und das wird hier verhindert, weil ich den Opfern des Mordfalls nicht ganz nahekomme. Weshalb ich dem Buch gute 4,5 Sterne gebe. Denn die Grausamkeit, das Grauen, und die Finsternis sind fast fühl- und greifbar. Genauso wie die Atmosphäre, die an einem haftet, und einen mit einem unguten Gefühl zurücklässt. Wahrlich nicht wegen des buches. Sondern eher wegen der Thematik.

Und nun gibt es auch für diese Rezension ein Lied für das Ende, weil ich es einfach passend finde:

„Gott, bewahr uns vor dem Grau´n…………. dessen Schrecken uns verführt.

Lass uns nicht in Tiefen schaun……………. deren Abgrund uns berührt.“

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Veröffentlicht am 13.01.2020

Abenteuer erleben, um die Welt reisen, Geschichte entdecken? Geht alles, auch ohne das Haus zu verlassen. ...

Das Geheimnis der Mondberge
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Das Geheimnis der Mondberge – Ein Henry Voigt Abenteuer von David Reimer

Just fragte mich jemand, was ich denn so am Wochenende getrieben habe. Ich sagte ihm, ich sei mächtig indianajonesmäßig unterwegs ...

Das Geheimnis der Mondberge – Ein Henry Voigt Abenteuer von David Reimer

Just fragte mich jemand, was ich denn so am Wochenende getrieben habe. Ich sagte ihm, ich sei mächtig indianajonesmäßig unterwegs gewesen, dass ich mein Wochenende in fernen Ländern verbracht habe, im Dschungel, Ausgrabungen gemacht habe, eine alte Kultur gefunden habe, mehrere Artefakte, und das alles mit einem ziemlich heißen Archäologen, der sich todesmutig seinen Widersachern entgegengestellt hat. Stellt euch vor. Mir wurde nicht geglaubt. Nicht mal, als ich sagte, ich wäre kurz davor gewesen, meinen alten Hut, meine Lederjacke, und meine Peitsche herauszuholen :D

Wie so oft bei solchen abenteuerlichen Geschichten, beginnt am Anfang alles mit einer Legende. Einer Legende um eine verlorene Zeit, aus einer anderen Zeit. Jahrtausende alt, von Menschen festgehalten, die lange vor uns gelebt haben. Und trotz unserer Gegenwart, und ob, dass wir Menschen in dieser unserer Zeit gefangen ist, so hat die Vergangenheit schon immer einen Hauch von Neugier auf uns ausgeübt. Wie dachten die Menschen damals? Wie lebten sie, wie liebten sie? Haben sie dasselbe empfunden? Gab es ähnliche Probleme, die in die Merkwürdigkeiten dieser eigenen Zeit eingekleidet wurden, unseren aber ähneln? Für mich ist dies alles ein Grund, Geschichte, Vergangenheit und deren Geschichten zu lieben. Es ist aufregend, es ist abenteuerlich. Und die Leute, die uns diese Rätsel entschlüsseln, das sind Wissenschaftler und Archäologen. Zugegeben, ich habe für diesen Menschenschlag einiges übrig. Und das nicht nur, weil es da in den 80 er Jahren diesen Mensch mit Hut und Lederjacke gab, der mit einer Peitsche bewaffnet den heiligen Gral, die Bundeslade, und noch so einiges gefunden hat :D

Ich komme nicht umhin, den Namen Indiana Jones wenigstens mal erwähnt zu haben. Dabei will ich keinesfalls vergleichen. Oh, nein. Alles sind eigenständige Geschichten. Doch geht es bei Henry Voigt auch um einen Archäologen, der neben der normalen Tätigkeit dieses Berufes noch nebenher auf Abenteuerjagden geht, die sich ebenfalls um verschwundene Schätze der Menschheit drehen, und davon handeln. Er hat Gegenspieler, Feinde, und Freunde dabei. Wir haben einen weiblichen Gegenpart, und seinen Gehilfen, einen Studenten von ihm, sowie Archäologenfreunde und Professoren, die alle mächtig archäologisch was auf dem Kasten haben :D. Genauso hat das Buch mich an andere Filme, Bücher und Serien aus diesem Genre erinnert, wie zum Beispiel „the Quest“, oder die Vermächtnisfilme. Aber eben auch nur erinnert. Denn wie schon erwähnt. Es wurde ein völlig neuer Charakter erschaffen, und eine völlig neue Geschichte mit diesem. Auch unser Henry im Roman hat ein Leben, welches um ich herum aufgebaut wurde.

Dies alles mag auch daran liegen, dass dies schon der zweite Band einer ganzen Serie ist. Und die dreht sich….. richtig…… um den Archäologen Henry Voigt. Und nun sollte ich endlich mal zum Punkt kommen, und erzählen, worum es im Buch überhaupt geht.

Die Geschichte des Buches:

Henry Voigt ist Archäologe, und gerade dabei, Ausgrabungen in Ägypten zu leiten und durchzuführen. DA erreicht ihn eine Nachricht von seinem Freund Nickolas. Dieser hat in Südsudan eine alte Papyrusrolle gefunden, auf der etwas steht, was für jeden Archäologen der Welt….. eine Sensation wäre. Hinweise auf eine alte Legende, die keine Legende, sondern eine wahre Geschichte ist, und in der es wiederum um die Geschichte eines Diebes aus Atlantis geht. WAS??? Atlantis???!!! Ja, ihr habt richtig gehört.! Das sagenumwobene Atlantis. Doch dies soll gar nicht das Hauptgeschehen im Buch sein. Henry macht sich auf den Weg zu Nicholas, im Gepäck seinen archäologischen Studenten Isaac. Hinzu kommt dann noch die gute Charline, eine Reporterin aus Deutschland, denn wir brauchen ja auch ein wenig weibliches Gleichgewicht in der Geschichte. Mit Geschick und Wissen, und einem guten Riecher, machen sich nun alle gemeinsam auf den Weg, Atlantis zu finden. Dabei wird ihre Gruppe noch größer, sie stoßen auf Feinde, gefährliche Gruppierungen, Widersacher, falsche Fährten, und Gefahr. Aber sein wir mal ehrlich. Ohne Gefahr wäre es langweilig. Ein Archäologenroman benötigt das doch. :). Worauf sie noch stoßen, ist eine Odyssee, eine Reiseroute, die die Gruppe um Henry durch verschiedene Länder und Kontinente führt. Wollt ihr also wissen, auf welchem der Kontinente unserer Erde Atlantis liegt? Dann…………lest das Buch. :D. Im Großen und Ganzen möchte ich nämlich nicht mehr verraten, weil die Geschichte selbst so spannend ist, dass man sie selbst durchleben sollte.

Cover:

Das Cover ist mysteriös und passend zum Titel. Tatsächlich muss ich immer erst die Geschichte lesen, um das Cover zu bewerten, weil ich es schön finde, wenn sich im Cover Dinge zeigen, die in die Geschichte gehören. Hier ist es definitiv der Fall. Geheimnisvolle Zeichen und Linien, die gibt es so auch im Buch. An welcher Stelle? Lest selbst :P

Fazit:

Aber Aber. Und nun kommt es. Das ganze Buch ist nicht einfach nur ein super spannender Abenteuerroman, sondern hat auch ziemlich ernste Zwischentöne, wie es auf der Welt abläuft. Dazu kommt, dass alles wahnsinnig gut recherchiert ist. Egal in welchem Setting, oder an welchem Ort der Welt man sich gerade befindet, man fühlt sich, als ob man direkt dort wäre. Davon lebt das Buch. Eine kleine Reise um die Welt herum….. naja fast… im Kopf sozusagen. Die Atmosphäre bringt einen dazu, dass man mitten im Geschehen ist, dadurch dass alles wirklich toll beschrieben ist. Doch tolle Beschreibungen sind nicht alles. Manchmal hätte ich mir gewünscht, das Buch wäre etwas entschleunigt worden, und der Fortgang wäre nicht so schnell und rapide gewesen. Das ist im Großteil auch gelungen, zum Ende des Buches. Nur anfänglich hätte ich mir etwas mehr Zeit gewünscht, um die Beschreibungen und Geschehnisse etwas in die Länge zu ziehen. Das ist dann auch schon mein einziger kleiner Kritikpunkt. Deshalb gibt es von mir für dieses Buch 4,5 Sterne.

Besonders schön finde ich, dass es die Sicht auf ein Ereignis gibt, und zwar aus zwei Zeitsträngen. Zum einen in der Vergangenheit, zum anderen in unserer heutigen Gegenwart. Und auch, wenn dies nur ein kleiner Teil des Buches ist, so ist dieser doch wunderbar beschrieben. Hat man doch zu einem heutigen Ort, der vor tausenden von Jahren existierte, die Geschichte von damals, und umgekehrt das Heute, in dem diese rekonstruiert wurde. Das Ganze ist wie spiegelverkehrt. Anfänglich gibt es die Legende, und am Ende die Fakten, wie es zu der Legende kam. Es ist ein Spiegelbild, festgehalten in der Zeit. Für Leute wie mich, die Geschichte und die Vergangenheit lieben, war das einfach großartig beschrieben.

Archäologische Helden werden ja oft etwas überzogen dargestellt, ja gar heldenhaft. Das ist hier nicht der Fall. Die Figuren werden menschlich dargestellt, mit all ihren Ängsten, und Gefühlen, und ihren Reaktionen. Die Sprache ist normal, und nicht überzogen heldenhaft, oder blumig, so als wenn man ein Gespräch zwischen Nachbarn belauschen würde. Aber gerade das macht es ein Stück weit authentischer. Die Erzählweise, und -art ist schnörkellos. Tatsächlich hat mir das in diesem Buch gut gefallen.

Meine Wochenendreise startete in Ägypten, dann in den Tschad, und…………naja, von dort noch an ein paar andere Plätze, die hier nicht verraten werden. Aber es war eine schöne Rundreise zu verschiedenen Orten der Welt. Und auch wenn ich es schon erwähnt habe, so sage ich es gerne nochmal. Die Recherche zu jedem dieser Orte war wirklich hervorragend, so dass ich wirklich glaubte, und nachfragen musste, ob der Autor nicht überall dort schon gewesen ist. Denn ich persönlich WAR an allen diesen Orten. Zumindest während ich das Buch gelesen habe, in meinem Kopf. Aber wenn dort oben wirklich gute Bilder geschaffen werden, ist es ja fast so, wie die Wirklichkeit. Alles ist atmosphärisch, geheimnisvoll, und abenteuerlich.

Das Buch ist vielleicht ein bisschen auch eine kleine Hommage an die Archäologen und wissensdurstigen Menschen der Geschichte, die in ihren Büchern, Filmen und Serien dazu beitragen, dass unsere Welt ein wenig mehr Wissen über vergangene Dinge erhält. Der Vergleich mit Indiana Jones liegt nahe, da sogar die Vornamen unserer Helden hier gleich sind. Und trotzdem kann man natürlich Dinge nie bis ins Detail miteinander vergleichen. Genauso gut könnte ich sagen, die Abenteuer haben mich an das Vermächtnis der Tempelritter, mit Nicholas Cage erinnert. Oder gar an die „The Quest“ Reihe, in der ein Bibliothekar auf Reliktsuche geht. Uns ja, in einem Kopf wie meinem kam vielleicht auch ein ums andere Mal die Titelmelodie von DuckTales durch. Sorry :D

Da ich Band 1 noch nicht gelesen habe, schreibe ich diese Rezension übrigens aus Sicht von jemandem, der mit Band 2 in genau diese Reihe einsteigt. Doch keine Angst. Dies gelingt völlig, und man kann die Geschichten getrost unabhängig voneinander lesen.

Und nun noch? Achja! Ich nehme es dem guten Henry Voigt natürlich nicht übel, aber eigentlich hat er mir meinen Lebenstraum ein wenig zerstört. Wieso das? Nunja. Wollte ich doch Zeit meines Lebens, diejenige sein, die Atlantis eines Tages entdeckt, und archäologisch bearbeitet. Und nun ist er auf der Jagd, nach genau diesem Ort. Und wahrscheinlich wird er mal wieder mehr Glück haben, als ich es bisher gehabt habe.

Mein heutiges Lied für das Rezensionsende, war gar nicht so schwer zu finden. Ist es mir doch in Dauerschleife durch den Kopf gerast, zusammen und abwechselnd mit der Titelmelodie von Indiana Jones. Und ja, nochmals Entschuldigung, aber es ist mein Ernst. Immerhin kann ich schlecht „dededede dededeeeeeeeeee dededede…….“ Zitieren. Deshalb:

„Might solve a mystery…………… Or rewrite history!

D-d-d-danger watch behind you!There's a stranger out to find you. What to do, just grab onto some…
………DuckTales! Wohooo.“

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Veröffentlicht am 29.05.2026

Wahnsinn ist nur die Antwort einer gesunden Psyche auf eine kranke Gesellschaft.........

INDEM SIE SCHWEIGEN, REDEN SIE
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Indem sie schweigen, reden sie – Rostocks Peiniger von Christin Kindt



Das Buch ist das Erstlingswerk der Autorin. Hierbei handelt sich es um einen Thriller, der auf dem Kommissariat der Rostocker Polizei ...

Indem sie schweigen, reden sie – Rostocks Peiniger von Christin Kindt



Das Buch ist das Erstlingswerk der Autorin. Hierbei handelt sich es um einen Thriller, der auf dem Kommissariat der Rostocker Polizei spielt. Der Roman ist sozusagen die erste Geschichte in Rostock, und soll wohl eine Serie werden. Hauptprotagonistin ist Elena Küster, eine 36jährige Kommissarin, die von Berlin nach Rostock versetzt wurde, auf eigenen Wunsch. Das heißt nicht ganz. Eigentlich wollte sie in eine andere Stadt, doch in Rostock war gerade Not am Mann. Elena ist Mutter von zwei Töchtern, die eine noch kleiner im Kindergartenalter von 4, die andere pubertierend und 16, und geschieden, da ihr Ex – Mann Tom sie damals mit einer anderen Frau betrogen hat. Nach und nach erfährt man im Buch immer mehr, auch über ihre eigene Vergangenheit, ebenso wie die einiger ihrer Polizeikollegen. Und es gibt noch andere Thematiken im Buch, die hier aber nicht verraten werden, die ich mir aber sehr gut in einem Folgeband, oder sogar einer Buchserie vorstellen könnte. Dieses Netz um die Ermittlerin, ihre Familie, und die Kollegen wurde sehr schön aufgebaut, und man wird den meisten sicherlich wieder begegnen.

Das Buch beginnt mit einem Selbstmord, zu dem die Polizisten gerufen wurden. Ein junges Mädchen hat sich von einem hohen Haus gestürzt, die Arme blutig geritzt. Da es in der letzten Zeit schon mal zwei Suizide von jungen Mädchen in genau diesem Alter gegeben hat, die sich ebenfalls wo runtergestürzt haben, werden die Polizisten nun hellhörig, denn jede hat einen Abschiedsbrief bei sich, und alle ähneln sich. Und plötzlich überschlagen sich die Ereignisse, und die Geschichte nimmt an Fahrt nochmals auf. Ein soziales Netzwerk, in dem sich alle Mädchen angemeldet haben, lässt darauf schließen, dass vor ihrem Tod alle mit demselben jungen Mann Kontakt hatten. Doch ist in diesem Buch wirklich jeder derjenige, der er zu sein scheint? Das ist die große Frage. Und ich möchte hier auch gar nicht zu viel verraten, da es sich um einen Thriller handelt, und da sollte man nichts der Spannung wegnehmen, weil so viele kleine Indizien wichtig für den Verlauf der Geschichte sind…… wenn man sie denn bemerkt J

Auch mit relativ wenigen Seiten, nämlich nur knapp 200, schafft der Thriller es trotzdem, schnell Spannung aufzubauen. Man ist sofort im Geschehen drin. Der Schreibstil ist nicht stockend, sondern schön flüssig, so dass man auch schnell vorankommt, und das Buch eigentlich in einem Rutsch durchlesen kann. Und…trotz der Kürze…ist es nicht minder verstörend.

Die Buchfiguren sind nicht geschönt, sondern aus dem Leben gegriffen.

Das Buch ist im Thema wirklich hochaktuell, und beschreibt die Gefahren des Internets genauso, wie die Thematik des Daten – und Identitätsklaus in Internetforen. Ebenfalls greift es das Thema Mobbing in der Schule auf. Das fand ich persönlich sehr schön, weil sowas zu leicht in Vergessenheit gerät, weil es natürlich kein sehr angenehmes Thema ist.

Die Schreibweise ist ebenfalls sehr modern, da der Roman ja auch in unserer aktuellen Gegenwart spielt, so dass einem an einigen Stellen wirklich bewusst wurde, wie die Dinge heutzutage sind. Manchmal verschließt man ja gerne die Augen vor der Realität. Doch hier gab es einen Blickwinkel auf unsere Zeit.

Das Cover fand ich von Anfang an gut, doch habe ich mich tatsächlich gefragt, ob ich auch diesmal die Verbindung zwischen Text des Romans und dem Cover finde. Vorher – nein, Nachher – ja. Ich glaube die Antwort gefunden zu haben.

Der Thriller hat mich gut unterhalten, und ich habe ihn tatsächlich in einem Ruck durchgelesen. Wer also für einen Nachmittag oder Abend eine spannende Zeit haben will, kann getrost zu diesem Buch greifen.

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Veröffentlicht am 29.05.2026

Fame is a bee............... :D

Love Letters From New York
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Love Letters from New York von Anastasia Czepf



Zuerst mal zum Cover des Buches. Gezeichnet ist die Skyline von Leipzig, bzw. verschiedene bekannte Gebäude in Leipzig, was mir sehr gut gefällt. Ich ...

Love Letters from New York von Anastasia Czepf



Zuerst mal zum Cover des Buches. Gezeichnet ist die Skyline von Leipzig, bzw. verschiedene bekannte Gebäude in Leipzig, was mir sehr gut gefällt. Ich erkenne das Völkerschlachtsdenkmal, das Gewandhaus, den MDR Turm usw. Bezug nimmt das Cover damit auf den Handlungsort, der im Krankenhaus in Leipzig spielt bzw. auch an anderen Orten in de Stadt. Die kleine stilisierte gemalte Band auf der Rückseite ist lustig. Alles ist in Bleistift gehalten, was für die Leute, die selbst malen, sehr interessant ist. Das jetzt aber nur mal am Rande, weil mir das Aussehen des Buches positiv aufgefallen ist.

Grob gesagt geht es im Buch um die Geschichte eines australischen Rockstars namens Devin, der unter Drogen einen Autounfall baut, und ins Krankenhaus in Leipzig eingeliefert wird. Die weibliche Belegschaft des Krankenhauses ist hin und weg, und nun gibt es verschiedene Krankenschwestern dort, die in der Zeit seines Aufenthaltes eine größere Rolle spielen als die anderen. Diese beiden heißen Frida und Steffi. Was sie und Devin in der Zeit des Aufenthaltes im Krankenhaus erleben, das erzählt nun die Geschichte des Buches. Die Ausdrucksweise und Sprache im Buch ist frech und spritzig. Ganz wie man es sich bei Rockstars und Bands vorstellt.

Wie in so vielen Büchern, gibt es immer eine Person, die einem von Anfang an unsympathisch ist, bei der man sofort merkt, dass man mit ihr als Mensch nicht warm wird. Auch in diesem Buch wurde die Person schnell gefunden, in Form von Steffi. Ich kann nicht sagen, dass sie mich super gestört hat, immerhin erscheinen solche Figuren ja auch in anderen Büchern. Aber manchmal musste ich schon schlucken, wenn ich gelesen habe, was diese Frau für Gedankengänge hat. Der schönen Geschichte hat sie als Person für mich aber keinen Abbruch getan, weil sowas ja öfter in Büchern vorkommt, und wohl auch irgendwie dazu gehört.

Frida ist verantwortungsvoll in ihrem Beruf und lässt sich durch nichts ablenken. Steffi hingegen, würde sich jederzeit krankmelden, egal was im Krankenhaus gerade los wäre, nur um einen Abend mit einem Rockstar verbringen zu dürfen. Da fragt man sich schon was ihre Ambitionen waren, diesen Job als Krankenschwester anzufangen. Man könnte fast vermuten, sie war nur darauf aus, sich irgendwann einen reichen Arzt zu angeln. Steffi hingegen, die andere Schwester ist nur darauf aus, einen reichen und attraktiven Kerl abzubekommen, kann sich gar nicht zwischen den Bandmitgliedern entscheiden, im Grunde genommen ist es ihr auch egal. Hauptsache attraktiv und Star. Oder Arzt mit Chancen auf Oberarztjob.

Man merkt den Unterschied zwischen zwei Frauen, die ihren Arbeitsplatz beide im selben Krankenhaus haben, in dem Devin liegt. Die besten Freundinnen sind sie auch nicht gerade. Die Eine kennt ihn ausschließlich wegen seiner Musik und den Songtexten, hat die Band aber nie gesehen. Sie findet die Texte toll, und derjenige, der sowas schreibt muss doch auch besonders sein. So ist sie erstmal enttäuscht, als sie das erste Mal mit ihm redet, da er so ganz anders ist, als es die Texte vermuten lassen. Am Anfang wirklich nur darauf bedacht, seinen Spaß zu haben, und schon lange unter einer Schreibblockade leidend, wird er durch eine der beiden Krankenschwestern inspiriert, und kann auf einmal wieder Liedtexte schreiben, die von seiner Zeit in Leipzig handeln.

Und hier liegt auch das Highlight des Buches. Die Liedtexte. Die Idee mit den Liedtexten finde ich klasse, weil sie nochmal zusätzlich etwas über das Gefühlsleben des Musikers Devin aussagen, und einen Einblick in sein Inneres und seine Gefühlswelt geben. Liedtexte sind ja immer wie kleine Bücher, die Geschichten erzählen. Die Liedtexte im Buch spiegeln meiner Meinung nach ein wenig das Innenleben von Devin wider, da er sonst in der Geschichte ja nicht so emotional agiert.

Im Buch selbst werden einige Dinge und Informationen nicht direkt angesprochen, aber man erfährt sie in Nebensätzen, die mit einem einzigen Satz eine etwas ausdrücken, das einem die benötigte Info gibt. Das Ende ist auch mal wieder kein typisches Happy End a la „Sie lebten glücklich und zufrieden“, ich würde es eher als offenes Ende ansehen, das nach einer Fortsetzung lechzt. Aber auch hier ist es, dass ein Brief, mit nur wenigen Zeilen, und einer Songliste, mehr sagt, als nur die paar Zeilen, wenn man sich alle Lieder nochmal durchliest und ihre Bedeutung kennt. Denn dann macht das Ende sogar Hoffnung, dass das zwischen den beiden Hauptakteuren doch noch was werden könnte.

Das Buch bekommt nicht die volle Punktzahl an Sternen. Einen Stern Abzug gibt es allein aus dem Grund, dass ich gerne auch außerhalb der Liedtexte gerne etwas mehr über das Innenleben und die Gefühlswelt von Devin und Frida erfahren hätte. Gerade bei einigen Szenen hätte ich beiden gerne in den Kopf geschaut, um ihre Gedanken herauszufinden.

Ich will mich mit Kritik nicht zu weit aus dem Fenster lehnen, weil es sich hier um ein Erstlingswerk handelt, in dem ich sehr wohl Potenzial sehe, und zweitens, weil ich ungemeinen Respekt vor allen Menschen habe, die sich als Autoren versuchen, weil sie es fertigbringen, ihre Gedanken und Texte mit anderen Menschen zu teilen.

Ich könnte mir gut vorstellen für dieses Buch einen zweiten Band zu schreiben, und dieses als kleine Vorgeschichte zu sehen. Denkbar wäre es zum Beispiel, dass dieses Buch die Akteure mit Anfang 20 darstellt, und da die Ansätze an ein „Erwachsenwerden“ ja schon da sind, könnte man genau das in einem weiteren Buch unterbringen, wo die Protagonisten dann ein klein wenig älter und gereifter sind. Bei der Hauptperson Devin würde ich mir dann wünschen, dass er endlich erkennt, was wichtig im Leben ist. Vielleicht liegt es auch nur an mir, aber ich habe immer zuerst in jedem Buch Probleme mit einem zu selbstbewussten männlichen Charakter, und freue mich insgeheim schon auf die Stelle, in der die Selbstsicherheit ein wenig schwankt, und derjenige mehr von sich preisgibt, und sich auch mal verletzlich zeigt.

Außerdem ist da ja noch Devins Bruder, Matt. Der kann einem richtig leidtun, war er doch im Buch der Eine, der einem richtig sympathisch mit seiner Denkweise war. Dass er am Ende nicht ganz so viel Glück hat, und kein Happy End bekommt, sollte unbedingt nachgeholt werden :D

Eine Besonderheit ist, dass das Buch im Jahr 2002 spielt, was im Nachhinein darüber nachgedacht, noch viel Raum gibt, dass es weitere Bände gibt, und in einem neuerlichen Buch sich dann die Charaktere auch weiterentwickeln.

Kurzweilig für zwischendurch ist das Buch also absolut okay und ein guter Zeitvertreib.Für alle, die in einem Buch nicht das Offensichtliche suchen, sondern auch mal zwischen den Zeilen lesen, würde ich das Buch einfach mal empfehlen.

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