Profilbild von evafl

evafl

Lesejury Star
offline

evafl ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit evafl über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 04.01.2017

Eva schmeckts auch nur solala...

Maria, ihm schmeckt's nicht!
0

Sara und Jan (Weiler) wollen heiraten. Deshalb fahren die beiden zu Saras Eltern, damit sie sich kennen lernen können und damit Jan um die Hand der Tochter von Antonio Marcipane anhalten kann. Antonio, ...

Sara und Jan (Weiler) wollen heiraten. Deshalb fahren die beiden zu Saras Eltern, damit sie sich kennen lernen können und damit Jan um die Hand der Tochter von Antonio Marcipane anhalten kann. Antonio, ein früherer Gastarbeiter aus Italien, inzwischen recht heimisch in Deutschland, erklärt Jan gleich viele Dinge und nimmt ihn auch mit nach Italien zu seiner Familie. Zwischen den beiden Männern entsteht eine schöne Freundschaft, was man anfangs nicht unbedingt denkt, zumal Antonio doch die ein oder andere komische Angewohnheit hat... nun hat Jan eine italienische "Sippe" am Hals, die es manchmal eben nicht versteht, wenn man satt ist...

Ich hatte von diesem Buch bereits von vielen Leuten gehört, dass sie es gelesen haben. Da waren aber auch die unterschiedlichsten Meinungen zu hören. Entsprechend gespannt war ich auf das Buch und wirklich anfangs überrascht wie lustig das Buch ist.

Leider legte sich das mit der Zeit, denn "eine ständige Rede wie diese hiere, die gehte mir dann doch auffe die Niere....". Irgendwann nervt es, wenn gleich es sicher recht echt ist und sich gesprochen wahrscheinlich ein Stück weit normal bzw. echt anhört. Für mich klang es leider nicht so, ich fand es einfach nervig mit der Zeit. Die generelle Geschichte, die Lebensgeschichte, die Antonio im Vertrauen dann Jan erzählt, ist eigentlich eine schöne Geschichte, die mich jedoch nicht so ganz mitreißen kann, denn irgendwie fehlt da etwas für mich.

Was ich auch etwas schade finde, sind die verwendeten italienischen Begriffe. Nicht jeder ist der italienischen Sprache mächtig, d.h. manchmal wäre es schön, wenn man ein "Buona Sera" in einem kurzen Anhang noch erklärt hätte. (Wer das für übertrieben hält, soll es tun, mir ist das egal, das ist meine ganz persönliche Meinung.) Nicht jeder kann diese Sprache, auch wenn wir uns ja alle nur noch von Pizza und Pasta ernähren... ;)

Grundsätzlich schreibt Jan Weiler gut, aber dieses Buch hat mich nicht wirklich in seinen Bann gezogen, es hat mich leider vielmehr enttäuscht.

Wer es also mal lesen möchte, sollte es sich vielleicht lieber "nur" ausleihen, denn eine Anschaffung lohnt hier meiner Ansicht nach nicht. (Wenn gleich es auch viele Leute gibt, denen dieses Buch so gut gefallen hat...)

Entsprechend vergebe ich hier 3 von 5 Sternen und bin gänzlich unentschlossen.

Veröffentlicht am 04.01.2017

Ein Pakt mit Toni, dem Teufel.

Und Gott sprach: Der Teufel ist auch nur ein Mensch!
0

Jakob Jakobi ist Psychotherapeut und bekommt eines Tages Besuch von Anton Auerbach, welcher Jakobs Seele kaufen möchte. Da Jakob vorher Gott getroffen hat, ist seine Seele scheinbar sehr wertvoll, was ...

Jakob Jakobi ist Psychotherapeut und bekommt eines Tages Besuch von Anton Auerbach, welcher Jakobs Seele kaufen möchte. Da Jakob vorher Gott getroffen hat, ist seine Seele scheinbar sehr wertvoll, was den Reiz für Anton Auerbach, der behauptet der Teufel zu sein, ausmacht. Jedoch hat Jakob eigentlich überhaupt kein Interesse daran seine Seele an „Toni“ zu verkaufen bzw. ist genervt von ihm… mit der Zeit wird Jakobs Leben zur Hölle…

Auf die Thematik Gott-Teufel war ich hier wirklich gespannt, zumal ich das Vorgängerbuch nicht kenne, hier trifft Jakob Jakobi wohl auf Gott, zumindest glaubt sein Patient Abel Baumann, dass er Gott wäre…

Vom Stil her hat mir das Buch gut gefallen, es lässt sich recht gut und flüssig lesen, ist locker-leicht zu lesen, keine großartigen Fachbegriffe, kein umständlicher Satzbau etc., wirklich alles gut nachvollziehbar. Mit der Zeit wird auch immer wieder mehr Spannung aufgebaut, was mir ganz gut gefallen hat, man möchte ja auch wissen, wie die Geschichte sich weiterentwickelt. Natürlich bedient das Buch durchaus auch einige Klischees hinsichtlich Gott bzw. des Teufels, was aber ganz gut passt und dann teilweise auch „aufgeklärt“ wird, auf eine absolut interessante Art und Weise, einfach logisch manches, wie ich finde.

Die Geschichte ist an und für sich unterhaltsam und auch lustig, manchmal auch etwas emotional, gelegentlich so geschrieben, dass man auch darüber nachdenkt, sich damit auseinander setzt. Ich fand es interessant, das Buch zu lesen, es hat mir auch durchaus gefallen, hat mich aber nicht absolut begeistert. Abwechslungsreich war diese Geschichte durchaus, das kann man nicht leugnen, aber mein Lieblingsbuch wird es nicht, auch wenn es mal was anderes war. Man muss nicht unbedingt einen großartigen Bezug zu Gott bzw. dem Teufel haben um das Buch zu lesen, ich denke manche Klischees sind generell bekannt.

Es war interessant, sich mal mit dieser Thematik auf unterhaltsame Art und Weise zu beschäftigen, es war ein nettes Buch, das man mal lesen kann, aber nicht muss. Hinsichtlich einer etwaigen Empfehlung bleibe ich unentschlossen und vergebe hier 3 von 5 Sternen.

Veröffentlicht am 03.01.2017

Quietscheentchen ist jetzt hier: im Bad.

Just Brick It!
0

Im Buch sind zwanzig verschiedene Ideen, was man mit Lego so alles bauen kann - manches mehr oder weniger dekorativ, den ein oder anderen durchaus nützlichen Gegenstand - und vor allem eben: kreativ tätig ...

Im Buch sind zwanzig verschiedene Ideen, was man mit Lego so alles bauen kann - manches mehr oder weniger dekorativ, den ein oder anderen durchaus nützlichen Gegenstand - und vor allem eben: kreativ tätig sein. So findet man hier die jeweiligen Bauten abgebildet und dazu jeweils eine Bauanleitung - und vorher natürlich, ähnlich wie bei Kochrezepten - die Mengenangaben der jeweils dafür benötigten Steine. Also - ab ans Lego...

Allein optisch ist das Buch schon wirklich toll gemacht - die dicken Buchdeckel, bestehend aus mehreren dünnen Schichten Pappe - machen ordentlich was her, wie ich finde. Aber ebenso der aus Lego nachgebaute "berühmte" Hirschkopf, den man v.a. (meiner Ansicht nach) aus der Spirituosen-Werbung für einen Kräuterlikör kennt, ist hier abgebildet: Das glänzende Bild ist leicht erhaben und in einzelne Legosteine "aufgeteilt", was man hier wirklich ertasten kann. Finde ich sehr cool gemacht!

Vorne im Buch findet man eine Übersicht in Listenform über die verschiedenen möglichen Bauten - sowie eine Erklärung über die Schwierigkeitsstufen. Bei den Bauanleitungen ist dann jeweils angegeben ob dies eine eher schwere "Baustelle" ist oder mal eben schnell gebaut ist. Zuerst findet man dann bei jeder Bauanleitung ein Bild des Gebauten, anschließend einen kurzen Text mit einer Erklärung, darunter direkt dann meist die Übersicht, welche Steine man wie oft genau benötigt, und dann folgt die Anleitung was wie zusammengebaut wird in einzelnen Schritten.

Die Schritte sind wirklich recht genau aufgeführt und gut bebildert, wobei wir der Meinung waren, dass mal ein, zwei kleine Fehler dabei waren, so war da dann ein Bild später plötzlich eine Reihe frei, die es vorher definitiv nicht war. Nun ja, soll vorkommen, wir sind alle nur Menschen... ;) Von der dekorativen Quietscheente bis hin zur praktischen Buchstütze über den Tischuntersetzer in Diskettenoptik - man hat eine lustige Auswahl an Gegenständen, die man bauen kann.

Generell finde ich die Idee wirklich super gut - und gerade ich hatte die Erwartung, dass man hier mit Kindern gut Zeit beim Bauen verbringen kann. Leider ist das nicht unbedingt so, denn die Anleitungen sind doch schon ganz schön fordernd und auch in gewisser Weise schwierig. Und teilweise war ich dann auch doch ganz schön überrascht, wieviele Lego-Steine man von welcher Sorte benötigt... Die mir gebotene vorhandene Auswahl an Lego-Steinen war schon ganz gut, fand ich, was man aber allein für die Ente benötigt hat, fand ich dann doch schon krass. (Man ist dann aber ja flexibel was das genaue Bauen angeht und nimmt gerne auch mal eine ähnliche Farbe, die auch gut passt.) So waren z.B. u.a. 13 gelbe "Vierer", 34 gelbe "Achter" und zwölf "Zwölfer" dafür nötig, bei einem anderen Bauwerk (Like-Daumen etc.) waren es beispielsweise 54 schwarze "Vierer"-einzeilig, bei einem weiteren Bauwerk waren es 110 schwarze "Achter". Allein diese Anzahl an Lego muss man erst einmal haben, finde ich... sicher soll das Buch auch dazu anregen, dass man sich ggf. noch mehr Lego zulegt, aber irgendwann ist ja auch mal gut, finde ich.

Bei den Bauanleitungen war selbst ich zwischenzeitlich mal kurz überfordert, einfach weil es dann wirklich auch kompliziert wurde und nicht mehr so viel Spaß machte, wenn man sich dauerhaft so konzentrieren muss, einfach anstrengend.
Hier habe ich mir einfach mehr Spaß gewünscht.

Entsprechend vergebe ich hier 3 von 5 Sternen, zwei Sterne ziehe ich ab weil man teilweise eine so hohe Anzahl an gleichen Steinen benötigt, was meiner Ansicht nach nicht wirklich vorhanden ist in einem Durchschnittshaushalt, einen weiteren Stern weil die Anleitungen teilweise doch recht kompliziert sind - und dadurch für Kinder (auch wenn schon etwas größer, also z.B. 10 Jahre alt) noch nicht so arg gut geeignet sind. (Klar, es ist kniffelig, aber es wurde ja selbst mir dann zu anstrengend.) Ansonsten hat mir das Buch gut gefallen, die Anregungen fand ich gut und durchaus lustig, unser neues Quietscheentchen ist im Bad eingezogen und begeistert uns und sieht wirklich dekorativ aus. Eine Empfehlung spreche ich aus.

(Grundsätzlich war übrigens bei der Buchbeschreibung nirgendwo die Rede davon, dass es für Kinder geeignet ist, ich hatte das halt so "eingetaktet". Und finde eben, dass es durchaus auch für Kinder gemacht ist - aber natürlich auch Erwachsene hier mitbauen dürfen. Also hinsichtlich der Kinder-geeignet-Einschätzung ist das lediglich meine Meinung.)

Veröffentlicht am 03.01.2017

Josef möchte sich entloben.

Josef, sag ihnen, wir kaufen nichts!
0

Im Buch sind verschiedene kurze Geschichten und Gedichte enthalten, die mit Weihnachten zu tun haben. So gibt es u.a. "Die Weihnachtsgeschichte" von Udo Lindenberg, außerdem "Das attraktive Seifenschälchen" ...

Im Buch sind verschiedene kurze Geschichten und Gedichte enthalten, die mit Weihnachten zu tun haben. So gibt es u.a. "Die Weihnachtsgeschichte" von Udo Lindenberg, außerdem "Das attraktive Seifenschälchen" von Rita Fehling. Es sind einige bekanntere Autoren wie Wladimir Kaminer, Jess Jochimsen und Joachim Ringelnatz, deren Werke im Buch enthalten sind. Die Illustrationen sind von Thorsten Saleina. (Wirklich viele bunte tolle Bilder, das Buch ist sehr bunt gehalten.)

Geschichten wie die von Udo Lindenberg oder Jess Jochimsen fand ich im Buch wirklich sehr lustig, auch viele der enthaltenen kurzen Gedichte waren richtig toll.
Alles in allem war allein die Aufmachung und Größe des Buches toll - das Buch ist maximal so 12-15cm hoch und evtl. 8-10cm breit. (Mein Zollstock hat grad Urlaub!)

Die bunte Aufmachung - außerdem recht glitzrig - hat mich als Mädchen natürlich total angesprochen.... auch innen geht es recht bunt weiter, was ich einfach nur schön finde, denn ich mag sowas gerne.

Die Geschichten sind nicht wirklich immer sehr lang - mal 7 kleine Seiten und man hat eine schöne weihnachtliche Geschichte durch - optimal, wenn man sich nur mal
kurz auf Weihnachten einstimmen will oder abends nur ein Geschichtchen oder Gedichtchen lesen will. Und es ist wohl wie in jedem Buch, bei dem verschiedene Autoren zusammen kommen - manche der Geschichten finde ich wirklich super lustig oder eben einfach schön, andere hätte man sich - meiner Ansicht nach einfach sparen können.

Generell ist dieses Buch eine schöne Geschenkidee - das Buch kann man jedes Jahr Weihnachten wieder rausholen und lesen - es unterhält ganz gut.

Irgendwie finde ich aber generell, dass das Preis-Leistungsverhältnis nicht stimmt. Gut, man kann das Buch jahrelang wieder lesen und erinnert sich ggf. nicht an die
Geschichten. Dennoch finde ich 6 Euro für ein Büchlein, dass man in gut 20 Minuten durchgelesen hat, doch ein wenig viel. Zumal mich eben auch nicht alle Geschichten begeistern konnten.

Ich bin hier wirklich unenschlossen, generell gefällt mir das Büchlein gut, ich finde jedoch, dass der Preis dafür einfach zu hoch angesetzt ist bzw. mir gefallen einfach nicht alle Geschichten. Entsprechend vergebe ich hier 3 von 5 Sternen.

Veröffentlicht am 03.01.2017

Eine blühende Phantasie...

Jetzt ist gut, Knut
0

Lilli lügt oft. Und dies tut sie auch gerne. Wildfremden Menschen auf der Straße erzählt sie Geschichten, in denen sie als Ärztin im Ausland die Hauptrolle spielt, auch, dass sie in Indonesien aufgewachsen ...

Lilli lügt oft. Und dies tut sie auch gerne. Wildfremden Menschen auf der Straße erzählt sie Geschichten, in denen sie als Ärztin im Ausland die Hauptrolle spielt, auch, dass sie in Indonesien aufgewachsen ist. Dabei ist ihr Leben alles andere als spannend. Mit Langweiler Knut verheiratet, der Tochter Julia, die ihre Eltern regelrecht ignoriert, ist ihr Leben absolut "normal", langweilig eben. Plötzlich bringen jedoch ein Hund, ein Lotto-Gewinn und eine neu gewonnene Zuhörerin ihr Leben gehörig in Schwung...

Nun ja, was hatte ich mir hier erwartet? Gute, locker, leicht zu lesende Unterhaltung. Teilweise war das Buch auch so, jedoch hatte ich mir noch packendere Unterhaltung gewünscht - die man eben mal so einfach nebenher liest, ohne groß nachdenken zu müssen, die man am liebsten direkt am Stück lesen möchte.

Bis das Buch mal so richtig in Fahrt kam, hats für mich einfach zu lange gedauert, und selbst dann gibts immer wieder Längen, finde ich. Zumal ich die Autorin (aufgrund des Buchcovers) immer wieder mit einer anderen Autorin verwechsle, denn auch das andere Buch von Bettina Haskamp hat mich nicht voll überzeugen können. (darüber hab ich schon länger geschrieben).

Irgendwie hatte ich mir einfach eine bessere Unterhaltung von diesem Titel versprochen, was dabei rauskam war leider nur eine langsam dahin plätschernde Geschichte, die zwar generell sehr einfallsreich, aber irgendwie auch reichlich überdreht war, wie ich finde.

Ich denke, es braucht keine weiteren Worte, ich vergebe hier lediglich 3 von 5 Sternen und bleibe unentschlossen.