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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 03.01.2017

Josef möchte sich entloben.

Josef, sag ihnen, wir kaufen nichts!
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Im Buch sind verschiedene kurze Geschichten und Gedichte enthalten, die mit Weihnachten zu tun haben. So gibt es u.a. "Die Weihnachtsgeschichte" von Udo Lindenberg, außerdem "Das attraktive Seifenschälchen" ...

Im Buch sind verschiedene kurze Geschichten und Gedichte enthalten, die mit Weihnachten zu tun haben. So gibt es u.a. "Die Weihnachtsgeschichte" von Udo Lindenberg, außerdem "Das attraktive Seifenschälchen" von Rita Fehling. Es sind einige bekanntere Autoren wie Wladimir Kaminer, Jess Jochimsen und Joachim Ringelnatz, deren Werke im Buch enthalten sind. Die Illustrationen sind von Thorsten Saleina. (Wirklich viele bunte tolle Bilder, das Buch ist sehr bunt gehalten.)

Geschichten wie die von Udo Lindenberg oder Jess Jochimsen fand ich im Buch wirklich sehr lustig, auch viele der enthaltenen kurzen Gedichte waren richtig toll.
Alles in allem war allein die Aufmachung und Größe des Buches toll - das Buch ist maximal so 12-15cm hoch und evtl. 8-10cm breit. (Mein Zollstock hat grad Urlaub!)

Die bunte Aufmachung - außerdem recht glitzrig - hat mich als Mädchen natürlich total angesprochen.... auch innen geht es recht bunt weiter, was ich einfach nur schön finde, denn ich mag sowas gerne.

Die Geschichten sind nicht wirklich immer sehr lang - mal 7 kleine Seiten und man hat eine schöne weihnachtliche Geschichte durch - optimal, wenn man sich nur mal
kurz auf Weihnachten einstimmen will oder abends nur ein Geschichtchen oder Gedichtchen lesen will. Und es ist wohl wie in jedem Buch, bei dem verschiedene Autoren zusammen kommen - manche der Geschichten finde ich wirklich super lustig oder eben einfach schön, andere hätte man sich - meiner Ansicht nach einfach sparen können.

Generell ist dieses Buch eine schöne Geschenkidee - das Buch kann man jedes Jahr Weihnachten wieder rausholen und lesen - es unterhält ganz gut.

Irgendwie finde ich aber generell, dass das Preis-Leistungsverhältnis nicht stimmt. Gut, man kann das Buch jahrelang wieder lesen und erinnert sich ggf. nicht an die
Geschichten. Dennoch finde ich 6 Euro für ein Büchlein, dass man in gut 20 Minuten durchgelesen hat, doch ein wenig viel. Zumal mich eben auch nicht alle Geschichten begeistern konnten.

Ich bin hier wirklich unenschlossen, generell gefällt mir das Büchlein gut, ich finde jedoch, dass der Preis dafür einfach zu hoch angesetzt ist bzw. mir gefallen einfach nicht alle Geschichten. Entsprechend vergebe ich hier 3 von 5 Sternen.

Veröffentlicht am 03.01.2017

Eine blühende Phantasie...

Jetzt ist gut, Knut
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Lilli lügt oft. Und dies tut sie auch gerne. Wildfremden Menschen auf der Straße erzählt sie Geschichten, in denen sie als Ärztin im Ausland die Hauptrolle spielt, auch, dass sie in Indonesien aufgewachsen ...

Lilli lügt oft. Und dies tut sie auch gerne. Wildfremden Menschen auf der Straße erzählt sie Geschichten, in denen sie als Ärztin im Ausland die Hauptrolle spielt, auch, dass sie in Indonesien aufgewachsen ist. Dabei ist ihr Leben alles andere als spannend. Mit Langweiler Knut verheiratet, der Tochter Julia, die ihre Eltern regelrecht ignoriert, ist ihr Leben absolut "normal", langweilig eben. Plötzlich bringen jedoch ein Hund, ein Lotto-Gewinn und eine neu gewonnene Zuhörerin ihr Leben gehörig in Schwung...

Nun ja, was hatte ich mir hier erwartet? Gute, locker, leicht zu lesende Unterhaltung. Teilweise war das Buch auch so, jedoch hatte ich mir noch packendere Unterhaltung gewünscht - die man eben mal so einfach nebenher liest, ohne groß nachdenken zu müssen, die man am liebsten direkt am Stück lesen möchte.

Bis das Buch mal so richtig in Fahrt kam, hats für mich einfach zu lange gedauert, und selbst dann gibts immer wieder Längen, finde ich. Zumal ich die Autorin (aufgrund des Buchcovers) immer wieder mit einer anderen Autorin verwechsle, denn auch das andere Buch von Bettina Haskamp hat mich nicht voll überzeugen können. (darüber hab ich schon länger geschrieben).

Irgendwie hatte ich mir einfach eine bessere Unterhaltung von diesem Titel versprochen, was dabei rauskam war leider nur eine langsam dahin plätschernde Geschichte, die zwar generell sehr einfallsreich, aber irgendwie auch reichlich überdreht war, wie ich finde.

Ich denke, es braucht keine weiteren Worte, ich vergebe hier lediglich 3 von 5 Sternen und bleibe unentschlossen.

Veröffentlicht am 03.01.2017

Erschreckend.

Isch geh Schulhof
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Philipp Möller gelangt als Quereinsteiger an eine Schule und wird dort Lehrer, Hilfslehrer vielmehr. Was er an dieser Grundschule alles erlebt schildert er im Buch - teilweise sehr amüsant, aber dennoch ...

Philipp Möller gelangt als Quereinsteiger an eine Schule und wird dort Lehrer, Hilfslehrer vielmehr. Was er an dieser Grundschule alles erlebt schildert er im Buch - teilweise sehr amüsant, aber dennoch sehr erschreckend, wie Bildung heutzutage fast nicht möglich ist... Erschwerend kommt wohl auch noch dazu, dass recht viele Migrantenkinder in dieser Schule sind - was es sprachlich wirklich schwer macht...

Die "Geschichte" des Buches spielt in Berlin, dort hat Philipp Möller dies wohl wirklich so erlebt (es ist wohl der Name der Schule geändert, die Namen - nehme ich an - ebenso...) - dies sollte ich vorab wohl gleich einmal erwähnen. Die Schule ist in einem Kiez, d.h. die Lehrer werden hier mit den verschiedensten familiären bzw. außerschulischen Problemen konfrontiert. Von einer alkoholkranken Mutter, deren Mann bzw. Vater des Sohnes verschwunden ist bis hin zu einer Großfamilie mit fünf bis sieben Kindern, die allesamt in einer 2-Zimmer-Wohnung leben - es sind die verschiedensten Konstellationen aufgeführt, bei denen ich durchaus auch glaube, dass es genauso zutrifft.

Generell hatte ich mir von diesem Buch gute Unterhaltung versprochen, allein der Titel klang sehr amüsant, auch ein einmaliges, kurzes Reinlesen war ganz positiv. Ich hatte mich wohl vorher nicht wirklich mit dieser Thematik beschäftigt - da sie mich ja absolut nicht betrifft (ich bin laaaaaaaaaaaaaaaaange aus der Grundschule raus... ;) und habe auch aktuell keinen Bezug dazu... ;) ). Was dann im Buch teilweise geschieht, fand ich einfach nur absolut krass. Statt in einer Schulstunde zum wirklichen Unterricht zu kommen, muss der Lehrer ständig Streit schlichten, weil sich die Halbwüchsigen Dinge an den Kopf werfen, bei denen man nur noch den Kopf schütteln kann. (Beleidigungen über die Mutter, die angeblich eine Hure ist) Wie Kinder schon auf solche Dinge kommen, ist mir einfach unerklärlich. Wenn man dann aber die familiären Hintergründe so liest, wird einem klar, dass die Lehrer hier mehr sind, als nur "Lehrer", sie sind Pädagogen, ja quasi Erziehungsberechtigte - denn die Eltern können dies alles oft nicht stemmen, wenn die Kinder aus Problemvierteln kommen.

Ich bin hier wirklich sehr zwiegespalten, denn einerseits fand ich das Buch durch manche Kommentare der Kinder durchaus amüsant, andererseits kann man sich über das Bildungskarussell nur noch wundern. Gut, diese Erfahrung wurde in Berlin gemacht und ich erlaube mir mal zu sagen, dass es in ländlichen Gegenden in der Schule nicht so wirklich wild zugeht wie in Berlin bzw. in Großstädten allgemein. Außerdem lebe ich hier in Bayern, was einen guten Ruf hinsichtlich der Bildungspolitik genießt, d.h. ich glaube, dass man auch in Bayern etwas anders mit seinen Lehrkräften umgeht als der Berliner Senat dies tut.

Generell bin ich irgendwie immer noch etwas geschockt, wie Eltern mit ihren Kindern umgehen, ihr Leben nicht in den Griff kriegen... (Ich finde dies auch in der "Realen Welt" immer wieder erschreckend, jedoch kann man als Außenstehender ja teilweise nicht wirklich eingreifen, sondern sich nur wundern, aufregen, ...)

Eigentlich sollte dieses Buch Pflichtlektüre für unsere Politiker sein, die sich ja so ganz toll mit Bildung beschäftigen. Vielleicht sollten sie sich einen Tag mal als Lehrkraft versuchen - um zu sehen, wie schwer dies in Problemvierteln sein kann...

Ich kann mich hier nicht entscheiden, ob ich das Buch empfehlen soll oder nicht, entsprechend bleibe ich unentschlossen, es hat mich zwar aufgerüttelt, dennoch kann ich als einzelne hier sowieso nichts ändern... Das Buch ist meiner Ansicht nach recht anspruchsvoll, der Unterhaltungswert hält sich doch in Grenzen.



Von mir gibt es 3 von 5 Sternen.

Veröffentlicht am 03.01.2017

Eine filetierte Leiche.

Isartod
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In München wird eine weibliche Leiche in der Isar gefunden, einige Zeit später gibt es einen vermeintlichen Selbstmord und kurze Zeit später eine filetierte Leiche vor der Allianz-Arena. Gibt es eine Verbindung ...

In München wird eine weibliche Leiche in der Isar gefunden, einige Zeit später gibt es einen vermeintlichen Selbstmord und kurze Zeit später eine filetierte Leiche vor der Allianz-Arena. Gibt es eine Verbindung zwischen den Toten? Chefermittler Mader kommt mit seinen Kollegen Zankl und Hummel nicht gleich wirklich voran, so dass die junge Doris den Herren "vor die Nase" gesetzt wird und nun im Team mit ermitteln soll. Ob das gut geht?

Hach ja, ich wollte einfach mal wieder einen Krimi lesen. Und die Geschichte dieses Krimis klang hat, hat mich direkt angesprochen. Anfangs konnte mich das Buch nicht so in den Bann ziehen, mit der Zeit wurde die Geschichte aber spannender. Da im Buch drei bzw. vier Ermittler mit dem ersten Fall (bzw. dann den weiteren Todesfällen) beschäftigt sind, außerdem jeweils noch ein Privatleben haben, dass im Buch auch immer wieder geschildert wird, ist es manchmal ein bißchen schwierig den Überblick zu behalten. Jedoch ist es auch mal ganz interessant, etwas über die privaten Hintergründe jedes einzelnen zu erfahren.

Den Krimi finde ich generell wirklich gut geschrieben, an zwei, drei Stellen wurde es mir jedoch zu bunt bzw. fand meiner Ansicht nach ein zu großes Durcheinander statt. Vor allem zum Schluss hin fand ich es echt schwierig gedanklich alles zu verfolgen. (Und ich beschäftige mich öfter mit Krimis... eine Woche ohne Tatort ist für mich undenkbar... ;) ) Diverse Ermittlungsmöglichkeiten waren wirklich raffiniert, auch die verschiedensten geäußerten Theorien, aber teilweise wurde dann auch vor allem Hummel als Ermittler sehr melancholisch. Ein Tagebuch-schreibender Kommissar. Nun ja...

Einen Fehler gabs im Buch auch mal wieder..., auf Seite 124/125 wird aus Herrn Patzer auf einmal "Platzer"...

Wer mal wieder einen netten Krimi lesen möchte, dem kann ich "Isartod" durchaus empfehlen, ein Krimi, der sich generell gut lesen lässt, wirklich unterhaltsam ist. Ich ziehe allerdings zwei Sterne hinsichtlich des Durcheinanders und der komischen Melancholie ab, außerdem finde ich es nach wie vor enttäuschend, dass eBooks noch recht teuer sind... (ich erwarte nicht, dass diese für 1-2 Euro verschleudert werden, aber gerade mal einen Euro weniger???), vergebe also 3 von 5 Sternen.

Veröffentlicht am 03.01.2017

Rosamund Pilcher-Krimi.

Im kalten Licht des Frühlings
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Auf Whalsay, einer kargen Shetlandinsel ist die Archäologin Hattie damit beschäftigt ein vermeintliches Kaufmannshaus bei Ausgrabungen auf dem Land von Mima, einer alten Frau, freizulegen. Auf einmal wird ...

Auf Whalsay, einer kargen Shetlandinsel ist die Archäologin Hattie damit beschäftigt ein vermeintliches Kaufmannshaus bei Ausgrabungen auf dem Land von Mima, einer alten Frau, freizulegen. Auf einmal wird dabei ein Skelett entdeckt. Kurze Zeit später ist Mima tot, angeblich wurde sie bei einem Jagdunfall getötet. Detective Jimmy Perez nimmt die Ermittlungen auf, da er sich hinsichtlich der Unfalltheorie nicht wirklich sicher ist. Da geschieht ein weiterer Mord...

Nun sollte es mal wieder ein Krimi sein, den ich da lesen wollte. Ich war wirklcih gespannt darauf, zumal ich von der Autorin bislang auch noch nichts gelesen habe. Die Geschichte klang an und für sich ganz spannend, beim Lesen hätte ich mir dann aber irgendwie mal kurzzeitig eine kleine Landkarte im Buch gewünscht - einfach zum besseren Verständnis bzw. um einen besseren Überblick zu haben und zu behalten. Die englischen Namen sind einfach nicht unbedingt mein Fall, dass es hier dann noch um die ein oder andere Insel geht, hat es mir nicht gerade leichter gemacht. (Im Nachhinein ist mir klar, warum die Autorin diesen Spielort für ihren Roman ausgesucht hat - weil sie dort mal gelebt hat... - nun ja...) Das war schon das erste Manko...

Weiter gehts bei den vielen verschiedenen Personen im Buch, den jeweiligen Verwandtschaftsverhältnissen und Beziehungen untereinander. Auch das fand ich nicht so gut zu durchblicken bzw. immer irgendwie etwas verworren. Von der Darstellung von Sandy, dem örtlichen Polizisten, der als der Dorftrottel-Polizist dargestellt wird, mal ganz zu schweigen... dass er eins und eins zusammen zählen kann ist quasi fast schon ein Wunder... er wird im Buch wirklich so hingestellt, als wäre er der hinterletzte Depp... und beruflich eben äußerst unerfahren... hm...
Desweiteren bin ich mit den Ermittlungsmethoden einfach nicht wirklich einverstanden... Das Buch spielt in der Jetzt-Zeit, d.h. man könnte durchaus die verschiedensten Möglichkeiten die heute vorhanden sind auch nutzen. Gerade hinsichtlich einer rechtsmedizinischen Untersuchung beispielsweise hört man nur einmal im Buch davon, desweiteren bin ich der Meinung, dass man auch weitere Details kriminaltechnisch behandeln könnte etc. (Ich sage nur: Schusswaffe...). Würde der Roman in den 50er Jahren spielen, könnte ich es ja nachvollziehen, dass dies nicht geschieht. Tut die Geschichte aber ja nicht... nun ja...

Ansonsten war das Buch vom Lesen her soweit gut nachvollziehbar, keine komplizierten Sätze, keinerlei großartigen Fremdwörter, hier kann ich nicht wirklich meckern, das hat schon gut gepasst und alles war sehr verständlich geschrieben.

Generell ist auch die Geschichte an sich spannend geschrieben, eine durchaus plausible Geschichte, die gelegentlich auch etwas humorvoll ist, den ein oder anderen vielleicht auch ein bißel berührt, auch Unterhaltungswert besitzt.

Eine kleine Ungereimtheit ist mir noch aufgefallen:

Seite 185
Perez stand auf und ging in die Küche, um Tee zu kochen. ... ... setzte sich in die Fensternische, um auf den Hafen hinauszuschauen, während er seinen Kaffee trank.

Ja, was nun? Tee? Kaffee?

Nun gut... das war eben so ne kleine Sache, die mir aufgefallen ist beim Lesen...

Ansonsten bin ich hinsichtlich einer Empfehlung eher etwas zwiegespalten, bleibe unentschlossen und vergebe hier 3 von 5 Sternen.