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Bisco

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 22.03.2020

#HarteZeiten hat sie hinter sich

Wie viele willst du töten
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Es gibt Bücher deren Inhaltsangabe mich richtig faszinieren, daher habe ich mich bei der Aktion #HarteSeiten von Lovelybooks auch speziell für dieses Buch entschieden. Zu wissen das zu jedem Geburtstag ...

Es gibt Bücher deren Inhaltsangabe mich richtig faszinieren, daher habe ich mich bei der Aktion #HarteSeiten von Lovelybooks auch speziell für dieses Buch entschieden. Zu wissen das zu jedem Geburtstag von dir ein Mensch sterben wird, fand ich schon super. Leider ist die Umsetzung dann doch nicht so berauschend wie manche Geburtstagsfeier.

Das Cover zeigt direkt mal die alte Szenerie wo die damals 14-jährige Ellery hin entführt wurde und von dem Serienkiller Francis Michael Coben auf schwerste Art misshandelt wurde. In diesem Haus war ein Wandschrank Ort ihres Martyriums. Als einziges Opfer wurde sie damals lebend vom FBI-Agent Reed Markham gerettet.

Heute ist Ellery doppelt so alt, hat ihren zweiten Vornamen angenommen und lebt in der Pampa und arbeitet dort als Dorfpolizistin. Niemand dort weiß von ihrer Vergangenheit und der damit verbundenen Popularität, da der Agent ein Buch zum Thema geschrieben hat.

Doch dann geschieht vier Jahre zuvor das unglaubliche, als Postkarten zu ihr gelangen, welche zu ihrem Geburtstag gratulieren. Dieses Datum kennt aber niemand. Dann wird die Geschichte noch gespickt mit einer Person welche jährlich verschwindet. Keine Leichen, keine Spuren, nur die Tatsache das die Opfer sich im weitesten Sinne kannten, durch ein zuletzt gesehen haben.

Doch wer weiß von ihrer Vergangenheit und wie soll sie verhindern das wieder ein Mensch verschwindet und getötet wird, wenn ihr doch niemand glaubt und zugleich niemand von damals wissen soll….

Interessante Aufmachung, interessante Idee in einer leider etwas langweiligen Umsetzung. Ein bisschen so, wie wenn man versprochen bekommt, dass man großzügig beschenkt wird, die Karte aufmacht und dann von zwei Leuten zusammen gerade mal 20 Euro geschenkt bekommt. So war für mich einfach das Buch gewesen.

Die Idee ist top und auch bis zur Mitte des Buches hatte die Geschichte einen mitgenommen. Falsche Fährten, die bereits Vermissten, welche im Zusammenhang standen. Reed der mit persönlichen Problemen dazukommen, eine Affäre, die nur der Eigeninteresse wegen besteht, und eine falsche Spur aus Ellies Vergangenheit. Doch dann kippte das Buch im zweiten Teil, wo einfach zu viele Zusammenhänge auseinander geworben wurden. Ich bin nicht die Leserin, die mit Absicht nach dem Täter Ausschau hält und lass mich eher überraschen, aber hier war das Ende leider sehr lasch gewesen. Es löst viele Fragen auf und erklärt die Postkarten, aber der Tatbestand warum der Täter zum Nachahmungstäter wurde war so absurd und weit hergeholt… Ne das machte das Buch eher kaputt.

Reed bekommt zum Anfang des Buches ein bisschen Hintergrund und Tiefgang durch die Familienprobleme, ist sonst aber eher der Schatten von Ellie in der Geschichte. Sie hingegen sollte nach außen hin taff wirken, aber wer genau hinsieht sieht wie zerbrechlich sie ist und dass die Geschehen von damals alles andere als verarbeitet sind. Gerade das machte sie mir auf eine gewisse Art sympathisch, denn kein Mensch kann sowas wegstecken und sagen es war ja nur ein aufgeschlagenes Knie.

Die Kapitel sind recht lang und lassen einen nicht mal so nebenbei ne kleine Lesezeit nehmen. Flüssig und zügig lässt es sich allemal lesen, über Rechtschreibfehler kann ich aber hinwegsehen.

Veröffentlicht am 21.03.2020

Leider nicht herausgeholt was möglich gewesen wäre

Das Ting
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Stelle dir vor, du hast die Möglichkeit die Idee deines Lebens, dein Hobby, der Sinn deiner Existenz, diesen wahr werden zu lassen. Diese Möglichkeit haben vier Gründer, welche an einer sensationell neuen ...

Stelle dir vor, du hast die Möglichkeit die Idee deines Lebens, dein Hobby, der Sinn deiner Existenz, diesen wahr werden zu lassen. Diese Möglichkeit haben vier Gründer, welche an einer sensationell neuen App arbeiten.

Im ersten von den drei Teilen, werden die vier Charaktere vorgestellt und die Basis für die weitere Geschichte gelegt. Adam ist der Erfinder des Tings. Das Projekt kostet wahnsinnig viel Geld und da dies nicht auf Bäumen wächst, muss er sich nun eine Job suchen. Er hat ein Vorstellungsgespräch und trifft dort auf seinen alten Studienkollegen Linus. Dieser hat Adam während der Uni eine Grundlage für eine wichtige Arbeit gestohlen, heute ist er der Meinung die Idee zum Ting wäre seine gewesen und Adam hätte ihn beklaut.

Linus arbeitet in dem Unternehmen wo Adam das Vorstellungsgespräch hat. Es kommt während dieses Termins heraus, dass dieser Firmenspionage betrieben hat und dies nicht besonders gut. Somit wird ihm kurze Zeit später bereits gekündigt. Er sieht die Schuld nun bei Adam. Linus ist der einzige der dreien in einer festen Beziehung. Diese läuft aber schon seit langem nicht mehr besonders gut. Das Projekt Ting wird dies nicht besser machen.

Kasper ist der dritte Mann in der Runde und der Sohn des Geschäftsführers. Dieser sieht nur den Erfolg der Firma und die Familie ist ihm recht egal Kasper arbeitet als sein Assistent und sieht sich in naher Zukunft als der folgende Geschäftsführer. Seine Schwester belächelt er nur. Dann ist die Silvesternacht und er erfährt auf seinen Geburtstag das seine Schwester die Geschäftsführung übernehmen wird. Er verlässt die Familie mit Wut im Bauch und sucht Adam auf. Das er in der Vergangenheit seine eigene Firma fast in die Insolvenz brachte und daraus nichts lernte macht es auch nicht besser.

Nicht mit der Firma in Verbindung zu bringen ist die junge Nie. Die 20-jährige Studienabbrecherin gilt als die beste Programmiererin. Sie ist einsam, ausgebrannt und überfordert mit der Welt. Ein Nerd wie er nicht schlimmer dargestellt werden kann. Aber eine sehr hübsche.

Im zweiten Teil beginnt dann die Geschichte um das Ting. Die vier Gründen eine Firma, ziehen in eine alte Kirche und beginnen Adams Ting weiter auszubauen.

Hier eine kurze Beschreibung was das Ting ist: Es ist dein neues Gewissen. Ein Chip unter der Haut in der Hand misst deine Körperwerte, berechnet Situationen und Entscheidungen und gibt dir in Form deiner Stimme in deinem Kopf Anweisungen. Diese sollen dir durch den Alltag helfen.

Die Idee ist so brillant und alle beteiligen sich mit ihren Stärken am Projekt. Damit dieses dann aber auch als positiv verkauft werden kann, wird ein Zusatzvertrag ausgestellt. Alle schwören für einen festen Zeitraum allen Befehlen des Tings zu folgen. Sie sprechen von Hinweisen, Hilfen und Tipps. Aber unterm Strich werden sie sehen das es Befehle sind und so mancher davon wird ihr Leben verändern und das in der Masse nicht ins Gute.

Der zweite Teil handelt davon wie die Gründer die App ausbauen und diese beginnt ihr Leben zu verändern. Im dritten Teil werden wir erleben wie sehr über einen sehr langen Zeitraum die Leben der vier verändert wurden und wie das Ting ihr Leben verändert hat.

Ich bin unterm Strich sehr enttäuscht wurden. Ich habe mir mehr erhofft zu erfahren, was das Ting im technischen Sinne ist und woher diese extremen Unterschiede herkommen, bei den einzelnen Personen und deren Tingerfahrung.

Die Charaktere selbst haben immer alle einen Abschnitt. So hat man im ersten Teil für jeden einen großen um diesen kennen zu lernen. Im zweiten erlebt man den persönlichen Werdegang von allen und im dritten wo es jeden hingeführt hat. Dies erleichtert zu verstehen wer erstmal wer ist, woher er in die Geschichte reingeholt wird und warum Im weiteren Verlauf zeigt es wie es den Personen im Einzelnen geht, da jede Geschichte aus der Ich-Perspektive spielt. Jedoch habe ich zu keinen von ihnen eine Basis aufbauen können. Alle waren mir auf ihre Art einfach zu unsympathisch. Am meisten mochte ich Kaspar nicht. Sohn bekommt Firma in den Arsch geschoben, dann doch nicht und meint dann er wäre der Chef von der Tingfirma. Ne so was geht mal gar nicht.

Ein Buch was man lesen kann, aber nicht muss. Die Geschichte ist neu und innovativ, aber leider zu flach gehalten und das emotionale was es so sehr ausmachen könnte ist genauso wenig hervorspringend wie die Technik des Ting welche fast gänzlich verloren geht.

Veröffentlicht am 20.03.2020

Eins der ersten seiner Art war

Planet Germany
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Bücher von Nicht-Deutsche über Deutsche, oder von Deutschen über andere Menschen aus anderen Ländern gibt es viele. Gespickt mit Vorurteilen, aber auch Humor, Geschichtliches und manchmal auch etwas Übertriebenes. ...

Bücher von Nicht-Deutsche über Deutsche, oder von Deutschen über andere Menschen aus anderen Ländern gibt es viele. Gespickt mit Vorurteilen, aber auch Humor, Geschichtliches und manchmal auch etwas Übertriebenes. Im Großen und Ganzen sind die Bücher alle gleich gehalten. So auch das Buch Planet Germany. Da kommt der Hawaiianer hierher und erlebt eine Welt wie sie er sie sich nicht hat vorstellen können.

So erfahren wir von ihm, wie wir Deutschen nach außen wirken. Natürlich auch mit dem ein oder anderen Klischee. Dabei kommen wir stellenweise gut weg und manchmal sind wir auch nur lauter Kevins und Chantals. Man darf das Buch also nicht zu ernst nehmen und muss schonmal an der ein oder anderen Stelle darüber hinwegsehen wie wir analysiert werden.

Darüber hinaus erfahren wir geschichtliche Ereignisse, von denen man so auch noch nicht gelesen oder gar gehört hat. Das Buch ist damals eins der ersten seiner Art gewesen und ich fand es humorvoll und erfrischend.

Veröffentlicht am 09.03.2020

Alles nicht das was es zu sein scheint

JACKABY - Die verschwundenen Knochen
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Es gibt Detektive, die haben so ihre Eigenart. R.F. Jackaby ist nochmal ganz besonders. Denn er ist Detektiv für besondere Fälle. Die Krimi-Fantasyreihe von William Ritter zeigt sich in seinem Humor, den ...

Es gibt Detektive, die haben so ihre Eigenart. R.F. Jackaby ist nochmal ganz besonders. Denn er ist Detektiv für besondere Fälle. Die Krimi-Fantasyreihe von William Ritter zeigt sich in seinem Humor, den großartigen Charakteren und der schnell gelesenen Bücher, die es einem nicht zu schwer machen, diese zu lesen und dennoch bis zum Ende eine gewisse Spannung aufrechterhalten.
Im zweiten Roman der Reihe, steht das Zwischenmenschliche schon fast mehr im Vordergrund als der neue Fall. Denn zum Anfang merken wir einen sehr aufgebrachten Hausgeist Jenny, welche ihr Zimmer fast in Schutt und Asche zerlegt.
Da kommt der neuste Fall rein, Katzen mit Fischflossen. Nur das die keine mutierte Katze ist, sondern ein fleischfressender Gestaltenwandler. Süße Kätzchen, die Katzen fressen mussten, um Katzen zu sein.
Kaum sind die „Katzen“ untergebracht kommt ein Auftrag auf dem Land rein. Dort wo der Polizist Charlie seinen neuen Dienstort hat. Der ist nicht ganz unerfreut Abigail, die Assistentin von Jackaby, wieder zu sehen.
Wir lernen als neue Hauptperson Hank Hudson kennen, der beste Freund von Jackaby, und welcher weiß für was die Initialen stehen.
Vor Ort gab es einen plötzlichen Tod einer alten Dame und es wird ein riesiges Dinosaurierskelett gefunden. Zwei anerkannte Wissenschaftler streiten sich um die Knochen und Abigail kann ihre Erfahrung als Tochter eines Paläontologen zur Verfügung stellen.
Der zweite Teil ist leider sehr viel schwächer als der Erste. Schön fand ich, dass die Charaktere etwas mehr im Vordergrund stehen, aber die Geschichte um das Skelett, welches doch kein Dino ist, ist recht unspektakulär und uninteressant. Auch die Kulissen, in denen die Geschichte spielt, sind recht wenig und die „Gastcharaktere“ bleiben blass und stören stellenweise durch ihr Verhalten.
Ein zweiter Teil, den man lesen kann, aber fast schon überspringen kann und zum dritten übergeht.

Veröffentlicht am 21.02.2020

Mittlerer Teil mit Höhen und Tiefen

Unsterblich - Tor der Nacht
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Ein Buch mit 544 Seiten kann viel zu sagen haben, oder auch sehr wenig und sich einfach nur in die Länge ziehen. Leider haben wir hier beim zweiten Teil der „Unsterblich“-Reihe eine Mischung aus beidem. ...

Ein Buch mit 544 Seiten kann viel zu sagen haben, oder auch sehr wenig und sich einfach nur in die Länge ziehen. Leider haben wir hier beim zweiten Teil der „Unsterblich“-Reihe eine Mischung aus beidem. Die ersten 50 % des Buches haben sich sehr gezogen, so dass ich fast ein halbes Jahr an diesen saß und echt überlegen muss was da überhaupt vorkam. Die anderen 50 % hingegen habe ich viel einfacher und schneller geschafft zu lesen.
So befinden wir uns in der Mitte der Geschichte wo die Menschen und nun auch die Vampire der roten Schwindsucht als Krankheit ausgesetzt werden. Die Vampire verwesen bis auf die Knochen während die Menschen psychisch durchdrehen und sich und ihre Umwelt zerfetzen. Allie, das junge Mädchen welches im ersten Teil von Kanin, ihrem Schöpfer, zum Vampir gemacht wurde, ist auf der Suche nach ihm. Sie spürt durch ihre Verbindung das er leidet und kurz davor ist verrückt zu werden, da ihm der Blutdurst zusetzt. Sie trifft unterwegs auf Jackal, der ebenfalls ein Abkömmling von Kanin ist. Dieser macht sich eine schiere Freude daraus, sie darauf hinzuweisen, dass er ja ihr Bruder ist und sie zusammenhalten müssen. Die Dialoge zwischen den beiden sind erfrischend in einem sonst recht ernsten Tonfall, der das Buch dominiert.
So kommen wir auch wieder in den Genuss von Zeke, dem menschlichen Freund von Allie, welcher sich später ebenfalls der Truppe anschließt und eine Mordslust auf Jackal hat. Sehr zur Freude von Allie.
Sie begeben sich also in die Stadt wo der Prinz der Vampire regiert und versuchen dort Kanin zu befreien. Dies soll ihnen unter einer Voraussetzung gelingen, sie müssen den Psychovampir Sarren aufhalten welcher die Seuche unters Volk der Menschen und Vampire bringt aufhalten. Doch bis dahin ist es ein weiter und schwieriger Weg mit allerlei Verlusten und wiedersehen alter Bekannter.
Bis zu dem Zeitpunkt, bei etwa der Hälfte, wo die Truppe in der Stadt beim Prinzen ankommt, zog sich die Story so unendlich lange hin, dass ich eine recht lange Zeit pausiert habe, da ich mich nicht überwinden konnte weiterzulesen. Das Buch steht daher seinem ersten Teil etwas nach und auch das Ende des zweiten Teils ist, ich sage mal naja und möchte an der Stelle nicht spoilern, aber die Autorin hat es so gebastelt, dass man schon den dritten Teil noch lesen muss um herauszufinden wie es mit der Welt weiter gehen soll.