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Veröffentlicht am 05.01.2017

Der Schwinguin ist noch das kleinste Übel.

Neulich im Discounter
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Im Buch erzählt Christian Klein die unterschiedlichsten Geschichten, die er so während seiner Arbeit im Discounter erlebt hat. Da gibt es durchaus skurrile Anfragen, dreiste Diebstähle, unverschämte Kunden.

Ich ...

Im Buch erzählt Christian Klein die unterschiedlichsten Geschichten, die er so während seiner Arbeit im Discounter erlebt hat. Da gibt es durchaus skurrile Anfragen, dreiste Diebstähle, unverschämte Kunden.

Ich mag ja solche Bücher über die verschiedensten Berufe und ihre Geschichten, die der Alltag darin so mit sich bringt. Das dürfen dann gerne lustige, aber durchaus auch mal kuriose Geschichten, emotionale Schilderungen, was auch immer, sein. Da bin ich ja wirklich offen für die verschiedensten Berufe und Erlebnisse darin.

Also war ich auch hier wirklich gespannt, was man im Discounter so alles erlebt. Dass da manche Kunden sicher auch mal unhöflich sind ist leider zu erwarten, aber das erlebe ich in meinem Arbeitsalltag auch - und ich arbeite nicht im Discounter. Zu Beginn habe ich ziemlich schnell gemerkt, dass der Autor zwar witzige Sachen erlebt hat, sich aber selbst auch für den größten Witzbold des Universums hält. Hm. Ich finde Menschen, die mit Witz und Humor reagieren durchaus sympathisch, aber eben nicht, wenn es so ein "Witz-komm-raus-du-bist-umzingelt"-Ding ist, wenn Sachen auf Teufel komm raus witzig sein müssen, man nicht mal ernsthaft reden kann. Und genau so einer ist der Autor aber leider... zumindest stellt er sich - so wirkt es für mich - im Buch eben dar. Da fragt ein Kunde, ob "Sie noch eine Kasse öffnen können" - und da heißt es, dann "Nein, denn man sitzt ja schon an einer Kasse, beides gleichzeitig geht nicht." - Das sind manchmal so Kleinigkeiten in der Formulierung, dass es eben einfach nervt, wenn jemand so super korrekt daher kommt...

Überhaupt hat man das Gefühl, dass man als Kunde im Discounter teilweise nicht so wirklich erwünscht ist, sich am Besten blind auskennt, bloß keinen "Ärger" macht. Man könnte ja aus Versehen nach dem Angebot fragen... naja...

Nach ca. der Hälfte des Buches habe ich wirklich überlegt ob ich es nicht einfach zur Seite lege, wollte dann aber dennoch weiter lesen welche Geschichten da noch kommen. Da die Geschichten an sich immer nur ein paar Seiten lang sind, also schnell gelesen sind, da auch die Sprache im Buch einfacher Natur (keine komplizierten Fachbegriffe oder Fremdwörter etc., kein komplizierter Satzbau) ist, habe ich das Buch dann doch noch zu Ende gelesen. Es war schnell zu lesen, jedoch hat es mich nur bedingt unterhalten. Da gab es schon durchaus kuriose Geschichten, ich musste auch durchaus mal schmunzeln und lachen, aber im überwiegenden Teil des Buches fand ich den Humor einfach nur nervig bzw. anstrengend.
(z.B.: Nun kam ich mir verschaukelt vor wie ein Pinguin auf einer Schaukel, sozusagen ein Schwinguin. Seite 151)

Bei der Formulierung über den Autor "Dies ist sein erstes Buch" muss ich leider sagen, dass ich hoffe, dass es dabei bleibt. (Tut mir leid, aber ich bin eben ehrlich...)

Was wirklich schön gemacht ist, sind die zahlreichen Illustrationen im Buch von Jana Moskito. Hier sind verschiedene Szenen noch einmal in einem Bild zusammengefasst, das finde ich durchaus gelungen.

Von mir gibts hier 2 von 5 Sternen für ein wenig amüsante Unterhaltung und den Einblick in diesen Berufsalltag sowie keine Empfehlung.

Veröffentlicht am 05.01.2017

Das orangefarbene Plastik fühlte sich rau und angenehm an.

Nacktbadestrand
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Elfriede Vavrik, 79 Jahre alt, kann nicht einschlafen, hat also Einschlafstörungen, seit sie ihre kleine Buchhandlung aufgegeben hat, ihr fällt zuhause förmlich die Decke auf den Kopf. Selbstbefriedigung ...

Elfriede Vavrik, 79 Jahre alt, kann nicht einschlafen, hat also Einschlafstörungen, seit sie ihre kleine Buchhandlung aufgegeben hat, ihr fällt zuhause förmlich die Decke auf den Kopf. Selbstbefriedigung hilft ihr, dass sie einschlafen kann, müde wird. Ein Arzt empfiehlt ihr, es mit Sex zu probieren, Kontaktanzeigen aufzugeben. Das Ergebnis bzw. diese Geschichte kann man im Buch lesen...

Irgendwie hatte ich mir vorher den Klappentext nicht genau durchgelesen... das ansprechende pinke Cover des gedruckten Buches hat mich so angesprochen, dass mir einfach klar war, dass ich dieses Buch lesen möchte. (Egal ob in gedruckter Form oder als eBook.) Als ich zu Beginn der Geschichte mitgekriegt habe, worum es geht, war mein Gedanke immer wieder: "Aber ich will das doch gar nicht wissen..." - da es schon um recht intime Details im Buch geht, wie ich finde... und grundsätzlich muss ich einfach sagen bin ich nicht großartig am Sexualleben einer 79jährigen Dame interessiert. (Sie darf gerne eines haben, natürlich, aber ich muss eben nicht alle Dinge wissen... ;) )

Nun ja, ich habe es dann durchgezogen und das Buch eben doch gelesen. Vom Stil her lässt es sich gut lesen, es sind keine großartig schwierigen Passagen etc. enthalten, von daher war es auch flott zu lesen. Unterbrochen wird die Schilderung ihrer Erlebnisse mit Männern dann immer wieder von erotischen Kurzgeschichten, die sie wohl schon länger immer mal schreibt. Für eine Dame, die keinerlei großartige sexuelle Erfahrung hat, wie sie es so über sich sagt, hat sie dafür aber meiner Ansicht nach recht viel Erkenntnis etc., woher auch immer. Nun ja. Für manch einen ist die Geschichte sicher spannend, ich empfand es einfach als ein wenig "neeeeeeeeeeeein, ich möchte das nicht wissen", wollte das Buch aber dennoch mit gerade mal 187 Seiten nicht ungelesen wieder auf dem Reader wegpacken, so dass ich es eben durchgezogen habe.

Die geschilderten Kurzgeschichten mögen auch für manch einen sicher interessant sein, ich fand sie soweit ganz ok. Generell hat mich die Thematik nicht so wirklich gepackt, schlecht geschrieben fand ich es aber auch nicht, entsprechend verbleibe ich hier bei 2 von 5 Sternen und bin sehr unentschlossen hinsichtlich einer etwaigen Empfehlung.

Veröffentlicht am 04.01.2017

"Aus großen Brüsten folgt große Verantwortung." (S.26)

Mein schönstes Ferienbegräbnis
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Sarah und Ulf leben so vor sich hin, essen gerne und viel Eis - und hätten gerne ein Kind. Zumindestens Ulf. Das erklärt er Sarah auch so, so dass die beiden schließlich Mau-Mau spielen um die Frage zu ...

Sarah und Ulf leben so vor sich hin, essen gerne und viel Eis - und hätten gerne ein Kind. Zumindestens Ulf. Das erklärt er Sarah auch so, so dass die beiden schließlich Mau-Mau spielen um die Frage zu klären, ob sie ein Kind bekommen (bzw. bekommen sollen). Dann kommt jedoch der Tod von Sarah's Vater dazwischen - und Sarah begibt sich quasi auf eine Reise um mal für sich festzustellen, ob sie überhaupt ein Kind will oder vielleicht lieber doch nicht.

Die Geschichte des Buches fand ich generell interessant und war wirklich gespannt drauf, was mich da so erwarten würde. Doch irgendwie habe ich recht schnell zu Beginn gemerkt, dass das Buch anders geschrieben ist, als ich es mir gewünscht hätte. Aber mal langsam. Vom Schreibstil her ist es ganz gut nachzuvollziehen, keine großartigen Fremdwörter oder Fachbegriffe, die Sätze auch nicht verschachtelt, gut gedanklich zu verstehen. Aber irgendwie hat mich der Schreibstil nicht in seinen Bann ziehen können, denn es war für mich so eine Mischung - eben inhaltlich - aus "das soll jetzt mal tiefgründiger sein" und "oh, ich will aber lustig sein". Generell können für mich tiefgründige Bücher und Geschichten durchaus auch sehr amüsante, lustige, witzige Momente und Szenen haben, aber nicht so ein "auf Teufel komm raus", wie ich es hier empfunden habe.

Überhaupt bin ich von der Geschichte mehr enttäuscht als dass sie mir gefallen hat. Es ist zwar eine interessante zeitliche Gliederung, auch die Art und Weise, wie Menschen und deren Geschichte immer wieder ins aktuelle Geschehen eingebunden bzw. kurz erläutert werden, fand ich gelungen, aber ansonsten hatte ich mir hier einfach mehr erhofft. Beim Lesen werde ich gerne gut unterhalten, es dürfen die verschiedensten Emotionen dabei hervorgelockt werden, hier jedoch fand ich es einfach schade, dass dies in keinerlei Hinsicht geklappt hat. Das Buch plätschert so vor sich hin, zumindest habe ich das so empfunden. Ja, es gibt Dinge, die da unerwartet in der Geschichte passieren, aber nun ja.

Mir hat das Buch leider nicht so gut gefallen, ich habe des öfteren überlegt ob ich es einfach zur Seite lege und abbreche, habe es dann aber doch komplett gelesen. Vielleicht gibt es ja Menschen, die mit dieser Geschichte etwas anfangen können, für mich gab es da lediglich kleine Ansätze, die ich mal kurz amüsant fand. Entsprechend kann ich das Buch leider nicht empfehlen und vergebe so nur 2 von 5 Sternen.

Veröffentlicht am 04.01.2017

Zuviel Predigen und Gut-Zureden nervt.

Mein Leben ohne Limits
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Nick wollte sich als kleiner Junge das Leben nehmen, weil er mit seiner Fehlbildung nicht "glücklich" war. Heute reist er um die ganze Welt, versprüht regelrecht Lebensmut und -freude und versucht so andere ...

Nick wollte sich als kleiner Junge das Leben nehmen, weil er mit seiner Fehlbildung nicht "glücklich" war. Heute reist er um die ganze Welt, versprüht regelrecht Lebensmut und -freude und versucht so andere Menschen entsprechend zu motivieren und für Gott zu begeistern.

Ja, von was bin ich bei diesem Buch eigentlich ausgegangen? Eigentlich dachte ich, dass es sich hier, wie vom Titel her anzunehmen und von der Bücherei auch gekennzeichnet um eine Biografie handelt. Die ist es teilweise auch. Nick schildert im Buch, wie er sein Leben bisher lebt(e) (was eben in der Vergangenheit passiert), wie er als Kind aufwuchs, die Situation für seine Eltern war, etc.

Er versucht aber auch immer wieder zu motivieren. Da denkt man, oh, nun liest man etwas über das Leben, das ich mir doch schwer vorstelle, so ohne Arme und Beine, und dann kommen ganz andere Zeilen. Zeilen, in denen Nick einem versucht, Mut zuzusprechen, erklärt, dass es immer Hoffnung gibt, einem dauerhaft gut zuredet. (Kennt er meine Einschränkungen? Weiß er, mit welchen Problemen ich ggf. zu kämpfen habe?) Dass solch eine Motivationsphase im Buch eventuell ein, zweimal vorhanden ist, lasse ich mir eingehen. Dass man aber nur noch das Gefühl hat, dass er ständig so daher redet, das finde ich nicht gut. Ich kann es verstehen, dass er evtl. nicht bemitleidet werden will, denn er hat sich mit seiner körperlichen Situation abgefunden bzw. wunderbar arrangiert, keine Frage. Da verdient er auch all meinen Respekt.

Aber dieses regelrecht missionieren im Buch, das hält einen viel zu sehr vom Lesen ab, ich wollte irgendwann nicht weiterlesen, denn gefühlt in jedem Kapitel kommt wieder solch eine Gut-Zureden-Phase.

Gerne hätte ich das Buch ganz gelesen, aber das war für mich so einfach nicht machbar, zu sehr hab ich mich über dieses "Sieh-die-Welt-immer-positiv"-Gerede aufgeregt. (Und wenn jemand weiß, dass es mal Zeiten gibt, in denen man die Welt einfach nicht mehr super positiv sehen kann, dann bin ich das, ich habe mir meine vier OPs am Arm schließlich auch nicht unbedingt ausgesucht bzw. hier eine Zeit lang enorm an Lebensqualität einbüßen müssen...)

Vom Schreibstil her liest sich das Buch generell übrigens eigentlich ganz gut, die Sätze sind gut verständlich und gut aufnehmbar, nichts großartig verschachtelt oder verkompliziertes. Klar berührt einen die Geschichte durchaus, zumindest ist dies so mein Empfinden. Ich finde es übrigens interessant gestaltet das Buch, denn in der Mitte findet man Bilder von Nick, so kann man sich auch einen guten Eindruck von ihm machen, finde ich.

Wer gerne irgendwelche Motivationsbücher lesen will, der darf dies wirklich gerne tun, dann kann man ggf. dieses Buch auch empfehlen. Ich kann hier leider nur 2 von 5 Sternen vergeben und bleibe unentschlossen.

Veröffentlicht am 04.01.2017

Enttäuschend.

Mein Leben als Suchmaschine
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Das handliche Buche ist eingeteilt in verschiedene Kapitel sowie kurze Geschichten. Überschrieben ist das ganze mit "Auf der Suche nach..." - die Kapitel heißen beispielsweise dann "Wahrheit", "... dem ...

Das handliche Buche ist eingeteilt in verschiedene Kapitel sowie kurze Geschichten. Überschrieben ist das ganze mit "Auf der Suche nach..." - die Kapitel heißen beispielsweise dann "Wahrheit", "... dem Woher" sowie "...dem Warum" - es gibt gesamt fünf solcher Kapitel mit einzelnen Geschichten wie "Chance als Scheitern", "Lemgo", "Meine Eltern wollten nicht, dass ich Cowboy werde".

Ganz hinten im Buch findet man ein Register mit den verschiedensten Begriffen, die hier noch einmal kurz aufgeführt werden. Natürlich sind diese Begriffe sehr lustig erklärt.
Die kleinen Geschichten klangen anfangs wirklich recht nett - sehr lustig und unterhaltsam. Mit der Zeit sind die Geschichten jedoch ziemlich abstrus und nicht wirklich mehr so lustig. Ich hatte mich hier auf ein kleines Büchlein, voll mit Kolumnen eingestellt (anfangs war ich von einer Geschichte ausgegangen, wobei kleine Geschichten ja auch nicht so "schlimm" sind), leider jedoch wurde ich eher enttäuscht. Habe ich das Büchlein nach den ersten drei, vier Geschichten noch einer Freundin empfohlen, so hörte meine Begeisterung für die Geschichten ganz schnell auf. Vielleicht auch, weil ich manches eben einfach zu abgedreht finde, manches hingegen mir wieder zu trottelig ist (sowas macht mich dann "narrisch").

Ich hatte mir von diesem Buch einfach mehr erwartet, denn grundsätzlich klangen manche Geschichten so, als könne da doch noch "mehr" kommen... leider wars eben nicht so.
Ich vergebe 2 von 5 Sternen und bleibe ziemlich unentschlossen.