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Veröffentlicht am 11.04.2020

Durchwachsen

»Gestatten, ich bin ein Arschloch.«
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"Gestatten, ich bin ein Arschloch" vom Psychologen Pablo Hagemeyer ist ein Buch über Narzissten.

Inhaltlich: schweift Hagemeyer bei der Analyse von Narzissten leider immerzu sehr ab. Er driften in dem ...

"Gestatten, ich bin ein Arschloch" vom Psychologen Pablo Hagemeyer ist ein Buch über Narzissten.

Inhaltlich: schweift Hagemeyer bei der Analyse von Narzissten leider immerzu sehr ab. Er driften in dem Sinne in Vergleichen bis zu Moses, um zu zeigen, dass es schon immer in der Geschichte der Menschheit Narzissten gab, aber er kommt im Fließtext leider irgendwie nie richtig rund zum Punkt. Denn die Abschnitte mit klarer Analyse sind kurz gehalten. Dies wird dann anschließend immer wieder durch praxisbezogene Beispiele an dem erfundenen Paar Tom und Tina - was ich für gut befunden habe, da es sehr verständlich erklärt wurde. Jedoch unterbricht er immer wieder in einem sehr abgehakten Stil seinen Schreibfluss und lässt plötzlich Gespräche über das angesprochene Thema mit seiner Ehefrau mit einfließen. Da er selbst bekennender Narzisst ist, streiten sie sich natürlich oftmals und sie versucht ihn zu analysieren - aber das interessiert mich recht wenig als Leser um ehrlich zu sein. Das empfand ich auf Dauer recht nervig.

Fazit: Das Buch ist durchwachsen. Es hat zwar die angesprochenen schlrechten Parts/Einschübe mit der Ehefrau - die leider wirklich nicht zu kurz vorkommt, jedoch auch immer wieder hervorgehobene Tipps für die Verbesserung des eigenen Selbst - für beide Seiten - sowohl für die des Opfers als auch des Täters (=Narzisst). Als Opfer lernt man Strategien und Tipps, wie man sich gegen Narzissten (vorbereiten und) wehren kann und ihnen Paroli bieten kann. Daher empfehle ich dieses Buch jedem, der schon einmal oder noch immer mit Narzissten zu kämpfen hat. Die Parts mit der Ehefrau kann man sich dabei getrost schenken und einfach überspringen. Den Rest dafür genau lesen, merken, sich aneignen und anwenden.

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Veröffentlicht am 08.04.2020

Kommt nicht ganz an die Vorgänger ran

Biaoren - Die Klingen der Wächter - Band 3
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"Die Klingen der Wächter" Band 3 von Xianzhe Xu ist diesmal meines Erachtens nach nicht so gut gelungen wie die vorigen beiden Bände.

Inhaltlich geht es thematisch weiter mit der Geschichte um den Kopfgeldjäger ...

"Die Klingen der Wächter" Band 3 von Xianzhe Xu ist diesmal meines Erachtens nach nicht so gut gelungen wie die vorigen beiden Bände.

Inhaltlich geht es thematisch weiter mit der Geschichte um den Kopfgeldjäger Daoma. Man erfährt erneut viel über die Geschichte der Sui-Dynastie im 7. Jahrhundert aufgrund der vielen Personen, die aus dem wahren Leben in die Geschichte eingebaut wurden. Jedoch kommt es in diesem Band fast ausschließlich zu Kampfszenen dieser - Daoma miteinbezogen - und so erhält man zwar sehr viel Zeichenkunst, aber relativ wenig Text außer "Ahhh-Ohhh-Auuu/Trapp-Saus".

Fazit: Ich halte das Buch dennoch für ein Muss für jeden begeisterten Fan von der Reihe. Denn der Abschluss ist noch hin...

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Veröffentlicht am 27.03.2020

Anwendbares Handbuch für ein besseres Miteinander

Reaktanz - Blindwiderstand erkennen und umnutzen
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"Reaktanz - Blindwiderstand erkennen und umnutzen - 7 Schlüssel für ein besseres Miteinander" von Carmen Thomas ist ein Handbuch für ein besseres Miteinander.

Bei dem Miteinander handelt es sich um alles ...

"Reaktanz - Blindwiderstand erkennen und umnutzen - 7 Schlüssel für ein besseres Miteinander" von Carmen Thomas ist ein Handbuch für ein besseres Miteinander.

Bei dem Miteinander handelt es sich um alles Mögliche. Sie verwendet es hier vor allem auf Firmen und Vorsitzende, die mit einem Problem in der Zwickmühle sitzen und verschiedene Lösungen geliefert bekommen wollen. Thomas erklärt in diesem Buch mit ihrer Hintergrundgeschichte langsam (meist) chronologisch, wie sie selbst zu Anfangszeiten ihres Lebens mit Problemen in ihren Jobs haderte und langsam Lösungen fand, um diese Probleme zu beheben, beziehungsweise sie so weit unter Kontrolle zu bekommen, dass sie gar nicht erst ausarteten.

Positiv zudem noch: Das Buch ist genderneutral geschrieben.

Fazit: Empfehlenswert für alle, die ebenfalls oftmals Probleme mit "störrischen" Personen haben und Lösungen haben wollen, die leicht zu merken und anzuwenden sind.

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Veröffentlicht am 24.03.2020

Heimatsuche

Das geträumte Land
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In "Das geträumte Land" von I. Mbue geht es um eine Familie aus Kamerun, die ein neues Leben in NY starten will. Zunächst scheint es alles problemlos zu funktionieren, bis die Finanzkrise auch sie einholt ...

In "Das geträumte Land" von I. Mbue geht es um eine Familie aus Kamerun, die ein neues Leben in NY starten will. Zunächst scheint es alles problemlos zu funktionieren, bis die Finanzkrise auch sie einholt und sie scheinbar nur noch vor Problemen wie die übrigen Amerikaner stehen.
Inhaltlich kommt es erst in der Mitte des Buchs zum Börsenkrach, was meiner Meinung nach viel zu spät ist. Außerdem ist das Buch trauriger als erwartet. Außerdem ist mir persönlich unbegreiflich, wie man in der großartig bestückten Parkstadt NY mit Aussichten auf das Meer, auf Seen, etc., Lust auf Sport in tristen, langweiligen, stinkenden Fitnessstudios aufbringen kann.
Ich habe mir von der Leseprobe ein komplett anderes Ende vorgestellt, und weiß noch nicht ganz, was ich nun mit dem mir gebotenen Ende halten soll. Ein etwas anderes Happy End als üblich...

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Veröffentlicht am 24.03.2020

Glaubwürdiger Historischer Roman

Die zwei Leben der Florence Grace
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"Die zwei Leben der Florence Grace" von Tracy Reed ist ein wirklich gut gelungener, glaubwürdiger Historischer Roman, der um die Mitte des 19. Jahrhundert spielt. Florence wird als Waise zu Verwandten ...

"Die zwei Leben der Florence Grace" von Tracy Reed ist ein wirklich gut gelungener, glaubwürdiger Historischer Roman, der um die Mitte des 19. Jahrhundert spielt. Florence wird als Waise zu Verwandten von ihrem armen Leben in einem kleinen Dorf mitten im Moor Cornwalls in die Großstadt London ziehen müssen. Mit der ungewohnten Umgebung findet sie sich nur schwer zurecht, da sie die Natur liebt und ihre Freunde vermisst. Mehr verrate ich nicht zum Inhalt - außer, dass es ein wirklich ungewöhnliches Ende verspricht, was ich nicht erwartet hatte, mich allerdings positiv überraschte.
Sprachlich ist es sehr an die alte Sprache gelehnt, wovon ich schier begeistert bin, da ich selbst immer bemerke, dass sich mein Wortschatz durch solche Werke und Klassiker immer immens erweitert. Kleiner Abzug an den Sternen: Ein wenig kompakter und kürzer hätte dem Buch sicherlich nicht geschadet, da es teilweise sehr schleppend voran geht - mit dem Inhalt und dem Lesen.

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