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Veröffentlicht am 20.04.2020

Ein Mord um Indianer-Land

Sheloquins Vermächtnis
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Vier Wochen vor seiner Pensionierung geschieht ein Mord im Distrikt von Staff Sergeant Ben Clifford. Der Indianer Sheloquin, Hüter seines riesigen Landbesitzes, wird brutal getötet. Und das in Hope, dem ...

Vier Wochen vor seiner Pensionierung geschieht ein Mord im Distrikt von Staff Sergeant Ben Clifford. Der Indianer Sheloquin, Hüter seines riesigen Landbesitzes, wird brutal getötet. Und das in Hope, dem verträumten Städtchen in British Columbia. Auf der Suche nach dem Täter ist der Eingeborene Cliff White Crow eine große Hilfe. Aber auch er ist in unmittelbarer Gefahr, denn Killer jagen auch ihn. Von der Squarnish-Indianerin Montaya Sun Road und seinem Wolfshund Mellow erhält er Rettung. Doch es geschehen noch weitere, seltsame Dinge. Und auch der Staff Sergeant verstrickt sich in ein gefährliches Netz.

Im Prinzip ist dies ein moderner Cowboy-und-Indianer-Roman, den die Autorin Brita Rose-Billert mit "Sheloquins Vermächtnis" abgeliefert hat. Das vermeintlich Gute gegen das Böse, mit Jägern und Gejagten. Eine interessante Geschichte, die auch das heutige Leben der Ureinwohner beleuchtet. Sehr gut geschrieben und spannend zu lesen. Dieser Krimi ist eine durchaus empfehlenswerte Lektüre.

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Veröffentlicht am 10.04.2020

#MeToo - Roman

Whisper Network
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Der Roman von Chandler Baker "Whisper Network" beschäftigt sich mit einem aktuellen Thema - der sexuellen Belästigung.

Sloane, Ardie und Grace sind Freundinnen und arbeiten bereits lange Jahre in einer ...

Der Roman von Chandler Baker "Whisper Network" beschäftigt sich mit einem aktuellen Thema - der sexuellen Belästigung.

Sloane, Ardie und Grace sind Freundinnen und arbeiten bereits lange Jahre in einer großen Sportartikel-Firma. Nicht nur sie leiden unter ihrem Vorgesetzten Ames, gibt es doch immer wieder Gerüchte zu seinem Verhalten Frauen gegenüber. Diese Gerüchte wurden aber immer wieder von der Firmenleitung ignoriert bzw. unter den Teppich gekehrt. Nun ist der CEO Desmond überraschend verstorben und es wird allerorts vermutet, das Ames seine Nachfolge antreten wird. Die drei Freundinnen wollen dies unbedingt verhindern, und wenn sie nicht gehört werden, dann müssen sie eben handeln.

Die Charaktere der einzelnen Personen ist, wie eigentlich überall, sehr unterschiedlich. Da ist die ehrgeizige, auf Karriere bedachte, die eher sozial eingestellte, die, die es allen Recht machen will, die, die ihr Fähnchen nach dem Wind ausrichtet, die Unsichtbare. Meiner Meinung nach sind die Protagonisten sehr gut dargestellt. Die Geschichte an sich ist natürlich aktueller denn je, leider fehlt mir das letzte bisschen Leidenschaft und Spannung um fünf Sterne zu vergeben. Nichts desto Trotz ein gelungener, gut geschriebener Roman, den ich auch gerne weiter empfehle.

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Veröffentlicht am 29.03.2020

Ein ruhiger, besonnener Krimi

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Der Autor Leo Gasmann lässt in seinem Krimi den Protagonisten, Jesuistenpater Tomas, im Jahre 1603 aus seinem spanischen Kloster nach Rom beordern. Er weiß noch nicht, das dort mehrere mysteriöse Todesfälle ...

Der Autor Leo Gasmann lässt in seinem Krimi den Protagonisten, Jesuistenpater Tomas, im Jahre 1603 aus seinem spanischen Kloster nach Rom beordern. Er weiß noch nicht, das dort mehrere mysteriöse Todesfälle aufzuklären sind. Es sollten ihm aber seine Kenntnisse auf dem Gebiet des Okkultismus behilflich sein. Jedoch ist manchmal der härteste Kampf derjenige, den man gegen sich selbst führt.

Aufgefallen ist mir als erstes das schlichte, weiße Cover mit dem Blutfleck. Die Inhaltsangabe entsprach auch meinem Buchgeschmack und das Lesen dieses Historien-Krimis hat mich auch nicht enttäuscht. Leo Gasmann hat sehr detailreich die schwierigen Lebensbedingungen der Menschen darstellen können. Ebenso die Machtbesessenheit einzelner Kardinäle und ihrer Gefolgsleute. Die Schwierigkeiten, die Pater Tomas mit der Aufklärung der Fälle zu tun bekommt, sind durchaus nachvollziehbar. Interessant ist zu bemerken, das der Roman in lediglich drei Kapitel unterteilt ist, jedes wird von einer anderen Ich-Person erzählt. Insgesamt ein spannender, jedoch auch besonnener Krimi, die ich gerne weiter empfehle.

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Veröffentlicht am 28.03.2020

Die Trauer wird besiegt

Corrib Cottage
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Die Autorin Iris H. Green beschreibt in ihrem Roman "Corrib Cottage" wie die Deutsche Maren nach einem schweren Schicksalsschlag kopflos ihre Heimat verlässt und nach Irland in ein Cottage auswandert. ...

Die Autorin Iris H. Green beschreibt in ihrem Roman "Corrib Cottage" wie die Deutsche Maren nach einem schweren Schicksalsschlag kopflos ihre Heimat verlässt und nach Irland in ein Cottage auswandert. Aber sie findet zu gegebener Zeit neue Freunde und eine Arbeitsstelle in einem Reisebüro. Maren lernt dort einen ihrer Chefs kennen, den umschwärmten Sean. Ihr ist seine Art äußerst unangenehm, spürt aber auch seine Anziehungskraft. Über ihre Arbeit lernt Maren aber auch den Wiesbadener Leander kennen. Dieser entspricht eher einem neuen Partner und auf einer Nordirlandreise kommen die beiden sich auch näher. Maren muss sich entscheiden: Rückkehr nach Deutschland oder Bleiben in Irland.

Dieser Frauen-/Liebesroman ist sehr kurzweilig geschrieben, es hat Freude gemacht, die Geschichte um Maren zu lesen. Gefallen haben mir auch die Darstellungen von Irland, egal ob alte Mythen oder neuere Zeitgeschichte. Schnell hat man sich in dieses Buch eingefunden, aber ebenso schnell war man leider schon am Ende. Ich bin auf die Fortsetzungen gespannt und kann diesen Band als gute Unterhaltung weiter empfehlen.

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Veröffentlicht am 07.03.2020

Die Suche nach dem Ich

Die Geheimnisse meiner Mutter
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Rose wächst bei ihrem Vater auf, ihre Mutter ist verschwunden, als Rose noch ein Baby war. Während ihrer Kindheit und Jugend erfindet sie immer neue Geschichten, warum ihre Mutter nicht da ist. Mit Anfang ...

Rose wächst bei ihrem Vater auf, ihre Mutter ist verschwunden, als Rose noch ein Baby war. Während ihrer Kindheit und Jugend erfindet sie immer neue Geschichten, warum ihre Mutter nicht da ist. Mit Anfang 30 erfährt Rose dann, das die Schriftstellerin Constance Holden seinerzeit die letzte war, die ihre Mutter lebend gesehen hat. Sie versucht, Kontakt zu Constance aufzunehmen, um endlich Klarheit über ihre Mutter zu erhalten.

Der Roman von Jessie Burton erzählt eine Familiengeschichte, umringt von Geheimnissen. Wechselnd wird das Leben von Rose in der Gegenwart behandelt und das von ihrer Mutter Elise und Constance in der Vergangenheit. So ist eine interessante Spannung gegeben, die uns langsam zur Aufschlüsselung des Rätsels um das Verschwinden von Elise führt.

Der Schreibstil ist angenehm flüssig zu lesen, interessante Charaktere machen hier eine besondere Faszination aus. Jessie Burton hat hier einen bewegenden, einfühlsamen Roman geschrieben, den ich guten Gewissens weiter empfehlen kann.

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