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Veröffentlicht am 30.03.2020

7 Jahre Single nach einer Trennung - eine neue Sichtweise

Schnell.liebig
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Lina schreibt autobiografisch über ihre Trennung von Dominik und den folgenden 7 Jahren als Single. Sie meldet sich auf Tinder an und hat enorm viele (Blind) Dates. Ich hatte teilweise den Eindruck, sie ...

Lina schreibt autobiografisch über ihre Trennung von Dominik und den folgenden 7 Jahren als Single. Sie meldet sich auf Tinder an und hat enorm viele (Blind) Dates. Ich hatte teilweise den Eindruck, sie stürzt sich leichtsinnig ins Abenteuer, lässt unbekannte Männer in ihre Wohnung, verliebt sich ein kleines bisschen in Gustav und doch ist er nicht der Richtige, weil er nicht ankommen will. Er empfindet sie als den Ruhehafen, aber ist das alles, reicht das? Sie besucht ihre Freundin Maggie in Südafrika und lernt dort Nathan kennen – hier hatte ich das Gefühl: es kann was werden. Aber leider hing er noch an seiner Ex und kommt später mit dieser auch wieder zusammen. Lina kann mit ihm abschließen, auch wenn es weh tut. Das ist aber auch der Moment, wo sie anfängt aufzuräumen, Tinder und oberflächliche Kontakte zu löschen und sich von dieser Art „warmhalten“ zu trennen. Sie trifft erneut Gustav, kommt aber zu dem Ergebnis, dass sie mit ihm abschließen kann. An einer Stelle kritisierte eine Freundin ihr Verhalten als schlampig. Zugegeben – das dachte ich an einigen Stellen auch. Aber es ist ein Stück mehr als das. Es zeigt, das zum einem die Verfügbarkeit und das ständige Suchen, auch dazu führt, dass viele sich selbst noch nicht gefunden haben. Lina brachte es an einer Stelle auf den Punkt: wenn du dich selbst liebst, kann es auch ein anderer tun. Ich habe durch das Buch einen anderen Blick auf Singles bekommen. Ich bin schon lange in einer glücklichen, ehrlichen Beziehung und völlig unbedarft frage ich die Singles, was denn das Singleleben so macht. Es ist nicht mal bös gemeint, reduziert aber auch Singles nur auf das Eine. Ich habe auch viele Kontakte im Handy, vielleicht sollte ich auch mal „aufräumen“ und schauen, wer eigentlich nur noch „warmgehalten“ wird. Danke, ein sehr offener Einblick in das Privatleben von Lina Mallon.

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Veröffentlicht am 10.07.2026

Sommerliche Wohlfühllektüre mit kleinen Schwächen

Mein Herz will Meer
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Schon der Titel und das wunderschöne Cover machen Lust auf Urlaub. Das Meer, ein Schaf mit Strohhut und der Strand versprühen jede Menge Sommer- und Urlaubsfeeling.

Die Geschichte liest sich leicht und ...

Schon der Titel und das wunderschöne Cover machen Lust auf Urlaub. Das Meer, ein Schaf mit Strohhut und der Strand versprühen jede Menge Sommer- und Urlaubsfeeling.

Die Geschichte liest sich leicht und angenehm und eignet sich hervorragend als entspannte Urlaubslektüre oder einfach für ein paar gemütliche Lesestunden zwischendurch. Sie stimmt wunderbar auf Sommer, Meer und eine kleine Auszeit ein.

Die Hauptprotagonistin Viola brennt für ihren Beruf als Chorsängerin an der Semperoper in Dresden und widmet sich mit voller Leidenschaft ihrer Karriere. Nach einem Seitensprung ihres Freundes verliert sie jedoch die Beherrschung und stiehlt und beschädigt aus Wut dessen Auto. Dank ihrer Mitbewohnerin Konni, einer Jurastudentin, kommt sie glimpflich davon und kann Sozialstunden in Sulzhagen leisten, wo ihre ehemalige Schulfreundin + beste Freundin Nicki und deren Mann lebt. Dort soll sie einen Chor aufbauen und trifft dabei auch auf den Bruder ihrer Freundin. Zwischen Viola und Frederik entwickeln sich nach und nach Gefühle.

An einigen Stellen hätte ich mir allerdings etwas mehr Ausarbeitung gewünscht. Manche Handlungsstränge enden für mein Empfinden zu abrupt. So konnte ich beispielsweise nicht ganz nachvollziehen, warum ihr Ex-Freund anschließend gar nicht mehr mit ihr sprach. Auch nachdem Frederik in Dresden auftaucht, bleibt für mich einiges offen. Ein Epilog, der die Geschichte vielleicht ein Jahr später noch einmal aufgreift, hätte mir gut gefallen.

Die romantische Entwicklung ging mir stellenweise etwas zu schnell. Nach nur sechs gemeinsamen Wochen bereits einen Heiratsantrag zu machen, fand ich trotz ihrer gemeinsamen Vergangenheit als Kinder doch recht gewagt. Manchmal fehlte mir zudem etwas Spannung. Auch Violas Umgang mit dem Chor wirkte auf mich stellenweise recht streng und befehlend – schließlich handelt es sich für die Chormitglieder um ein Hobby und nicht um eine professionelle Gesangsausbildung.

Fazit: Eine schöne, leichte Wohlfühlgeschichte für zwischendurch, die sich flüssig lesen lässt und echtes Urlaubsfeeling vermittelt. Die Handlung wirkt jedoch an einigen Stellen etwas holprig und hätte für meinen Geschmack mehr Tiefe und einen runderen Abschluss vertragen.

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Veröffentlicht am 19.05.2026

Nordseefeeling mit verschenktem Potenzial

Nordwindworte
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Nach dem wundervoll geschriebenen „Küstenrauschen“ hatte ich mich sehr auf das neue Buch von Marieke Hansen gefreut – und wurde leider ein bisschen enttäuscht.

Dabei hat mir das Setting von „Nordwindworte“ ...

Nach dem wundervoll geschriebenen „Küstenrauschen“ hatte ich mich sehr auf das neue Buch von Marieke Hansen gefreut – und wurde leider ein bisschen enttäuscht.

Dabei hat mir das Setting von „Nordwindworte“ wirklich gut gefallen. Mila kehrt nach einer gescheiterten Beziehung zurück in ihre alte Heimat an die Nordsee und übernimmt den Buchladen ihres Vaters. Dort trifft sie auf Peer, der in dem Ort einen Film drehen möchte – ausgerechnet während des geplanten Büchersommers. Konflikte und Ärger sind damit natürlich vorprogrammiert. Themen wie Liebe, Selbstfindung, Freundschaft, alte Bekanntschaften und die Leidenschaft für Bücher bieten eigentlich viel Potenzial.

Die Atmosphäre an der Küste ist wieder wunderbar eingefangen. Beim Lesen fühlt man sich direkt an die Nordsee versetzt und bekommt sofort Lust, ans Meer zu fahren. Der Schreibstil liest sich angenehm leicht und flüssig.

Leider blieb die Handlung für mich diesmal oft zu oberflächlich und vorhersehbar. Viele Geschichten/ Konflikte wurden angerissen, aber nicht wirklich vertieft oder konsequent zu Ende erzählt. Manche Fragen blieben offen und einige Figuren wirkten auf mich nicht ganz nachvollziehbar – besonders Pia, deren Verhalten ich eher überdreht fand zmund nicht verstehen konnte, woher die alte Feindschaft kommt. Auch ein Auftauchen von Milas Ex-Partner hätte für etwas mehr Spannung sorgen können, kommt aber nicht.

Insgesamt lässt sich das Buch zwar gut lesen und die Grundidee ist wirklich schön, aber im Vergleich zu „Küstenrauschen“ wirkte die Geschichte auf mich nicht ganz ausgereift. Trotzdem ein netter Wohlfühlroman für zwischendurch – nur leider ohne die Tiefe, die ich mir erhofft hatte.

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Veröffentlicht am 27.02.2026

Erwartungen nicht ganz erfüllt – solide, aber etwas zäh

Was ist in meinem Alter sonst noch üblich?
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Das Buch behandelt ein sehr sensibles Thema: Liebe, Nähe und Selbstfindung in der Lebensmitte. Die Autorin gibt Erika und Jan viel Raum, ihre Gefühle nach einer Affäre zu erkunden und die Gespräche beim ...

Das Buch behandelt ein sehr sensibles Thema: Liebe, Nähe und Selbstfindung in der Lebensmitte. Die Autorin gibt Erika und Jan viel Raum, ihre Gefühle nach einer Affäre zu erkunden und die Gespräche beim Paartherapeuten sind besonders gut umgesetzt. Die Darstellung von Verzweiflung, inneren Konflikten und Reflexionen ist realistisch und nachvollziehbar.
Dennoch konnte mich das Buch nicht vollständig fesseln. Erika bleibt oft in ihren Gedankenschleifen gefangen und die Handlung wirkt stellenweise statisch.
Mir fehlt ein klarer Epilog oder ein spürbarer Fortschritt – vieles bleibt unentschieden, und die Geschichte tritt für meinen Geschmack zu lange auf der Stelle. Trotz der präzisen, gefühlvollen Sprache und der tiefen Einblicke in das Älterwerden konnte ich emotional nicht vollständig an Erika herankommen.

Wer eher nach leisen Zwischentönen und Reflexionen sucht, wird hier fündig. Wer Spannung oder klare Entwicklungen erwartet, könnte enttäuscht werden.

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Veröffentlicht am 10.02.2026

Schöne Gestaltung, aber inhaltlich blass

How to Talk to Yourself
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Das Cover des Buches hat mich sofort angesprochen. Es ist ein Softcover: dominant in Pistaziengrün, mit foliertem Titel in Lachs- und Rosétönen und einer sehr angenehmen Haptik. Auch die Innengestaltung ...

Das Cover des Buches hat mich sofort angesprochen. Es ist ein Softcover: dominant in Pistaziengrün, mit foliertem Titel in Lachs- und Rosétönen und einer sehr angenehmen Haptik. Auch die Innengestaltung ist durchgängig stimmig – Pistazienfarbe und Schwarz ziehen sich konsequent durch das Buch. Kleine Übungen und Erklärungskacheln lockern den ansonsten blockartig gesetzten Text auf und sorgen optisch für Abwechslung.
Inhaltlich ist das Buch klar strukturiert: Nach einer Einleitung folgen vier Teile („Hör dir selbst zu“, „Sprich mit dir selbst“, „Verzeih dir selbst“ und „Sei freundlich zu dir selbst“), abgeschlossen durch Nachwort und Dank. Die Autorin Ro Mitchell war mir vorher völlig unbekannt. Laut Klappentext ist sie eine britische Content Creatorin – mehr erfährt man über sie allerdings kaum.
Leider konnte mich der Inhalt nicht wirklich abholen. Mir fehlten neue Erkenntnisse und vor allem positive, motivierende Energie. Das Buch wirkt stark autobiografisch: Die Autorin verarbeitet vor allem ihre eigenen Erfahrungen und stellt ihr persönliches Erleben in den Vordergrund. Das ist grundsätzlich nicht negativ, allerdings fehlt mir dafür ein klareres Bild von ihr und ihrem fachlichen Hintergrund. Bis zum Ende weiß ich eher, was sie durchgemacht hat und wie es ihr heute damit geht – aber nicht, warum ich ihren Ansatz als allgemeingültig oder besonders fundiert betrachten sollte. Viele ihrer Beispiele lassen sich nicht ohne Weiteres auf andere Menschen übertragen.
Ein Kapitel beschäftigt sich mit dem Umwandeln negativer Glaubenssätze in positive. Die Umwandlung „Ich bin hässlich“ zu „Ich bin nicht hässlich“ überzeugt mich nicht. Statt einer Verneinung hätte es eine echte positive Aussage gebraucht, zum Beispiel „Ich bin schön“. Nur ein „nicht“ davorzusetzen, fühlt sich wenig wirksam an. Die Grundidee ist zwar sinnvoll, aber nicht neu und in der Umsetzung für mich zu oberflächlich.
Insgesamt fand ich das Buch beim Lesen eher langweilig und stellenweise ausufernd. Zum Thema Selbstzweifel und Selbstvertrauen gibt es deutlich stärkere und inspirierendere Motivationsbücher. How to Talk to Yourself ist nett gestaltet, bleibt inhaltlich für mich aber blass.

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