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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 12.02.2021

Unter Wölfen

Werewolves of Rebellion - Im Bann der Wölfe
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Bernadette ist Autorin und recherchiert für ihr neustes Buch in der Motoradclub-Szene. Auf Umwegen landet sie bei den Werewolves of Rebellion mit ihrem smarten Clubchef Frank. Natürlich ahnt Bernadette ...

Bernadette ist Autorin und recherchiert für ihr neustes Buch in der Motoradclub-Szene. Auf Umwegen landet sie bei den Werewolves of Rebellion mit ihrem smarten Clubchef Frank. Natürlich ahnt Bernadette nicht, dass es sich bei Frank und den anderen um echte Werwölfe handelt.

Ich muss gestehen, das ich den Anfang des Buches grauenhaft fand. Eine sehr einfache und sexistische Sprache und natürlich alles komplett vorhersehbar. Es wird aber stetig besser und nach dem ersten Drittel hat mich das Buch richtig gefesselt. Die Geschichte ist interessant und die Charaktere beginnen sich zu entwickeln. Leider ist das Buch nicht lang genug um wirklich auf Werwölfe (von der vorkommenden Magie gar nicht zu reden!) einzugehen. Auch die Charaktere hätte man tiefer ausarbeiten können und das ganze etwas runder machen können.
Das letzte Drittel war trotzdem richtig gut, voller Action und Erotik. Dort zeigen sich die Stärken der Autorin, während Alltagsszenen oft eher mittelmäßig geschrieben sind.

Ein Buch für alle, die erotische Romane mögen und mit Klischees leben können. Allerdings eher nicht für Fantasy-Nerds die für jede Art von Magie eine Erklärung wollen. Obwohl ich in diesem Punkt einfach auf eine Fortsetzung hoffe in der noch einiges erläutert wird.

  • Einzelne Kategorien
  • Handlung
  • Erzählstil
  • Charaktere
  • Cover
  • Gefühl
Veröffentlicht am 29.12.2020

Notizheft für wunschlos Glückliche

Nichts
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Dieses Büchlein ist natürlich kein Roman, sondern ein Heft mit leeren Seiten: Ein Notizbuch. Ich finde ja, das man Notizbücher immer gebrauchen kann und andererseits immer wieder ein Mitbringsel für Menschen ...

Dieses Büchlein ist natürlich kein Roman, sondern ein Heft mit leeren Seiten: Ein Notizbuch. Ich finde ja, das man Notizbücher immer gebrauchen kann und andererseits immer wieder ein Mitbringsel für Menschen sucht, die sich eigentlich nichts wünschen.

Das Notizheft gibt es in verschiedenen Designs, dieses ist blau und soll vor allem für Männer als Geschenk taugen. Natürlich funktioniert es auch für Frauen ;)

Die Dicke mit ca. 60 Seiten und die Bindung sind eher einfach für den Preis, hier geht es aber um die lustige Idee. Entsprechend dieser Idee sind die Seiten auch nicht liniert oder kariert, sondern einfach blanco.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
Veröffentlicht am 10.10.2020

Vorstadtkrimi

Das Gift deiner Lügen
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Die Geschichte spielt im beschaulichen Severn Oaks, einer sehr wohlhabenden Siedlung. Eine Gruppe von Nachbarn steht im Mittelpunkt des Geschehens, denn vor einem Jahr verstarb eine von ihnen bei einem ...

Die Geschichte spielt im beschaulichen Severn Oaks, einer sehr wohlhabenden Siedlung. Eine Gruppe von Nachbarn steht im Mittelpunkt des Geschehens, denn vor einem Jahr verstarb eine von ihnen bei einem Unfall auf einem Nachbarschaftsfest. Doch plötzlich erscheint im Internet ein Podcast in dem behauptet wird, es sei kein Unfall gewesen. Es drohen Geheimnisse um Affären, Vaterschaften und Verstrickungen ans Licht zu kommen und über allem schwebt die Frage wer Erica umgebracht hat. Und weshalb.

Ich muss sagen, dass ich bei dem Buch direkt ein zwiespältiges Bauchgefühl hatte: Einerseits waren Story und Leseprobe fesselnd und spannend. Andererseits erinnerte es mich zu sehr an „Tausend kleine Lügen“ von Liane Moriarty und ich fragte mich ob auch Jenny Blackhurst es schaffen würde, die Spannung bis zum Ende aufrecht zu erhalten. Für mich hat das nicht ganz funktioniert. Einerseits war ich tatsächlich von einigen Wendungen und auch dem Täter überrascht. Es gab Hinweise, die teilweise gründlich in die Irre führten. Andererseits waren einige Wendungen auch eher an den Haaren herbeigezogen und gewollt überraschend. Der Mittelteil war eher flach und unspektakulär. Natürlich wollte man wissen wer Erica ermordet hat, aber die war nun mal tot und mit keiner der anderen Figuren konnte ich wirklich mitfiebern. Sympathisch war niemand – was sicher gewollt war – aber dadurch war ich immer nur Zuschauer in Severn Oaks anstatt mittendrin. Der Vergleich mit Desperate Housewifes drängt sich auf, wenn auch mit weniger Pointen. Ein Psychothriller, wie es auf dem Cover steht, verbirgt sich hier eher nicht.

  • Einzelne Kategorien
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Veröffentlicht am 30.03.2020

Die dunkle Seite der Familie

Das Schmetterlingszimmer
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Dies ist das erste Buch, dass ich von Lucinda Riley kennen lernen durfte. Und leider hat es mich so gar nicht überzeugt.

Worum es geht: Posy wird bald 70 Jahre alt und blickt auf ein bewegtes Leben zurück. ...

Dies ist das erste Buch, dass ich von Lucinda Riley kennen lernen durfte. Und leider hat es mich so gar nicht überzeugt.

Worum es geht: Posy wird bald 70 Jahre alt und blickt auf ein bewegtes Leben zurück. Sie ist Witwe und ihre Söhne Sam und Nick stehen schon lange auf eigenen Beinen. Deshalb lebt Posy allein in dem altehrwürdigen Anwesen Admiral House und pflegt vor allem den prächtigen Garten. Ihr Sohn Nick hat in Australien gelebt, entschließt sich aber nach London zurückzukehren. Alles könnte also rosarot sein, da taucht Posys Jugendliebe auf. Sie weiß immer noch nicht, warum er sie damals so plötzlich verlassen hat.

Im Grunde dreht sich alles um die drei Hauptfiguren Posy, Nick und Sam und natürlich ihre Familien. Posys Geschichte wird anhand zahlreicher Rückblicke erzählt, die tatsächlich mit Überraschungen daherkamen. Alles andere war sehr vorhersehbar und hätte sich (wie immer) direkt erledigt, wenn die Charaktere mitenander reden würden.

Insgesamt fand ich den Einstieg furchtbar langweilig und viel zu lang. Es gibt es Laufe des Buches tatsächlich auch Wiederholungen, man hätte hier kürzen können. Hätte man z.B. alle Alkoholszenen rausgekürzt, wäre es höchstens eine Kurzgeschichte geworden.

Dann nimmt die Geschichte aber Fahrt auf und am Ende wird es wirklich nochmal interessant. Natürlich zeichnet sich das die ganze Zeit ab, aber so langsam und ermüdend, dass sich keine Spannung aufgebaut hat.

Die Sprecherin macht ihre Sache gut, die unterschiedlichen Figuren sind wirklich schön gesprochen.

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Veröffentlicht am 20.03.2020

Hat mich leider nicht mitgerissen

Wer im Himmel auf dich wartet
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Annie heiratet Paulo und alles scheint perfekt. Durch einen Zufall werden sie auf eine Ballonfahrt aufmerksam und beschließen, diese romantische Gelegenheit wahrzunehmen.
Doch der Ballon stürzt ab und ...

Annie heiratet Paulo und alles scheint perfekt. Durch einen Zufall werden sie auf eine Ballonfahrt aufmerksam und beschließen, diese romantische Gelegenheit wahrzunehmen.
Doch der Ballon stürzt ab und Annie erwacht im Himmel. Sie ist dort zunächst allein, trifft aber nacheinander Menschen, die ihr Leben beeinflusst haben. Jeder von ihnen zeigt Annie seinen oder ihren persönlichen Himmel. Dabei blickt Annie auf ihr Leben zurück, auf schöne und traurige Momente. Sie erfährt Hintergründe und Details, die sie so nicht kannte. Dadurch kann sie vieles besser verstehen und sich mit dem eigenen Schicksal versöhnen.

Ich hatte zwar keine großen Erwartungen, auch weil ich vom Autor bisher noch nichts gelesen habe, aber dennoch war ich ein wenig enttäuscht. Die Geschichte ist in Abschnitte gegliedert, in den Annie Personen trifft, die ihren Lebensweg gekreuzt haben. Bei der Auswahl hätte ich mir ein wenig mehr Überraschung gewünscht. Wirkte am Ende doch etwas willkürlich, obwohl die Rückblicke auf ihr Leben durchaus interessant waren.
Alles in allem war es mir dann aber doch etwas zu kitschig und hat sich etwas in die Länge gezogen. Schade, dass sie im Leben nicht mehr mit den Menschen geredet hat.
Das Ende fand ich dann wieder schön, vielleicht kein klassisches Happy End, aber auch kein tieftrauriges Ende.

Gelesen wird das Hörbuch von Steffen Groth, der seine Sache gut macht. Ich habe ihm gern zugehört, das Buch ist auch schön geschrieben trotz der Langatmigkeit. Ganz verstehe ich die Begeisterung leider nicht, für mich eher Durchschnitt, da mich die Geschichte einfach ganz und gar nicht fesseln konnte.

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