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Veröffentlicht am 06.04.2020

Herrliche Idylle in der Sonne Spaniens

Das Haus am Orangenhain
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Bei dem Buch "Das Haus am Orangenhain" von Sheila O´Flanagan handelt es sich um einen wunderschönen Wohlfühlroman mit einer Liebesgeschichte der anderen Art.

Inhalt:

Juno, in eine Künstlerfamilie hineingeboren, ...

Bei dem Buch "Das Haus am Orangenhain" von Sheila O´Flanagan handelt es sich um einen wunderschönen Wohlfühlroman mit einer Liebesgeschichte der anderen Art.

Inhalt:

Juno, in eine Künstlerfamilie hineingeboren, ist ein sehr pragmatischer Mensch und geht in ihrem Job als Röntgenassistentin auf. Nebenbei hat sie eine perfekte Beziehung, doch dann bricht ihre Welt völlig zusammen, als sie feststellen muss, dass sie ihren geliebten Brad nicht wiedersehen wird und ihre scheinbar perfekte Beziehung doch nicht so wunderbar war, wie sie geglaubt hat. In ihrer Verzweiflung nimmt sie sich eine Auszeit in Spanien und zieht dort in das etwas heruntergekommene Haus der verstorbenen Großmutter ihrer Kollegin und Freundin Pinar. Mit der Zeit lebt sie sich in die Gemeinschaft des Örtchens Beniflor ein und nicht nur das Haus, sondern auch Junos Leben richtet sich wieder auf. Alles scheint perfekt, als sie auch noch den schönen Pep von Nebenan kennen lernt, bis eines Tages ein Besuch aus ihrer "abgeworfenen" Vergangenheit erscheint.



Das einzigartige, wunderschöne Cover, das meiner Meinung nach schon aussieht wie ein Gemälde, ist ein richtiger Eyecatcher, sodass man sich das Buch unbedingt näher anschauen muss und es auf jeden Fall ins Auge sticht. Einmal in der Hand landet dieses Buch aufgrund seines verheißungsvollen Klapptextes unbedingt auf der Leseliste. Der Einstieg ist sanft gestaltet, sodass man die Figur Juno und ihr Leben langsam kennen lernt und sich langsam in ihre Gefühlswelt einfühlen kann. Der angenehme Schreibstil der Autorin ist nicht kompliziert, sondern passt perfekt in diese wunderschöne Geschichte und bringt einem die Charaktere näher. Man entwickelt viel Verständnis für Junos wechselnde Gefühlswelt und freut sich, dass es bergauf mit ihr geht. Besonders sind die malerischen Beschreibungen von Beniflor und der Villa Naranja, sodass sich während dem Lesen ein richtiges Bild inklusive Orangenduft entwickelt hat und ich so gerne dorthin reisen würde, um die salzige Meerluft oder die Orangen zu schmecken. Auch die Nebencharaktere finde ich äußerst gelungen, da sie alle ein harmonisches und passendes Bild darstellen. Zusätzlich zu Junos Charakterentwicklung gefällt mir die Entwicklung der Beziehung zu ihrer Familie. Leider finde ich das Ende etwas kurz, da ich mich beim Lesen immer mehr mit der authentischen Juno verbunden gefühlt habe, hätte ich gern erfahren wie es weitergeht in ihrem "neuen" Leben. Manche würden eventuell sagen, das bestimmte Stellen typisch vorhersehbar und etwas kitschig wären, aber mir persönlich ist dies nie so vorgekommen, da manchmal grad diese Leichtigkeit einen in den Bann zieht.



Das Buch eignet sich perfekt als Urlaubslektüre, da es einfach, trotz des ein oder anderen Gefühlsausbruchs, eine sonnige und heimelige Atmosphäre wiedergibt, die die Reiselust in einem weckt. Einmal in der Hand kann man diesen Wohlfühlroman nicht mehr aus der Hand legen und träumt in den "Schlafenspausen" von wunderschönen Orangenhainen und einem verträumten Städtchen.

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Veröffentlicht am 06.04.2020

Gelungene Fortsetzung !

Die Charité: Aufbruch und Entscheidung
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Nachdem ich den ersten Band der Reihe geradezu verschlungen habe, musste ich diesen Teil sofort lesen und ich wurde nicht enttäuscht.

Das Buch ist eine gelungene Fortsetzung, auch wenn mir persönlich ...

Nachdem ich den ersten Band der Reihe geradezu verschlungen habe, musste ich diesen Teil sofort lesen und ich wurde nicht enttäuscht.

Das Buch ist eine gelungene Fortsetzung, auch wenn mir persönlich der erste Teil doch etwas besser gefallen hat. So sehr ich medizinische Fakten interessant finde, waren es mir hier doch an mancher Stelle zu viel, sodass das Verhältnis zwischen Roman und Fakten nicht ganz ausgeglichen war. Die historischen Fakten werden natürlich auch hier wieder korrekt dargestellt (mit der ein oder anderen künstlerischen Freiheit), jedoch war mir das Thema der Frauenbewegung doch etwas zu sehr im Vordergrund an mancher stelle, sodass ich mich nicht ganz so gut in die Charaktere einfühlen konnte, wie das beim vorherigen Band der Fall war.

Nichts desto Trotz konnte ich auch dieses Buch nicht aus der Hand legen und fand es sehr spannend zu lesen wie sich die Rolle der Frau doch sehr geändert hat bis heute.

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Veröffentlicht am 03.05.2025

Ein Herz das in Songtexten spricht

A Poet's Heart (Broken Artists, Band 1)
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Rebekka Weilers Roman A Poet’s Heart der einfühlsame, kraftvolle Auftakt ihrer neuen Broken Artists Trilogie, der einem als Leser unter die Haut geht und Lust auf mehr macht.

Im Zentrum der Handlung steht ...

Rebekka Weilers Roman A Poet’s Heart der einfühlsame, kraftvolle Auftakt ihrer neuen Broken Artists Trilogie, der einem als Leser unter die Haut geht und Lust auf mehr macht.

Im Zentrum der Handlung steht Yva, die überstürzt in eine neue Wohnung ziehen muss und zum Glück neben die WG ihres besten Freundes. Dadurch lernt sie auch seinen mysteriösen Mitbewohner Fenn kennen, den sie bisher immer verpasst hat, sowohl bei Mats in der WG als auch bei ihrem Arbeitsplatz in einem Aufnahmestudio, indem Fenn regelmäßig Songs aufzunehmen scheint. Was Yva nicht weiß, Fenn geht ihr wirklich aus dem Weg, aber nicht nur ihr, sondern allen Menschen, da er in seinem Leben keine guten Erfahrungen mit Menschen teilen durfte, doch Yva scheint da eine Ausnahme zu sein, aber schafft es Fenn sich gegenüber ihr zu öffnen? Und kann er es schaffen ihr sein Geheimnis anzuvertrauen, dass er so sehr versucht zu verbergen und wie wird sie reagieren, wenn sie es herausfindet?

Ich muss zugeben, mein Interesse wurde das wunderschöne Cover geweckt, in das ich mich sofort verliebt habe und dann auch noch der passende Farbschnitt, einfach optisch nur gelungen. Aber man soll ja ein Buch nicht (nur) nach seinem Einband beurteilen, auch der Klappentext hat Lust auf das Buch gemacht.

Die Autorin, die mir zu diesem Zeitpunkt völlig unbekannt war, versteht es mit den Emotionen ihrer Leser zu spielen. Die Sprache, vorallem in Form von Fenn Songtexten ist sehr poetisch und schafft dadurch eine stimmungsvolle Atmosphäre. Besonders haben mir die Darstellungen der inneren Konflikte sowohl von Yva als auch von Fenn, etwa im Umgang mit Selbstzweifeln, aber auch der Sehnsucht nach Nähe, gefallen.

Die Charaktere, vorallem die beiden Protagonisten, habe ich sofort in mein Herz geschlossen. Insbesondere gefiel mir, dass die beiden so authentisch und facettenreich wirkten. Fenn ist ein ruhiger, verletzlicher und nachdenklicher Charakter, dem die zwischenmenschliche Kommunikation sehr schwerfällt. Yva hingegen ist trotz der Ereignisse mit ihrem Ex Freund eine lebensfrohe Person, die so verständnisvoll ist und einen mit ihrer Freude anstecken kann. Auch die Nebenfiguren wurden von der Autorin liebevoll gestaltet und geben dem Roman ein rundes, stimmiges Gesamtbild und machen vorallem Lust deren Geschichten zu hören.

Die Geschichte ist an sich sehr emotional geschrieben, jedoch gibt es hin und wieder, gerade am Anfang, ein paar Stellen, die für mich etwas zu langatmig waren, sodass die Handlung vor sich hinplätscherte, aber auch mein Bedürfnis unbedingt weiterzulesen etwas verloren ging. Am Ende hingegen kommt dann doch zu viel auf einmal in viel zu kurzer Zeit, so dass die handlung nicht mehr Ganz stimmig war. Hier hätte ich mir eine bessere Verteilung des Spannungsbogen gewüscht.

Dennoch ist A Poet’s Heart ein gefühlvoller, ansprechender Liebesroman, der zum Nachdenken anregt und noch lange nachwirkt. Er behandelt wichtige Themen, die öfter in Bücher Einzug finden sollten. Für alle, die feinfühlige Geschichten mit Tiefgang lieben, ist dieses Buch eine klare Empfehlung.

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Veröffentlicht am 19.01.2025

Dunkler Schatten über Meran

Merano fatale
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Merano Fatale ist ein Kriminalroman der Autorin Elisabeth Florin und spielt im wunderschönen Südtirol. Es handelt sich um den zweiten Band der Meran Reihe der Autorin, er kann jedoch unabhängig vom ersten ...

Merano Fatale ist ein Kriminalroman der Autorin Elisabeth Florin und spielt im wunderschönen Südtirol. Es handelt sich um den zweiten Band der Meran Reihe der Autorin, er kann jedoch unabhängig vom ersten Band gelesen werden. Ich selbst habe es zunächst gar nicht bemerkt, dass es sich um den Teil einer Reihe handelt und wurde auch im weiteren Verlauf des Buches nicht über den vorherigen Band gespoilert. Doch um was geht es in diesem Band?

Im schönen Örtchen Meran wimmelt es nur so von Touristen, die die malerische Landschaft und die Ruhe genießen. Doch einer dieser Touristen, der in Meran seine Kur genießen wollte, kann diese Idylle nicht mehr genieße, denn er ist tot, genauer gesagt er wurde ermordet. Ein solches Verbrechen passt natürlich nicht in diese Urlaubsregion, schreckt es doch nur die Touristen ab. Daher ist es Ispettore Emmeneggers Aufgabe die Tat schnell aufzuklären und den Täter dingfest zu machen, damit die Ruhe wieder hergestellt werden kann. Emmenegger macht sich sofort an die Arbeit, jedoch ist es schwierig einen Täter zu ermitteln bei der Menge an Menschen, gibt es doch auch zunächst kein richtiges Motiv. Die Ermittlungen gestalten sich daher schwierig, bis plötzlich seine zukünftige Schwiegermutter vor ihm steht und ein Geständnis ablegt. Doch das Geständnis ist lückenhaft, sodass Emmenegger widerstrebend seine Wanderschuhe gegen Lackschuhe tauscht und beginnt in der feinen Gesellschaft zu ermitteln, eine Welt die ihm doch sehr fremd ist.

Für mich war es das erste Buch der Autorin und ich kann mir vorstellen noch weitere Bücher von ihr zu Lesen. Der Schreibstil ist sehr malerisch, sodass mich die Beschreibungen der Landschaft ins Träumen versetzt haben. Ich selbst war vor Jahren in Meran und beim Lesen sind längst vergessene Erinnerungen wieder aufgetaucht. Auch war der Schreibstil eher einfacher gehalten, was mir persönlich lieber ist, da so der Lesefluss nicht durch komplexe Satzgefüge gestört wird.

Das Ermittler-Duo, bestehend aus Ispettore Emmenegger und seiner Verlobten Eva Marthaler, wurde von der Autorin liebevoll gestaltet, wobei ich die Dialoge besonders gelungen fand. Die Charaktere wurden sehr authentisch gestaltet, sodass es mir sehr viel Vergnügen bereitet hat ihre Ermittlungen und privaten Angelegenheiten zu verfolgen. Spannung kam auch hier nicht zu kurz, denn der Täter bleibt hier lange unerkannt, trotz des frühen Geständnisses. Ich selbst habe begeistert mitgerätselt, muss aber auch zugeben, dass sich die Spannung kontinuierlich gesteigert hat, es aber auf diesem Weg auch ein, zwei Stellen gab, die etwas langatmig waren und etwas kürzer hätten ausfallen können. Diese haben aber nur einen kleinen Teil des gesamten Buches ausgemacht und waren auch nicht langwieriger als in anderen Kriminalromanen, dennoch ist es das i-Tüpfelchen, das noch verbessert bzw. gesteigert werden könnte, um diesen Roman bzw. folgende Romane perfekt abzurunden und sie zu einem ausgezeichneten Kriminalroman zu machen.

Das Buch hat mir viele angenehme, aber auch spannungsvolle Lesestunden beschert und ist nicht nur für Südtirol-Fans ein Muss, sodass ich es guten Gewissens jedem Krimi-Fan weiterempfehlen kann und natürlich auch solchen Lesern, die es noch werden wollen.

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Veröffentlicht am 09.01.2025

Renate Bergmann nimmt kein Blatt vor den Mund

Aber nach drei Strophen ist Schluss!
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Schon oft habe ich die Bücher von Renate Bergmann, alias Torsten Rohde, gesehen und nur Gutes gehört. Jetzt war es nun auch bei mir so weit und ich habe mein erstes Buch der „online-Omi“ gelesen, mein ...

Schon oft habe ich die Bücher von Renate Bergmann, alias Torsten Rohde, gesehen und nur Gutes gehört. Jetzt war es nun auch bei mir so weit und ich habe mein erstes Buch der „online-Omi“ gelesen, mein erstes und es werden bald noch weitere folgen.

In diesem Band freut sich Rentnerin Renate Bergmann auf das bevorstehende Weihnachtsfest. Renate, die noch vom alten Schlag ist, liebt Tugenden wie Ordnung, Sauberkeit und Pünktlichkeit und so ist es nicht verwunderlich, dass sie schon im Laufe des Jahres alle Geschenke beisammenhat und lange vor Weihnachten Silber und Gläser feinsäuberlich poliert sind…da könnte sich so mancher ihrer Nachbarn eine Scheibe abschneiden, findet zumindest Renate. Dem baldigen Fest steht also nichts im Wege, wäre da nicht dieser Aushang von der Hausverwaltung im Flur, der Renate so gar nicht gefällt: Es wird renoviert und was das bedeutet ist ja klar, Dreck, Unordnung und Lärm, alles was man vor dem Fest nicht gebrauchen soll. Doch neben Plätzchenbacken findet die Online-Omi noch reichlich Zeit um aufzuräumen.

Die rüstige Rentnerin Renate ist nicht auf den Mund gefallen und statt wie andere Rentner am Fenster zu hängen und die Leute zu beobachten, packt sie mit an, was nicht heißt, dass sie nicht auch gern die Leute vom Fenster aus beobachtet. Und Renate Bergmann hat eine unglaubliche Beobachtungsgabe und teilt diese auf humorvolle, unterhaltsame Weise ihren Mitmenschen mit. Dabei spricht sie alles aus, was andere zurückhalten, weil sie sich nicht trauen, was eine besondere Komik mit sich bringt. Oft musste ich während dem Lesen schmunzeln, denn die spricht offen aus, was andere denken, ohne etwas zu beschönigen, etwas erfrischend Anderes. Die Handlung des Buches unterscheidet sich dabei deutlich von der handelsüblichen Literatur, was die Bücher über Renate Bergmann zu etwas einzigartigem macht. Der Schreibstil ist dabei auch etwas anders als gewohnt, denn das Buch ist so aufgebaut, dass Renate Bergmann ihren Lesern erzählt wie es ihr in der Vorweihnachtszeit ergangen ist, auch wenn sie dabei manchmal etwas abschweift und mit uns ihre Ansichten auf gewisse Themen im Leben teilt, oft bringen diese einen zum Lachen, aber manchmal regen sie auch zum Nachdenken an.

Ein wirklich tolles Buch voller Humor und Witz, dass man nicht nur zur Weihnachtszeit lesen kann. Mir hat es sehr gefallen und ich bin schon gespannt auf das nächste Buch das ich über Renate Bergmann lesen werde.

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