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Veröffentlicht am 16.03.2017

Hamburg, meine Perle. :)

Reise Know-How CityTrip Hamburg
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praktisches Format für die Handtasche (ca. 8-10 cm breit, 18-20 cm hoch - geschätzt!) vorne ausklappbar mit Karte Neustadt-Altstadt-Speicherstadt hinten ausklappbar mit Übersichtskarte über die verschiedenen ...

praktisches Format für die Handtasche (ca. 8-10 cm breit, 18-20 cm hoch - geschätzt!) vorne ausklappbar mit Karte Neustadt-Altstadt-Speicherstadt hinten ausklappbar mit Übersichtskarte über die verschiedenen Stadtteile/Gebiete (Eimsbütte, Ottensen, Altona, Harvestehude etc.) - außerdem ist hier ein zusammengefalteter Stadtplan entnehmbar (mit einer Seite: Universitätsinstitute, Außenalster, Uhlenhorst über Klostertor, Hafencity bis hin zum Millerntorplatz; auf der Rückseite: ist eine kleine Übersichtskarte drauf, außerdem eine von Ovelgönne bis St. Pauli bzw. Altona Nord)

Wo ist denn nun die Mönckebergstaße? Wie komm ich zu den Landungsbrücken?

Alles ganz einfach, finde ich ja. Auf meiner Fahrt nach Hamburg habe ich mir diesen Reiseführer noch einmal durchgelesen, wobei schon vorher für mich fest stand, dass ich unbedingt zuerst zu den Landungsbrücken fahren möchte, weil die so ein "Ankommen" für mich in Hamburg bedeuten. Also habe ich direkt auch noch einmal den U-Bahn-Plan angeschaut, dieser ist auf ganz hinten im Buch angesiedelt, so dass man ihn auch unterwegs schnell findet, aufschlägt und Bescheid weiß. :) Dank des Reiseführers war auch gleich nochmal klar, dass ich mit der U3 fahren möchte, ja irgendwie ja muss. Zwar fahren die S1 und die S3 auch dorthin, aber eine andere Strecke, und die Strecke ab Rathaus ist bei der U3 oberirdisch, so dass man hier sämtliche Gebäude und direkt auch schon mal die Speicherstadt und dann auch den Hafen sieht.

Damit ich aber nicht zu sehr vom Reiseführer abkomme, gehts mal direkt damit weiter:
Der Aufbau des Buches gefällt mir sehr gut, so finde ich die Karten super, wie sie angebracht sind, man findet schnell, wohin man will bzw. muss. Einzig und allein die Angabe der Straßennamen gibts nicht (also rechts daneben als separates Register) wobei man dafür in Hamburg dann wohl auch eine richtig große Karte brauch... Und da ich wusste, wohin ich wollte, war mir das eher egal...

Zu Beginn wird gleich mal ein Beispiel gezeigt, wie man zwei Tage verbringen kann, außerdem folgt eine Auflistung der verschiedenen festen Veranstaltungstermine im Jahr, gegliedert nach Monaten. Außerdem gibt es einen kleinen Überblick über Hamburger Kuriositäten und Besonderheiten (z.B. dass das U-Bahn-Ticket auch für die Fähre gilt, da die Hafenfähren in das HVV-Netz integriert sind). Es folgt eine Aufzählung über verschiedene Tipps für Kauflustige, darauf eine für Genießer, hier wird beispielsweise ein bißel was über das Essen erzählt - ich sag nur Labskaus. (Hab ich übrigens noch nie gegessen...). Eine kleine Auflistung über die verschiedensten Lokale folgt - eingegliedert in Preiskategorien von € bis €€€.

Weiter gehts im Reiseführer mit Tipps rund um das Nachtleben, Kultur, Museen. Im darauffolgenden Kapitel das sich "Hamburg zum Träumen und Entspannen" nennt werden keine Hotels, sondern z.B. "Planten un Blomen" sowie ein Elbspaziergang vorgestellt.

Im Kapitel "Hamburg am Puls der Stadt" erfährt man einiges Geschichtliches über die Stadt selbst, außerdem gibts einen kleinen Sprachkurs sowie viele interessanten Informationen. "Hamburg entdecken" beschreibt sehr gut sehenswerte Gebäude etc. wie z.B. das Rathaus, die Speicherstadt sowie die Elbphilharmonie - und natürlich vieles weiteres mehr! Nebenbei findet man immer zu den genannten Örtlichkeiten mal tolle Restaurant- oder Café-Tipps in kleinen farbigen Kästchen, so dass man hier auch oft auch tolle Tipps trifft. Neben weiteren Infos zum Hafen in diesem Kapitel darf natürlich auch die Reeperbahn nicht fehlen, hier gibts dann u.a. auch einen Hinweis auf das St.Pauli-Museum sowie einen kleinen Einblick in den Star-Club.
Weiter geht es im "Hamburg entdecken"-Kapitel, allerdings nun etwas weiter raus, "außerhalb des Zentrums" nennt sich diese Unter-Kategorie dann, nach Blankenese, zum HSV-Stadion, sowie zum wunderbaren Friedhof nach Ohlsdorf. (Für mich bislang mit einer der sehenswertesten Friedhöfe Deutschlands, sogar der Bus fährt hindurch, weil er so groß ist.)

Es folgen noch "Praktische Reisetipps" - beispielsweise hinsichtlich des Hinkommens (für mich keine Frage, 3,5 Std. ICE-Fahrt sind einfach unschlagbar...), wo man Infoquellen in der Stadt findet (Touristinfo inkl. Adressen - perfekt) sowie eine Seite mit Buchtipps über Hamburg - aber: unterhaltende Literatur, keine weiteren Reiseführer, also z.B. "So was von durch" von Tino Hanekamp oder "Die Entdeckung der Currywurst" von Uwe Timm. Darüber hab ich mich sehr gefreut und meine Bücher-Merkliste gleich mal deutlich erweitert... :)

In diesem Kapitel findet man auch noch Tipps hinsichtlich Hotels etc., wobei das für mich jetzt diesmal nicht nötig war bzw. ich ansonsten auch eher über das Internet buchen würde, und dann ggf. nicht in einem Reiseführer erst lesen würde... aber gut, macht ja jeder anders. Es folgt noch ein alphabetisches Register sowie eine Liste der Karteneinträge, durchnummeriert.

Ich war mit diesem Reiseführer wirklich gut bedient, ich habe mir nochmal Anregungen geholt, habe keinen Besuch in der Touristinfo benötigt, mir gleich anch der Ankunft im Hauptbahnhof ein Tagesticket besorgt und bin los zur U-Bahn um zu den Landungsbrücken zu kommen. Für mich gibt es bislang keine übersichtlichere Stadt hinsichtlich U- und S-Bahn als Hamburg, wobei ich auch einen recht guten Orientierungssinn habe und nicht davor scheue, ggf. nachzufragen, wenn ich etwas suche und nicht finde. Mein Tag in Hamburg war richtig toll, dieser Reiseführer hat mir Sicherheit und noch ein paar tolle Infos gegeben, ich kann ihn entsprechend wirklich nur empfehlen und vergebe hier 5 von 5 Sternen.

Veröffentlicht am 27.02.2017

Nein, Ommeldipomm ist kein abgefahrenes Sexritual.

Du bist viel schöner, wenn ich recht habe
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Für das Buch haben Johannes Hayers und Mia L. Meier ganz normale Paare nach ihren besten Beziehungstipps gefragt. Wie man den Partner dazu bringt, den Müll runter zu bringen, Nachts nicht noch zum Essen ...

Für das Buch haben Johannes Hayers und Mia L. Meier ganz normale Paare nach ihren besten Beziehungstipps gefragt. Wie man den Partner dazu bringt, den Müll runter zu bringen, Nachts nicht noch zum Essen an den Kühlschrank zu gehen, immer alles besser wissen zu wollen. Diese kurzen Anekdoten sind hier dann jeweils dargestellt – mit Angabe der Vornamen der Paare und des Alters.

Hach, was habe ich mich aufs Lesen dieses Buches gefreut. Denn allein der Titel und die Covergestaltung haben mich schon sehr angesprochen. Und auch inhaltlich sollte es so bleiben, denn das Buch hat mir wirklich gut gefallen, mich gut unterhalten, mir manchen Denkanstoß gegeben, wenngleich solche Beziehungstricks natürlich nicht alles sind im Leben – bzw. ich sowas eigentlich nicht unbedingt selbst anwenden möchte.

Vom Schreibstil her gefällt mir das Buch gut, so sind die vorgestellten Tricks in vier Kategorien eingeteilt, die da lauten: „Innere und äußere Werte“, „Recht und Ordnung“, „Allein ist man weniger zusammen“ und „Kommunikation ist alles… oder nichts“. In den verschiedenen Kapiteln findet man dann zuerst eine kurze thematische Überschrift über die folgende Anekdote (z.B. „Frauen hinterhergucken“), anschließend eine kurze Schilderung des Falls, dann die „Lösung“ („Der Trick: Darauf gepfiffen, Von Caroline, 34, für ihren Freund Tobias, 36“) – sowie die Schilderung. Gelegentlich noch mit einem Nachtrag, wie sich das Ganze dann weiter entwickelt hat oder auch mit ein paar Infos drum herum.

Vom Lesen her war es wirklich angenehm zu lesen, keine großartigen Fremdwörter oder Fachbegriffe, wirklich unterhaltsam, manche geschilderten Fälle kommen einem vielleicht auch bekannt vor, andere wiederum gar nicht. Die Lösungsansätze sind oftmals wirklich kurios, teilweise einfach auch genial simpel und meistens sehr unterhaltsam – wenn man davon liest. Wenn man selbst in der Rolle des „zu Belehrenden“ ist, ist es vielleicht anders, wobei ich denke, dass man im Nachhinein, wenn man weiß, dass es ein Trick war, auch mit schmunzelt.

Mir hat das Buch wirklich gut gefallen, man sollte es nicht zu ernst nehmen, sondern vielleicht lediglich mal als Anregung sehen, wenn einem am Partner etwas nervt – und dann aber im Endeffekt darüber reden. Oder vielleicht doch einen Trick anwenden… Ich wurde hier wirklich gut unterhalten, das Buch ist eine amüsante, locker-leichte Unterhaltung, in die man jederzeit mal reinlesen kann. Am Stück lesen ist nicht nötig, da es sich ja immer wieder um neue kurze Fälle handelt. Von mir gibt es hier für diese kuriose Lektüre mit interessanten Denkanstößen 5 von 5 Sternen sowie eine absolute Leseempfehlung.

Veröffentlicht am 22.03.2017

Wenn du nicht zurück kannst, musst du eben vorwärtsgehen.

Die Glücksliste
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Rachel, gerade 30 Jahre alt, liebt es Listen zu schreiben, Listen bei denen man anschließend abhaken kann, was man getan hat – oder eben einfach sinnieren kann, was woran vielleicht gut ist, was man woran ...

Rachel, gerade 30 Jahre alt, liebt es Listen zu schreiben, Listen bei denen man anschließend abhaken kann, was man getan hat – oder eben einfach sinnieren kann, was woran vielleicht gut ist, was man woran merkt, etc. Nun steckt sie aber mitten in der Scheidung von Dan und da hilft ihr auch die beste Liste nicht weiter. Auf der Suche nach einer Wohnung lernt sie Patrick kennen, der ein Zimmer zu vergeben hat. Zusammen mit ihren Freundinnen, die ihr natürlich auch helfen wollen, legt sie die „zurück ins Leben“-Liste fest, bei der sie bald, auch mit Hilfe von Patrick, schon die ersten Häckchen setzen kann…

Die Glückliste – allein der Buchtitel hat mich ja schon unheimlich neugierig darauf gemacht. Die Beschreibung des Buches klang für mich sehr lesenswert, ein unterhaltendes Buch, das in Richtung „Typische Frauenliteratur“ geht. Und in gewisser Weise war das dann auch so, aber ich würde das Buch nicht als so „ganz typische Frauenliteratur“ einsortieren, in diese Schublade würde ich doch eher etwas seichtere Bücher packen.

Dieses Buch hat mir wirklich gut gefallen, der Schreibstil der Autorin hat mir gut gefallen, alles wirklich gut verständlich, keine großartigen Fremdwörter oder Fachbegriffe, eine echt angenehme Lektüre, locker-leicht zu lesen – aber dennoch mit Anspruch. Die Geschichte mag mit einer guten Portion Phantasie gespickt sein, aber so ganz extrem wurde da nichts erfunden, finde ich. Denn alles wirkt auch glaubhaft und nicht arg zusammen geschustert.

Der Stil des Buches hat mir gut gefallen, auch der Verlauf der Geschichte. Den ahnt man vielleicht mal kurz vorweg, aber – und das ist das schöne daran – es kommt dann immer doch etwas anders, als man vielleicht vermutet hat. Ich wurde hier wirklich toll unterhalten, habe das Buch ungern aus der Hand gelegt, habe die über 500 Seiten regelrecht verschlungen. Es gibt sowohl emotionale als auch sehr lustige und kuriose Szenen, manchmal auch nachdenkliche Schilderungen, die mir schon sehr gut gefallen haben. Bereits die Schilderung des Berufes bzw. der genauen Tätigkeit, die Rachels Meinung nach wie der unzuverlässigste Beruf in der Welt klingt, ähnlich wie Venushügeldekorateurin oder Zehenagelberaterin (Seite 52), habe ich mich sehr amüsiert.

Alles in allem kann ich dieses Buch wirklich nur empfehlen. Ein unterhaltsames Buch, das locker-leicht geschrieben ist, mir super gut gefallen hat, sich nicht ständig wiederholt, abwechslungsreich ist und eine schöne Geschichte bietet. Angenehme Unterhaltung beim Lesen, wie ich finde.
Von mir gibt es dafür 5 von 5 Sternen.

Veröffentlicht am 02.02.2017

Marilyn Monroe wartet auf den Liftboy. Auch im Jahr 2012.

Im Bett mit Marilyn – oder: Sie ist auch wieder da
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Marilyn Monroe ist wieder da – sie erwacht im Jahr 2012 in Berlin – auf einem einsamen Grundstück in Berlin-Mitte. Wie es der Zufall will nimmt sie sich ein Taxi und wird direkt vom Fahrer beim Doppelgänger-Contest ...

Marilyn Monroe ist wieder da – sie erwacht im Jahr 2012 in Berlin – auf einem einsamen Grundstück in Berlin-Mitte. Wie es der Zufall will nimmt sie sich ein Taxi und wird direkt vom Fahrer beim Doppelgänger-Contest abgeliefert, sozusagen. Nun geht es für Marilyn Monroe wieder so richtig rund, möchte sie doch endlich noch einmal eine ernsthafte Karriere als Schauspielerin hinlegen.

Was mich hier genau erwartet hatte ich nicht mehr so direkt auf dem Schirm, umso verwirrter war ich zu Beginn, denn „Sie ist auch wieder da“ ähnelt ja dem bekannten Buch „Er ist wieder da“, in dem Hitler in der Jetzt-Zeit in Berlin aufwacht. Letzteres Buch kannte ich auch schon, von daher habe ich erst ein bißchen gebraucht bis ich mich so in die Marilyn-Geschichte eingefunden habe, da für mich am Anfang das Buch ein bißchen mit dem „Nachmache“-Stempel versehen war.

Dieser sollte sich aber mit der Zeit lösen, denn ich wurde hier wirklich grandios unterhalten. Es ist immer wieder spannend gewesen noch mehr über die mir bisher eher unbekannte Marilyn Monroe zu erfahren, ich weiß auch, dass ich mich unbedingt noch ein bißchen weiter einlesen möchte und mein Wissen über diese spannende Frau vertiefen mag. Dennoch ging es nicht nur um die Vergangenheit von Marilyn Monroe, sondern es kommt eine durchaus lustige, emotionale Geschichte zustande, die man am Liebsten am Stück lesen möchte.

Vom Schreibstil her hat mir das Buch wirklich gut gefallen, es war angenehm zu lesen, eine locker-leichte Lektüre, die durchaus Anspruch hat, von den Formulierungen her aber nicht anstrengend zu lesen ist. Spannend ist es, dass es manchmal auch nur einseitige kurze Berichte gibt, in denen dann einfach kurz ein „Einwurf“ gegeben wird, der sich um die Geschichte herum auch entwickelt. Außerdem sind hier oftmals Aussagen von Marilyn Monroe selbst oder von Menschen, die gut mit ihr bekannt waren etc. als Untertitel der jeweiligen Kapitelüberschrift zu finden. Ganz hinten im Buch findet man hier auch das Verzeichnis entsprechend.

Mich hat dieses Buch wirklich gut unterhalten, ein wirklich witziges, unterhaltsames Buch, vor allem da die Geschichte auch immer wieder etwas anders als vielleicht gedacht weiter geht. Teilweise wirklich spannend wie ein Krimi und oftmals so dermaßen Satire – genial!

Mir hat das Erstlingswerk von Colette Deluxe super gut gefallen, wenngleich es in gewisser Weise eben die „Er ist wieder da“-Geschichte etwas kopiert. Ich war darüber zuerst etwas irritiert, mir hat es dann aber letztlich super gut gefallen, ein wirklich witziges, unterhaltsames Buch, ich kann hier wirklich nur eine Empfehlung aussprechend und vergebe 5 von 5 Sternen.

Veröffentlicht am 09.01.2017

Glitzergürtel sind genau das Richtige für ein Rockkonzert.

Die Wilde Mathilde
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Mathilde ist gerade mal sechs Jahre alt, aber gelegentlich auch eben mal sehr wild, weshalb ihr Papa sie „Wilde Mathilde“ nennt. Sie liebt ihren Mutmach-Glitzergürtel, ihren Hula-Hoop-Reifen und Quatschopern, ...

Mathilde ist gerade mal sechs Jahre alt, aber gelegentlich auch eben mal sehr wild, weshalb ihr Papa sie „Wilde Mathilde“ nennt. Sie liebt ihren Mutmach-Glitzergürtel, ihren Hula-Hoop-Reifen und Quatschopern, die ihr immer mal wieder ganz spontan einfallen. Zusammen mit ihrem abenteuerlustigen Papa unternimmt sie die verschiedensten Ausflüge, so gehen sie gemeinsam schwimmen und sogar auf ein Rockkonzert. Und langweilig wird es dabei nie.

Allein die optische Gestaltung eines Buches finde ich oftmals so ansprechend, dass ich gar nicht großartig den Klappentext durchlese. Hier habe ich ihn schnell überflogen, empfand das Buch für ziemlich ausleihwürdig – und zack, war es ein Vorlesebuch zuhause.

Die Geschichte der wilden Mathilde ist wirklich schön geschrieben, eine tolle, kindgerechte Sprache, die doch auch vielleicht nicht ganz einfach ist, aber super zu verstehen. Keine primitive Sprache, sondern einfach toll geschrieben, mir hat das echt gut gefallen. Auch die Art und Weise wie hier die Ausflüge geschildert sind, fanden wir toll, denn das wird wirklich schön beschrieben und langweilig ist es dabei nie. Mathilde erlebt so viele schöne Dinge mit ihrem Papa, das gefiel uns wirklich gut. Vielleicht auch deshalb, weil hier mal quasi nie die Rede von der Mutter ist, auch keine Erläuterung, wieso sie nicht in der Geschichte vorhanden ist, sondern es ist einfach so. Für unsere Familiensituation war das absolut in Ordnung und auch mal gut, dass hier dadurch vielleicht eine Papa-Kind-Stärkung statt findet, dass dem Kind so durch das Buch auch vorgelebt wird, dass es wichtig ist, auch mit dem Papa mal Unternehmungen zu machen, die Zeit mit dem Papa zu genießen. Weil ein Papa nämlich auch wichtig ist.

Lediglich bei einer Geschichte kommt zum Ausdruck, dass keine Mama dabei ist, nämlich als es ins Schwimmbad geht und Mathilde alleine in die Damenumkleide geht, wo alle anderen Kinder ja ihre Mama dabei haben. Das fanden wir jetzt nicht so gut bzw. schön an der Geschichte, aber hier muss ja dann jeder selbst wissen wie er das handhabt. (Denn Mathilde wird da dann wohl traurig, etc. ggf. hätte der Papa sie ja auch einfach mit in die Sammelumkleide nehmen können oder so – ich finde das nicht verwerflich bei Kindern…) Denn ansonsten hat uns das Buch ja wirklich gut gefallen, ein schönes Vorlesebuch, tolle Geschichten, durchaus kreativ und nicht langweilig, auf keinen Fall allerdings zu überdreht oder so. Altersmäßig ist das Buch durchaus für Kinder ab ca. fünf Jahren geeignet. In gewisser Weise sind diese Geschichten auch manchmal Mut-Mach-Geschichten, Kinder können so sehen, dass man manche Dinge vielleicht einfach mal ausprobieren muss um darüber zu urteilen, etc. Die Aussage „Ich bin fantastico!“ zieht sich so durchs Buch – und kann ja so auch zu einem Leitbild für die Kinder werden – oder eben einem kleinen Mantra.

Den Geschichten wurde hier mehr als gespannt gelauscht, oftmals kam der Vorlesewunsch danach ganz spontan – so muss es meiner Ansicht nach auch sein. Entsprechend freuen wir uns, wenn es hier noch ein weiteres Buch gibt. Von uns gibt es eine Empfehlung und 5 von 5 Sternen.