Für mich ist es ein gelungenes Abenteuer im Wilden Westen...
Tara und TahneeMeinung:
„Tara und Tahnee: Verloren im Tal des Goldes“ von Partick Hertweck spielt im Wilden Westen. In dieser abenteuerlichen Geschichte geht es um zwei Mädchen, die unterschiedlich aufgewachsen sind. ...
Meinung:
„Tara und Tahnee: Verloren im Tal des Goldes“ von Partick Hertweck spielt im Wilden Westen. In dieser abenteuerlichen Geschichte geht es um zwei Mädchen, die unterschiedlich aufgewachsen sind. Tahnee lebt in der Wildnis von Sierra Nevada in einem einfachen Haus aus Holz, Tara hingegen auf einem herrschaftlichen Anwesen in San Francisco. Tahnees Leben nimmt unglaublich schnell eine scharfe Wendung, als Kopfgeldjäger ihren Weg zu ihr finden. Auch Tara steuert langsam auf unerwartete Geheimnisse zu, die ihr Leben ins Wanken bringen.
Wir werden durch die Geschichte aus zwei Sichtweisen geleitet, einmal aus Tahnees und einmal durch Taras Briefe. Beide waren unglaublich ergreifend, wobei ich bei Tahnee öfters das Kribbeln der puren Spannung erlebt habe. Am Ende, ungefähr zu dem Zeitpunkt als es zum großen Höhepunkt kam, wird Taras Sicht nicht mehr aus Briefen geschildert. Dennoch verfasst sie schließlich noch ihren allerletzten Brief. An wen er wohl adressiert ist?
Tahnee wirkt ein bisschen härter gesotten als Tara. Sie ist alleine mit ihrem Vater groß geworden. Sicher hat er ihr einiges in der Zeit über das Jagen etc. beigebracht. Auch musste sie sicher Hausarbeiten selbst erledigen. Sonst ist ja niemand dagewesen der die Arbeiten übernommen hätte. Sie wirkt also kämpferisch und voller Hoffnung, mit einem klaren Ziel vor Augen.
Tara dagegen ist eher wie ein zartes Pflänzchen. Gesundheitlich wohl etwas angeschlagen, hat sie ansonsten anscheinend einen ganzen Hofstaat im Rücken, der sich um sie kümmert und sie versorgt. Aufgezogen unter der Obhut ihres Großvaters wurde sie ferngehalten von jeglichen Abenteuern. Sie ist wohl eine echte Lady, in der sicher aber mehr steckt als ein zartes Pflänzchen.
Viele Personen begegnen beiden. Sie sind ihnen entweder wohlgesonnen oder spielen ihnen übel mit. Ab Seite 100 etwa dachte ich, spannender kann es nicht mehr werden. Man ahnt bereits in welche Richtung es gehen wird und wie alles zusammenhängen könnte. Weit gefehlt! Der Autor steigert sogar noch einmal die Spannung. Obwohl man die Richtung kennt, gibt es am Ende noch ein großes Spektakel, welches mich einfach nicht mehr losließ. Ich habe so mitgefiebert und so auf ein Happy End gehofft.
Der Schreibstil ist einfach, leicht und flüssig gehalten. Er spiegelte den Charme der Zeit des Wilden Westens wider und lässt somit die Geschichte vor unseren Augen aufleben.
Fazit:
Eine Geschichte wie sie spannender für Kinder nicht sein könnte und selbst Erwachsene am Ende vollends überzeugt. Ein roter Faden zieht sich quer durch die Geschichte, welcher Taras und Tahnees Sicht bald zu einem Gesamtbild fügt. Es gibt einiges für Tara aufzudecken, während Tahnee unterdessen immer unerbittlicher um ihr Leben und das ihres Vaters kämpft. Wie beide Schicksale dieser Mädchen wohl zusammenhängen könnt ihr nur herausfinden, wenn ihr das Buch lest! Für mich ist es ein gelungenes Abenteuer im Wilden Westen in dessen Handlungsmitte zwei unterschiedliche Mädchen je um ihre weitere Zukunft kämpfen, die sehr nah miteinander verknüpft scheint.