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Veröffentlicht am 26.12.2024

Eine abenteuerliche Reise in die nordische Mythologie

Die Winterschwestern
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„Die Winterschwestern“ greift die nordische Mythologie auf und erzählt die Geschichte des zehnjährigen Wikingerjungen Alfred, der für sein Leben gerne Streiche spielt, inspiriert von Halbgott Loki.
Man ...

„Die Winterschwestern“ greift die nordische Mythologie auf und erzählt die Geschichte des zehnjährigen Wikingerjungen Alfred, der für sein Leben gerne Streiche spielt, inspiriert von Halbgott Loki.
Man erzählt sich, dass es früher zwei Winterschwestern gab. Die große Winterschwester, das war der raue, grausame Winter, die kleine Winterschwester brachte die zugefrorenen Seen, die Wintermärkte und das Julfest mit sich.
Doch eines Tages wurden die beiden Schwestern getrennt und die kleine Schwester ist seither verschwunden. Die Winter werden seitdem immer kälter und bitterer und den Wikingerstämmen von Jahr zu Jahr mehr Dinge gestohlen.
Alfreds Onkel Ragnar macht sich auf die Suche und Alfred ist ihm verbotenerweise auf der Spur.
Was folgt, ist ein Abenteuer in einer Winterlandschaft voll Schnee in Eiseskälte, auf dem die Leserinnen nicht nur Alfred und Ragnar begleiten, sondern auch die Winterschwestern, Trolle und andere Wesen treffen.

Insgesamt hatte ich mir von „Die Winterschwestern“ zwar mehr versprochen, wurde insgesamt aber gut unterhalten.
Ins Auge sticht natürlich die überragende Cover- und Innengestaltung von Chevalier Gambette, sehr gut gefallen hat mir auch die Ergänzung des Buches um ein Glossar. Bei einem Lesealter ab 8 Jahren werden die wenigstens bereits Bekanntschaft mit der nordischen Mythologie gemacht haben und finden hier zu Begriffen Erklärungen.

Jolan C. Bertrand lässt mit Ragnar eine Figur auftreten, die früher eine Frau war und dank unterstützender Zauber nun als Mann lebt. Dies spielt zwar im weiteren Verlauf der Geschichte keine Rolle, sodass man sich fragen könnte, warum der Autor diese Figur erfunden hat. Angesichts der Vita des Autors finde ich diese Rolle aber gut und richtig.
In Alfred kann man als junger Leser gut hineinversetzen. Die restlichen Figuren sind fast ausschließlich der Mythologie entnommen und verleihen der Story einen ganz besonderen – winterlichen – Zauber.
Der Beginn der Geschichte war für mich am stärksten, der weitere Handlungsverlauf konnte für mich leider nicht mehr ganz mithalten. Es ist eine Suche mit relativ wenigen Höhen und Tiefen oder Spannungskurven, was angesichts des empfohlenen Lesealters aber recht passend scheint.

Es war für mich wenig nachvollziehbar, dass ein Kind gerade den listigen Halbgott Loki als Helden auserwählt. Das Ende bringt in dieser Hinsicht aber eine schlüssige Auflösung, die mich zudem mit dem eher durchschnittlichen Mittelteil versöhnt hat.
Alfred und die Leser
innen der Geschichte lernen den Unterschied zwischen Streichen, über die man sich vielleicht ärgert, letzten Endes aber dennoch lachen kann, und Streiche, die niemand witzig findet, außer demjenigen, der sie ausgeheckt hat. Von daher gibt dieses winterliche Abenteuer tatsächlich eine Moral mit auf den Weg, mit der ich bei dieser Geschichte gar nicht gerechnet hätte.

„Die Winterschwestern“ sind vom Plot recht einfach gestrickt, sodass man über das empfohlene Lesealter hinaus wahrscheinlich nicht mehr allzu lange Spaß mit Alfreds Abenteuer hat.
Ich finde jedoch, dass das Buch eine gute Storyline für junge Leser’innen hat, die sich zudem mit dem gleichaltrigen Alfred identifizieren können.
Das Buch eignet sich aufgrund des nicht allzu großen Umfangs und der bezaubernden Illustrationen auch sehr gut zum gemeinsamen Lesen. Dank der eisigen Kulisse passt es perfekt in die Winter- und Weihnachtszeit.

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Veröffentlicht am 18.04.2021

Lohnt allein schon auf Grund des abwechslungsreichen und großzügigen Bildmateriales

Die Erfindung von Alice im Wunderland
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“Die Erfindung von Alice im Wunderland” ist alles in allem eine recht wissenschaftliche Abhandlung, die in Teilen des Textes sehr trocken und mit schlechtem Lesefluss daherkommt, da der Text immer wieder ...

“Die Erfindung von Alice im Wunderland” ist alles in allem eine recht wissenschaftliche Abhandlung, die in Teilen des Textes sehr trocken und mit schlechtem Lesefluss daherkommt, da der Text immer wieder Unterbrechungen erfährt durch Zitate oder Verweise auf weiterführende Literatur.
Nichtsdestotrotz lohnt sich das Werk auch für Leser der beiden berühmten Bücher “Alice im Wunderland” und “Hinter den Spiegeln” von Charles Dodgson alias Lewis Carroll, denn die Bebilderung des Werkes ist zauberhaft. Nicht nur die Illustrationen von John Tenniel wissen zu begeistern, auch die zahlreichen Fotografien aus der Zeit, in der die beiden Werke entstanden, beeindrucken und vermitteln viel Wissenswertes rund um die Schaffensphase, den Autor und die damalige Zeit.

Der Inhalt umfasst Folgendes:
Charles und Lewis
Vorwort
Zwei Männer und drei Mädchen in einem Boot
Vor Alice
Was Alice wusste
Die Außenwelt von Charles Dodgson
Das Innenleben von Charles Dodgson
Von Oxford hinaus in die Welt

Im Anhang befinden sich Anmerkungen, weiterführende Literatur, Abbildungsnachweis, sowie ein Register, gerade dies finde ich als Leser sehr hilfreich, wenn man im Buch einzelne Dinge nachschlagen und nachlesen möchte, denn wie eingangs erwähnt ist das Buch für den normalen Leser vom Text häufig nur bedingt interessant.

Die Ausstattung dieses Buches ist sehr hochwertig. Schweres, glattes Papier in großem Format, so kommen die Illustrationen und Fotografien perfekt zur Geltung. Die Anschaffung lohnt meines Erachtens allein dafür – ganz unabhängig vom Text -, sodass ich das Buch zumindest großen Fans der Alice Bücher empfehlen kann, auch wenn Peter Hunts Werk stellenweise doch recht trocken daherkommt und man gefühlt an manchen Stellen von Fakten erschlagen wird, die nicht immer zwingend mit seinem berühmtesten Werk zu tun haben, sondern unabhängig davon mit seiner Person, seinem Leben und weiteren seiner Veröffentlichungen.

Veröffentlicht am 21.04.2020

Ein raffinierter Plot, der gleichermaßen junge wie erwachsene Leser fasziniert

Das Rätsel von Ainsley Castle
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Seit kurzer Zeit wohnt Lizzy mit ihrem Vater und dessen neuer Frau an der schottischen Küste im Hotel Ainsley Castle. Lizzy fühlt sich dort nicht wohl, denn sie versteht sich überhaupt nicht mit ihrer ...

Seit kurzer Zeit wohnt Lizzy mit ihrem Vater und dessen neuer Frau an der schottischen Küste im Hotel Ainsley Castle. Lizzy fühlt sich dort nicht wohl, denn sie versteht sich überhaupt nicht mit ihrer Stiefmutter.
Was zu Beginn wie eine Neuinterpretation des Aschenputtelmotivs anmutet, wandelt sich schnell in eine mysteriöse Richtung, denn Lizzy erhält Emails von einem unbekannten Absender. Sie selbst ist für den Verfasser der Emails jedoch keine Unbekannte. Der Absender weiß nicht nur, was Lizzy tut, sondern kennt auch ihre Gedanken. Wie kann das sein?
Hilfe erhält Lizzy von dem computerversierten Jungen Mack und einem Mädchen namens Betty, welches Lizzy bis aufs Haar gleicht. Spätestens ab diesem Moment ist Lizzy klar, dass ihre Geschichte ganz und gar nicht normal ist. Können sie und ihre neuen Freunde das Geheimnis lösen?

Mit "Das Rätsel von Ainsley Castle" legt Holly-Jane Rahlens eine mysteriöse und spannende Geschichte vor, die auf Grund ihrer Entwicklung und der Auflösung nicht nur das junge Lesepublikum an die Seiten fesselt. Ich finde die Idee hinter diesem Roman sehr interessant und toll konzipiert. Es bleibt selbst dann noch spannend und rätselhaft, wenn sich der Schleier des Geheimnisses langsam lüftet. Allein der Gedanke an Emails eines Fremden, der alles weiß, was man tut oder denkt, kann einem eiskalte Schauer über den Rücken jagen...
Die Gegend, in der die Geschichte spielt, ist sehr schön beschrieben und die Charaktere toll ausgearbeitet. Dreh- und Angelpunkt ist natürlich Lizzy, aber auch Mack, Betty und Lizzys Stiefmutter spielen große Rollen. Besonders interessant ist es die Figuren von Lizzy und Betty im Vergleich zu sehen.
Einzig gegen Ende hat sich die Handlung etwas zu rasant auf das Ende zubewegt, nachdem Holly-Jane Rahlens vorher die Fäden so behutsam gesponnen und allen Figuren Raum zur Entwicklung gegeben hat. Gerade junge Leser könnten sich so von der Auflösung etwas überrumpelt oder überfordert fühlen.

Die Autorin punktet wie so oft in ihren Romanen mit ihrem ganz speziellen Humor und der für sie typischen Erzählstimme.
Das Rätsel, um das es in dieser Geschichte geht, ist außergewöhnlich, spannend und schlüssig aufgezogen und kann sowohl junge wie erwachsene Leser an die Seiten bannen.

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Veröffentlicht am 04.01.2026

Ein Buch, welches mich zwiegespalten zurücklässt

Die Spur der Vertrauten
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Zwar hatte ich schon viel Gutes von der Autorin und ihrer Spiegelreisenden-Tetralogie gehört, aber gelesen hatte ich bislang nichts von ihr.
Nun konnte ich mir ein eigenes Bild von ihrem eigenen und besonderen ...

Zwar hatte ich schon viel Gutes von der Autorin und ihrer Spiegelreisenden-Tetralogie gehört, aber gelesen hatte ich bislang nichts von ihr.
Nun konnte ich mir ein eigenes Bild von ihrem eigenen und besonderen Stil machen, denn ich griff zu „Die Spur der Vertrauten“, einer Dystopie mit einer sehr interessanten Grundidee.
Die Autorin lässt die Geschichte in einer Welt spielen, in der das „Wir“ über allem steht. Jeder Mensch besitzt einen Instinkt, um dem Allgemeinwohl zu dienen. Individualität existiert nicht.

Gerade für den Jugendbuchbereich finde ich die Sprache von Christelle Davros außergewöhnlich und teilweise nicht einfach zugänglich. Unabhängig davon, bietet das Buch auch inhaltlich einen Stoff, der meiner Meinung nach eher geeignet ist für (junge) Erwachsene denn für (ältere) Jugendliche.

Die gezeichnete Welt ist sehr komplex und als dystopisches Bild mit Retroeinflüssen äußerst ungewöhnlich. Tatsächlich kann ich mich nicht erinnern, bereits ein ähnliches Setting in einem anderen Buch kennengelernt zu haben. Am ehesten wecken die Schilderungen Erinnerungen an dystopische Filme der 60er oder 70er, wo Dinge modern waren, die heute retro sind.
Beeindruckt haben mich wie bereits erwähnt Christelle Davros Sprache, aber auch ihr Vermögen starke Gefühle beim Lesen zu erzeugen, obwohl mich die Figuren tatsächlich nicht für sich gewinnen konnten.
Schwachpunkte hingegen waren für mich, dass ich eben keine Verbindung zu dem Personal des Buches aufbauen konnte und mich die Geschichte passagenweise verloren hat.
Zum einen führt die Autorin wirklich gut in das Geschehen ein, ohne sich erklären zu müssen, zum anderen hat das Buch jedoch für mich verloren, weil das Ende mich doch recht ratlos zurückgelassen hat.

Ein Buch, zu dem ich weder zuraten noch davon abraten kann.
Vielen Pluspunkten stehen für mich auch deutliche Minuspunkte gegenüber.
Klar ist jedoch, dass Christelle Davros mich durch ihre Idee und ihre Sprache derart überzeugt hat, dass ich ihre Spiegelreisenden-Tetralogie in Angriff nehmen möchte.

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Veröffentlicht am 13.08.2025

Interessant, aber für mich schwer zugängig

Guardian 1. Seelenwächter
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„Seelenwächter“ ist der Auftaktband der Guardian-Trilogie, die eine übernatürliche Mordserie behandelt.

Die Trilogie wird dem Genre Danmei zugeordnet. Bei Danmei handelt es sich um ein Genre der chinesischen ...

„Seelenwächter“ ist der Auftaktband der Guardian-Trilogie, die eine übernatürliche Mordserie behandelt.

Die Trilogie wird dem Genre Danmei zugeordnet. Bei Danmei handelt es sich um ein Genre der chinesischen Literatur und anderer Medien, das sich auf romantische Beziehungen zwischen männlichen Charakteren konzentriert, ähnlich dem japanischen Boys‘ Love.
Im ersten Band ist die aufkeimende Beziehung zwischen den Protagonisten Zhao Yunlan, einem jungen Ermittler des Ministeriums für öffentliche Sicherheit, die sich mit dem Übernatürlichen befasst, und dem zurückhaltenden Professor Shen Wei, jedoch noch recht verhalten.
Bei der Beschreibung des Titels hat mich vor allem der Nebencharakter der sprechenden Katze angesprochen. Zudem hat mich die Gestaltung der limitierten Ausgabe fasziniert, sodass ich mich mit diesem Buch zum ersten Mal an dieses Genre gewagt habe.

Setting und Handlung sind interessant und vermitteln unter anderem die chinesische Kultur. Spezielle Begriffe werden entweder in Fußnoten oder im anhängenden Glossar erklärt. Dennoch hatte ich Schwierigkeiten in einen Lesefluss zu finden, da ich keinen richtigen Zugang zu den Figuren gefunden und so immer mal wieder nachgeschaut habe, wer wer ist. Hilfreich wäre hier eine Erweiterung des Anhangs um ein Personenregister gewesen.
Insgesamt habe ich die Charakterausarbeitung als etwas zu schwach empfunden und hätte mir mehr Tiefe und Nahbarkeit gewünscht.

Wahrscheinlich werde ich dennoch zum Folgeband greifen, da der Leser mit einem Cliffhanger entlassen wird und mir die Handlung in Summe durchaus zugesagt hat.
Ich hoffe, ab dem zweiten Band wird die Spannung weiter anziehen und so möglicherweise ein flüssigeres Leseerlebnis garantieren.

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