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Veröffentlicht am 19.03.2025

Ein sehr düsteres Kinderbuch, bei dem sich viele Fragen auftun

Maggie Blue - Das Portal zur Düsterwelt
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Maggie wohnt bei ihrer Tante in der kleinen Stadt West Minchen, da ihre Eltern sich getrennt haben und ihre Mutter in einer Klinik weilt.
In der Schule ist sie eine Außenseiterin und wird von einer beliebten ...

Maggie wohnt bei ihrer Tante in der kleinen Stadt West Minchen, da ihre Eltern sich getrennt haben und ihre Mutter in einer Klinik weilt.
In der Schule ist sie eine Außenseiterin und wird von einer beliebten Schülerin gemobbt, die eines Tages auf mysteriöse Weise in eine Parallelwelt entführt wird. Nur Maggie kann ihr helfen. Als sie ihr durch ein Portal in die Düsterwelt folgt, beginnt ein gefährliches Abenteuer.
Das Buch ist in drei Teile untergliedert.
Mir hat bereits der erste Teil der Geschichte gut gefallen, auch wenn sich die Spannung dort nur langsam aufbaut. Jedoch wird die Neugier am weiteren Verlauf permanent geschürt, da sich viele Fragen auftun. Warum ist Maggies Mutter an schweren Depressionen erkrankt? Was hat es mit der seltsamen Vertrauenslehrerin an ihrer Schule auf sich?
Etwas anstrengend hingegen empfand ich Maggies Verhalten gegenüber ihrer Mitschülerin Ida, von der sie gemobbt wird. Warum möchte man dennoch mit so jemandem befreundet sein?

Sobald die Handlung in der Düsterwelt spielt, zieht die Spannung permanent an und der Inhalt ist für ein Kinderbuch recht gruselig, eindeutig nichts für zartbesaitete Kinder!
Die fantastischen Figuren, die Anna Goodall erdacht hat, finde ich sehr abwechslungsreich, vielschichtig und selten eindeutig Gut oder Böse zuzuordnen. Dies passt wiederum perfekt zur Hauptfigur Maggie, da es in der Geschichte Andeutungen gibt, dass auch sie sowohl Gutes als auch Schlechtes bewirken könnte.
Von daher bin ich sehr neugierig, wie Maggies Geschichte in den Folgebänden weitererzählt wird, da sich um sie ein großes Geheimnis rankt und ich mir selbst am Ende dieses ersten Bandes noch unsicher bin, inwiefern auch ihre Familienmitglieder darin involviert sein könnten.
Sehr gut hat mir auch der tierische Begleiter gefallen, den die Autorin Maggie an die Seite gestellt hat, der sprechende, einäugige Kater Hoagy.

„Das Portal zur Düsterwelt“ ist wie der Titel es bereits sagt, ein wirklich düsterer Auftakt, der Leser*innen am Ende mit mehr Fragen als Antworten zurücklässt, sodass man kaum anders kann als dem nächsten Band entgegenzufiebern.

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Veröffentlicht am 13.02.2025

Hommage an "Bücher über Bücher"

Tinte, Staub und Schatten: Das Buch der Verlorenen
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Mit dem Auftakt ihrer Dilogie ist Alina Metz eine spannende Hommage an Bücher über Büchern gelungen. Gleich zu Beginn fühlte ich mich an Bücher wie Endes „Die unendliche Geschichte“ oder die Tinten-Reihe ...

Mit dem Auftakt ihrer Dilogie ist Alina Metz eine spannende Hommage an Bücher über Büchern gelungen. Gleich zu Beginn fühlte ich mich an Bücher wie Endes „Die unendliche Geschichte“ oder die Tinten-Reihe aus der Feder von Funke erinnert.
Im Inneren des Buches setzt sich die Liebe zu Büchern und der Literatur fort. Das Buch enthält Vignetten an den Kapitelanfängen, Charakter-Illustrationen und Zitaten aus realen und für die Dilogie erfundenen Büchern. Das Ganze übt einen Zauber aus, dem man sich kaum entziehen kann.

Protagonistin ist die sechzehnjährige Minna, die in die Fußstapfen ihrer verstorbenen Mutter treten und sich zur Büchersucherin ausbilden lassen möchte.
Zu Beginn des Buches lernt man Minna noch als Kind in Begleitung ihrer Mutter kennen. Sie betreten gemeinsam das Bücherlabyrinth, einen geheimnisvollen Ort, der keine Grenzen zu kennen scheint. In diesem existieren zahlreiche in unserer Welt unbekannte und oftmals gefährliche Wesen.
Nachdem es Minna gelungen ist, dass der Antiquar Raban Krull sie als weiteren Lehrling aufnimmt, macht sie die Entdeckung, dass ihre Mutter noch lebt, gefangen in den Spiegelgängen des Labyrinths.
Nur mit Hilfe eines legendären Buches hat Minna die Chance, ihre Mutter zu befreien. Es folgt eine teils lebensgefährliche Suche, bei dem nicht nur einmal infrage gestellt wird, wem zu trauen ist und wem nicht. Das Ganze gipfelt in einen Showdown, bei dem die Beweggründe der Figuren und die Vertrauensfrage ein weiteres Mal neu ausgeleuchtet werden.
Klar ist, nach diesem Ende muss man nach dem zweiten und letzten Band greifen, der zum Glück zeitnah erscheint.

Es besteht eine Diskrepanz zwischen der Altersgruppe, für die dieses Buch empfohlen wird, und dem Alter der Protagonistin. Das reale und gefühlte Alter der Hauptfigur durchlebt diese Diskrepanz auch. Die Charaktere sind sechzehnjährig und älter, daher hätte ich mir von ihrem Verhalten einen gewissen Lernprozess innerhalb der Geschichte gewünscht.
Des Weiteren lernt man in diesem ersten Teil der Dilogie zahlreiche Charaktere, Wesen und Besonderheiten kennen. Das Kennenlernen blieb für mein Empfinden aber oftmals an der Oberfläche. So fand ich das Personal der Geschichte zwar durchweg interessant, konnte aber zu keiner Figur eine nähere Bindung aufbauen.

„Das Buch der Verlorenen“ lässt auf einen spannenden zweiten Teil der Dilogie hoffen.
Trotz kleiner Abstriche habe ich das Buch sehr gerne gelesen und finde den eingebrachten Ideenreichtum von Alina Metz grandios.

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Veröffentlicht am 26.12.2024

Eine abenteuerliche Reise in die nordische Mythologie

Die Winterschwestern
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„Die Winterschwestern“ greift die nordische Mythologie auf und erzählt die Geschichte des zehnjährigen Wikingerjungen Alfred, der für sein Leben gerne Streiche spielt, inspiriert von Halbgott Loki.
Man ...

„Die Winterschwestern“ greift die nordische Mythologie auf und erzählt die Geschichte des zehnjährigen Wikingerjungen Alfred, der für sein Leben gerne Streiche spielt, inspiriert von Halbgott Loki.
Man erzählt sich, dass es früher zwei Winterschwestern gab. Die große Winterschwester, das war der raue, grausame Winter, die kleine Winterschwester brachte die zugefrorenen Seen, die Wintermärkte und das Julfest mit sich.
Doch eines Tages wurden die beiden Schwestern getrennt und die kleine Schwester ist seither verschwunden. Die Winter werden seitdem immer kälter und bitterer und den Wikingerstämmen von Jahr zu Jahr mehr Dinge gestohlen.
Alfreds Onkel Ragnar macht sich auf die Suche und Alfred ist ihm verbotenerweise auf der Spur.
Was folgt, ist ein Abenteuer in einer Winterlandschaft voll Schnee in Eiseskälte, auf dem die Leserinnen nicht nur Alfred und Ragnar begleiten, sondern auch die Winterschwestern, Trolle und andere Wesen treffen.

Insgesamt hatte ich mir von „Die Winterschwestern“ zwar mehr versprochen, wurde insgesamt aber gut unterhalten.
Ins Auge sticht natürlich die überragende Cover- und Innengestaltung von Chevalier Gambette, sehr gut gefallen hat mir auch die Ergänzung des Buches um ein Glossar. Bei einem Lesealter ab 8 Jahren werden die wenigstens bereits Bekanntschaft mit der nordischen Mythologie gemacht haben und finden hier zu Begriffen Erklärungen.

Jolan C. Bertrand lässt mit Ragnar eine Figur auftreten, die früher eine Frau war und dank unterstützender Zauber nun als Mann lebt. Dies spielt zwar im weiteren Verlauf der Geschichte keine Rolle, sodass man sich fragen könnte, warum der Autor diese Figur erfunden hat. Angesichts der Vita des Autors finde ich diese Rolle aber gut und richtig.
In Alfred kann man als junger Leser gut hineinversetzen. Die restlichen Figuren sind fast ausschließlich der Mythologie entnommen und verleihen der Story einen ganz besonderen – winterlichen – Zauber.
Der Beginn der Geschichte war für mich am stärksten, der weitere Handlungsverlauf konnte für mich leider nicht mehr ganz mithalten. Es ist eine Suche mit relativ wenigen Höhen und Tiefen oder Spannungskurven, was angesichts des empfohlenen Lesealters aber recht passend scheint.

Es war für mich wenig nachvollziehbar, dass ein Kind gerade den listigen Halbgott Loki als Helden auserwählt. Das Ende bringt in dieser Hinsicht aber eine schlüssige Auflösung, die mich zudem mit dem eher durchschnittlichen Mittelteil versöhnt hat.
Alfred und die Leser
innen der Geschichte lernen den Unterschied zwischen Streichen, über die man sich vielleicht ärgert, letzten Endes aber dennoch lachen kann, und Streiche, die niemand witzig findet, außer demjenigen, der sie ausgeheckt hat. Von daher gibt dieses winterliche Abenteuer tatsächlich eine Moral mit auf den Weg, mit der ich bei dieser Geschichte gar nicht gerechnet hätte.

„Die Winterschwestern“ sind vom Plot recht einfach gestrickt, sodass man über das empfohlene Lesealter hinaus wahrscheinlich nicht mehr allzu lange Spaß mit Alfreds Abenteuer hat.
Ich finde jedoch, dass das Buch eine gute Storyline für junge Leser’innen hat, die sich zudem mit dem gleichaltrigen Alfred identifizieren können.
Das Buch eignet sich aufgrund des nicht allzu großen Umfangs und der bezaubernden Illustrationen auch sehr gut zum gemeinsamen Lesen. Dank der eisigen Kulisse passt es perfekt in die Winter- und Weihnachtszeit.

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Veröffentlicht am 18.04.2021

Lohnt allein schon auf Grund des abwechslungsreichen und großzügigen Bildmateriales

Die Erfindung von Alice im Wunderland
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“Die Erfindung von Alice im Wunderland” ist alles in allem eine recht wissenschaftliche Abhandlung, die in Teilen des Textes sehr trocken und mit schlechtem Lesefluss daherkommt, da der Text immer wieder ...

“Die Erfindung von Alice im Wunderland” ist alles in allem eine recht wissenschaftliche Abhandlung, die in Teilen des Textes sehr trocken und mit schlechtem Lesefluss daherkommt, da der Text immer wieder Unterbrechungen erfährt durch Zitate oder Verweise auf weiterführende Literatur.
Nichtsdestotrotz lohnt sich das Werk auch für Leser der beiden berühmten Bücher “Alice im Wunderland” und “Hinter den Spiegeln” von Charles Dodgson alias Lewis Carroll, denn die Bebilderung des Werkes ist zauberhaft. Nicht nur die Illustrationen von John Tenniel wissen zu begeistern, auch die zahlreichen Fotografien aus der Zeit, in der die beiden Werke entstanden, beeindrucken und vermitteln viel Wissenswertes rund um die Schaffensphase, den Autor und die damalige Zeit.

Der Inhalt umfasst Folgendes:
Charles und Lewis
Vorwort
Zwei Männer und drei Mädchen in einem Boot
Vor Alice
Was Alice wusste
Die Außenwelt von Charles Dodgson
Das Innenleben von Charles Dodgson
Von Oxford hinaus in die Welt

Im Anhang befinden sich Anmerkungen, weiterführende Literatur, Abbildungsnachweis, sowie ein Register, gerade dies finde ich als Leser sehr hilfreich, wenn man im Buch einzelne Dinge nachschlagen und nachlesen möchte, denn wie eingangs erwähnt ist das Buch für den normalen Leser vom Text häufig nur bedingt interessant.

Die Ausstattung dieses Buches ist sehr hochwertig. Schweres, glattes Papier in großem Format, so kommen die Illustrationen und Fotografien perfekt zur Geltung. Die Anschaffung lohnt meines Erachtens allein dafür – ganz unabhängig vom Text -, sodass ich das Buch zumindest großen Fans der Alice Bücher empfehlen kann, auch wenn Peter Hunts Werk stellenweise doch recht trocken daherkommt und man gefühlt an manchen Stellen von Fakten erschlagen wird, die nicht immer zwingend mit seinem berühmtesten Werk zu tun haben, sondern unabhängig davon mit seiner Person, seinem Leben und weiteren seiner Veröffentlichungen.

Veröffentlicht am 21.04.2020

Ein raffinierter Plot, der gleichermaßen junge wie erwachsene Leser fasziniert

Das Rätsel von Ainsley Castle
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Seit kurzer Zeit wohnt Lizzy mit ihrem Vater und dessen neuer Frau an der schottischen Küste im Hotel Ainsley Castle. Lizzy fühlt sich dort nicht wohl, denn sie versteht sich überhaupt nicht mit ihrer ...

Seit kurzer Zeit wohnt Lizzy mit ihrem Vater und dessen neuer Frau an der schottischen Küste im Hotel Ainsley Castle. Lizzy fühlt sich dort nicht wohl, denn sie versteht sich überhaupt nicht mit ihrer Stiefmutter.
Was zu Beginn wie eine Neuinterpretation des Aschenputtelmotivs anmutet, wandelt sich schnell in eine mysteriöse Richtung, denn Lizzy erhält Emails von einem unbekannten Absender. Sie selbst ist für den Verfasser der Emails jedoch keine Unbekannte. Der Absender weiß nicht nur, was Lizzy tut, sondern kennt auch ihre Gedanken. Wie kann das sein?
Hilfe erhält Lizzy von dem computerversierten Jungen Mack und einem Mädchen namens Betty, welches Lizzy bis aufs Haar gleicht. Spätestens ab diesem Moment ist Lizzy klar, dass ihre Geschichte ganz und gar nicht normal ist. Können sie und ihre neuen Freunde das Geheimnis lösen?

Mit "Das Rätsel von Ainsley Castle" legt Holly-Jane Rahlens eine mysteriöse und spannende Geschichte vor, die auf Grund ihrer Entwicklung und der Auflösung nicht nur das junge Lesepublikum an die Seiten fesselt. Ich finde die Idee hinter diesem Roman sehr interessant und toll konzipiert. Es bleibt selbst dann noch spannend und rätselhaft, wenn sich der Schleier des Geheimnisses langsam lüftet. Allein der Gedanke an Emails eines Fremden, der alles weiß, was man tut oder denkt, kann einem eiskalte Schauer über den Rücken jagen...
Die Gegend, in der die Geschichte spielt, ist sehr schön beschrieben und die Charaktere toll ausgearbeitet. Dreh- und Angelpunkt ist natürlich Lizzy, aber auch Mack, Betty und Lizzys Stiefmutter spielen große Rollen. Besonders interessant ist es die Figuren von Lizzy und Betty im Vergleich zu sehen.
Einzig gegen Ende hat sich die Handlung etwas zu rasant auf das Ende zubewegt, nachdem Holly-Jane Rahlens vorher die Fäden so behutsam gesponnen und allen Figuren Raum zur Entwicklung gegeben hat. Gerade junge Leser könnten sich so von der Auflösung etwas überrumpelt oder überfordert fühlen.

Die Autorin punktet wie so oft in ihren Romanen mit ihrem ganz speziellen Humor und der für sie typischen Erzählstimme.
Das Rätsel, um das es in dieser Geschichte geht, ist außergewöhnlich, spannend und schlüssig aufgezogen und kann sowohl junge wie erwachsene Leser an die Seiten bannen.

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