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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 22.04.2020

Ganz interessant

Wahrheit gegen Wahrheit
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Das Hörbuch ist sehr gut gesprochen und die Handlung ist auch ziemlich ausgeklügelt, aber: insgesamt war es mir zu ausschweifend emotional.

Die Muttergefühle der CIA-Angestellten werden stark betont. ...

Das Hörbuch ist sehr gut gesprochen und die Handlung ist auch ziemlich ausgeklügelt, aber: insgesamt war es mir zu ausschweifend emotional.

Die Muttergefühle der CIA-Angestellten werden stark betont. Als sie herausfindet, dass ihr Ehemann ein russischer Schäfer ist werden ihre Enttäuschung, ihre Trauer sowie ihre Ängste immer wieder dramatisch dargestellt. Sie ist hin- und hergerissen zwischen "Familie" und "Job" - soll sie ihre Familie schützen und die USA "verraten" oder ihren Mann verraten? Und was wenn sie auffliegt? Sie befürchtet im Gefängnis zu landen, wegen Landesverrat und ihre Kinder nie wieder zu sehen.

Doch dann beginnt sie die russischen Spione mit ihren eigenen Waffen zu schlagen - kann das gut gehen?

Das Ende ist toll und relativ überraschend!

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Veröffentlicht am 22.04.2020

Sehr atmosphärisch

Lilienblut
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Elisabeth Herrmann schafft, wie so oft, eine tolle Atmosphäre, es liegt so viel in der Luft: Freundschaft, aber auch etwas Missgunst bzw. Minderwertigkeitsgefühle, Schuldgefühle wegen Pflichtbewusstsein, ...

Elisabeth Herrmann schafft, wie so oft, eine tolle Atmosphäre, es liegt so viel in der Luft: Freundschaft, aber auch etwas Missgunst bzw. Minderwertigkeitsgefühle, Schuldgefühle wegen Pflichtbewusstsein, verborgene Leidenschaft, Misstrauen und natürlich der Ehrgeiz den Mord an der besten Freundin aufzuklären!

Das Ganze findet in einer Kleinstadt am Rhein statt, in einem Naturschutzgebiet, aber Weinberge spielen auch eine Rolle - was für ein ungewöhnliches Setting und die Autorin weiß es zu nutzen!

Die Handlung ist komplex und stark verzweigt, für mich teilweise zu sehr, so dass die Spannung sich für mein Empfinden etwas verdünnte.

Die Figuren hingegen sind großartig: außergewöhnlich und differenziert gezeichnet! Der Schreibstil ist sehr ausdrucksstark, sensibel und stellenweise sogar poetisch - einfach wunderbar!

Die Autorin spricht selbst und sie kann es wirklich gut!

Für Fans von subtilen Thrillern, die still und leise voranschreiten!




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Veröffentlicht am 22.04.2020

Bunt wie das Leben

Ein Haus in Irland
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Diese rührende Geschichte ist wirklich aus dem Leben gegriffen:

es geht um Liebe, Ehe, Freundschaft, Arbeit inklusive Hoffnungen, Enttäuschungen und Neuorientierung!

Die Autorin schildert mit viel Menschenkenntniss ...

Diese rührende Geschichte ist wirklich aus dem Leben gegriffen:

es geht um Liebe, Ehe, Freundschaft, Arbeit inklusive Hoffnungen, Enttäuschungen und Neuorientierung!

Die Autorin schildert mit viel Menschenkenntniss warum ihre, überaus authentischen und sympathischen Charaktere, sind wie sie sind bzw. werden und reagieren.

Eine bittersüße Geschichte über so ziemlich alle Aspekte des Lebens: herzergreifend und zum Nachdenken anregend!

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Veröffentlicht am 17.04.2020

Sehr bewegend!

Der größte Spaß, den wir je hatten
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Kaum zu glauben, dass es sich um ein Debüt handelt! Es ist unglaublich gut geschrieben: geistreich, feinfühlig, humorvoll, bewegend und absolut mitreißend.

Die Autorin lässt mühelos Sympathie sowie Anteilnahme ...

Kaum zu glauben, dass es sich um ein Debüt handelt! Es ist unglaublich gut geschrieben: geistreich, feinfühlig, humorvoll, bewegend und absolut mitreißend.

Die Autorin lässt mühelos Sympathie sowie Anteilnahme für jeden in dieser großen, chaotische Familie aufkommen, indem die Charaktere auf psychologisch interessante Weise zum Leben erweckt und Neugier für ihr Schicksal erzeugt.

Die Handlung ist bittersüß: die Realität von Familienbeziehungen wird greifbar mit all ihren schönen und problematischen Aspekten, fein nuanciert, dargestellt.

Dieses Werk bringt zum Nachdenken, Hinterfragen und am liebsten würde man mit jedem über dieses Buch diskutieren, weil es so viele wertvolle Einblicke, Emotionen sowie Fragen liefert, die beim Lesen aufpoppen.

Diese Geschichte hallt lange nach, denn sie macht genau das, was die Autorin sich für ihren Roman wünscht: man erkennt sich in ihr wieder - es gibt unzählige Gefühle & Gedanken, bei denen ich dachte, schön, ich bin nicht die Einzige, die so empfindet!

Das Buch ist ein Freund, ein Therapeut und eine wärmende Kuscheldecke in einem!

Ab und zu fand ich es etwas ausschweifend, einfach ein bisschen zu ausführlich - daher 4 Sterne.


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Veröffentlicht am 01.07.2026

Mich hat vor allem das Ende begeistert

Bevor sie ihn finden
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Die 17‑jährige Leah lügt, manipuliert und überschreitet Grenzen, um zu bekommen, was sie will. Zudem neigt sie zu obsessiver Verliebtheit. Ihre Mutter Jules beobachtet das mit wachsender Sorge – doch auch ...

Die 17‑jährige Leah lügt, manipuliert und überschreitet Grenzen, um zu bekommen, was sie will. Zudem neigt sie zu obsessiver Verliebtheit. Ihre Mutter Jules beobachtet das mit wachsender Sorge – doch auch sie selbst zeigt selbstzerstörerische Tendenzen. Beide reagieren unangenehm, wenn sie nicht die Aufmerksamkeit bekommen, die ihnen ihrer Meinung nach zusteht, und die verbitterten, verzweifelten Entscheidungen, die sie dann treffen, erweisen sich als gefährlich.

In “Bevor sie ihn finden” geht es um zwei Frauen, die von ihren intensiven Gefühlen beherrscht werden. Jules ist frustriert, weil ihr Mann und ihre Kinder sie weitgehend ignorieren, auch beruflich läuft es schlecht. Leah wirkt zunächst wie eine typische 17‑Jährige, die viel Zeit mit ihren Freundinnen verbringt, deren Denken und Handeln sich um Styling und Jungs dreht – ihr Umgang damit ist allerdings drastisch.

Der Einstieg fiel mir nicht leicht, denn für meinen Geschmack dauerte es zu lange, bis Spannung aufkam: Das erste Drittel enthält mMn viele Nebensächlichkeiten, die für mein Empfinden übermäßig ausführlich geschildert werden. Zudem waren mir beide Protagonistinnen unsympathisch, sodass ich kaum mit ihnen mitfiebern konnte.

Ab dem zweiten Drittel wurde “Bevor sie ihn finden” für mich zunehmend packend, erschütternd sowie nervenaufreibend. Die Vielschichtigkeit der psychologisch düsteren Handlung und die überraschenden Wendungen sind wirklich gelungen. Das Ende der Thrillerhandlung fand ich großartig; das zwischenmenschliche Finale wirkte auf mich etwas unglaubwürdig harmonisch.

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