Ein Thriller, der leider nur mittelmäßig in seinem Genre verweilt.
Dreckiger SchneeJoseph Knox‘ Debutroman „Dreckiger Schnee“ erzählt vom verdeckten Ermittler Aidan Waits, der sich in die Drogenszene Manchesters eingeschleust hat.
Das Ziel ist es, dem Drogendealer Zain Carver und seinen ...
Joseph Knox‘ Debutroman „Dreckiger Schnee“ erzählt vom verdeckten Ermittler Aidan Waits, der sich in die Drogenszene Manchesters eingeschleust hat.
Das Ziel ist es, dem Drogendealer Zain Carver und seinen Machenschaften auf die Spur zu kommen. Er benutzt für seinen Handel (meist minderjährige) Mädchen, die für ihn abkassieren. In der Vergangenheit führte dies schon zu dem ein oder anderen verschwunden Mädchen.
Aidan werden während seiner Ermittlung immer wieder Steine in den Weg gelegt. Es sieht so aus, als gäbe es einen Maulwurf in den eigenen Reihen…
Der Thriller hat ein paar richtig gute Ansätze, bleibt für meine Bewertung aber nur im Mittelfeld. Gut hat mir die Geschichte um Joanna Greenlaw gefallen, welche aber noch sehr ausbaufähig war. Für meinen Geschmack wurde sie, erzählerisch, zu einfach gelöst.
Generell hatte ich den Eindruck, dass viele Erzählstränge nur angeschnitten wurden, um später als Rückverweis dargestellt zu werden. Hiermit beziehe ich mich primär auf die Darstellung des Verbleibs einiger Figuren im letzten Kapitel.
Was mich noch nachträglich beschäftigt, ist die Herangehensweise an den Protagonisten. Ich hatte am Anfang große Schwierigkeiten mit ihm. Generell mag ich es, wenn ein Ermittler etwas verschroben oder exzentrisch wirkt. Mir war bei ihm aber nie so ganz klar, ob er zu den „Guten“ oder „Bösen“ gehört. Braucht es immer eine klare Trennung der beiden Attribute?! Hierbei hinterfrage ich aber mein persönliches Leseverhalten. Mich würde sehr interessieren, wie die anderen LeserInnen den Protagonisten empfunden haben!
Alles in allem würde ich sagen, dass „Dreckiger Schnee“ kein schlechter Thriller ist. Aber neben anderen Büchern des Thrillergenres wirkt dieser etwas farblos.