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Gisel

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 30.04.2020

Düsternis und geheime Magie

Das neunte Haus
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Die Studentin Alex hat auf dem Campus von Yale eine ganz besondere Funktion: Nur sie kann die Geister der Toten ohne den Einsatz gefährlicher Magie sehen. Als eine junge Frau grausam ermordet wird, spürt ...

Die Studentin Alex hat auf dem Campus von Yale eine ganz besondere Funktion: Nur sie kann die Geister der Toten ohne den Einsatz gefährlicher Magie sehen. Als eine junge Frau grausam ermordet wird, spürt sie, dass hier geheime Mächte am Werk waren. Und bald ist sie auf den Spuren einer Verschwörung, die mehr als 100 Jahre zurückreicht…

Es ist eine Welt voller geheimer Magie, in der Galaxy Stern, genannt Alex, sich bewegt. Sie selbst hat im Neunten Haus eine wichtige Stellung inne, denn dieses Haus kontrolliert die Magie der acht anderen Häuser, so dass die dunkle Magie nicht außer Rand und Band gerät. Hier durchzusteigen mit den verschiedenen Häusern und deren Funktionen und Aktivitäten fand ich nicht ganz leicht, vor allem am Anfang musste ich deshalb sehr konzentriert lesen. Wer sich davon nicht abschrecken lässt, taucht ein in eine Welt, in der die Gefahr nur einen Schritt von den Bewohnern entfernt ist. Die Rituale der verschiedenen Häuser sind teilweise recht komplex. Doch wer sich gern in die düstere Atmosphäre des Buches entführen lassen will, wird letztendlich mit einer spannenden Geschichte mit ausgefallenen Charakteren belohnt.

Es lohnt sich, die Durststrecke zu überwinden, die es dem Leser anfänglich nicht leicht macht, in die Geschichte einzutauchen. Zusehends gewinnt die Erzählung an Fahrt, um dann am Ende mit einem überraschenden Showdown aufzuwarten. Da ist man sofort neugierig auf die Fortsetzung. Von mir gibt es dafür 4 von 5 Sternen sowie eine Leseempfehlung.

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Veröffentlicht am 25.04.2020

Hatte mehr erwartet

Die Frauen von Richmond Castle
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England in den 1920er Jahren: Die junge Ishbel Christina Camberwell, genannt Blue, erhält die Chance, für sechs Monate in der Redaktion der örtlichen Zeitung zu arbeiten, ihr Traum geht zumindest für eine ...

England in den 1920er Jahren: Die junge Ishbel Christina Camberwell, genannt Blue, erhält die Chance, für sechs Monate in der Redaktion der örtlichen Zeitung zu arbeiten, ihr Traum geht zumindest für eine begrenzte Zeit in Erfüllung. Zur selben Zeit rettet sie eine junge Frau vor dem Ertrinken und bietet ihr anschließend an, ihr zur Seite zu stehen, als sie erfährt, dass Delphine auf der Flucht vor ihrem gewalttätigen Ehemann ist. Die beiden Frauen freunden sich an, und für Delphine scheint sich endlich eine glückliche Wendung zu ergeben. Doch auch das scheinbar glückliche Leben von Blues Familie ist sehr fragil...

Tracy Rees hat einen angenehmen Schreibstil, sehr schnell gelingt es der Autorin, die Leserin in die Geschichte hineinzuziehen. Dabei wickelt sie die Erzählung abwechselnd aus der Sicht der Protagonistinnen ab und gibt so Einblicke in die Gedankenwelt von Delphine, Blue und Midge, Blues Stiefmutter. Allerdings gelang es mir nicht immer, die Motive der Frauen nachzuvollziehen. Der zeitliche Rahmen ist mit den Goldenen Zwanzigern interessant gewählt, allerdings hätte ich gern etwas mehr Hintergrund gehabt. Ich würde das Buch weniger in die Rubrik „Historischer Roman“ als vielmehr „Frauenroman“ einordnen.

So ist die Geschichte ganz nett zu lesen, aber so wirklich beeindrucken konnte sie mich nicht. Ich vergebe knappe 4 von 5 Sternen und kann das Buch nur verhalten weiter empfehlen.

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Veröffentlicht am 25.04.2020

Todesfälle mit blauen Rosen

Eisige Dornen (Ein Nathalie-Svensson-Krimi 4)
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Der Tod des Fußballstars Hendrik Borg sieht zunächst aus wie ein Selbstmord, auf seiner Brust liegt eine blaue Rose. Doch als noch mehrere Todesfälle mit blauer Rose aufgefunden werden, wird klar, dass ...

Der Tod des Fußballstars Hendrik Borg sieht zunächst aus wie ein Selbstmord, auf seiner Brust liegt eine blaue Rose. Doch als noch mehrere Todesfälle mit blauer Rose aufgefunden werden, wird klar, dass diese in irgendeiner Art zusammenhängen müssen. Psychiaterin Nathalie Svensson wird zu den Ermittlungen hinzugezogen. Was haben diese Toten gemeinsam, warum mussten sie sterben? Und wo wird der Killer als nächstes zuschlagen?

Dies ist bereits der vierte Fall mit der Psychiaterin Nathalie Svensson, die zu den Ermittlungen der Polizei hinzugezogen wird. Und so ist zwar der Fall in sich abgeschlossen, es wird aber schnell klar, dass zwischen den Ermittlern bereits in den vorhergehenden Bänden einiges gelaufen ist. Während ich mich mit dem Vorgängerband sehr schwer getan hatte, fiel es mir diesmal leichter, in die Geschichte hineinzufinden. So war es ein Vergnügen, mit den Ermittlern nach den Motiven des Täters zu suchen, vor allem in Verbindung mit der Geschichte aus der Vergangenheit, die an den Anfang des Buches gestellt ist und im Verlauf der Seiten immer wieder weiter verfolgt wird. Die Verwicklungen sind glaubwürdig dargestellt, zum Schluss führen alle Ergebnisse zu einem überraschenden Schluss. Manches war zwar auch etwas langatmig geraten, insgesamt aber ergibt sich ein ordentlicher Krimi, dem ich gerne 4 von 5 Sternen gebe und den ich gerne weiter empfehle. Am besten aber liest man die Reihe in chronologischer Reihenfolge.

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Veröffentlicht am 12.04.2020

Gelungener Start in eine Mädchenbuch-Reihe

Die Schule der kleinen Ponys - Ein Heuhaufen voller Geheimnisse
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Die zehnjährige Monka Winter, genannt Mo, lebt mit ihrer Familie auf einem Ponyhof. Doch das ist nicht einfach nur ein Ponyhof, angegliedert ist auch eine Ponyschule. Die wird eigentlich von Mos Mutter ...

Die zehnjährige Monka Winter, genannt Mo, lebt mit ihrer Familie auf einem Ponyhof. Doch das ist nicht einfach nur ein Ponyhof, angegliedert ist auch eine Ponyschule. Die wird eigentlich von Mos Mutter geleitet. Doch weil diese sich zu Beginn der Sommerferien den Arm bricht, darf Mo die Ausbildung der jungen Vierbeiner übernehmen. Unterstützung erhält sie von ihrem Lieblingspony Dr. Paul, der auch in größter Gefahr einen kühlen Kopf bewahren kann. Da taucht ein fremdes Mädchen auf, das ein großes Geheimnis mit sich trägt. Und Mo ist sich schnell sicher, dass sie Sarah unbedingt helfen möchte!

Eine Ponyschule mit vielen Ponys, von denen jedes ein ganz besonderes Individuum ist, und einen Sack voller Geheimnisse – das scheint schon fast ein Garant für eine spannende Geschichte für Mädels um die 10 Jahre zu sein. Zudem ist das Buch sehr spannend geschrieben, die beiden Mädchen Mo und Sarah sind äußerst sympathisch geraten, da fiebert man gerne mit, was die beiden denn nun aushecken. Und ob das dann auch gut hinhaut, was sie sich da vorstellen. Eine Karte über die nähere Umgebung des Ponyhofs gibt eine gute Orientierung über die Örtlichkeit, in denen sich Mo bewegt. Da das Mädchen aus seiner Sicht erzählt, wirkt die Geschichte unheimlich lebendig und gleichzeitig ein bisschen liebenswert-chaotisch. Da möchte man noch mehr über Mo und ihr Leben in der Ponyschule lesen!

Diesen Start in eine spannende Mädchenreihe hat mir und meiner Tochter einige spannende Lesestunden beschert, und meine Tochter hat sofort nach der Fortsetzung gefragt. Deshalb möchte ich das Buch unbedingt weiter empfehlen und vergebe starke 4 von 5 Sternen.

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Veröffentlicht am 12.04.2020

Drei Frauen gehen ihren Weg

Die Frauen vom Alexanderplatz
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Berlin 1918: Noch muss das Land sich erholen von den Folgen des Ersten Weltkriegs. Die Bewohner leiden zudem an der Novemberrevolution. Da begegnen sich der Matrose Benno und die junge Vera, Tochter eines ...

Berlin 1918: Noch muss das Land sich erholen von den Folgen des Ersten Weltkriegs. Die Bewohner leiden zudem an der Novemberrevolution. Da begegnen sich der Matrose Benno und die junge Vera, Tochter eines Schneidermeisters. Als Benno in der leerstehenden Schneiderwerkstatt Unterschlupf findet, verlieben sich die beiden ineinander. Zur gleichen Zeit macht Fritzi sich auf nach Berlin, um nach Benno zu suchen, ist er doch der Vater ihrer Tochter Christel, auch wenn sie ihm das noch gar nicht mitteilen konnte. Und Hanna kehrt zurück von der Kriegsfront, wo sie als Krankenschwester gearbeitet hat. Sie träumt davon, berufstätig zu werden und ihre Liebe zu ihrer Freundin leben zu dürfen. Doch beides ist in dieser Zeit nicht einfach.

Die Zeit nach dem Ersten Weltkrieg ist gut beschrieben, einschließlich der Unruhen, wenn die Kriegsversehrten nach Hause zurückkehren und die Frauen wieder aus ihren neuen beruflichen Werdegängen drängen, wie auch den Kämpfen, die auf den Straßen Berlins Unsicherheit verbreiten. Zwangsläufig müssen alle drei Frauen stark sein, wollen sie in dieser unsicheren Welt überleben. Doch wirklich tiefgehend ist diese Stärke nicht, wie auch der historische Hintergrund nicht nicht im gesamten Umfang überzeugend wirkt. Schade finde ich es, dass die Handlungsstränge der drei Frauen nur lose miteinander verknüpft werden oder sogar überhaupt nicht. Ansonsten lässt sich das Buch gut weglesen, es ist flüssig geschrieben.

Letztendlich fehlte mir der überspringende Funke, der das Buch zu etwas Besonderem hätte machen können. Das Coverbild konnte mich auch nicht so ganz überzeugen. So vergebe ich knappe 4 von 5 Sternen.

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