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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 15.05.2020

Zauberhaft, aber sehr melancholisch

Die Samenhändlerin
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Die lebenslustige und forsche Wirtstochter Hanna aus Nürnberg schnappt sich den umschwärmten Helmut, Sohn eines Samenhändlers aus dem Württembergischen. Dieser war aber schon der unvergleichlich schönen ...

Die lebenslustige und forsche Wirtstochter Hanna aus Nürnberg schnappt sich den umschwärmten Helmut, Sohn eines Samenhändlers aus dem Württembergischen. Dieser war aber schon der unvergleichlich schönen und zarten Serafine versprochen, für die mit der Heirat „ihres“ Helmut mit Hanna eine Welt zusammenbricht. Serafine verzweifelt und kann sich nicht mit ihrer Situation abfinden – da tut sich eine Möglichkeit auf, dem Geliebten nahe zu sein. Und Serafine ergreift ihre Chance… mit ungeahnten Folgen.
Petra Durst-Benning versteht es ganz wunderbar, historische Frauengeschichten zu erzählen, die einen von Anfang an in den Bann ziehen. Sehr atmosphärisch beschreibt sie Menschen, Situationen und Landschaften und lässt diese vor dem inneren Auge entstehen. „Die Samenhändlerin“ ist eine ungewöhnliche Geschichte, die so ganz von den üblichen Frauengeschichten abweicht. Sie ist spannend, aber über allem schwebt stets eine gewisse Melancholie, manchmal Hoffnungslosigkeit und Verzweiflung, und man überlegt des Öfteren, welchen Weg man selber wählen würde. Hin und wieder kann man die Verzweiflung direkt spüren, die die beiden Frauen immer wieder quält.
Eine zauberhafte, wie gesagt sehr melancholische Erzählung, die im Hörbuch absolut ausgezeichnet von Ulrike Grote gelesen wird. Sie versteht es bestens, den Protagonisten Leben einzuhauchen und die Vorstellungskraft zu schüren! Eine sehr schöne Geschichte mit Nachhall.

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Veröffentlicht am 03.05.2020

Spannender, unterhaltsamer und humorvoller Krimi mit ordentlich Tiefgang!

Flüsternde Wälder
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Bei Baumfällarbeiten stoßen die entsetzten Arbeiter auf eine tote Frau, die mit Ohrenstöpseln auf dem Waldboden liegt. Die Kommissarinnen Irmi Mangold und Kathi Reindl, ein eingespieltes Team, ermitteln ...

Bei Baumfällarbeiten stoßen die entsetzten Arbeiter auf eine tote Frau, die mit Ohrenstöpseln auf dem Waldboden liegt. Die Kommissarinnen Irmi Mangold und Kathi Reindl, ein eingespieltes Team, ermitteln zunächst die Todesursache und deren Umstände. Doch bei einer Toten bleibt es nicht. Bei einem Einbruch wird der Hausbesitzer mit einer Statue erschlagen, und Irmi und Kathi stehen gleich vor mehreren Rätseln…
Nicola Förg kann einfach ausgezeichnet schreiben! Flüssig, humorvoll, detailreich und ausgesprochen lebendig zeichnet sie ihre Charaktere und schickt sie in spannende Ermittlungen, die in verschiedene Richtungen führen und den Leser immer wieder überraschen.
Zwischen Arbeitsalltag, herzlichem Privatleben und wunderschönem Lokalkolorit versteht es die Autorin, sehr geschickt zu Umwelt- und Verhaltensfragen Stellung zu nehmen und zum Nachdenken anzuregen.
Ein ausgesprochen spannender, unterhaltsamer und humorvoller Kriminalroman aus einer herrlichen Region, mit viel Tiefgang, dessen Epilog und Nachwort lange nachhallen. Absolut empfehlenswert!

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Veröffentlicht am 14.04.2020

Romantisch, unterhaltsam, abwechslungsreich!

Die Farben der Schönheit – Sophias Hoffnung (Sophia 1)
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Eine behütete Jugend im quirligen Berlin, ein nahezu beendetes Chemie-Studium: der jungen Sophia aus gutem Hause stehen alle Chancen offen – bis ein unerwartetes Ereignis sie völlig aus der Bahn wirft ...

Eine behütete Jugend im quirligen Berlin, ein nahezu beendetes Chemie-Studium: der jungen Sophia aus gutem Hause stehen alle Chancen offen – bis ein unerwartetes Ereignis sie völlig aus der Bahn wirft und den Bruch mit den Eltern bewirkt. Auf sich allein gestellt nimmt sie ihr Leben in die eigene Hand…
Sophia ist das anständige, brave Mädchen, das immer wieder einmal seiner eigenen Naivität zum Opfer fällt. Trotz dem großen Unglück, das ihr widerfährt, fasst sie den Entschluss, ihren Lebenstraum zu verwirklichen und ganz besondere Zufälle kommen ihr dabei zu Hilfe.
Corina Bomann beschreibt Sophias Werdegang in dieses neue Leben detailreich, bunt, anschaulich, liebevoll, flüssig und sehr spannend! Zeitweise muss man wirklich atemlos weiterlesen, um zu begreifen, was da passiert!
Das Buch ist eine Ode an die anständigen, braven Mädchen und lässt hoffen, dass Sophia am Ende ihr ganz großes Glück findet! Hin und wieder schüttelt man zwar den Kopf über soviel Blauäugigkeit und Naivität, aber das macht Sophia ja auch sympathisch.
Eine Geschichte, die man nicht mehr so schnell aus der Hand legen kann! Sie überrascht mit vielen Ereignissen und Wendungen, wird nie langweilig und macht geradezu süchtig – auf die Fortsetzung! Sehr romantisch, unterhaltsam und abwechslungsreich!

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Veröffentlicht am 08.04.2020

Raffinierte und sehr spannende Geschichten mit nicht alltäglichen Rezepten!

Mord süß-sauer
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Christina Wermescher hat hier ganz ausgezeichnete Autoren in einem Buch vereint und bietet dem Leser 20 kulinarische Kurzkrimis aus Asien, die es wirklich in sich haben!
Von schockierend bis makaber, ...

Christina Wermescher hat hier ganz ausgezeichnete Autoren in einem Buch vereint und bietet dem Leser 20 kulinarische Kurzkrimis aus Asien, die es wirklich in sich haben!
Von schockierend bis makaber, rasant bis blutrünstig und in jedem Fall spannend sind diese kleinen Geschichten raffiniert erdacht, reichlich durchtrieben und herrlich böse! Dabei kommt auch der Humor nicht zu kurz!
Eine schöne Besonderheit sind die dazugehörigen, nicht alltäglichen Rezepte aus Fernost, die zum Nachkochen und –backen einladen!
Mord süß sauer ist ein wunderbar unterhaltsames Buch, spannend, interessant und sehr kurzweilig! Ein Muss für jeden Asien-Fan und Krimi-Liebhaber! Absolut empfehlenswert!

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Veröffentlicht am 02.04.2020

Düster, undurchschaubar, fesselnd!

Dänische Dämmerung
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In einer Partynacht stößt ein Teenager auf dem Heimweg auf ein schreiendes Kleinkind – und entdeckt dessen ermordete Eltern. Die Polizei stellt Nachforschungen an, kann sich aber keinen Reim darauf machen. ...

In einer Partynacht stößt ein Teenager auf dem Heimweg auf ein schreiendes Kleinkind – und entdeckt dessen ermordete Eltern. Die Polizei stellt Nachforschungen an, kann sich aber keinen Reim darauf machen. Kurz darauf verschwindet Kommissar Daniel Konermanns Frau. Hinweise führen nach Dänemark in ein Feriendorf, dem Fundort der Ermordeten. Wurde sie entführt? Gibt es einen Zusammenhang? Daniel macht sich mit seinem kleinen Sohn Oscar auf die Suche…
Lynn Andersen kann mit Worten Atmosphäre erzeugen. Düster und vielsagend erzählt sie von der Suche Daniels nach seiner Frau. Kleine Indizien lassen hoffen, um dann wieder im Sande zu verlaufen, kleine Geschehnisse hängen unerklärlich in der Luft und geben Rätsel auf. Ein zweiter Erzählstrang reicht weit in die Vergangenheit, ist super spannend und zunächst ebenfalls undurchschaubar. Erst nach vielen überraschenden Wendungen kommt langsam Licht ins Dunkel, doch ein Ende ist erst gruseligen Showdown in Sicht.
Ein düsterer, raffiniert konstruierter und absolut gelungener Krimi, der den Leser nicht nur einmal in die Irre führt! Absolut empfehlenswert!

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