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Veröffentlicht am 15.01.2017

Ein übel launiger Hauptprotagonist

Das Lazarus-Syndrom
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Das Lazarus-Syndrom von Guido M. Breuer ist ein Thriller, welcher sich mit dem äußerst spannenden Thema der Organmafia auseinandersetzt. Dieses Buch hat von Anfang an meine Neugier geweckt, da ich ein ...

Das Lazarus-Syndrom von Guido M. Breuer ist ein Thriller, welcher sich mit dem äußerst spannenden Thema der Organmafia auseinandersetzt. Dieses Buch hat von Anfang an meine Neugier geweckt, da ich ein starkes Interesse an medizinischen Themen habe. Ebenso habe ich bisher noch kein Buch von Guido M. Breuer gelesen und war daher sehr gespannt, ob es mich in seinen Bann ziehen kann.

Geschichte:

Dr. Johannes Krafft, genannt "Joe the Butcher", war ein anerkannter Chirurg in der Transplantationsmedizin und hatte einen Lehrstuhl an der Uni Köln. Nach einem schweren Unfall verliert er seine Frau und sein ungeborenes Kind. Aufgrund dieses schweren Schicksalsschlages verfällt er dem Alkohol und verliert fast seinen gesamten Lebenswillen. Inzwischen arbeitet er nur noch als ambulanter Operateur in einer Organspende-Organisation und hält sich so weit es geht von allen Menschen fern.

Als sein damaliger Kommilitone Robert Weber, ihn um Hilfe bittet und kurz darauf mit einem bisher unbekannten Mittel umgebracht wird, bemerkt er, dass es immer mehr passende Organspender gibt. Joe beginnt Fragen zu stellen und gerät dadurch nicht nur selbst ins Visier der Ermittlungen, sondern auch ins Visier der Organmafia. Doch wer ist noch alles in die Sache involviert und wie groß sind die Gefahren? Kann er den Preis seiner Neugier zahlen und alles alleine bewältigen?

Meine Meinung:

Der Titel "Das Lazarus-Syndrom", passt sehr gut. Da man das Wort "Lazarus" öfter im Buch in den unterschiedlichsten Variationen wiederfindet. Das Cover spiegelt die Geschichte wieder, dass Skalpell passt zu dem medizinischen Aspekt und der schwarze Hintergrund könnte die düstere Organmafia darstellen.

Der Schreibstil hat mir sehr gefallen, alles wurde sehr einfach geschrieben und viele Sachen wurden versucht zu erklären und einzubringen.

Guido M. Breuer hat sich ein heikles Thema ausgesucht, über das man erstmal natürlich den Mut aufbringen muss darüber zu schreiben. Aber leider hat mich das Buch nicht ganz überzeugt. Der Spannungsbogen hielt sich in Grenzen, die Mittäter waren nicht überraschend und der Hauptprotagonist bekam erst relativ am Ende ein paar Sympatie Punkte von mir. Ich persönlich möchte die Protagonisten ins Herz schließen und mich mit ihnen identifizieren können. Klar kann ich verstehen, wenn man die große Liebe seines Lebens verliert, dass man nicht mehr ganz die selbe Person ist wie zuvor. Aber ich empfand die Alkoholsucht von Joe zu sehr in den Vordergrund gerückt, sodass der Rest der Geschichte an Relevanz verloren hat.

Die Story trotzdem interessant, aber für mich eher eine Geschichte für nebenbei. Wer sich aber für das Thema Organmafia interessiert und sich von einem übel launigen Hauptprotagonisten nicht abschrecken lässt, wird die Geschichte trotzdem mögen.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Spannung
  • Recherche
  • Charaktere
  • Erzählstil
Veröffentlicht am 31.05.2025

Geschichte hat Potential

DUNKLES L.A.
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Zur Geschichte

Detective Johnny Sánchez hat seine komplette Familie verloren und sinnt auf Rache. Doch um diese zu bekommen, muss er den Drogenkönig Byron Maxwell finden und ihn dingfest zu machen. Hierzu ...

Zur Geschichte

Detective Johnny Sánchez hat seine komplette Familie verloren und sinnt auf Rache. Doch um diese zu bekommen, muss er den Drogenkönig Byron Maxwell finden und ihn dingfest zu machen. Hierzu scheut er sich auch nicht, ungenehmigte Missionen durchzuführen und sich mit etlichen Leuten anzulegen, damit er seinem Ziel näherkommt.

Bei der Mission ist einiges schiefgelaufen, aber dadurch kommt er auch an eine wichtige Informantin ran. Doch kann sie ihm wirklich helfen? Wird er seine Rache bekommen?

"Baue keinen Mist, Johnny. Du steckst nicht in der Irrenanstalt, weil ich deine Familie kannte, deinen Vater. Und dich. Ich weiß, warum du das tust und wer du bist. Dich will ich noch wieder erkennen können, hörst du? Johnny? Keinen Mist bauen."
eBook S. 12 von 85

Zu dem Autor

FGWA, geboren 1989, lebt in Wien, wo er auch schreibt und gelegentlich Zeitreisen unternimmt, wenn Dr. Emmett L. Brown seine Hilfe benötigt. Neben Abenteuern quer durch Zeit und Raum hört er viel Musik als treibende Kraft für das Schreiben von Geschichten, vor allem Rock. Wenn er mal nicht in den DeLorean steigt oder Kontakt mit den Rockgöttern wie Jimi Hendrix, Van Halen oder Ozzy Osbourne für neue Ideen aufnimmt, lässt er sich von Filmen, Serien, Comics, Büchern, Videospielen und all den anderen nerdigen Dingen begeistern. Ach ja, einen Job hat er ebenfalls. Denn wie Clark Kent besitzt auch er eine bescheidene Geheimidentität.
(Lovelybooks)

Meine Meinung

Dunkles L.A. ist im Stil der 80er Jahre Cop-Filme/-Serien geschrieben. Als ich das eBook zur Verfügung gestellt bekommen habe, konnte ich mir nicht vorstellen, dass viel passieren kann in einem 85 Seiten Buch. Doch es wurde eine Menge Inhalt auf diese 85 Seiten gepackt. Mir fehlte hier oft der Kontext, wichtige Charakterinformationen/-kommunikationen, besseres Wordbuilding und Szenen-Breaks bzw. Zwischensequenzen.

Mal wurde der Nachname genannt, dann wieder der Vorname und man wusste überhaupt nicht, kenne ich den Charakter schon oder nicht. Auch so wurde viel zu wenig, von den Charakteren erzählt, um wirklich mit diesen warm werden zu können. Ein bisschen kam zwar später Informationen zu dem Hauptprotagonisten, aber auf die anderen Cop`s wurde nicht viel eingegangen.

Die Charaktere haben zwar schon miteinander gesprochen, aber meistens war da kein wirkliches Gefühl dahinter. Irgendwie kannten sich die Charaktere schon seit Jahren, aber dass diese hier wirkliche Emotionen miteinander teilen, hat mir gefehlt. Teilweise musste ich über die Unterhaltungen mehrfach drüber lesen, um zu verstehen was gemeint war oder warum dies gesagt wurde. Durch Punkt- und Kommasetzung passte leider auch nicht immer die Sinnhaftigkeit der Dialoge. Mal waren zu viele Satzzeichen, dann diese wieder ein wenig rar, aber jeder hat da seine eigene Art Situationen rüberzubringen.

Größtenteils wurden gute Szenen-Breaks eingebaut, manchmal musste man aber doch vermehrt über einen Part lesen, damit man verstand, dass man sich schon in der nächsten Szene befindet. Hier hätte ich mir gewünscht, dass Zwischensequenzen besser umgesetzt werden, um besseres Verständnis dafür zu bekommen.

Die Beziehung zwischen Detective Johnny Sánchez mit seinem Auto Cynthia war im Vergleich zu seinen Mitprotagonisten deutlich umfangreicher ausgebaut, vielleicht ein wenig zu sehr. Das Leute ihrem Auto einen Namen geben, ist ja nicht ungewöhnlich, aber was einem in der Geschichte präsentiert wird, ist schon ein wenig to much.

"Wie wunderschön du doch bist. Diese traumhaften Augen. Diese zarte Haut, die dich umgibt. So makellos, so prachtvoll in jedem Lichtverhältnis. Ich hoffe, dir gefiel die Dusche genauso wie mir", voller Hingabe schwebten seine Finger über ihre Lippe. "Und dann diese schwere Süße. Es ist unbeschreiblich magisch. Die Bestandteile deines Körpers sind so fest verbaut, doch jede Berührung ist elektrisierend."
eBook S. 47 von 85

Fazit

Dunkles L.A. hat Potential eine gute Story zu werden, aber aktuell kann man es mit 85 Seiten nur als Drehbuch nehmen für eine Folge einer Cop-Serie. Wenn noch 200 – 400 Seiten dazu kommen würden, die Charaktere besser vorgestellt werden würden, sowie die Dialoge zwischen den Charakteren ausgebaut und Zwischensequenzen eingebaut werden würden, könnte hier eine spannende Geschichte rauskommen, wie die 80er Jahre Cop-Filme früher gewesen sind.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 07.03.2019

Abbruch-Rezension

Quendel (Quendel, Bd. 1)
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Meine Meinung

Ich schreibe zum ersten Mal eine Abbruch-Rezension und irgendwie fühlt sich das auch nicht richtig an. Diesmal musste es aber so sein. Ich habe vom Buch nur das erste Drittel gelesen und ...

Meine Meinung

Ich schreibe zum ersten Mal eine Abbruch-Rezension und irgendwie fühlt sich das auch nicht richtig an. Diesmal musste es aber so sein. Ich habe vom Buch nur das erste Drittel gelesen und deshalb übernehme ich den Klappentext. Schließlich ist keine vollständige Zusammenfassung daraus möglich.

Also, wie ist es dazu gekommen? Eigentlich mache ich das ja nicht und schon gar nicht bei Rezensionsexemplaren. Tatsächlich war ich aber sehr enttäuscht vom Buch und habe mir mehr darunter vorgestellt. Bei dem Klappentext habe ich mich noch voller Hoffnung auf das Buch beworben. Ich habe gehofft, dass es das perfekte Buch für mich und meine Tochter sein wird. Leider ist aber die Schreibweise nicht für Jugendliche geeignet und auch die Sätze gingen manchmal fast über die halbe Seite. Meine Tochter hat öfter nachgefragt, nach Bedeutung von Wörtern und Aussagen, dadurch natürlich schnell das Interesse verloren. Ich hatte mir erst vorgenommen, es allein weiter zu lesen. Irgendwie gab es andere Bücher, die mich mehr interessiert haben. Jetzt liegt es seit einem Jahr “in der Ecke”, wird nicht beachtet und in diesem Leben nicht mehr in die Hand genommen. Also wird es offiziell als abgebrochen angesehen.

Als in Gebirgstälern, in die noch niemals sehr viel Licht gedrungen war, sich mit einem Mal die Schatten verdichteten, so, als habe die Sonne es nun gänzlich aufgegeben, diese klammfeuchten Orte durch ihre wärmenden Strahlen für kurze Zeit aufzumuntern und als hielte selbst der Mond es für Verschwendung seines silbrigen Glanzes, in solch düstere Ödnis hinabzuscheinen, als im Verborgenen sich Schatten langsam und unmerklich nicht länger damit begnügten, bloße Schatten zu sein, sonders etwas anderes, begann sich Unnennbares zu regen, lange vergessen und noch nicht greifbar, aber zunehmend und sich bedächtig ausbreitend, wie die schemenhaften Schwaden einer im Unsichtbaren schwelenden Brandstelle.

Hardcover, Seite 7

Wenn es nicht als Jugendbuch deklariert worden wäre und vielleicht beschrieben worden wäre, als Buch im Stil von vor 50 oder 60 Jahren, dann hätte es etwas sein können. Aber der Schreibstil ist für Erwachsene. Auch die langatmigen Sätze und Seitenlangen Ausschmückungen, wegen einer einzigen Aktion. Es war sehr anstrengend zu lesen. So wurde beschrieben, dass der Hauptprotagonist über eine Hecke will und dafür wurden 20 Seiten darüber philosophiert warum, weswegen und weshalb.

Fazit

Ich will es ja nicht nur schlecht machen, denn das Cover ist wunderschön gestaltet und Caroline Ronnefeldt hat sich Mühe gegeben. Es gab auch viele, denen das Buch sehr gefallen hat. Für mich war es nichts. Ob es nun daran lag, dass ich mit der falschen Vorstellung rangegangen bin, oder das Buch meinen Geschmack nicht getroffen hat. Man weiß es nicht.