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Veröffentlicht am 28.06.2020

Emotional und wunderschön

Dein Platz in meinem Herzen
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„Dein Platz in meinem Herzen“ von Paige Toon nimmt die Leser mit auf die Reise von Bridget, die die verstreuten Stückchen ihres Herzens wieder einsammeln will.
Die Reisejournalistin Bridget ist überzeugt, ...

„Dein Platz in meinem Herzen“ von Paige Toon nimmt die Leser mit auf die Reise von Bridget, die die verstreuten Stückchen ihres Herzens wieder einsammeln will.
Die Reisejournalistin Bridget ist überzeugt, dass sie im Laufe der Jahre jedes Mal, wenn sie sich in einen Mann verliebt hat, ihm ein Stück ihres Herzens dagelassen hat. Nun will sie die Stückchen zurück, damit sie ihr Herz als ganzes ihrer wahren Liebe schenken kann. Der Blog, den sie darüber schreibt, wird immer erfolgreicher und sie bekommt von ihrem Verlag ein einmaliges Angebot. Sie soll das Buch einer kürzlich verstorbenen Autorin fertigstellen. Also reist sie nach Cornwall und trifft dort auf den trauernden Witwer Charlie und seine acht Monate alte Tochter April.

Dies ist mein erstes Buch von Paige Toon, so dass ich völlig unvoreingenommen an die Geschichte herangegangen bin.
Bridget ist chaotisch und lebt ein eher unkonventionelles Leben. Die Handlung wird aus ihrer Perspektive erzählt, so dass man ihre Emotionen hautnah mitbekommt. Ich habe sie sofort ins Herz geschlossen, denn mir gefällt ihre empathische und doch konsequente Art.
Charlie hat vor nicht einmal einem Jahr seine Frau Nicole verloren, als die gemeinsame Tochter gerade einmal fünf Wochen alt war. Er gibt sein bestes und funktioniert für April einfach weiter. Erst Bridget gelingt es nach und nach, ihn phasenweise aus seiner Trauer herauszureißen.
Bei der Ausgangslage könnte man eine tränenreiche und hochdramatische Story vermuten. Aber Paige Toon gelingt der schwierige Spagat zwischen emotionalen und melancholischen Momenten, die einen tief berühren, und humorvollen und leichten Momenten, die ein Lächeln auf das Gesicht zaubern. Die Chemie zwischen den Charakteren entfaltet sich erst im Laufe der Handlung und die ganze Entwicklung wirkt für mich authentisch und glaubwürdig. Auch das gewählte Ende konnte mich persönlich voll überzeugen.

Mein Fazit: Die Autorin konnte mit diesem Buch mein Herz berühren und ich kann diese tiefgründige und doch sommerleichte Lovestory nur weiterempfehlen.

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Veröffentlicht am 20.06.2020

Mehr als eine Scheinehe

Dirty Sexy Player – Du wirst mir gehören!
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„Dirty Sexy Player – Du wirst mir gehören!“ ist der erste Band der Dirty Games Reihe von Laurelin Paige. Ich warne schon mal vor dem heftigen Cliffhanger am Ende, der zumindest mich sprachlos zurückgelassen ...

„Dirty Sexy Player – Du wirst mir gehören!“ ist der erste Band der Dirty Games Reihe von Laurelin Paige. Ich warne schon mal vor dem heftigen Cliffhanger am Ende, der zumindest mich sprachlos zurückgelassen hat.
Weston King wird von seinem Geschäftspartner und Freund Donovan überredet, die reiche und zukünftige Konzernchefin Elizabeth Dyson zu heiraten. Es soll eine reine Scheinehe sein, damit Elizabeth aufgrund der absurden Bedingungen im Testament ihres verstorbenen Vaters die Leitung des Dyson Media Konzerns übernehmen darf. Als Gegenleistung winkt eine lukrative Kooperation mit der Werbeabteilung des mächtigen Konzerns. Weston willigt widerwillig ein, denn was soll schon passieren?

Die beiden Protagonisten scheinen wie Feuer und Wasser. Sie streiten quasi ab dem Moment ihrer ersten Begegnung und liefern sich am laufenden Band heftige und durchaus unterhaltsame Schlagabtausche. Da die Geschichte aus ihren wechselnden Perspektiven erzählt wird, weiß man, dass sie dadurch nur ihre wahren Gefühle verstecken wollen, die sich natürlich trotzdem irgendwann ihre Bahn brechen. Weston ist grundsätzlich ein sympathischer Womanizer, dem man auf jeden Fall seine ehrliche Art zugute halten muss. Er entwickelt ganz unerwartete Gefühle für Elizabeth und ihr geht es nicht anders.
Laurelin Paige macht es ihren Charakteren aber natürlich nicht ganz so einfach. Überraschende Enthüllungen in letzter Minute, fragwürdige Einmischungen von angeblichen Freunden und die üblichen Kommunikationsprobleme führen zu dramatischen Wendungen, die in einem spannenden Finale enden. Jetzt kann man nur hibbelig auf die Fortsetzung warten, in der die Konflikte hoffentlich zufriedenstellend gelöst werden.
Der Schreibstil liest sich leicht und locker, so dass man schnell durch die Seiten fliegt. Ich mag Weston und Elizabeth, die ohne die Einmischung von außen ein total niedliches Paar abgeben, bei dem ständig die Funken fliegen. Aber leider platzt ihre kleine Seifenblase, in der sie kurz ihr Glück genießen konnten.

Mein Fazit: Spannend, prickelnd, humorvoll und ganz klar empfehlenswert!

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Veröffentlicht am 19.06.2020

Nachtprinz

Hunting The Prince
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„Hunting the Prince“ von Miranda J. Fox ist der ersten Teil einer spannenden Dilogie, die sich in den Kreisen der italienischen Mafia bewegt.
Allegra hat einen klaren Auftrag. Sie soll den sogenannten ...

„Hunting the Prince“ von Miranda J. Fox ist der ersten Teil einer spannenden Dilogie, die sich in den Kreisen der italienischen Mafia bewegt.
Allegra hat einen klaren Auftrag. Sie soll den sogenannten „Nachtprinzen“, den Anführer des feindlichen Mafiaclans der Nero töten. Dafür wird sie als vermeintliches Entführungsopfer in sein gut bewachtes Anwesen eingeschleust. Dort schafft sie es tatsächlich in kurzer Zeit, in der Hierarchie aufzusteigen. Silvan, die hochgefährliche rechte Hand des Prinzen, fasziniert sie auf den ersten Blick. Aber Allegra darf sich von ihrer Mission nicht ablenken lassen, denn von ihr hängt das Leben ihres kleinen Bruders ab.

Man sollte unbedingt beachten, dass dies eine Dilogie ist. Ansonsten wird man am Ende nach einem absolut fiesen und wirklich bösen Cliffhanger wild schimpfen und toben. Mit diesem Gedanken im Hinterkopf kann man sich aber auf die spannende und düstere Romance einlassen und auf ein baldiges Erscheinen der Forstsetzung hoffen.
Allegra hat mir am Anfang richtig gut gefallen. Sie wirkt abgeklärt, professionell und eiskalt. Dass dies nur eine Fassade ist, wird im Laufe der Handlung klar. Allegra wird dadurch sympathischer und nahbarer, aber ihre teils unglaubliche Naivität hat mich manchmal gestört. Dafür konnte sie mich später umso mehr überraschen.
Silvan ist der abgeklärte und knallharte Sicherheitschef des Clans. Er wirkt düster und undurchschaubar und gerade dadurch hochinteressant. Die Funken zwischen ihm und Allegra sind deutlich zu spüren. Aber je weiter ihre Beziehung fortschreitet, desto unglaubwürdiger verhält sich Silvan meiner Meinung nach. Das ist jedoch Jammern auf hohem Niveau. Die Charaktere bewegen sich allesamt in Graubereichen und Gut oder Böse sind hier schwer zu klassifizieren.
Einige überraschende Twists lassen die dunkle Lovestory bis zum offenen Showdown spannend bleiben. Ich bin total neugierig, wie die Autorin im zweiten Band hier wieder ansetzen wird. Ich mag ihren Schreibstil und freue mich definitiv auf die Fortsetzung.
Mein Fazit: Spannende Unterhaltung, die ich gern weiterempfehlen kann!

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Veröffentlicht am 05.06.2020

Düstere Atmosphäre

Der Tunnel - Nur einer kommt zurück
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„Der Tunnel – Nur einer kommt zurück“ von Chris McGeorge ist ein spannender Thriller, der mich durchaus überraschen konnte.
Der Journalist und Autor Robin Ferrington erhält einen seltsamen Anruf. Ein ihm ...

„Der Tunnel – Nur einer kommt zurück“ von Chris McGeorge ist ein spannender Thriller, der mich durchaus überraschen konnte.
Der Journalist und Autor Robin Ferrington erhält einen seltsamen Anruf. Ein ihm unbekannter Matthew ruft ihn aus dem Gefängnis an und bittet ihn um Hilfe. Matthew ist der einzige Überlebende, der von einer Bootstour durch den Standedge-Tunnel zurückkehrte. Er war gemeinsam mit seinen fünf Freunden zu ihrer jährlichen Tour aufgebrochen. Doch die fünf jungen Leute sind allesamt spurlos in dem dunklen Tunnel verschwunden. Nur Matthew war am Tunnelausgang noch an Bord. Und er kann sich angeblich an nichts erinnern.

Der Klappentext hat mich total neugierig gemacht und ich habe es definitiv nicht bereut, dieses spannende Buch gelesen zu haben. Obwohl die Buchbeschreibung vielleicht eine andere Geschichte erwarten lässt.
Der Standedge-Tunnel ist ein interessanter Schauplatz, den Chris McGeorge geschickt gewählt hat. Das düstere und gruselige Setting bildet den perfekten Hintergrund für die perfide Story, die der Autor hier konstruiert hat.
Die Charaktere im Buch sind sehr facettenreich und nicht leicht zu durchschauen. Sie schaffen es immer wieder, einen zu überraschen, so dass man bis zur Auflösung miträtseln kann, was in den dunklen Tiefen des Kanaltunnels wirklich passiert sein könnte. Chris McGeorge legt viele falsche Fährten, die es nicht einfach machen, die komplexen Zusammenhänge zu durchschauen. Am Ende laufen die Handlungsfäden zusammen und alle Fragen werden geklärt. Der Autor zeigt in diesem Buch die Bandbreite der menschlichen Abgründe, die mich stellenweise sprachlos gemacht haben.
Der fesselnde Schreibstil und die geschickt und hochspannend konstruierte Story haben mich voll überzeugt. Der unfreiwillige Antiheld Robin ist vielleicht kein Sympathieträger, aber trotzdem konnte ich mit ihm mitfühlen. Seine Verzweiflung und Traurigkeit sind die ganze Zeit spürbar.
Die überraschenden Wendungen, die düstere Atmosphäre und die hochinteressanten Charaktere machen diesen packenden Thriller zu etwas besonderem.
Von mir gibt es daher eine ganz klare Leseempfehlung!

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Veröffentlicht am 04.06.2020

Berührende Geschichte

The Beauty Within. Finde mich
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„The Beauty Within. Finde mich“ von Teresa Zwirner ist eine berührende Geschichte, die zeigt, worauf es wirklich im Leben ankommen sollte.
Mia ist ein ganz normaler Teenager. Bis ein schrecklicher Unfall ...

„The Beauty Within. Finde mich“ von Teresa Zwirner ist eine berührende Geschichte, die zeigt, worauf es wirklich im Leben ankommen sollte.
Mia ist ein ganz normaler Teenager. Bis ein schrecklicher Unfall ihr Leben zerstört. Bei einem Brand in ihrem Haus kommt ihre Mutter ums Leben und Mia behält eine große Brandnarbe im Gesicht zurück. Seitdem vergräbt sie sich lieber zu Hause und zeigt sich nur ganz selten in der Öffentlichkeit, um nicht angestarrt zu werden. Von ihren alten Freunden hat sie sich komplett zurückgezogen. Sie vergräbt sich lieber hinter Büchern und dem Schreiben von Theaterstücken. Dadurch lernt sie über einen Chat den siebzehnjährigen Jonah kennen, der ihr unbeschwerte Momente zurückgibt. Als sie überraschend ein Stipendium für einen Sommerkurs in Literatur bekommt, an dem Jonah ebenfalls teilnehmen wird, muss sie sich entscheiden, ob sie den Sprung zurück ins Leben wagen will.

Teresa Zwirner schafft es hervorragend, Mias Gefühle, sowohl vor als auch nach dem Unfall sehr realistisch und authentisch zu beschreiben. Der Einschnitt in Mias Leben ist unglaublich brutal und es ist für mich absolut nachvollziehbar, dass sie sich zurückzieht. Doch ihr Schmerz überträgt sich auch auf ihren Vater und ihre Schwester, die ebenso einen Verlust erlitten haben und nun zusehen müssen, wie Mia von Trauer und Schuldgefühlen zerstört wird.
Das Erzähltempo ist Mias Entwicklung angepasst und gibt ihr genug Raum, um Schritt für Schritt zurückzufinden. Der sympathische Jonah wirkt als Charakter glaubwürdig, auch wenn er mir für einen Siebzehnjährigen stellenweise viel zu reif vorkommt. Das kann aber auch durch sein eigenes Schicksal bedingt sein, was ihn schneller erwachsen werden ließ. Auf jeden Fall sind er und Mia total süß zusammen.
Der Schreibstil liest sich leicht und flüssig und man fliegt nur so durch die Seiten. Der innere Kampf, den Mia mit sich ausfechten muss, ist der Autorin überzeugend gelungen. Zwischen den ernsten und traurigen Momenten gibt es auch humorvolle, romantische und hoffnungsvolle Szenen, die die Geschichte perfekt abrunden.
Von mir gibt es sehr gern eine Leseempfehlung!

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