von den Anfängen des Alphabets
Im Auge der SonneVor vielen Jahren floh die Kanaaniterin Avigail aus Jericho, als die Ägypter die Stadt einnahmen. In Ugarit hat sie ein neues Zuhause gefunden als Ehefrau eines wohlhabenden Winzers. Nun ist sie Witwe ...
Vor vielen Jahren floh die Kanaaniterin Avigail aus Jericho, als die Ägypter die Stadt einnahmen. In Ugarit hat sie ein neues Zuhause gefunden als Ehefrau eines wohlhabenden Winzers. Nun ist sie Witwe und ihr Sohn Elisas führt das Weingut weiter. Elias Tochter Leah soll einen reichen Schiffsbauer heiraten. Jedoch am Abend der Brautwerbung geht einiges schief, so dass sich der Bräutigam Jotham und seine Schwester Zira so brüskiert fühlen, dass sie fortan Elias und seiner Familie das Leben schwer machen. Da das Haus Elias vor dem Ruin steht, kündigt auch der angestellte Schreiber, aber nicht ohne für einen Nachfolger gesorgt zu haben: David, ein Prinz aus Ladasch, mit ehrgeizigen Plänen. Er will die Zustände in der Bruderschaft der Schreiber reformieren und denkt sich für die einzelnen Laute Schriftzeichen aus, die aneinandergesetzt Worte ergeben. Das erste Alphabet ist entstanden. Leah verliebt sich in ihn, aber hat ihre Liebe eine Chance?
Ich fand diesen Roman sehr spannend. Es passiert so viel, dass man immer nur weiterlesen möchte. Leah und ihre Familie haben einiges zu erleiden, es gibt viele Wendungen und das Ganze ist verpackt in eine farbenprächtige Kulisse. Man taucht von Anfang an ein in die Geschichte, fiebert mit Leah und Avigail mit, grämt sich über die Ungerechtigkeiten und ist ganz von der Handlung eingenommen. Interessant waren für mich die Aspekte der Bruderschaft der Schreiber und der Entstehung des Alphabets, aber auch die Glaubenslehre der Kanaaniter in Syrien war für mich neu. Ich konnte z.B. erst gar nicht glauben, dass damals durchaus Schweinefleisch gegessen wurde. Der Roman war für mich rund und sehr unterhaltsam, und ich bin ein wenig traurig, dass ich das Buch schon ausgelesen habe.