Der zweite Teil hat mir schonmal besser gefallen als der erste, aber so richtig ist der Funke immer noch nicht übergegangen.
Ich finde die gier nach Macht einfach schlimm. Es ist für mich persönlich total ...
Der zweite Teil hat mir schonmal besser gefallen als der erste, aber so richtig ist der Funke immer noch nicht übergegangen.
Ich finde die gier nach Macht einfach schlimm. Es ist für mich persönlich total unverständlich und richtig mitfühlen konnte ich immer noch nicht mit den Protagonisten. In dem Teil bin ich dann auch schon etwas abgestumpft gegenüber der Bosheit geworden, aber trotzdem mochte ich es immer noch nicht. Die Beziehungen in dem band sind immer noch verwirrend und merkwürdig. Taryn wird immer schlimmer finde ich, ehrlich gesagt find ich sie mit Locke mittlerweile am schlimmsten in dem Buch. Der Rest ist wenigstens offen und ehrlich hinterlistig während die beiden immer vorgaukeln das sie es nicht sind.
Ich fand die Geschichte aber wieder so spannend deshalb konnte ich auch nicht aufhören zu lesen. Ich musste einfach wissen wie es weiter geht und was mit Jude passiert. Den dritten Teil werde ich trotzdem noch lesen wenn er rauskommt auch wenn die Reihe und ich definitiv keine Freunde sein werden.
„Don’t Let the Forest In“ ist ein Buch, das mich mit seiner düsteren Atmosphäre und dem psychologischen Horror sofort neugierig gemacht hat. Die Horror-Aspekte sind wirklich stark umgesetzt – teils bildlich, ...
„Don’t Let the Forest In“ ist ein Buch, das mich mit seiner düsteren Atmosphäre und dem psychologischen Horror sofort neugierig gemacht hat. Die Horror-Aspekte sind wirklich stark umgesetzt – teils bildlich, eklig und schockierend, aber immer so beschrieben, dass man sich das Grauen genau vorstellen kann. C.G. Drews hat ein echtes Talent dafür, unheimliche Szenen so zu schreiben, dass sie unter die Haut gehen.
Die Liebesgeschichte hingegen ist das genaue Gegenteil: sehr sanft, fast unschuldig und jugendlich, was gut zum Alter der Protagonisten passt. Sie bietet kurze Momente der Ruhe zwischen all dem Chaos, ohne den Horror zu verdrängen – das war ein schöner Kontrast.
Thematisch wagt das Buch sich an große Themen wie Trauer, Selbstfindung und Mobbing, doch leider werden diese Punkte nicht so tief aufgearbeitet, wie ich es mir gewünscht hätte. Es passieren Dinge und dadurch sind die Probleme dann "einfach" gelöst. Es fiel mir außerdem schwer eine Bindung zu den Charakteren aufzubauen, Andrew hat man zwar sehr gut kennengelernt, jedoch fehlten mir weitere Informationen über Thomas.
Ein weiterer starker Aspekt ist die verschwimmende Grenze zwischen Realität und Fiktion. Dieses Element sorgt für konstante Verwirrung und Spannung – man weiß nie, was tatsächlich passiert und was nur in der Vorstellung von Andrew existiert. Allerdings wurde genau das am Ende zu viel: Das Finale war so verwirrend, dass ich selbst nach dem Zuschlagen des Buches nicht sicher war, was nun echt war und was nicht.
Die Auflösung selbst habe ich teilweise kommen sehen, trotzdem hat sie mich emotional getroffen. Es war traurig und aufwühlend – aber gleichzeitig ließ es mich etwas ratlos zurück. Durch das offene Ende blieb für mich zu viel unklar, um richtig zufrieden zu sein.
Fazit: „Don’t Let the Forest In“ ist ein intensiver, atmosphärischer Jugendhorror mit starken Bildern und emotionalen Momenten, der aber an seiner Verwirrung und fehlenden Tiefe scheitert. Ich mochte die Idee und den Mut zur Dunkelheit – doch leider hat die Geschichte mich zwischendurch zu oft verloren.
„Death at Morning House“ war für mich ein Buch mit zwei sehr unterschiedlichen Hälften. Die erste Hälfte fand ich leider recht zäh und langatmig – ich hatte Schwierigkeiten, wirklich in die Handlung hineinzufinden, ...
„Death at Morning House“ war für mich ein Buch mit zwei sehr unterschiedlichen Hälften. Die erste Hälfte fand ich leider recht zäh und langatmig – ich hatte Schwierigkeiten, wirklich in die Handlung hineinzufinden, und das Tempo zog sich stellenweise. Umso mehr hat es mich gefreut, dass die zweite Hälfte deutlich an Fahrt aufgenommen hat und mich dann wirklich fesseln konnte.
Ich mochte Marlowe als Protagonistin von Anfang an: ihre sympathische, manchmal etwas sarkastische Art, ihr Humor und wie sie die Dinge auf ihre ganz eigene, trockene Weise betrachtet. Ich musste mehrmals über sie schmunzeln und sie war einer der Gründe, warum ich trotz des schleppenden Beginns drangeblieben bin.
Der Schreibstil von Maureen Johnson hat mir ebenfalls sehr gefallen. Er liest sich leicht und flüssig, ohne je oberflächlich zu wirken und schafft es, sowohl die Atmosphäre des Hauses und der Dynamik der Geschwister als auch die modernen Szenen authentisch rüberzubringen.
Besonders gelungen fand ich die Rückblenden in die 1930er Jahre – die Kapitel rund um die Familie Ralston hatten eine faszinierende Intensität. Die Geschwister waren spannend gezeichnet und ihre Dynamik untereinander und zum Familienoberhaupt hat mich sehr interessiert. Im Kontrast dazu standen die Teenager in der Gegenwart, die eine ganz andere, modernere Energie ins Buch gebracht haben. Diese Gegenüberstellung von Vergangenheit und Gegenwart hat der Geschichte eine interessante Vielschichtigkeit verliehen.
Allerdings muss ich sagen, dass mir die Gruppe aus der heutigen Zeit teilweise etwas oberflächlich behandelt wurde. Ich hätte mir hier mehr Tiefe und Emotionen gewünscht.
Dafür war die Auflösung der Todesfälle rund um die Familie Ralston richtig stark. Schockierend und unvorhersehbar – das hat mich wirklich abgeholt und dem Buch ein starkes Ende gegeben.
Insgesamt ist „Death at Morning House“ ein stilistisch schöner Mysteryroman mit einer sympathischen Hauptfigur, spannenden Zeitebenen und einem guten Ende. Es hatte wirklich sehr viel Potential, was meiner Meinung nach jedoch nicht komplett ausgeschöpft wurde.
"Der Vertraute" von Leigh Bardugo bietet ein faszinierendes Fantasy-Setting, das von Bardugos großem Ideenreichtum zeugt. Dennoch hatte ich Schwierigkeiten, richtig in die Geschichte hineinzufinden, und ...
"Der Vertraute" von Leigh Bardugo bietet ein faszinierendes Fantasy-Setting, das von Bardugos großem Ideenreichtum zeugt. Dennoch hatte ich Schwierigkeiten, richtig in die Geschichte hineinzufinden, und bis zur Hälfte des Buches war mir oft unklar, worum es eigentlich ging. Die Handlung entwickelt sich sehr langsam, und es fehlt anfangs an Spannung, was es schwierig macht, eine tiefe Bindung zur Geschichte aufzubauen und das Buch auch gerne weiterzulesen. Der Fantasy-Aspekt ist definitiv gut umgesetzt und schafft eine besondere Atmosphäre – es wäre jedoch schön gewesen, wenn die Spannung bereits früher spürbar gewesen wäre.
Luzia blieb mir zudem etwas zu blass und naiv. Sie handelt oft impulsiv und wirkt unsicher, was in vielen Situationen unpassend und eher frustrierend wirkte. Ich hätte mir mehr Stärke und Unabhängigkeit von ihr gewünscht, besonders in kritischen Momenten, die eigentlich Raum für starke Charakterentwicklung bieten. Es bleibt das Gefühl, dass sie mehr Potenzial hatte, das aber nicht wirklich ausgeschöpft wurde. Die innere Stärke, die sie hätte zeigen können, bleibt aus, was es mir schwer machte zu ihr eine Bindung aufzubauen.
Santangel bleibt leider ebenfalls recht flach. Er hat einige interessante Ansätze, doch seine Figur wird nur oberflächlich behandelt und erhält wenig Tiefe. Da er jedoch eine zentrale Rolle in der Geschichte spielt, hätte ich mir gewünscht, mehr über seine Gedanken und Motivationen zu erfahren, um seine Handlungen besser nachvollziehen zu können. Seine Figur wirkt eher wie ein funktionales Element der Geschichte als ein lebendiger Charakter mit eigener Dynamik.
Ein weiterer Punkt, der meinen Lesefluss immer wieder gestört hat, sind die plötzlichen Sichtwechsel mitten im Kapitel und manchmal sogar mitten im Textfluss. Diese Wechsel passieren abrupt und ohne Vorwarnung, was mich oft aus der Geschichte gerissen hat. Der Lesefluss leidet darunter erheblich, da man immer wieder neu herausfinden muss, aus wessen Perspektive die Handlung nun gerade erzählt wird. Eine klarere Strukturierung der Perspektiven hätte hier geholfen, die Lesbarkeit zu verbessern und die Immersion zu erhöhen.
Insgesamt bietet "Der Vertraute" eine interessante Welt mit vielen fantasievollen Elementen, die jedoch in der ersten Hälfte des Buches nicht genügend Spannung aufbauen. Der langsame Handlungsverlauf und die eher blassen Charaktere lassen das Potenzial der Geschichte ungenutzt. Es gibt einige gute Ansätze, und Bardugos Schreibstil ist wie immer angenehm, doch am Ende bleibt ein Gefühl der Unvollständigkeit. Für mich als Fan von Leigh Bardugo war es trotzdem schön mal wieder etwas von ihr zu lesen.
Fazit: Geschichte und Charaktere hatten sehr viel Potential, leider war es am Ende nur Durchschnitt und okay
Das Flüstern der Magie von Laura Kneidl, erschienen beim Piper Verlag war mein erstes Fantasy ...
Fazit: Geschichte und Charaktere hatten sehr viel Potential, leider war es am Ende nur Durchschnitt und okay
Das Flüstern der Magie von Laura Kneidl, erschienen beim Piper Verlag war mein erstes Fantasy Buch der Autorin.
Ich mag den Schreibstil der Autorin wirklich sehr. Schon bei ihren New Adult Romanen habe ich es genossen wie leicht und einfach Laura Kneidl schreibt. Dadurch komme ich immer sehr schnell in ihren Büchern voran und merke gar nicht wie viele Seiten ich schon gelesen habe. Außerdem fiel es mir bei diesem Buch durch den angenehmen Schreibstil sehr leicht in die Welt rund um Fallon und Reed einzutauchen.
Fallon habe ich sehr gemocht und meiner Meinung nach war sie eine sehr sympathische Protagonistin. Für ihre 19 Jahre wirkt sie sehr reif und sie traut sich auch sehr viel zu, wie z.B. das führen des Archivs von Edinburgh. Manchmal jedoch wirkte sie wieder ganz ihrem Alter entsprechend, da sie die Regeln der Archivare nicht so respektiert wie sie sollte und gerne auch etwas schlampig mit den magischen Gegenständen umgeht. Reed dagegen blieb für meinen Geschmack als Charakter etwas flach und oberflächlich. Trotz seiner harten Vergangenheit und all dem was er durchgemacht hat fehlte mir hier die Emotionalität als er z.B. Fallon davon erzählt. Das Zusammenspiel der beiden habe ich aber wiederum als sehr angenehm gefunden und musste öfter mal über die beiden schmunzeln.
Die Geschichte rund um die beiden hatte wirklich potential, denn obwohl es ein Einzelband ist, hätte es meiner Meinung nach auch der Auftakt für eine Reihe sein können, denn am Ende des Buches blieben einige Fragen offen wo es bestimmt interessant wäre als Leser die Antworten darauf zu erfahren. Für meinen Geschmack war der Fantasy Anteil aber zu gering. Alles rund um die Magie, woher sie kommt, wie sie in die Gegenstände kommt usw. fand ich super interessant und ich hätte es toll gefunden wenn ich als Leser darauf ein paar Antworten bekommen hätte. Die Liebesgeschichte zwischen Fallon und Reed fühlte sich nicht wirklich für eine an - meiner Meinung nach. Es fehlte mir hier irgendwie an Emotionen und ich fand es auch leider irgendwie unlogisch, da die beiden sich ja nach ein paar Tagen gar nicht richtig kennen. Die Sexszene wirkte am Anfang auch etwas plump für meinen Geschmack. Mir hätte es besser gefallen wenn das erst deutlich später passiert wäre, nachdem sie sich besser kennengelernt haben. So richtig spannend wurde die Handlung leider auch erst nach 50 Prozent des Buches. Vorher dümpelte die Geschichte irgendwie nur herum. Man hätte den Verlust der Tarotkarten schon viel früher aufgreifen können und einige Szenen kürzen oder weglassen könne zu Beginn. Auch das Ende passierte dann Hals über Kopf und für mich war es leider auch etwas vorhersehbar. Trotzdem mochte ich die Wendung auch wenn ich mich gefragt habe was mir die Szenen um Levit gebracht haben. Für weitere Bände wäre er bestimmt interessant gewesen, wie schon gesagt - es fühlte sich meiner Meinung nach, nach dem ersten Band einer Reihe an.
Alles in allem fand ich das Buch okay, es hat mich leider nicht komplett begeistern können obwohl die Grundidee super war und ich viel Potential in der Geschichte sah.