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Veröffentlicht am 05.05.2017

Die Geschichte ist unterhaltsam, lustig und hat viel Spaß gemacht.

Die Muskeltiere - Einer für alle – alle für einen
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Inhalt
Picandou C. Saint-Albray trifft auf einem Streifzug auf eine Ratte, die an Amnesie leidet. Nicht nur, dass diese sich für eine Maus hält, sie weiss weder, wo sie wohnt, noch wie sie heißt. Picandou ...

Inhalt
Picandou C. Saint-Albray trifft auf einem Streifzug auf eine Ratte, die an Amnesie leidet. Nicht nur, dass diese sich für eine Maus hält, sie weiss weder, wo sie wohnt, noch wie sie heißt. Picandou erbarmt sich und nimmt die Ratte mit in den Feinkostladen, in dem er lebt.

Dort angekommen, entdecken die beiden Ernie, eine Hafenkneipenmaus, die gerade versucht, sich häuslich einzurichten. Fortan nennen sich die drei Picandou C. Saint-Albray, Pomme de Terre und Gruyère Réserve.

Als Gruyères Gedächtnis langsam zurück kommt, ziehen die drei los, um das Traumschiff zu finden, an das er sich erinnern kann. Dabei landen sie zunächst im Käfig von Bertram von Backenbart und der Hamster erinnert sich ob der Namen seiner drei neuen Freunde an die Geschichte der drei „Muskeltiere“. Da es ihm in seinem goldenen Käfig sowieso zu langweilig ist, sind die vier fortan als unzertrennliches Quartett auf dem Weg von einem Abenteuer ins nächste.


Cover
Man muss schon zwei Mal hinsehen, um das Wortspiel zu entdecken, dass hier aufs Cover gezaubert wurde. Während man beim Wort MuskeLtiere auf einen Schreibfehler tippt, wurde auf dem Cover der Buchstabe L aus dem Titel gezogen, er hängt nun ein Stückchen weiter unten. Das Buch heisst aber tatsächlich „Die MuskeLtiere“.


Gedanken zum Buch
Das Hörbuch ist für Kinder ab acht Jahren geeignet, entsprechend sind die Figuren sehr liebevoll gezeichnet.

Wie schon D’Artagnan haben auch die vier tierischen Freunde Abenteuer zu bestehen, in denen ihr Mut gefordert ist und sie zusammenhalten müssen, um sich zu bewähren.

Ute Krause hat einen sehr bildhaften Schreibstil und Andreas Fröhlich hat die Geschichte wunderbar umgesetzt, so dass sich beim Hören des Hörbuches ein kleiner Film im Kopf abgespielt hat. Während des Hörens hatte ich das Gefühl, Hamburg und die Hafencity vor mir zu sehen.

Die Geschichte ist unterhaltsam, lustig und hat viel Spaß gemacht.

Veröffentlicht am 21.01.2017

Spannend und hervorragend konstruiert

Die Schwester
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Inhalt
Caroline und Hunter Shipley sind in Mexiko, um ihren 10. Hochzeitstag zu feiern. Während die beiden beim Abendessen sind, wird aus ihrer Suite die zweijährige Tochter Samantha entführt.

15 Jahre ...

Inhalt
Caroline und Hunter Shipley sind in Mexiko, um ihren 10. Hochzeitstag zu feiern. Während die beiden beim Abendessen sind, wird aus ihrer Suite die zweijährige Tochter Samantha entführt.

15 Jahre später, die Ehe ist mittlerweile zerbrochen, Caroline von der Presse als Rabenmutter abgestempelt, die ältere Tochter Michelle wegen Alkoholmissbrauch verurteilt, meldet sich telefonisch eine junge Frau, die der Meinung ist, die entführte Samantha zu sein.

Meine Gedanken zum Hörbuch
Ein kleines Mädchen, das aus dem Hotelzimmer verschwindet, während die Eltern feiern. Das hat mich auf den ersten Blick an den Fall von Madeleine (Maddie) McCann erinnert, die 2007 aus der Ferienwohnung ihrer Eltern in Portugal verschwand. Und tatsächlich hat sich Joy Fielding von diesen Geschehnissen für ihr neuestes Werk inspirieren lassen. Doch sie hat den Fall nicht recherchiert, sondern hat ihn lediglich als Grundlage für ihren Plot herangezogen.

Der Leser erlebt das Verschwinden und alles, was in den folgenden 15 Jahren passiert, aus der Sicht der Mutter Caroline Shipley. Die junge Frau hat sich von ihrem Mann überreden lassen, die Kinder im Zimmer alleine zu lassen, was sie sich nie verziehen hat. Sie wurde von der Presse an jedem Jahrestag aufs Neue daran erinnert, ihre Ehe ist gescheitert, das Verhältnis zu Ex-Mann und Tochter ist gestört, sie hat mehr als einmal ihren Job verloren, nachdem Eltern Sturm gegen sie gelaufen sind, ihre Freunde haben sich abgewendet und auf ihre Mutter und ihren Bruder kann sie auch nicht bauen. Es grenzt schon an ein Wunder, dass Caroline nicht an ihrem Leben zerbrochen ist.

Die Geschichte spielt zu einem Großteil in der Gegenwart, aber durch Rückblicke auf die Ereignisse vor 15, aber auch vor 10 und 5 Jahren erhält der Leser / Hörer nach und nach einen umfassenden Überblick. Was geschehen ist, ist von Anfang an klar und wenn man bedenkt, dass die Autorin die Zeit vom ersten Anruf des Mädchens bis zum Ergebnis des DNA-Tests über viele Seiten bzw. Stunden zieht, könnte man meinen, dass das Buch / Hörbuch Längen haben müsste. Aber das ist nicht der Fall. Joy Fielding schafft es, die Spannung ständig auf einem hohen Niveau zu halten.

Mir hat die Figur der Caroline gut gefallen. Sie wirkt immer so, als ob sie am Rande eines Zusammenbruchs steht und doch gibt sie nie auf. Manchmal hätte ich sie am liebsten geschüttelt, weil ich nicht verstanden habe, wie man sich alles, was sie erlebt, gefallen lassen kann und sehr oft hätte ich mir gewünscht, dass Caroline allen einmal die Meinung sagt, doch sie ist immer darauf bedacht, alles in Ruhe auszutragen. Doch – Achtung, Spoiler, am Ende rechnet Caroline mit allen ab und das hat sogar mir als Hörer richtig gut getan.

Die Auflösung des Falles ist nicht unbedingt unvorhersehbar, während des Lesens habe ich mir schon Gedanken über einzelne Personen gemacht und darüber nachgedacht, ob sie etwas mit dem Fall zu tun haben könnten, dennoch ist sie überraschend. Am Ende des Hörbuches lässt die Autorin noch eine Besonderheit einfließen, sie wiederholt ein Kapitel vom Anfang, allerdings aus der Sicht der anderen Personen, die an dem Abend, an dem Samantha entführt wurde, im Hotelrestaurant saßen.

Ich habe mich schon früh für Thriller interessiert, ich meine, dass ich mit ca. 13 Jahren mein Faible für Mord und Totschlag und menschliche Abgründe entdeckt habe. Meine Favoriten damals waren ganz klar Stephen King und Joy Fielding. Doch seit einigen Jahren habe ich von beiden kein Buch mehr gelesen. Daher kann ich nun nicht beurteilen, ob sich der Schreibstil von Joy Fielding im Laufer der Jahre verändert hat, aber ich habe einen wesentlichen Unterschied zu früher festgestellt: diese Geschichte ist weniger ein Thriller als viel mehr eine Familientragödie.

Das Hörbuch empfand ich als sehr emotional, wohl, weil ich es aus Sicht einer Mutter gesehen habe. Es ist spannend und hervorragend konstruiert. Auch die Sprecherin Petra Schmidt-Schaller darf ich hervorheben, sie hat das Buch brilliant umgesetzt.

Ich vergebe fünf von fünf Sterne.

Veröffentlicht am 20.01.2017

Nichts für zarte Seelen

Todesmelodie
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Inhalt
Auf einer Studentenparty wird eine junge Frau vergewaltigt und getötet. Die Polizei hat die mutmaßlichen Täter schnell ausgemacht und diese werden zu Haftstrafen verurteilt.

Als Julia Durant zwei ...

Inhalt
Auf einer Studentenparty wird eine junge Frau vergewaltigt und getötet. Die Polizei hat die mutmaßlichen Täter schnell ausgemacht und diese werden zu Haftstrafen verurteilt.

Als Julia Durant zwei Jahre später zu einem Mordfall hinzugezogen wird, läuft am Tatort das Lied „Stairway to Heaven“, das selbe Lied, das schon zu hören war, als die Studentin aufgefunden worden war…

Gedanken zum Buch
Todesmelodie ist der 12. Fall von Julia Durant. Andreas Franz starb, bevor er das Buch beenden konnte und Daniel Holbe schrieb den Band zu Ende.

Bislang habe ich noch kein Buch von Andreas Franz gelesen. Sicherlich habe ich festgestellt, dass mir ein wenig Hintergrundwissen zu Julia Durant fehlt, dennoch habe ich mich schnell in die Geschichte eingefunden und habe alle Informationen über die Protagonistin erhalten, die ich benötigt habe.

Die Handlung ist spannend und hat ein paar Wendungen parat, so dass mich das Hörbuch durchgehend fesseln konnte, wobei die Geschichte nichts für zartbeseitete Leser und Hörer ist. Einige Szenen sind brutal und blutrünstig und lassen in die Abgründe der menschlichen Seele blicken.

Überzeugen konnte mich auch die Sprecherin Julia Fischer, die mit ihrer Lesart dazu beiträgt, dass die Spannung aufrecht erhalten bleibt und die jedem Charakter einen eigenen Klang verleiht.

Ich vergebe fünf von fünf Sterne.

Veröffentlicht am 20.01.2017

Meinem Kind hat es gefallen

Minions
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Das Hörbuch ist für Kinder ab 5 Jahren empfohlen, daher kommt erst einmal mein Kind zu Wort:

Das Hörbuch hat viel Spaß gemacht. Wenn ich den CD-Player ausschalten musste, habe ich mich schon auf das nächste ...

Das Hörbuch ist für Kinder ab 5 Jahren empfohlen, daher kommt erst einmal mein Kind zu Wort:

Das Hörbuch hat viel Spaß gemacht. Wenn ich den CD-Player ausschalten musste, habe ich mich schon auf das nächste Mal gefreut. Die Geschichte ist lustig und weil ich den Film kenne, konnte ich mir die Minions auch gut vorstellen.

***

Minions (der Film) ist bekanntlich ein Spin-off von Ich – Einfach unverbesserlich, diese beiden Filme kenne ich auch, den Minions-Film habe ich nicht gesehen, daher kann oder muss ich das Hörbuch völlig unabhängig vom Film bewerten.

Ich finde, das Hörbuch ist für einen Erwachsenen zu anspruchslos, das dachte ich mir allerdings schon, als ich gesehen habe, dass das Hörbuch für Kinder ab fünf Jahren empfohlen wird. Daher war es mir wichtig, zu sehen, wie mein Kind auf das Hörbuch reagiert. Sie war von der Geschichte sehr gebannt, konnte auch über einen längeren Zeitraum hören, ohne unruhig zu werden. Ich muss zugeben, dass ich nicht immer mitgehört habe, weil ich die Begeisterung für die Geschichte nicht aufbringen konnte. Aber meine Tochter konnte das Gehörte wieder geben, so dass ich immer wieder mühelos in die Handlung einsteigen konnte. Das hat mir außerdem auch gezeigt, dass die Geschichte gut verständlich ist.

Der Sprecher Oliver Rohbeck hat mir gut gefallen. Ähnlich wie Christoph Maria Herbst in der Erdmännchen-Reihe von Moritz Matthies hat er die verschiedenen Figuren individuell dargestellt.

Meine Bewertung ergibt sich aus der Meinung meines Kindes und daraus, wie ich mein Kind mit dem Hörbuch erlebt habe. Meine eigene Meinung lasse ich komplett außen vor, weil ich nicht zur Zielgruppe gehöre.

Minions – Das Original-Hörbuch zum Film erhält fünf von fünf Sterne.

Veröffentlicht am 08.11.2016

Ein perfekter Thriller

Todesmärchen
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Inhalt
Maarten S. Sneijder und seine Partnerin Sabine Nemez werden nach Bern gerufen, wo eine Tote gefunden wurde, in deren Haut ein Zeichen geritzt wurde. Es gibt weitere Opfer und das Ermittlerteam ...

Inhalt
Maarten S. Sneijder und seine Partnerin Sabine Nemez werden nach Bern gerufen, wo eine Tote gefunden wurde, in deren Haut ein Zeichen geritzt wurde. Es gibt weitere Opfer und das Ermittlerteam macht sich auf eine Jagd durch Mitteleuropa.

Zur gleichen Zeit begibt sich die junge Psychologin Hannah Norland nach Osthevesand, einer Anstalt für geistig abnorme Rechtsbrecher, wo sie eine dreiköpfige Gruppe von Insassen betreuen soll. Unter ihnen ist auch Piet van Loon, ein Mann, der ihr Leben maßgeblich beeinflußt hat, ohne es zu wissen – und der seine Inhaftierung Maarten S. Sneijder zu verdanken hat.

Protagonisten
Maarten S. Sneijder und Sabine Nemez sind ein sehr ungleiches Ermittlerteam. Wer die beiden noch nicht kennt, dem empfehle ich das Interview mit Maarten S. Sneijder auf randomhouse.de. Wer sich dieses Interview zu Gemüte geführt hat, kann den niederländischen Profiler schon sehr gut einschätzen. Sabine Nemez war ursprünglich beim Kriminaldauerdienst in München und wurde nach ihrem ersten Fall von Sneijder für eine Ausbildung zum BKA geholt. Zwischenzeitlich hat sie die Ausbildung beendet und ist vermutlich der einzige Mensch, dem man es zumuten kann, an Sneijders Seite zu ermitteln.

Handlung
Die Handlung spielt in drei Ebenen, neben den Ermittlungen der beiden Protagonisten lernt der Leser auf der zweiten Handlungsebene dank Hannah Norland den Serienmörder Piet van Loon kennen. In einer dritten Ebene, die fünf Jahre zuvor spielt, erlebt der Leser die Mordserie von Piet van Loon und die Ermittlungen gegen ihn mit.

Die Geschichte spielt in Deutschland, der Schweiz, Österreich, Ungarn, den Niederlanden und Dänemark.

In diesem Bande gewährt der Autor einen tiefen Einblick in das Leben von Maarten S. Sneijder.

Schreibstil
Andreas Gruber konnte mich einmal mehr vom ersten bis zum letzten Moment fesseln. Dies schafft er durch verschiedene überraschende Wendungen. Mit Marteen S. Sneijder hat er einen Protagonisten geschaffen, der überall aneckt, der für mich aber einen großen Unterhaltungswert hat.

Der Autor hat sich die Märchen von Hans Christian Anderson vorgenommen und daraus verschiedene Morde konstruiert, die ich als sehr einfallsreich bezeichnen möchte.

Der Showdown setzt das Pünktchen auf dem i und am Ende wartet Gruber noch mit einer Überraschung auf, die ich so auf keinen Fall erwartet habe.

Sprecher
Achim Buch konnte mich nicht nur überzeugen, weil er Maarten S. Snejider den unverkennbaren niederländischen Einschlag in der Stimme verschafft, sondern weil er dem Hörer jederzeit vermitteln kann, in welcher Zeit welche Person gerade handelt.

Fazit
Todesmärchen ist für mich ein perfekter Thriller.