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Veröffentlicht am 21.07.2021

Fragwürdige Vermittlung

Himmel oder Hölle?
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Inhalt:
„Danielle lernt im Skiurlaub mit ihren Freundinnen den gut aussehenden Dante kennen. Der Student spielt ihrer Meinung nach in einer ganz anderen Liga, und dennoch scheint er sich für sie zu interessieren.
Zurück ...

Inhalt:
„Danielle lernt im Skiurlaub mit ihren Freundinnen den gut aussehenden Dante kennen. Der Student spielt ihrer Meinung nach in einer ganz anderen Liga, und dennoch scheint er sich für sie zu interessieren.
Zurück in Amsterdam kann Danielle ihr Glück kaum fassen, als ihr Dante zufällig wieder über den Weg läuft. Doch gerade als die beiden sich näherkommen, entdeckt sie Dantes dunkles Geheimnis: Seine letzte Freundin Florine wurde ermordet, und ausgerechnet Dante war der Hauptverdächtige. Kann Danielle ihm wirklich vertrauen?“


Schreibstil/Art:
Wie immer hab ich an dem modernen, jugendlichen und mühelosen Schreibstil nichts auszusetzen. Allerdings muss ich die Darstellung einer Freundschaft extrem kritisieren. Ich mag es einfach nicht, dass es eine Clique gibt in der sich fast nur angezickt wird und überhaupt kein Freundschaftsgefühl aufkommt. Diese Eigenschaft nervt mich ein wenig in den Büchern der Autorin.
Ich hätte mir zur Abwechslung einfach mal ein anderes Bild gewünscht; mehr Zusammenhalt, mehr Harmonie und nicht der ständige Vergleich untereinander.

Auch die „Beziehung“ zwischen Dante und Dany empfand als ich sehr fraglich und finde, dass es ein sehr schlechtes Bild vermittelt hat. Dany als Protagonistin wirkte auf mich viel zu naiv und nicht mal ansatzweise selbstsicher.


Fazit:
Für mich bisher leider das schwächste Buch der Autorin. Ich hab das Gefühl, dass sich vieles häufig aus den vorherigen Büchern wiederholt … Stress unter Freunden, falsche Freunde, jemanden gesehen und auf Anhieb verliebt, … es passiert, bis auf die Beschreibung des Tatmotivs und den Mord an sich, irgendwie kaum Neues, zumindest werde ich wenig überrascht.

Für einen Jugendthriller ist der Plot natürlich okay aber die Darbietung einiger Szenen ist meines Erachtens nicht korrekt.

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Veröffentlicht am 11.02.2021

Anders / stellenweise leider etwas eintönig

Der Klang der Wälder
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Inhalt:
„Als der junge Tomura einem Klavierstimmer bei der Arbeit lauscht, fühlt er sich durch den Klang in die hohen, rauschenden Wälder seiner Kindheit zurückversetzt, und fortan prägt die Leidenschaft ...

Inhalt:
„Als der junge Tomura einem Klavierstimmer bei der Arbeit lauscht, fühlt er sich durch den Klang in die hohen, rauschenden Wälder seiner Kindheit zurückversetzt, und fortan prägt die Leidenschaft für die Musik sein Leben. Er lernt das Handwerk des Klavierstimmens, doch bei aller Hingabe ist da doch stets die Angst vor dem Scheitern auf der Suche nach dem perfekten Klang. Als er das Klavier der beiden Schwestern Kazune und Yuni stimmen soll, muss er erkennen, dass es dabei um mehr geht als um technische Versiertheit – und es »den einen« perfekten Klang nicht gibt. Und als er Kazune, die angehende Konzertpianistin, dann spielen hört, spürt er die Bestimmung seines Lebens: ihr Spiel zum Strahlen zu bringen."


Schreibstil/Art:
Tomura ist ein zurückhaltender junger Mann. Seine schüchterne und nette Art sowie die japanische Lebensweise als auch die Suche nach dem perfekten Klang, habe ich an und für sich gerne mitverfolgt.


Allerdings muss ich gestehen, dass mir das nach einer gewissen Zeit zu eintönig wurde. Die ganze Zeit über verändert sich quasi nichts. Der fast schon poetische und ruhige Stil wird auf kurz oder lang sehr zäh und monoton. Die Erzählung könnte durchaus facettenreicher sein.


Fazit:
Das Buch richtig zu bewerten, ist nicht einfach. 
Auf der einen Seite beschert die leichte Sprache ein zügiges Lesen und ein gutes Feingefühl für den Protagonisten. Auf der anderen Seite passiert das ganze Buch über einfach nichts. Die ständigen Wiederholungen des Klavierstimmens waren für mich als Laie etwas zu viel. Mir war die Geschichte einfach zu still, zu leise. Hier spielt die Musik die Hauptrolle aber wirklich laut und spannend wird’s leider nicht. Ich hätte an einigen Stellen mit mehr Dramatik gerechnet und weniger fachspezifisch. 



Lobenswert ist aber die Gestaltung des Covers - unglaublich passend. Auch gefiel mir die bildhafte Beschreibung der japanischen Kultur, auch wenn diese etwas ausgeprägter hätte sein können.

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Veröffentlicht am 07.08.2020

Fehlt mehr Leichtigkeit und Modernität

Das andere Gesicht der Emily Brontë
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Inhalt:
„Emily Brontë nimmt in der englischen Literaturgeschichte eine Sonderstellung ein.

Ihr einziger Roman, Sturmhöhen, verzaubert seine Leser seit fast zweihundert Jahren, und die Romanfigur Heathcliff ...

Inhalt:
„Emily Brontë nimmt in der englischen Literaturgeschichte eine Sonderstellung ein.

Ihr einziger Roman, Sturmhöhen, verzaubert seine Leser seit fast zweihundert Jahren, und die Romanfigur Heathcliff ist möglicherweise der ultimative romantische Held – und Schurke.

Emily selbst jedoch bleibt rätselhaft, häufig wird sie als schwierig und misanthropisch, als "kein normales Wesen" dargestellt. Doch trifft es auch zu?

Claire O'Callaghan zeigt in dieser Biografie eine andere Seite von Emily, indem sie ihren feministischen Ansatz, ihre Leidenschaft für die Natur sowie Kunstwerke untersucht, die von ihr inspiriert wurden."


Schreibstil/Art:
Zu Anfang des Buches stellt Claire O’Callaghan klar, mit welchen Themen sie sich beschäftigt hat und welche wichtige Ereignisse sie aus dem Leben der Emily Brontë (und ihrer Familie) wiedergeben wird. Die Autorin gibt also bereits vorab viele Informationen preis und geht dann nach und nach auf die detaillierten Beschreibungen ein.

Der Aufbau ist chronologisch sortiert und mit einigen Bildern von Emily Brontë sowie ihren Schwestern, ihrem Heimatort oder ihren Haustieren, etc. verfeinert.


Fazit:
Leider hat dieses Buch nicht ganz meinen Geschmack getroffen. Als erstes muss ich gestehen, hat es mir gar nicht gefallen, dass Claire O’Callaghan so viel zitiert und kritisiert. Am Ende sind es an die 300 Quellenangaben. Natürlich ist mir bewusst, dass sie sich an die Richtigkeit halten muss, allerdings fehlte mir oftmals ihre eigene Meinung, diese kommt nämlich erst zum Schluss. Da geht sie auf einige Mythen und Fake News ein und „verteidigt“ ihre Sichtweise. Diesen Part fand ich am spannendsten, da sie somit einige Themen ins Rollen bringt, die ich so noch gar nicht kannte - mein einziges Highlight.

Positiv zu erwähnen sind vielleicht noch einige aktuelle Parallelen. Leider wirkte das Ganze trotzdem etwas steif und streng, mir fehlte eine gewisse Leichtigkeit und deutlich mehr Modernität.

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Veröffentlicht am 23.06.2020

Wohlfühl-Roman mit Schwächen

Katastrophen haben kurze Beine
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Inhalt:
„Ein rasanter lustiger Frauenroman um eine alleinerziehende Mutter in Nöten – für alle Leserinnen von Petra Hülsmann

Was macht man, wenn man als alleinerziehende Mutter dringend eine neue Wohnung ...

Inhalt:
Ein rasanter lustiger Frauenroman um eine alleinerziehende Mutter in Nöten – für alle Leserinnen von Petra Hülsmann

Was macht man, wenn man als alleinerziehende Mutter dringend eine neue Wohnung braucht und die Vermieter allesamt lieber drei Hunde als drei Kinder im Haus haben wollen? – Bingo: Man unterschlägt einfach ein Kind! Genau das macht Steffi und dank dieser Lüge kommt sie tatsächlich an eine wunderschöne Wohnung, die sie sich sogar leisten kann. Woraufhin sich für sie natürlich ein neues Problem auftut: Wie macht man einen von zwei überaus lebhaften Zwillingen unsichtbar? Und dann trifft sie auch noch die Liebe mit voller Breitseite …"

Schreibstil/Art:
Gina Greifenstein hat sich in diesem Roman für die Variante entschieden, in der der Leser ausschließlich die Perspektive der Protagonistin Stefanie Schneider zu lesen bekommt. Die humorvolle Art kommt gut zum Vorschein, ich musste nicht nur einmal schmunzeln. Das Erzähltempo hat mir gut gefallen, nur zum Schluss hätte ich mir ein etwas weniger schnelles Ende gewünscht. Was ich definitiv als Kritikpunkt ansehen muss, sind die vielen Rechtschreibfehler und der stellenweise schlechte Satzbau. Das hat mich vom „flüssigen“ Lesen abgehalten und geärgert.

Fazit:
Ein Wohlfühl-Roman mit einigen Schwächen aber dafür sympathischen und humorvollen Charakteren. Die Idee hinter der Geschichte hat mir gut gefallen auch wenn man natürlich weiß, dass einiges weit hergeholt ist. Den Titel finde ich passend, die Gestaltung des Covers eher einfach und kindlich – was natürlich Geschmackssache ist.
Ich vermute, dass mir diese Geschichte nicht lange in Erinnerung bleibt aber ich hab es dennoch gerne gelesen.

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Veröffentlicht am 13.06.2020

„Wir sind so austauschbar, so leicht ersetzbar.“

The Modern Break-Up
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Inhalt:
„Ein Roman voller Wahrheiten über Dating, Trennungen und die Liebe: direkt, eindringlich und verdammt aufschlussreich

Es ist die erste Night Out seit Amelias Trennung im letzten Jahr. Mit ihrer ...

Inhalt:
„Ein Roman voller Wahrheiten über Dating, Trennungen und die Liebe: direkt, eindringlich und verdammt aufschlussreich

Es ist die erste Night Out seit Amelias Trennung im letzten Jahr. Mit ihrer besten Freundin trinkt sie Cocktails in einer New Yorker Bar, als sie Nick kennenlernt. Obwohl Nick und Amelia total verknallt sind, haben sie keinen Sex, sondern reden eine Nacht lang offen und ehrlich über ihre Datingerfahrung und darüber, was Männer und Frauen eigentlich so von der Liebe wollen. Das Gespräch ist eine Offenbarung für Amelia: endlich kümmert sie sich um sich selbst und ihr eigenes Glück. Aber der Kontakt zu Nick reißt nie ab …


Schreibstil/Art:
Leider konnte mich der Schreibstil von Daniel Chidiac nicht für sich begeistern. Mir fehlt die Tiefe, sowohl in der Geschichte als auch in den Charakteren. Positiv finde ich, dass beide Geschlechter zu Wort kommen, u.a. aber auch leider die Freundin, die Mutter und der Kumpel und genau das wurde mir irgendwann zu viel. Ich hätte mir eine klare Linie gewünscht.
Auch die Ansichten scheinen zusammengewürfelt zu sein. Mal dreht sich die Perspektive um den inneren Monolog, mal wand sich der Charakter direkt an den Leser und mal baute der Autor Notizen von Amelia ein. In meinen Augen kein richtig gelungener Aufbau.


Fazit:
Mir kommt das Ganze eher wie ein Ratgeber als ein Roman vor. Das „eigentliche“ Gespräch zwischen Amelia und Nick dauert ganze 20 Seiten (eBook Version, iPad) und das ist mir eindeutig zu wenig. Der Klappentext verspricht mehr Tiefe und ein intensiveres Gespräch und das fand in meinen Augen nur kurz statt. Außerdem hab ich die beiden nicht als verliebt empfunden. Ja, sie fanden sich sympathisch sonst würde man ja auch nicht mit demjenigen schlafen wollen aber von Verliebtsein war meiner Meinung nach nicht die Rede.

Für die Tinder Generation vielleicht ein aufschlussreiches Buch, für mich eher weniger.

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