Kitschalarm, Deckung!
Wie die Ruhe vor dem SturmElli ist sechzehn und introvertiert, was weder ihre Eltern noch ihre Cousine (die übrigens nett ist, wenn auch ab und zu nervig) davon abhält, sie mehr oder weniger dazu zu zwingen, auf eine Party zu gehen. ...
Elli ist sechzehn und introvertiert, was weder ihre Eltern noch ihre Cousine (die übrigens nett ist, wenn auch ab und zu nervig) davon abhält, sie mehr oder weniger dazu zu zwingen, auf eine Party zu gehen. Dort unterhält sie sich mit Greyson, dem Golden Boy ihrer Schule, und sie finden sich wider Erwarten beide ziemlich cool, sodass sie später viel Zeit miteinander verbringen und so was wie ineinander verlieben. Nachdem Ellis Mutter an Krebs starb, ziehen sie und ihr Vater fort.
Sechzehn Jahre später ist Elli Kindermädchen und back in Town. Als sie sich auf eine neue Stelle bewirbt, sind es ausgerechnet die Kinder von Greyson, ihrem ersten Schwarm. Sie kriegt den Job. Doch aus dem liebenswürdigen Jungen ist ein anstrengender Kerl geworden, weil er so schlimm trauert.
Okay, das war schon mal so gar nicht meins. Hier wurde wirklich jedes Klischee bedient und jeder Kitsch verwendet, den man sich vorstellen kann. Hat eigentlich nur noch gefehlt, dass Elli-Aschenputtel eigentlich eine verschollene Prinzessin ist, die ihren Prinzen wiederfindet. Der Kerl: unnahbar. Die Kinder - Nr. 1, die Große, eine Zicke, Nr. 2, die Kleine, so zuckersüß, dass ich nächste Woche zum Zahnarzt gehen muss. Hab mir bestimmt Karies zugezogen. Die Nanny: mega-mega-mega verständnisvoll. Und natürlich die Einzige, die es trotz eines doppelt hohen Gehalts bei den Kindern aushält. (Als ob jemand, der so gut bezahlt wird, sich darum schert, wenn eine pubertierende 14jährige rumzickt!) Dann noch die megaliebe Großmutter, die für alle ein offenes Ohr hat. Hab eigentlich nur auf den bösen Wolf gewartet, der sie frisst, damit Rotkäppchen-Elli auch sie retten kann. Das Ende: Drückt man die Seiten des Prints zusammen, platscht bestimmt ein dicker, fetter Klecks Kitsch heraus.