Diesen Reihenauftakt hatte ich schon sehr lange in meinem SuB und endlich die Zeit gefunden das Buch zu lesen.
Die Haupthandlung beschränkt sich auf das Wirtshaus und das Dorfleben. Magische Fantasyelemente ...
Diesen Reihenauftakt hatte ich schon sehr lange in meinem SuB und endlich die Zeit gefunden das Buch zu lesen.
Die Haupthandlung beschränkt sich auf das Wirtshaus und das Dorfleben. Magische Fantasyelemente sind bisher ebenfalls kaum vorhanden. Doch bietet dies die Möglichkeit die beiden Protagonisten kennen zu lernen und man wird langsam in das Setting eingeführt.
Danielle und Dereck haben mir beide richtig gut gefallen und die aufflammenden Gefühle waren richtig schön. Eine Romanze kann man es noch nicht nennen, doch freue ich mich drauf zu lesen, wie die beiden sich näher kommen.
Doch nicht nur diese Verbindung konnte mich erreichen, selten habe ich eine so humorvolle Bromance entdeckt. Die entstehende Freundschaft zwischen Dereck und dem Schmied Cedric war durchzogen von schlagfertigen Sprüchen.
Insgesamt hat mir der Auftakt gut gefallen. Gerade der sorgfältige Aufbau der Charaktere reizt dazu deren Abenteuer weiter zu verfolgen. Fast wirkt es wie eine Vorgeschichte zu einer Erzählung die ich jetzt umso mehr lesen möchte. Der zweite Teil "Gefangen zwischen Liebe und Thron" kommt gleich auf meinem SuB.
Das Setting ist richtig gut gelungen, vergleichbar mit Frankreich zur Zeit der Hexenverfolgung. Viele religiöse Themen werden aufgegriffen und besonderes das Frauenbild entsprechend dargestellt. Daher ...
Das Setting ist richtig gut gelungen, vergleichbar mit Frankreich zur Zeit der Hexenverfolgung. Viele religiöse Themen werden aufgegriffen und besonderes das Frauenbild entsprechend dargestellt. Daher sind einige Stellen unerwartet brutal, doch nicht unpassend. Auch gibt es nicht immer eine klare Trennung nach Gut und Böse, weder von den beiden Seiten noch unter den Charakteren. Dies hat mir sehr gefallen und den Nebencharakteren Tiefe gegeben.
Die Liebesgeschichte ist hinreißend. Die Emotionen der beiden Protagonisten sind durch und durch spürbar. Die Chemie zwischen den beiden ist extrem gelungen. Beide Charaktere durchlaufen eine spannende Entwicklung. Die Diebin und der Tugendhafte - die Dialoge machen richtig Spaß.
Leider ist der Verkauf der Geschichte ziemlich vorhersehbar. Es gab, für mich, keine völlig unerwarteten Wendungen und kaum Überraschungen - daher haben sich Teile der Erzählung etwas gezogen. Doch konnten mich beide Sprecher extrem fesseln und haben mich leicht über weniger interessante Stellen getragen. Es war mein erstes Hörbuch von Julia Preuß und Alexander Pensel. Beide Stimmen sind perfekt besetzt passen zu den Charakteren.
Der Folgeband "blood & honey" erscheint auf Englisch voraussichtlich im September 2020. Für die deutschsprachige Ausgabe habe ich noch keinen Termin entdecken können. Ich bin sehr gespannt wie es weiter geht und hoffe ich muss nicht zu lange warten.
Bücher wie "Silberschwingen" und "Hearts on Fire - Leo" haben mir sehr gefallen, daher habe ich Emily Bolds neustes Buch voller Neugier erwartet.
Der etwas undurchsichtige Prolog schafft einen äußerst ...
Bücher wie "Silberschwingen" und "Hearts on Fire - Leo" haben mir sehr gefallen, daher habe ich Emily Bolds neustes Buch voller Neugier erwartet.
Der etwas undurchsichtige Prolog schafft einen äußerst interessanten Einstieg und bereits in den ersten Kapiteln konnte ich in die Geschichte eintauchen.
Abby ist ein interessanter Charakter. Sie will ihre letzte Chance nutzen und in der neuen Schule unauffällig bleiben - doch sie kann einfach nicht aus ihrer Haut. Zu gerne nimmt sie, mit ihren geschickten Fingern, Einfluss auf die Besitzverhältnisse. Abby hat sich anderen gegenüber verschlossen und lebt hinter ihrem Schutzschild aus Wut und Schmerz. Anfangs zeigt fast nur ihr Drang, in kleinen Zeichnungen Personen und Orte festzuhalten, wie intensiv sie ihr Umfeld wahrnimmt, auch wenn sie sich diesem nicht öffnet. Da die Ausgangssituation noch nicht kompliziert genug ist, begegnen ihr Tristan und Bastian. Die einzige Gemeinsamkeit der beiden Brüder ist ihr attraktives Aussehen, doch charakterlich unterscheiden sie sich enorm. Während Tristan charmant, fröhlich und auch ein wenig arrogant ist, ist Bastian überlegt, unnahbar und düster. Besonders die Wortgefechte mit Tristan machen Spaß zu lesen. Die aufkeimenden Emotionen konnte ich erst etwas spät mitfühlen, doch hat es zur Charakterentwicklung von Abby gepasst - selbst der Leser muss ihren Panzer durchdringen. Doch es entwickelt sich kein typisches Liebesdreieck, es zeichnet sich deutlich ab, für wen Abbys Herz schlägt.
Der Fantasyanteil ist etwas schwierig zu verstehen, das Thema der Weben erschließt sich erst nach und nach. Hier muss man einfach die Geschichte auf sich wirken lassen, denn die einzelnen Hinweise, die man bei Lesen bekommt, haben ihren ganz eigenen Reiz und fördern die Spannung. Überhaupt hat die Geschichte einen tollen Spannungsaufbau, denn in Abbys Hintergrund steckt mehr als zunächst gedacht. Wer wie welche Ziele verfolgt ist undurchsichtig und meine Neugierde zwang mich das Buch weiter und weiter zu lesen.
Mit diesem Werk beweist Emily Bold erneut ihr Können für individuelle Protagonisten, spielt mit Sympathie und Antipathie, lässt Gefühle wachsen und den Schmerz ihrer Charaktere mitfühlen.
Das Ende lässt mich dem Folgeband sehnsüchtig erwarten. Leider habe ich noch keinen Termin gefunden, wann der zweite Teil der Trilogie erscheinen wird.
Dieses Buch ist mir sofort ins Auge gesprungen und nachdem ich den Klappentext gelesen hatte, landete es direkt auf meiner Wunschliste.
Doch Achtung, obwohl der erste Satz aus dem Klappentext danach klingt, ...
Dieses Buch ist mir sofort ins Auge gesprungen und nachdem ich den Klappentext gelesen hatte, landete es direkt auf meiner Wunschliste.
Doch Achtung, obwohl der erste Satz aus dem Klappentext danach klingt, ("Die größten Liebesgeschichten werden mit Blut geschrieben!") ist es definitiv keine Lovestory. Diese Thema spielt eine sehr untergeordnete Rolle. Es konzentriert sich viel mehr auf wichtige und dauerhaft brisante Themen, wie die Meinungsfreiheit und der Umgang mit der Angst sich nicht zu fügen.
Doch wie zeigt sich Mut? Welches Risiko ist zu groß? Welche Konsequenzen sind zu erwarten?
All dem begegnen die Protagonisten dieser Geschichte und müssen sich entscheiden wie weit sie für ihre Freiheit gehen.
Der Einstieg in diese Erzählung hat mich sofort gepackt man lernt die verschobenen Machtverhältnisse kennen und wie dominant und gnadenlos die Königin regiert. Hier ist kein Platz für Widerspruch, nicht konforme Schriften oder gar Rebellen.
Doch genau diese finden sich - sie stammen aus verschiedenen gesellschaftlichen Positionen, Frauen wie Männer und unterschiedlichen Alters. Es hat mich beim Lesen immer wieder erstaunt, wie viele Bereiche zu dieser Thematik abgedeckt werden, unter anderem wird Religion und Glaube aufgegriffen. Jedoch ist dies alles auf eine größere Anzahl von Charakteren verteilt. Hier wurde es stellenweise etwas viel und forderte eine erhöhte Aufmerksamkeit beim Lesen. Im Zentrum stehen Elodea, eine Studentin, Avian, ein Mann der Kirche und dessen Schwester, Lionel, der Bruder der Königin, der fahnenflüchtlinge Elliott, Gräfin Isobel und viele weitere. Trotz der hohen Anzahl an Charakteren bekommt jeder einzelne eine gewisse Aufmerksamkeit und durch die deutlich unterschiedlichen, wenn auch etwas komplizierten, Namen lassen sich diese gut zuordnen und merken. Jedoch wird etwas Spannung genommen, da man immer neuen Personen begegnet. Das Vermitteln der unterschiedlichen Ansichten und Verhältnisse formt eine gelungene Stimmung und meistens, doch nicht immer, spürbare Emotionen. Die vielen Beweggründe, Meinungen und Ansichten geben immer wieder Denkanstöße.
Zwischen den bedrückenden und angespannten Szenen finden sich kostbare Momente der Leichtigkeit, Zeit für ein paar wenige Scherze, etwas Freundschaft und vielleicht ein kleines bisschen Romantik.
Das Setting lässt sich mit einer Zeit irgendwo zwischen Mittelalter und vor der Industrialisierung vergleichen, durchzogen mit Magie.
Insgesamt werden sehr viele Themen angesprochen, dies geht auf Kosten der Tiefe. Etwas weniger Breite hätte mir für ein Jugendbuch völlig ausgereicht. Um die, mit so viel Einfallsreichtum und Liebe gestalteten, Charaktere völlig auszuschöpfen und die Emotionen weiter zu vertiefen dürfte es, meiner Meinung nach, verzwickter sein, durchzogen mit Verrat und Misstrauen - dann über zwei oder mehrere Bände verteilt. Selten habe ich eine Geschichte gelesen die noch so viel mehr hergegeben hätte, obwohl sie bereits gut ist. Im Nachhinein wirkt es auf mich wie die Essenz einer epischen Geschichte.
Der Schreibstil ist anspruchsvoll, doch sehr passend zu dieser Erzählung.
Das Debüt von Theresa Jeßberger hat mir trotz meiner Kritikpunkte gefallen. Ich fand die Geschichte interessant und werde definitiv weitere Titel der Autorin lesen.
Ich muss gestehen, diesen Reihenauftakt hatte ich erst gar nicht auf dem Schirm, doch war ich nach den ersten Sätzen bereits extrem neugierig.
Der Einstieg in die Geschichte war richtig toll, denn obwohl ...
Ich muss gestehen, diesen Reihenauftakt hatte ich erst gar nicht auf dem Schirm, doch war ich nach den ersten Sätzen bereits extrem neugierig.
Der Einstieg in die Geschichte war richtig toll, denn obwohl ein Teil zum Verlauf der Handlung im Klappentext verraten wurde, waren es die vielen einzelnen Szenen, die von der ersten Seite an eine spannende Erzählung schaffen.
Man folgt im Wechsel dem Kopfgeldjäger Halvar und Prinzessin Iouna. Halvars Geschichte lockt mit einzelnen Brotkrumen zu seiner Vergangenheit, die sich nach und nach zu einem Bild fügen. Von Iouna hingegen erfährt man bald ihre Beweggründe, hier sorgt ihre gegenwärtige Situation für Spannung. Man schält sich durch die vielen Schichten von Halvar während man mit Iouna von innen heraus wächst. Diese unterschiedliche Art die beiden Charaktere kennen zu lernen betont zusätzlich ihre gegenteilige Art. Das Setting selbst ist eher einfach gehalten, man kann sich die Regionen gut ohne Karte vorstellen. Die eigenständige Tiefe des Werks wird durch die durchdachte und sehr toll ausgearbeitete Glaubensstruktur erreicht. Die Götter und ihre Bedeutung, ihre Anhänger und Riten bilden einen roten Faden in der Geschichte, der immer wieder aufgegriffen wird und weitere Details enthüllt - man wird beim Lesen nicht mit Wissen überschüttet und gleichzeitig nicht ausgeschlossen.
Iouna hat mir sofort gefallen ihr Weg der Selbstbestimmung und doch, in gewisser Weise, einer Bestimmung folgend war sehr gut dargestellt. Ihren Freiheitsdrang konnte ich genauso wie ihre Entscheidungen nachvollziehen. Ebenfalls fand ich die Entwicklung zwischen Iouna und Halvar sehr interessant, zumal es lange nicht deutlich wurde worauf ihre langsam entstehende Freundschaft hinausläuft - eine sehr erfrischende Abwechslung. Dieser langsam wachsende Respekt und der bedachte Umgang miteinander ist etwas ganz Besonderes und sticht aus vielen Romanen heraus. Mit Halvar wurde ich langsamer warm, doch fand ich sein Charakterkonzept ebenfalls gut. Es gab Stellen, da empfand ich fast er kann zu viel, doch werden weder Halvar noch Iouna in der Geschichte geschont.
Der Spannungsaufbau der Gesamthandlung ist eher langsam, doch lebt die Geschichte durch die interessanten Charaktere deren Bezug zueinander und einzelnen spannenderen Episoden, die erst nach und nach zu einem größeren Weg führen. Dieses ungewöhnliche Stilelement lässt den Leser ähnlich im Dunkeln tappen wie die Charaktere. Denn welchen Weg die Götter für die beiden vorgesehen haben, wissen nur diese und geben hin und wieder einen kleinen Schubs, oder einen brutalen Stoß in die gewünschte Richtung.
Gegen Ende steigert sich die Geschichte zu einem überraschenden Finale, dass mich mit ein paar Antworten vielen Fragen und einem Cliffhanger zurückgelassen hat.
Der zweite Teil dieser äußerst interessanten Serie ist für 2021 geplant und ich bin sehr gespannt darauf zu erfahren wie die Geschichte weiter geht, denn dieses Buch macht einfach Lust auf mehr. Ich freue mich darauf mehr von dem Autorenduo P.J. Lehmann zu lesen.