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Veröffentlicht am 01.02.2017

Der Kraulpappenschwur – oder so ähnlich.

Henrietta spürt den Wind
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Für Henrietta gibt es keine andere Lieblingsbeschäftigung als das Computerspielen. Bis eines Tages ein Ball zu ihr ins Zimmer fliegt und sie Ole, Paulchen und Luise kennen lernt und mit ihnen auf Entdeckungsreise ...

Für Henrietta gibt es keine andere Lieblingsbeschäftigung als das Computerspielen. Bis eines Tages ein Ball zu ihr ins Zimmer fliegt und sie Ole, Paulchen und Luise kennen lernt und mit ihnen auf Entdeckungsreise nach draußen geht. Hier merkt sie wohl zum ersten Mal den Unterschied zwischen real und digital.

Kinderbücher mit einer tollen Botschaft finde ich wichtig, gerade in der heutigen Zeit, in der meiner Ansicht nach viel zu viel digital erledigt wird, ist es doch wichtig, dass man den Kindern auch immer wieder aufzeigt wie schön es doch auch mal ohne Computer und Co sein kann.

Von daher war ich hier bei diesem Buch wirklich auf die Umsetzung gespannt, die mir soweit dann auch gut gefällt. Vom Schreibstil gefällt mir das Buch gut, es ist für kleine Kinder verständlich geschrieben, denke aber, dass es maximal für Kinder bis vielleicht sieben Jahre wirklich interessant ist. Darüber hinaus wirkt es vielleicht schon wieder etwas zu „kindisch“. Die Geschichte ist wirklich toll bebildert und man kann allein hier immer wieder zusätzlich etwas heraus lesen, was ich ziemlich gut finde. Von der Länger her war sie bei uns so, dass wir sie direkt am Stück vorgelesen haben, also keine Unterbrechung nötig war, da sie ja doch „nur“ auf 32 Seiten geschrieben steht.

Ich habe hier ein bißchen ein strikteres „Computer spielen ist blöd“ erwartet, sicher bringt man Kinder damit vielleicht auf die Idee, dass sie lieber etwas mit Freunden draußen unternehmen, auf Entdeckungsreise in der Natur gehen, jedoch hätte ich mir hier vielleicht noch einmal eine klarere Aussage gewünscht. Ob Kinder sonst von alleine darauf kommen bezweifle ich ein bißchen.

Dennoch finde ich das Buch ansonsten wirklich gut umgesetzt und habe auch das Gefühl, dass man sich hier wirklich super viel Mühe gegeben hat und die Bilder auch wirklich toll passen, diese wirklich mit viel Liebe gemalt sind. Entsprechend ist es für mich kein Buch, das man nur einmal liest, sondern eines, in das wir definitiv noch öfter rein schauen werden, noch ein paar Mal vorlesen werden, vielleicht aber auch eben noch weitere Überlegungen zu den Bildern anstellen werden. (Wie heißt die Katze? – eine der ersten Fragen bei uns… )

„Henrietta spürt den Wind“ ist ein wirklich tolles und wertvolles Kochbuch welches ich absolut empfehlen kann. Ich vergebe hier 4 von 5 Sternen, da ich mir ein bißchen mehr gewünscht hätte, dass die Botschaft noch eindringlicher ist.

Veröffentlicht am 26.01.2017

Einblicke in ein Zeitalter, als Mode so wunderbar war.

Die Kleidermacherin
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Barcelona, 1917. Die junge Laia fängt eine Ausbildung in Santa Eulalia an, einem Textilgeschäft in Barcelona. Dabei lernt sie durch Zufall Roser kennen, die Tochter des Inhabers. Zwischen den beiden entsteht ...

Barcelona, 1917. Die junge Laia fängt eine Ausbildung in Santa Eulalia an, einem Textilgeschäft in Barcelona. Dabei lernt sie durch Zufall Roser kennen, die Tochter des Inhabers. Zwischen den beiden entsteht eine Freundschaft, die jedoch durch den charismatischen Ferrán die Frauen auf eine harte Probe stellt. Indes soll das traditionsreiche Unternehmen zum ersten modernen Modehaus Spaniens gemacht werden. Über die Geschichte des Santa Eulalia kann man hier einiges nachlesen: http://www.santaeulalia.com/eu/inside-santa-eulalia/historia-en/

Ich hatte nun schon einige Zeit lang keinen historischen Roman mehr gelesen, umso mehr war ich gespannt auf „Die Kleidermacherin“, was ja die Verbindung von historischem Roman mit Mode sein sollte. Zu Beginn habe ich ein bißchen gebraucht bis ich ins Buch kam, was aber nur zwanzig Seiten gebraucht hat.

Vom Schreibstil her gefällt mir das Buch gut, es lässt sich angenehm lesen, man merkt dass es sprachlich durchaus Anspruch hat, was mir gut gefällt. Dennoch ist es nicht schwer zu verstehen. Es kommen immer mal wieder ein paar Fachbegriffe aus dem Textilgeschäft vor, das finde ich aber nur plausibel, da es ja dabei um ein Textilgeschäft geht. Entsprechend kann man sich hier sonst ggf. auch noch ein bißchen schlau machen – da ich aber selbst gelegentlich mit Näharbeiten zu tun habe, war es für mich absolut in Ordnung.

Die Geschichte, die manchmal spontan zu verschiedenen Jahren wechselte, hat mir an und für sich gut gefallen. Es steckt ja doch der ein oder andere Funke Wahrheit dahinter, wohl nicht unbedingt von den Namen her, aber wohl von der Zeitspanne etc. her. (Link unbedingt ansehen, auf dem man etwas über die Geschichte des Santa Eulalia lesen kann!)
Da ich selbst schon in Barcelona war, war es für mich von den Straßennamen her jetzt nicht neues, wie diese benannt sind, ich konnte auch durchaus etwas mit manchen Beschreibungen anfangen, hatte die Stadt quasi vor Augen beim Lesen. Das mag einem Leser, der vielleicht noch nicht dort war, gegebenenfalls schwer fallen. Da hätte ich eine kleine Karte im Klappumschlag gut gefunden – vielleicht einfach für eine kleine Orientierung. Was man hier aber findet, was mir auch gut gefällt, sind alte Fotografien von Damen, die die neue Mode zeigen. Das Cover finde ich übrigens schön gestaltet – in goldenen, „eingestanzten“ Lettern steht da der Buchtitel, unterhalb eine junge, modische gekleidete Dame der damaligen Zeit, samt einer Palme und dem Anblick des alten Barcelona. Ich habe das Buch wohl sehr intensiv in der Hand gehabt – die goldenen Buchstaben verblassen an manchen Stellen ein wenig…

Einzig ein wenig gestört hat mich – auch wenn es historisch eben so war – die Einbindung der spanisch-katalanischen Geschichte, das war mir ein bißchen zu viel, aber das war eben auch meine persönliche Empfindung. Mir war bewusst, dass es da auch früher schon „Probleme“ gegeben hat, die Spanien bzw. Katalanien betreffen, aber so genau wollte ich da manches nicht wissen, aber gut. Es gehört eben auch zur Geschichte dazu.

Wer eine schöne, interessante Familiengeschichte lesen mag, die einen wahren historischen Kern hat, in der Mode auch noch eine Rolle spielt, dem kann ich dieses Buch absolut empfehlen. Ich vergebe hier 4 von 5 Sternen.

Veröffentlicht am 05.01.2017

Tiefkühlfisch hat keine Falten.

Radiergummitage
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Maja, Schauspielerin am Theater, wird 35 Jahre alt. Und sie mag die Zahl 35 überhaupt nicht leiden. Jedoch kann sie es ja nicht verhindern, dass sie älter wird. Also setzt sie sich kurzerhand Missionen ...

Maja, Schauspielerin am Theater, wird 35 Jahre alt. Und sie mag die Zahl 35 überhaupt nicht leiden. Jedoch kann sie es ja nicht verhindern, dass sie älter wird. Also setzt sie sich kurzerhand Missionen für das neue Lebensjahr die sie bewältigen muss - bzw. erhält mysteriöse Briefe, in der ihr weitere Aufgaben gestellt werden. So muss sie z.B. als Mann ausgehen, etwas säen oder auch stricken...

Ja, ich war wirklich sehr auf dieses Buch gespannt, denn "Fremdkörper" hatte mir damals wirklich gut gefallen, mich tief bewegt.
Von daher war ich auf den Roman sehr gespannt und hatte dementsprechend vielleicht auch sehr hoch angesetzte Erwartungen an das Buch... Generell klang die Geschichte sehr interessant, wie ich finde. Jedoch hat mich das Buch nicht so ganz gepackt wie "Fremdkörper", vom Lesestil her hat es mir gut gefallen, es war recht gut zu lesen, wenngleich die Autorin manchmal in einen sehr poetischen, weisen Schreibstil verfällt. Dem ein oder anderen mag das sehr gut gefallen, ich lese sowas durchaus auch mal gerne, aber bei diesem Buch hat mir das eben einfach nicht so gut gefallen. Es hat das Buch für mich ein bißchen in die Länge gezogen, wo ich doch lieber wissen wollte, wie es hinsichtlich der Missionen weitergeht, ob diese erfüllt werden und wenn ja dann wie genau...

Generell war die Sicht von Maja mal interessant, manche Dinge kann ich einfach absolut unterschreiben bzw. fühle ich ähnlich, eben z.B. wie beim Single-dasein. Besonders treffen fand ich den Satz "Ich bin nicht unglücklich allein. Ich bin es nur ungern." Das kann ich so für mich durchaus unterschreiben, wenngleich Maja einfach auch noch andere Ansichten hat als ich. Ich fand auch ein klein wenig, dass Alkohol im Buch irgendwie zur Selbstverständlichkeit wird, also vielmehr das tägliche Trinken mit Kollegen, wobei das im Buch dann nochmal in eine andere Richtung aufgegriffen wird, was ich eigentlich nicht so empfunden habe. (Ich möchte da nichts vorweg nehmen! Jedoch finde ich auch, dass Maja immer wieder gerne was alkoholisches trinkt - für meinen Geschmack eben auch einfach zu oft... - aber vielleicht bin ich da einfach spießig...)

Die Geschichte an sich war zwischendurch dann eben durch die poetischen Worte, die ich eben so empfunden habe, etwas in die Länge gezogen und nicht mehr ganz so spannend, wobei es dann wieder besser wird. Das Buch hat mich vor allem zum Schluss hin sehr berührt, wieso wird man beim Lesen merken, ich möchte hier nichts verraten.

Alles in allem bin ich ein bißchen zwiegespalten. Ich hatte eben einfach doch hohe Anforderungen an das Buch, eine zu hoch gesetzte Erwartungshaltung vielleicht. Zu '''empfehlen''' ist das Buch sicherlich, ich schwanke zwischen '''3 und 4 von fünf möglichen Sternen''' - und würde mich auf '''4 Sterne''' festlegen als Wertung.

Miriam Pielhau ist für mich weiterhin eine absolut tolle Frau, sollte sie noch ein weiteres Buch schreiben, dann werde ich auch das lesen. :) (Leider geht das nicht mehr. :( )

Veröffentlicht am 05.01.2017

Ein "Kochbuch" oder so. Mit ganzen zwei Rezepten...

Quatschen mit Soße
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Mona hat ein kleines Café, in dem sie Kochbücher verkauft. Nachdem sich in ihrem Privatleben einiges ändert hat sie mehr Freizeit und wird so von einer Kundin auf die Idee eines Kochsalons gebracht. So ...

Mona hat ein kleines Café, in dem sie Kochbücher verkauft. Nachdem sich in ihrem Privatleben einiges ändert hat sie mehr Freizeit und wird so von einer Kundin auf die Idee eines Kochsalons gebracht. So treffen sich nun Montags immer fünf Frauen, die gemeinsam kochen und dinieren, über das Leben sinnieren und sich austauschen.

Ja, ich hatte mich hier auf eine locker, leichte Frauenlektüre gefreut und genau diese wurde mir auch beschert. Der Anreiz, dass im Buch etwas über den Kochsalon geschildert ist und so eventuell auch Rezepte im Buch zu finden, war zusätzlich da. Und da wurde ich leider enttäuscht. Im Buch findet man ganze zwei Rezepte. Eines zu Beginn und eines eher zum Schluss hin. Vom jeweils gekochten Essen findet man jedoch immer wieder sehr angenehm zu lesende Beschreibungen, bei denen einem das Wasser im Munde zusammenläuft... Entsprechend war ich hier doch ein wenig enttäuscht, muss ich ganz ehrlich sagen.

Vom Schreibstil her hat mir das Buch gut gefallen, keine großartig komplizierte Schreibweise, keine extrem verschachtelten Sätze, alles gut nachvollziehbar, gut und schnell zu lesen. Leichte Kost, wie ich finde. Wenngleich es inhaltlich doch emotional ist und durchaus berühren kann, je nachdem wie man eben eingestellt ist.

Die Geschichte an sich ist durchaus realistisch, hat mitunter aber auch etwas vom ZDF-Sonntagsfilm a la Rosamunde Pilcher. Die Irrungen und Wirrungen der Liebe eben...
Wohingegen ich es gut und interessant fand, dass die Charaktere der einzelnen Damen im Buch unterschiedlicher nicht sein könnten. So trifft das Kinder-erziehende-Heimchen, das auf äußerste Sauberkeit bedacht ist auf die alte orientalisch-verwurzelte Dame ebenso wie auf die für Wochenend-Selbstfindungsseminare-empfängliche Frau. Und irgendwie hat man auch immer das Gefühl, es soll einem etwas mit auf den Weg gegeben werden, so werden hier durchaus Tipps gegeben (habe ich zumindest so empfunden), wie man sich bei Dates bzw. vor und danach verhalten soll. Manchmal kam das auch ein bißchen klug-scheißerisch herüber...

Alles in allem wurde ich bei dem Buch gut unterhalten, es gab amüsante Szenen, emotionale Momente, spannende Kapitel, da war also wirklich einiges dabei. Gewünscht hätte ich mir einfach noch mehr Rezepte zu den geschilderten Essensvariationen, hier bin ich wirklich etwas enttäuscht. Von daher ziehe ich hier einen Stern ab, vergebe also 4 von 5 Sternen und spreche eine Empfehlung aus.

Veröffentlicht am 05.01.2017

Es gibt 37 Arten von Kopfschmerzen...

Passagier 23
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Martin Schwartz, von Beruf Polizeipsychologe, hat vor einigen Jahren seine Frau und den gemeinsamen Sohn auf einer Kreuzfahrt verloren. Seine Frau soll dabei erst den Sohn ins offene Meer geworfen haben, ...

Martin Schwartz, von Beruf Polizeipsychologe, hat vor einigen Jahren seine Frau und den gemeinsamen Sohn auf einer Kreuzfahrt verloren. Seine Frau soll dabei erst den Sohn ins offene Meer geworfen haben, anschließend hinterher gesprungen sein. Damit kommt er nur schwer klar und vertieft sich extrem in seine Arbeit als verdeckter Ermittler. Als er dann plötzlich einen Anruf einer alten Dame erhält, eine vermeintliche Thrillerautorin, die ihm näheres über das, was damals seiner Familie zugestossen ist, mitteilen möchte. Eigentlich wollte er nie wieder auch nur einen Fuß auf ein Schiff setzen...

Ich hatte schon einiges von "Passagier 23" gehört und hab mich nun auch wirklich drauf gefreut es auch lesen zu können. :) Generell mag ich die Art und Weise wie Sebastian Fitzek schreibt, er hat eine wunderbare Wortwahl, schreibt nicht verkompliziert, aber durchaus gewieft, wie ich finde. Die Sprache ist nicht hochtrabend, manchmal durchaus vielleicht ein Sprachgebrauch, den ich ihm persönlich nicht zutraue (weil eben sehr schlicht bis hin zu vulgär...), meist aber umgangssprachlich - und ziemlich gut nachvollziehbar und verständlich. Ich habe inzwischen ja schon einige Bücher von ihm gelesen, von daher kann ich wirklich sagen, dass ich das mag.

Die Geschichte an sich ist wirklich spannend, vielleicht nicht unbedingt so direkt aus dem Leben gegriffen wie es bei anderen Krimis oder Thrillern der Fall ist, aber das muss ja auch nicht sein. Er erklärt im Anschluss an das Buch auch noch einiges über das "Passagier 23"-Phänomen (ich möchte da selbst nicht näher drauf eingehen, damit ich dem Leser nicht vorweg nehme!) und Kreuzfahrten generell, was ich sehr gelungen finde. Hätte es diese Infos im Danke-Kapitel zum Schluss nicht gegeben, so hätte ich selbst im Internet noch einmal nachgelesen. (Finde ich sehr nett und sympathisch, dass er diese Infos bringt!)

Das Buch liest sich wirklich gut und ist richtig spannend, so dass ich es innerhalb von gut drei Tagen gelesen hatte, wirklich mal gute zwei Stunden am Stück ins Buch vertieft war und mich absolut nicht ablenken lassen habe. Zum Schluss hin wird es im Buch meiner Ansicht nach etwas abstrus, ich finde, dass die Phantasie da mit Sebastian Fitzek ein wenig durchgegangen ist, dennoch ist alles wirklich äußerst durchdacht - bis ins kleinste Detail. Das macht es immer wieder sehr lesenswert!

Auch die optische Gestaltung des Buches finde ich wirklich gelungen, der abnehmbare Buchumschlag bietet durch ein Bullauge quasi den Blick aufs tosende Meer, außerdem ist ein Lesezeichen im ähnlichen Stil sowie ein Lesebändchen generell im Buch enthalten.

Wer gerne spannende Bücher liest, dem kann ich dieses Buch wirklich nur empfehlen. Es geht mal nicht so blutrünstig zu wie beispielsweise im "Augenjäger", ist aber dennoch ein sehr spannendes und fesselndes Buch, das toll geschrieben ist. Einen Stern ziehe ich ab, da das Buch zum Schluss hin für mich etwas abstrus wirkt... entsprechend vergebe ich hier 4 von 5 Sternen.